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Aktuelle Informationen zur Corona-Situation (Stand: 7.9.2020)

Auf dem Campus der HHU gilt in allen Gebäuden die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes – vergessen Sie also bitte Ihre Masken nicht, wenn Sie zu uns kommen! Auch die Lehre im Wintersemester findet wieder hautsächlich online statt; beachten Sie hierzu die Hinweise im HIS-LSF. Auf den zentralen Seiten der Heinrich-Heine-Universität finden Sie ständig aktualisierte Hinweise zum Lehr- und Studienbetrieb während der Corona-Pandemie: https://www.corona.hhu.de Bitte schauen Sie regelmäßig dort nach!

Sprechstunden

Derzeit werden Sprechstunden vor Ort nur eingeschränkt angeboten. Wir tun unser Möglichstes, um trotzdem alle wichtigen Dokumente für Sie auszustellen und Sie bei Fragen zu beraten. Gerne sprechen wir mit Ihnen auch telefonisch oder per Videochat. In jedem Fall melden Sie sich zunächst bei den jeweiligen Dozierenden per E-Mail – wir vereinbaren dann Termine mit Ihnen.

In allen Angelegenheiten der Fachstudienberatung schreiben Sie bitte eine E-Mail an ba-modernes-japan@phil.hhu.de.

Sekretariat

Unser Sekretariat ist zu folgenden Zeiten geöffnet:

Montag: 11:00 Uhr  -  13:30 und 14:00 - 16:00 Uhr
Dienstag:  10:30 Uhr - 13:30 und 14:00 bis 16:00 Uhr
Mittwoch: 11:00 Uhr - 13:30 und 14:00 bis 16:00 Uhr
Donnerstag: 10:30 bis 13:30 und 14:00 bis 16:00 Uhr
Freitag: 10:00 bis 15:00 Uhr

Bitte schicken Sie allgemeine Anfragen per E-Mail an: modernesjapan@hhu.de; E-Mails werden regelmäßig abgerufen.

Masterbegrüßung zum WS 2020/21

Liebe Studierenden der MA-Studiengänge Modernes Japan sowie Kultur- und Sozialwissenschaftliche Japanforschung,

wir vom Institut für Modernes Japan freuen uns, Sie bei uns willkommen heißen zu können.

Unseren allsemesterlichen Brauch, neue Studierende vor Ort an der Universität zu begrüßen, können wir in der momentanen Situation zwar so nicht fortsetzen, gern möchten wir Sie aber dafür in einer Videokonferenz über die Plattform Webex kennen lernen.

Da die Veranstaltung als geschlossenes Event stattfindet, würden wir Sie bitten, sich bei Interesse bis zum 09. Oktober 2020 per E-Mail bei Frau Caroline Fest (cfest@phil.hhu.de) für die Online-Veranstaltung anzumelden.

Geplant ist, die Begrüßung in der Woche vor dem Vorlesungsbeginn (19.-23.10.) stattfinden zu lassen. Den genauen Termin und sowie den Link zur Konferenz werden wir Ihnen nach Anmeldung in der Woche vorher per E-Mail mitteilen.

Eine Teilnahme an der Veranstaltung ist nicht verpflichtend, aber wir würden uns dennoch freuen, Sie zumindest digital persönlich willkommen zu heißen und Ihnen einige Informationen für Ihr Studium weiterzugeben.

Reisfelder statt High-Tech: Junge Idealist/innen sollen ländliche Regionen Japans retten

Saftige Wiesen, malerische Berglandschaften und ein beschaulicher Öko-Lifestyle ganz nach den eigenen individuellen Wünschen – Die japanische Regierung verbreitet idyllische Bilder vom Leben auf dem Land, um junge Menschen dazu zu bewegen, in strukturschwache Regionen zu ziehen. Dort sollen sie dann zur Revitalisierung der von Überalterung, Entvölkerung und Strukturschwäche besonders betroffenen Gegenden beitragen. Unsere Mitarbeiterin Ludgera Lewerich hat in Japan mit Frauen und Männern gesprochen, die diesem Ruf gefolgt sind. Ihre Anfang des Jahres fertiggestellte Doktorarbeit zeigt: Junge Stadt-Land-Migranten, in Japan auch „I-Turner“ genannt, suchen in ländlichen Regionen nach Selbstverwirklichung, Gemeinschaft und oft nach Befreiung aus einem vorher als einengend oder unerfüllt empfundenen Leben. Die Kampagnen der Regierung bedienen diese Sehnsüchte erfolgreich, sind aber kein Allheilmittel für Gemeinden auf dem Land, die mit Überalterung und schwacher Infrastruktur zu kämpfen haben.

