Jahr: 2014

Fotoausstellung: „Tage zählen“ im EKO-Haus

Vom 6. Januar bis 8. Februar 2015 zeigt das EKO-Haus der japanischen Kultur die Fotoausstellung des japanischen Fotografen Tsutomu Koiwa. Die Ausstellung trägt den Titel „Tage zählen“ 1988-1991 und 2011 Onagawa – die verlorene Stadt. Es handelt sich dabei um eine fotografische Dokumentation („Szenen aus Onagawa“), die Tsutomu Koiwa bereits 1992 herausbrachte und die durch Schwarzweiß-Fotografien das Leben der Menschen in Onagawa im Schatten des Atomkraftwerkes darstellt. Die Stadt Onagawa in der Präfektur Miyagi wurde wie viele andere Städte auch am 11. März 2011 durch das Erdbeben und den Tsunami schwer beschädigt und 500 Einwohner der Stadt verloren ihr Leben. Das Atomkraftwerk, das in der Dokumentation „Szenen aus Onagawa“ thematisiert wurde musste abgeschaltet werden. Die Fotoausstellung zeigt auch an wenigen Beispielen die Zustände in der Region nach dem Tsunami.

Tipps fürs Leben von Meister Ekken und Co.

Einfacher leben mit Ratschlägen der konfuzianischen Klassiker – in der Kultureinführung stand gestern und heute der Konfuzianismus auf dem Programm. Vor allem der Einfluss des Konfuzianismus auf die japanische Gesellschaft der Edo-Zeit war für uns von besonderem Interesse. Einen schönen Einblick geben die Texte von Kaibara Ekken und seinen Schülern, die wie eine Art „Selbsthilfeliteratur“ verfasst sind und daher auch heute noch leicht verständlich (und vielleicht auch umsetzbar?) sind. Die Studierenden haben die Lehren mit Hilfe von Postern auf den Punkt gebracht, von denen folgende zwei in der Montags- und Dienstagsgruppe als Sieger (da als besonders „wirksam“ erachtet) gekürt wurden:

Bachelor Plus Five Questions

Wie sieht der Alltag chinesischer Studierender an einer japanischen Universität aus? Mit Evelyn Szawerski schließen wir heute unsere Interviewreihe mit dem dritten Jahrgang der Bachelor Plus Studierenden ab. Vor ihrem Japanaufenthalt im Rahmen des Bachelor Plus hat Frau Szawerski auch bereits einen Studienaufenthalt in China absolviert – da lag es nahe, die erworbenen Sprachkenntnisse zu nutzen und sich mit chinesischen MigrantInnen in Japan zu beschäftigen. Unter den Überseechinesen hat Frau Szawerski ihr Augenmerk auf die chinesischen Studierenden gelegt. Hier interessiert sie vor allem der Lebensalltag der Studierenden in verschiedenen Kontexten, wie z.B. die Beweggründe für ein Studium in Japan und die Erfahrungen in den verschiedenen Studienkontexten: Wie integrieren sich chinesische Studierende in ein japanisches Studienumfeld? Wie sieht der Kontakt mit japanischen Studierenden aus und welche Zukunftspläne haben die jungen chinesischen Migranten? Diesen und anderen Fragen ist Frau Szawerski im Rahmen Ihres BA+ Projekts „Alltag und Studienumfeld chinesischer Studierender an einer japanischen Universität“ an der Keiô Daigaku in Tôkyô nachgegangen. BA+: Frau Szawerski, was hat Sie daran gereizt, sich mit den „Übersee-Chinesen“ in Japan zu beschäftigen? …

Bachelor Plus 5 Questions

Spielend forschen. Eine dichte Beschreibung der fighting game community in Chiba In unserer Interviewreihe über die Forschungsprojekte des dritten Bachelor Plus Jahrgangs sprechen wir heute mit Gerrit Neumann. Herr Neumann hat seinen Japanaufenthalt an der Chiba Daigaku verbracht und führte sein Forschungsprojekt für den BA+ an einem ungewöhnlichen Ort durch: In einer japanischen Videospielarcade beschäftigte er sich mit der Szene der dortigen Spielerinnen und Spieler. Für viele junge JapanerInnen sind Videospiele ein fester Bestandteil des Alltags. Teil dieses Phänomens ist dabei die sogenannte „E-Sport“-Subkultur (kurz für „elektronischer Sport“), die mit dem traditionellen Sport dahingehend verwandt ist, als dass es auch hier um das Messen im Wettkampf geht. Der Unterschied liegt lediglich darin, dass im E-Sport Computerspiele gespielt werden. In seinem Projekt geht es Gerrit Neumann darum, eine dichte Beschreibung der Community einer Videospielarcade in Chiba, ihrer Struktur und ihres Aufbaus zu erstellen. BA+: Herr Neumann, Sie haben sich einen Forschungsort ausgesucht, der auf den ersten Blick eher ungewöhnlich erscheint. Deutsche Spielhallen gelten als nicht besonders attraktiver Ort – wie kann man sich denn eine japanische Arcade …

