Alle Artikel mit dem Schlagwort: Erfahrungsbericht

Ein Seminar zu aktuellen Tendenzen der japanischen Schullandschaft

Viele aktuelle Informationen zu Schule in Japan und zum Japanischlernen in Deutschland gab es vom 8. bis 10. Juni 2018 beim 30. VJS-Fortbildungsseminar im Arbeitnehmerzentrum Königswinter. Unsere Masterstudentin Celeste Yau war dabei und berichtet hier von ihren Eindrücken und Erfahrungen. Der VJS, Verein der Japanischlehrkräfte an weiterführenden Schulen im deutschsprachigen Raum e.V. (ドイツ語圏中等教育日本語教師会) verschreibt sich dem Aufbau freundschaftlicher Beziehungen zwischen Schülern aus dem deutschsprachigen Raum und Japan. Das Fortbildungsseminar findet jedes Jahr in Deutschland statt, um aktuelle Themen des japanischen Sprachunterrichts zu diskutieren, die Japanisch-Lehrer fortzubilden und um zukünftigen Japanisch-Lehrern zu helfen. Das Thema des dreitägigen Seminars war dieses Mal „Aktuelle Tendenzen in der japanischen Schullandschaft“. Dabei wurden Aspekte wie Lehrmaterial für den Japanischunterricht, die gegenwärtige Situation an Schulen in Japan, sowie Informationen zum Japanisch-Lehramt in Deutschland präsentiert und diskutiert. Ca. 30 Japanisch-Lehrer (von denen der größte Teil am Gymnasium unterrichtet) und Lehramtsstudierende nahmen an diesem Seminar teil. Das Seminar war in zwei Teile gegliedert, einen informativen Teil und einen praktischen Teil. Am ersten und zweiten Tag gab es vormittags Vorträge und Referate, und anschließend …

Persönliche Eindrücke aus Shimane

Nachdem wir in den letzten Wochen schon etwas über Kagura und die Situation von ländlichen Schulen in der Präfektur Shimane erfahren haben, schildert Caroline Ruhl nun die persönliche Seite der Exkursion nach Shimane, bei der die Studierenden in engen Kontakt mit der lokalen Bevölkerung gekommen sind.  Hikimi Das Ehepaar M begrüßte uns am ersten Abend der Exkursion gemeinsam mit den anderen freiwilligen Helfern im Bürgerzentrum von Hikimi. Über lokalen Köstlichkeiten wie tsukemono, süßem Wasabi und Nigiri wurden die ersten schüchternen – und nach einer über 20-stündigen Reise und weiteren Stunden straffen Programms zugegebenermaßen erschöpften – aisatsu ausgetauscht. Doch viel Zeit blieb nicht, um sich in Ruhe zu unterhalten, denn trotz der an jedem Tisch begonnen Gespräche erwartete uns ein letzter Programmpunkt für diesen Tag und so musste unser weiteres Kennenlernen auf später verschoben werden. Nach einer sehr eindrucksvollen Kagura-Aufführung und dem sich anschließenden Interviewtrubel mit lokalen Nachrichtensendern und Reportern von NHK World, begann der Menschenknäuel sich schließlich aufzulösen und die einzelnen Grüppchen aus Gastgebern und Studierenden verteilten sich auf die Fahrzeuge, die auf dem Parkplatz vor dem Bürgerzentrum …

Unterricht zu sechst? Ein Besuch an den Schulen von Hikimi

  Wir setzen heute unsere Serie über die Exkursion nach Shimane fort, die MA-Studierende in den letzten Semesterferien zusammen mit Prof. Shingo Shimada unternommen haben. Denise Schieberl berichtet über Besuche an zwei Schulen, die den demographischen Wandel für die Teilnehmer/innen deutlich greifbar gemacht haben.  Im Rahmen unserer Shimane-Exkursion besuchten wir am zweiten Tag die Grundschule sowie die Mittelschule von Hikimi und erhielten so interessante Einblicke in den Alltag der Schülerinnen und Schüler, der sichtlich von den Konsequenzen des Bevölkerungsschwundes in der Region beeinflusst ist – denn Hikimi gilt als ein Ort in Japan, für den der Begriff kaso (zu deutsch: Entvölkerung) besonders charakteristisch ist. Zuerst fuhren wir zur Grundschule von Hikimi und wurden dort vom Direktor herzlich begrüßt. In einer kurzen Einführung erfuhren wir erste spannende Dinge über die Besonderheiten der Institution, in welcher aktuell insgesamt nur 22 Schülerinnen und Schüler aus eigentlich sechs Jahrgangsstufen unterrichtet werden – eigentlich. Denn an der Schule gibt es mittlerweile so wenige Schülerinnen und Schüler, dass Klassen zusammengefasst werden mussten. So werden jeweils Erst- und Zweitklässler, Dritt- und Viertklässler, …

Das Ekô-Haus Düsseldorf – Zentrum buddhistischer Rituale

Von Lisa-Marie Schönefeld und Viktorija Wirt 2012 gehörten laut offizieller Statistik ca. 85 Millionen Japaner/innen dem Buddhismus an. Damit ist er eine der am weitesten verbreiteten Religionen in Japan und hat großen Einfluss auf den Alltag der japanischen Bevölkerung. Um herauszufinden, wie er sowohl zu Hause als auch in einem buddhistischen Tempel praktiziert wird, sind wir am 22. Dezember im Rahmen unseres Seminars „Rituale in Japan“  ins Ekô-Haus in Düsseldorf-Niederkassel gefahren, um dort einen ausgebildeten Priester der buddhistischen Schule Jôdo Shinshû, Jan-Marc Nottelmann-Feil, zu treffen. Er führte uns durch verschiedene Räume des Ekô-Hauses, unter anderen die Wohnung eines Priesters und die Veranstaltungs- und die Haupthalle des Tempels, und gab uns dabei einen interessanten Einblick in die verschiedenen Bereiche der buddhistischen Rituale.