Ama – ein entlegener Leuchtturm der Revitalisierung?

Ludgera Lewerich beim Kochen für die lokale Community in Ama

Ihre Forschung hat Ludgera Lewerich in entlegene Regionen geführt, zum Beispiel in die kleine Stadt Ama auf der Insel Nakanoshima, für die man drei Stunden mit der Fähre über das japanische Meer fahren muss – wenn diese nicht gerade wegen schlechten Wetters ausfällt. Diese Insel mit ihren etwa 2300 Einwohnern hat es seit Anfang der 2000er Jahre geschafft, hunderte von Menschen anzulocken, die sich trotz – oder gerade wegen – des einfachen Lebensstils dort niedergelassen haben. Zu diesem Erfolg beigetragen haben ein innovationsfreudiger Bürgermeister, eigens eingerichtete Praktikums-Programme, die Vermarktung lokaler Produkte wie das „Sazae-Curry“ und nicht zuletzt eine intelligent orchestrierte Image-Kampagne. Die Stadt Ama gilt heute in Japan als ein Aushängeschild erfolgreicher regionaler Revitalisierung und taucht in Reden des Premierministers ebenso auf wie in Hochglanzzeitschriften, die das Leben auf dem Land propagieren. Die jungen Neuzuzügler scheinen erfolgreich von diesem Bild beeinflusst. Die 27-jährige Hana berichtet: „Also, dass Ama eine großartige Stadt ist, hatte ich schon gehört.“ Gestiegen ist die Gesamtbevölkerungszahl trotzdem noch nicht, zu hoch ist die Überalterung, zu niedrig die Geburtenrate – aber seit einigen Jahren scheint sie sich zumindest zu stabilisieren.

Nur wenige Gemeinden können profitieren

In ihren Gesprächen mit jungen Menschen, die bewusst nach Ama oder an andere ländliche Orte gezogen sind, fand Ludgera Lewerich vieles wieder, was sie aus den Publikationen der Regierung und der Massenmedien herausgearbeitet hatte: Die Sehnsucht nach einem selbstbestimmten, alternativen und nachhaltigen Lebensstil, die Suche nach Gemeinschaft und der Wunsch, eigene Ideen zu verwirklichen. So erzählt der 29jährige Takeshi, der in einem Revitalisierungsprojekt arbeitet; „Ich dachte, in Ama kann ich wachsen. Ich habe mich glaube ich für Ama entschieden, weil ich hier ein Ziel sehen konnte.“ Und die 31jährige Michiko beschreibt: „Also, es ist irgendwie so, als sei ich inmitten einer großen Familie.“

Die japanische Regierung schafft es mit ihrer Kampagne offensichtlich, die Bedürfnisse der jungen I-Turner anzusprechen und mit positiven Bildern zur Umsetzung ihrer Pläne zu ermutigen. Sie macht es sich damit, wie Lewerich erläutert, aber auch leicht: Die Regionen sollen erblühen, das soll aber möglichst ohne viel Zutun der Regierung passieren. So entstehen idealisierte Bilder eines Landlebens, die oft der Realität widersprechen. Das stößt auch bei manchen auf Kritik: „Ama ist zu berühmt geworden.“ meint Naomi und kritisiert, dass nun vor allem Absolventen und Absolventinnen prestigeträchtiger Universitäten nach Ama kämen. So fehle es an Diversität und zudem werde so die Kluft zwischen Neuankömmlingen und Alteingesessenen größer. Sie ergänzt: „Die durchschnittlichen i-turner wollen nach Ama kommen, (…) weil sie viel von den guten Seiten gehört haben. Wenn man die ganzen Informationen von den Internetseite im Kopf hat, die beschreiben, was es hier alles für tolle Sachen gibt, dann ist der Schaden groß, wenn es Nachteile gibt.“