„Wurst trifft Sushi“ – Buch für guten Zweck

„Wurst trifft Sushi“ ist ein interkulturelles Buchprojekt, das 2011 von Japanisch-Lernenden der VHS Düsseldorf und Mühlheim ins Leben gerufen wurde, um Spenden für die Opfer der Dreifachkatastrophe zu sammeln. Nun gibt es mit einem zweiten Band der Reihe einen „Nachschlag“ mit weiteren interkulturellen Geschichten rund um Japan.  Nach Abzug von Materialkosten gehen die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf des Buches an die Organisation Ashinaga, die ein Projekt für traumatisierte Kinder in der Tohokuregion gegründet hat, wo diese Kinder z.B. psychologische Betreuung finden. Das Buch ist für 10€ bei Anke Gärtner erhältlich (Kontaktaufnahme per Mail unter anke.gaertner[ätt]uni-due.de). Darüber hinaus wird es am JLPT-Prüfungstag, 7.12.2014,  bei Books Nippon im Foyer der VHS in Düsseldorf zu erwerben sein.

Die Welt der Katari Rezitation – Auftritt, Talkrunde, Workshop

Die Klangschönheit der japanischen Sprache Mit HIRANO Keiko   Sagen, Mythen, Volksmärchen und Epen werden seit alters her mündlich überliefert. Berühmtist das Heike Monogatari (Erzählungen von den Heike), das während der Kamakura-Zeit (Ende 12. Jh. – 1333) niedergeschrieben wurde. Es besteht aus zwei Versionen – dem Yomihon, einem «Lesebuch», und dem Kataribon, einer mündlich überlieferten Version. Daher wissen wir, dass katari, die Rezitation, seit langer Zeit ein bedeutsames Element der japanischen Kultur ist. Die katari-Kunst entwickelte sich vor allem durch ihre Interpreten und beeinflusste ihrerseits weitere traditionelle Künste Japans.

Spannender Gastvortrag zu jungen Japanern im Ausland (u.a. in Düsseldorf)!

Am Montag, 1. Dezember,  gibt es um 18:30 Uhr im Raum 23.03.01.61 einen spannenden Vortrag von Prof. Kamiya Hiroo (Kanazawa Universität) und Prof. Yui Yoshimichi (Hiroshima Universität) zum Thema 日本経済のグロバル化と日本人若者の海外就職 („Die Globalisierung der japanischen Wirtschaft und die Arbeitserfahrungen junger Japaner im Ausland“). Warum gehen junge Japaner zur Arbeit ins Ausland? Welche Motivationen und Erwartungen haben sie? Wie empfinden sie das Leben in der Fremde im Vergleich zu ihrem Alltag in Japan? Ein japanisches Forschungsteam um sechs Professoren der Geographie ist diesen Fragen im Auftrag des japanischen Bildungsministeriums drei Jahre lang (2012–2014) nachgegangen. Sie führten qualitative Interviews mit Japanern in San Francisco, Shanghai, Bangkok und Düsseldorf. In Düsseldorf alleine befragten sie 74 Personen zwischen 18 und 42 Jahren, die nicht als Versetzte, sondern freiwillig nach Deutschland gekommen sind, um dort zu arbeiten und zu leben. Im ihrem Gastvortrag wollen Prof. Kamiya und Prof. Yui, die zwei Leiter des Forschungsteams, nicht nur ihre Ergebnisse von den befragten Japanern aus Düsseldorf präsentieren, sondern auch einen Vergleich zu den anderen untersuchten Städten aufzeigen. Der Vortrag wird auf leichtem Japanisch stattfinden …

Vortrag: Mori Ôgai und Bier

Der junge Militärarzt und Schriftsteller Mori Ôgai kam 1884 mit 22 Jahren nach Deutschland und verbrachte vier Jahre in München, Berlin, Leipzig und Dresden. In dieser Zeit scheint „Bier“ nicht einfach nur ein Getränk gewesen zu sein, das er gerne trank. In seiner Vortragsankündigung verrät sein Urenkel Mori Chisato, dass Bier bedeutsam für Mori Ôgais medizinischen Forschung wurde und auch das Vorhaben, Goethes Faust ins Japanische zu übersetzen, bei einem Bier mit Freunden in Leipzig gefasst wurde. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zum Vortrag „Ôgai und Bier“ von Mori Chisato (Chiba Universität) am Montag, 24. November um 18 Uhr. Der Vortrag findet auf Japanisch im Hörsaal 2 B statt.