Sutren, Tee und Diskussionskultur: Ein Wochenende mit dem Shin-Buddhismus im Ekô-Haus

Buddhistische Sutren rezitieren, ausgezeichneten grünen Tee trinken und über Gut und Böse diskutieren – das Wochenende vom 1. bis 3. Dezember war für einige Teilnehmer/innen des Seminars „Rituale in Japan“ von Elisabeth Scherer mit nicht ganz alltäglichen Beschäftigungen ausgefüllt. Die Studierenden waren zu Gast beim Seminar der Ekô-Gemeinschaft der europäischen Shin-Buddhisten im Düsseldorfer Ekô-Haus, in dessen Rahmen auch das sogenannte Hôonkô-Fest begangen wurde. Dieses Fest wird zu Ehren von Shinran, dem Gründer der buddhistischen Jôdo Shinshû, gefeiert und gilt als das wichtigste Ereignis des Jahres in dieser Schule. In diesem Beitrag schildern einige die dort waren ihre Eindrücke, und Katharina Gröner und Charlotte Henschel berichten weiter unten ausführlich von dem Ritual, das im Zentrum des Wochenendes stand. Eine (für manche) schlechte Nachricht vorab: Eine Erleuchtung in diesem Leben ist nicht zu erwarten. Die Erlösung tritt nach Shin-buddhistischer Lehre erst nach dem Tod ein, wenn man auf die Hilfe durch Amida Buddha vertraut. Auch Prof. Arai Toshikazu (auf dem Foto oben in der ersten Reihe im grauen Gewand), der das Seminar der Shin-Buddhisten leitete, sieht sich …

Erlebnisbericht: Im Rampenlicht bei Nippon Connection

Anfang des Semesters haben einige unserer Studierenden (wie bereits berichtet) sehr fleißig an den Untertiteln für einen 30-minütigen japanischen Film gearbeitet. Ende Mai wurde dieser Film beim Filmfestival Nippon Connection gezeigt, und drei Studentinnen waren für unser Institut in Frankfurt, um das Werk dort vorzustellen. Caroline Fest, Jana Klacanska und Nadine Schmidt berichten nun hier von ihren Erlebnissen beim Filmfestival. Für alle, die neugierig auf den Film und die Arbeit der Studierenden geworden sind, gibt es am 15. Juli eine tolle Gelegenheit: Um 17 Uhr wird der Film bei unserem Instiuts-Event mit Berufsinfotag und Preisverleihung für die besten BA- und MA-Abschlüsse gezeigt. Nun aber zum Bericht:  Vom 23.05. bis 28.05. fand in Frankfurt am Main die 17. Nippon Connection statt. Dieses Mal leistete unser Institut in Kooperation mit der Japan Visualmedia Translation Academy (JVTA) im Rahmen eines Untertitel-Workshops einen Beitrag zu dem Filmfestival, das sich von der Idee einiger Filmwissenschaftsstudenten zu einer der größten Plattformen für aktuelle japanische Filme entwickelt hat. In Gruppen erstellten Studierende englische Untertitel für den Kurzfilm 自販機の光にふらふら歩み寄りごめんなさいってつぶやいていた (Murmuring Breathless Apologies in …

„Entschuldigung, wir sind von EA und…“

Wir freuen uns über einen Gastbeitrag von Melissa Sophie Sohlich, die Master-Studentin an unserem Institut ist. Ihr Interesse für Videospiele hat sie im August auf die gamescom in Köln, die größte Messe für Unterhaltungselektronik in Europa, geführt, wo sie als Reporterin für den Spieleentwickler Electronic Arts unterwegs war. Vielen Dank an Melissa Sohlich für ihren Erfahrungsbericht! Die gamescom 2010 aus der Sicht einer temporären Reporterin Es lohnt sich doch tatsächlich, immer mal wieder über den Rand der Cup-Nudeln hinauszuschauen. Mit diesem Gedanken bewarb ich mich Anfang Juli bei einem der größten Publisher im Bereich der Unterhaltungssoftware: Electronic Arts, kurz EA. Dort suchte man Leute, die hauptsächlich für die Gamer-Community von der gamescom 2010 berichten sollten. Dies hat bei EA bereits eine ziemlich lange Tradition: Jedes Jahr werden junge Fotografen und Reporter gesucht, die direkt aus der Community kommen. Mit der Hoffnung etwas abseits des Studium zu tun und gleichzeitig meinem großen Hobby, dem Schreiben, nachkommen zu können, bewarb ich mich also und bekam Anfang August dann den Anruf, der mich für fünf Tage zur Reporterin …