Für die jungen Stadt-Land-Migranten ist es risikoreich alles hinter sich zu lassen, und nicht wenige leben auf dem Land zwar nachhaltiger, aber am Existenzminimum. Und, das wird in Lewerichs Dissertation ebenfalls klar, die Stadt Ama bleibt eine Ausnahme, die von ihrer Rolle als Leuchtturm der Revitalisierung lebt. Für die I-Turner ist nicht gleich jedes beliebige Dorf ein Eldorado, und langfristig werden nur einige wenige Gemeinden wirklich von den jungen Migranten profitieren können.

Elisabeth Scherer

Stellenangebote mit Japanbezug

Zwei weitere Stellenangebote mit Japanbezug haben uns erreicht. Die Ausschreibungstexte finden Sie hier:

  1. Connect job Europe 2021 (Job-Messe)

①まず、今年も例年通り日本就職フェア「Connect job Europe 2020」を”オンライン”にて開催いたします。
多くの日本企業が日本学科の学生さんを採用するためにオンライン選考会を実施します。

-日程:10月24日・25日(メイン日程) ※各企業により日程が異なりますので、応募時に要確認(10月~12月)
-場所:オンライン
-今年度出展企業:三菱商事株式会社、三菱地所株式会社、Mitsubishi Research Institute, Inc.、SoftBank、SEGA Games Co., Ltd.、AstraZeneca K.K.、Akatsuki Inc.、JAPAN TOBACCO INC.、東京海上日動火災保険、その他多数
-イベント公式ページ: https://bit.ly/31PiWIQ
-詳細&学生様への案内文はこちら

  1. Work in Japan (Webinar)

②上記のフェア開催に先駆けて、 以下のテーマにて“Work in Japan“ ウェビナーを開催します。

-日本の労働市場・企業の現状と今後
-日本企業の本社で働くってどういうこと?
-日本企業への就活(応募書類・面接)のコツ・ポイント
-多国籍学生を採用している日本企業のご紹介

日本での就職に少しでも興味をお持ちの学生様に是非参加いただければと思っています。

-日程:9/16, 9/23, 9/30, 9/7 (全4回)
-場所:オンライン
-イベント公式ページ:https://bit.ly/2GgjbEw

-詳細&学生様への案内文はこちら

MRG-Klausur (2. Termin) Sommersemester 2020

Die zweite MRG-Klausur (Klausur zum Modul „Regionalwissenschaftliche Grundlagen“) im Sommersemester 2020 findet am Mittwoch, 23. September, von 12.00–13.30 Uhr im Hörsaal 6J statt. Die Anmeldung erfolgt über das Studierendenportal, anmelden können Sie sich bis zum 16.09.2020.
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Dozierenden der Einführungsveranstaltungen.

Bitte beachten Sie:

  • Kontrollieren Sie einige Tage vor dem Klausurtermin bitte Ihre Mails und diesen Blog. Wenn die Teilnehmerzahl größer ist, wird der Einlass nämlich aufgrund der Präventionsmaßnahmen bezüglich der Corona-Pandemie gestaffelt stattfinden müssen und Sie werden per Mail und über den Blog über Ihre persönliche Einlasszeit informiert.
  • Sollte kein gestaffelter Einlass nötig sein, seien Sie bereits dennoch früher da (gegen 11.45 Uhr), damit wir alles vorbereiten und pünktlich anfangen können.
  • Bitte betreten Sie den Hörsaal nicht, bevor wie Sie hineinbitten und beachten Sie die Einhaltung der aktuellen Abstandsgebote sowie die geltenden Hygieneregeln der HHU.
  • Bringen Sie Ihren Studierendenausweis sowie einen Lichtbildausweis (Personalausweis oder Reisepass) zur Identifikation mit.
  • Der Fragenkanon steht auf der Downloads-Seite unseres Instituts zur Verfügung. Es kommen keine Fragen darüber hinaus dran.
  • Vergessen Sie bitte nicht, bei den Begriffen auch jeweils die Epoche und die dazugehörigen Jahreszahlen anzugeben (also z.B. „Edo-Zeit, 1603–1868“).
  • Bitte schreiben Sie die Klausur mit einem dokumentechten Stift, Kugelschreiber, Füller o.ä. Bleistifte sind nicht erlaubt, ebenso wie schwer lesbare Farben wie z.B. Pastelltöne.
  • Bitte beachten Sie, dass Sie für eine Bewerbung in ein höheres Fachsemester das MRG-Modul bestehen müssen (gilt für MoJa-Studierende).
  • Im Falle von Krankheit gehen Sie bitte vor wie hier beschrieben und wenden sich an die Studierenden- und Prüfungsverwaltung.
  • Bitte beachten Sie generell, dass die Regelungen der HHU in Bezug auf den Umgang mit der Corona-Pandemie regelmäßig aktualisiert werden und informieren Sie sich ggf. auf der Homepage der HHU über die aktuellen Regelungen unter https://www.corona.hhu.de/.

Buchveröffentlichung: „Als hättest du ein Stück Japan eingepackt“

Wir freuen uns, auf eine Buchpublikation unter Beteiligung einer Mitarbeiterin unseres Instituts hinweisen zu können: „Als hättest du ein Stück Japan eingepackt“, herausgegeben von Hilaria Gössmann und Maren Haufs-Brusberg. Das Buch ist frisch im Iudicium-Verlag erschienen, und der Flyer dazu ist hier zu finden.

Klappentext

„Ich bemühe mich, in diese Gesellschaft hineinzuwachsen“, schreibt die Studentin Mutsuko Ayano (1956-1983) kurz nach ihrer Ankunft in Westdeutschland 1981 ihrer Familie in Japan. Diese Briefe zeichnen jenes Bestreben nach und sind vom Wunsch der jungen Frau geprägt, zur Verständigung zwischen Japan und Deutschland beizutragen. Die Aufnahme ihrer Promotion im Fach Germanistik an der Universität Trier hätte der Beginn eines jahrzehntelangen Einsatzes für die japanisch-deutsche Verständigung sein können. Doch Mutsuko Ayanos Hoffnungen und Zukunftsträume finden ein jähes Ende, als die 27-Jährige 1983 Opfer eines Raubüberfalls wird, an dessen Folge sie verstirbt. Ihre Briefe enthüllen das Bild einer neugierigen, lebenslustigen und zugleich nachdenklichen jungen Frau. Sie stellen ein Zeitzeugnis dar, das das Leben in Westdeutschland zu Beginn der 1980er Jahre, betrachtet durch die Augen einer Japanerin, lebendig werden lässt. Mutsuko Ayanos Beobachtungen zur deutschen und japanischen Gesellschaft sind inspirierend für jeden Kontakt mit dem „Anderen“.
Eindrucksvoll zeigen ihre Briefe, wie man in eine andere Gesellschaft hineinwachsen und zugleich die eigene Herkunftskultur bewahren und wertschätzen kann. Mutsuko Ayano verleiht vielen, bis heute aktuellen Fragen des interkulturellen Zusammenlebens eine Stimme und hinterlässt so trotz ihres frühen Todes einen wertvollen Beitrag zum Verständnis japanisch-deutscher Begegnungen und interkultureller Erfahrungen.

Unser Untertitelprojekt bei „Düsseldorfer WOrte“

Im Sommersemester 2020 haben unsere Studierenden den Film „The Wandering Plants“ (散歩する植物, Kaneko Yurina, 2019) für das Filmfestival Nippon Connection untertitelt. Die Herausforderungen, die dieses Projekt mit sich gebracht hat, stellen einige der Studierenden jetzt bei der Veranstaltung „Düsseldorfer WOrte“ vor.

Am Freitag, 4. September, wird es an 5 Orten in Düsseldorf unter dem Titel „Düsseldorfer WOrte“ Lesungen und Diskussionen rund um das Thema Literatur geben. Organisiert wird diese erste Nacht der Düsseldorfer Literatur vom Literaturbüro NRW. In der Ankündigung heißt es dazu:

Durch die Nacht mit Düsseldorfer Autor*innen – es wird spannend und lustig, laut und leise, fern und nah. Es wird lyrisch und prosaisch, künstlerisch und musikalisch. Gute Texte aus Düsseldorf sind an verschiedenen Orten in der zentralen Innenstadt und in unterschiedlichen Kulissen zu erleben. Maren Jungclaus & Peter Mandrella vom Literaturbüro NRW begleiten durch die Nacht

Unser Projekt wird ab 18 Uhr bei der Veranstaltung „Transit“ im Goethe-Institut vorgestellt. Aufgrund der Corona-Pandemie ist vorab eine Anmeldung unter maren.jungclaus [at] literaturbuero-nrw.de notwendig. Der Eintritt beträgt 3 Euro.

Neuerscheinungen an unserem Institut

Juhu! Wir freuen uns über zwei neue Bücher, die von unseren Mitarbeiter/innen herausgegeben wurden. Hier stellen wir die beiden druckfrischen Werke kurz vor:

Das ländliche Japan zwischen Idylle und Verfall. Diskurse um Regionalität, Natur und Nation
Herausgegeben von: Ludgera Lewerich, Theresa Sieland und Timo Thelen
Düsseldorf University Press, 2020

Dieses Buch ist aus einem Workshop hervorgegangen, in dem sich Doktorand/innen zum ländlichen Japan ausgetauscht haben. Die Themen reichen von der Darstellung des ländlichen Japan im Anime Tonari no Totoro bis hin zur touristischen Vermarktung ländlicher Regionen.

Klappentext:
Im Zuge des demografischen Wandels und der ökonomischen Rezession, der Tōhoku-Dreifachkatastrophe im Jahr 2011 sowie des Diskurses um Natur- und Umweltschutzkonzepte sind Japans Regionen wieder verstärkt ins Zentrum der Aufmerksamkeit gerückt. Bilder des ländlichen Japans dienen als nostalgischer Zufluchtsort und Projektionsfläche urbaner Sehnsüchte. Tatsächlich sind die Regionen oft mit Problemen, wie Bevölkerungsschwund, Strukturschwäche und Überalterung, konfrontiert. Initiativen zur Revitalisierung versuchen, diesen Herausforderungen zu begegnen. Aus der Ambivalenz zwischen Idylle und Verfall generieren sich neue subnationale, lokale und regionale Selbstbilder, die mitunter einen Gegenpol zur Positionierung der japanischen Regierung bilden.

Der zweite Band der Reihe „Kultur- und Sozialwissenschaftliche Japanforschung“ beschäftigt sich mit gegenwärtigen Entwicklungen in Japans Regionen. Anhand aktueller sowie historischer Fallbeispiele diskutieren die Autorinnen und Autoren, welchem sozialen, politischen und wirtschaftlichen Zweck Repräsentationen und (Re-)Konstruktionen von Natur, Nation und Ländlichkeit dienen.

Krieg und Migration im Comic. Interdisziplinäre Analysen
Herausgegeben von: icon Düsseldorf
Transcript, 2020

Icon Düsseldorf ist das Comicforschungs-Netzwerk der HHU. Unsere Mitarbeiterin Elisabeth Scherer engagiert sich in diesem Netzwerk und sorgt dafür, dass auch Manga ein fester Bestandteil der Forschung von icon sind. In dem Band „Krieg und Migration im Comic“, der aus einer Ringvorlesung hervorgegangen ist, werden Manga-Beispiele in Beiträgen von Stephan Köhn (zu Satonaka Machikos „Und morgen strahlt wieder die Sonne“) und Elisabeth Scherer (zu Kôno Fumiyos „In this corner of the world“) analysiert.

Klappentext
Freund oder Feind? Eigenes oder Fremdes? Graphische Erzählungen brechen vorstrukturierte binäre Wahrnehmungsmuster auf. Krieg und Migration zählen schon seit den Anfängen des Comics zum Kernbestand des Genres und sind im Zuge der politischen Instabilitäten der 2010er Jahre erneut in den Fokus vieler Werke gerückt. Das Spektrum reicht von dokumentarischen Comics bis zur fiktionalen Ausgestaltung von Einzelschicksalen. Aus unterschiedlichen Fachperspektiven analysieren die Beiträger*innen die Erzählstrategien von Comics über Krieg und Migration sowie deren Analogien und Differenzen zu verwandten Medien wie Literatur, bildende Kunst, Fotografie und Film.