Autor: Christian Tagsold

UPDATE *** Erdbeben in Japan – wie geht es unseren Studierenden und Mitarbeitern?

Zum Erdbeben und allen Folgen, wie die Probleme mit den Atomkraftwerken, muss ich wahrscheinlich an dieser Stelle nicht allzu viel sagen. Auf USTREAM kann man z.B. die NHK-Fernsehübertragung dazu verfolgen und ist dann deutlich schneller informiert, als in der ARD und den anderen deutschen Fernsehsendern. Im Hinblick auf unsere Studierenden, Mitarbeiter und Freunde erinnert mich vieles an das große Erdbeben in Kobe. Man versucht möglichst schnell beruhigende Nachrichten zu bekommen. Dank Internet (Facebook, Twitter etc.) geht das aber zum Glück viel schneller als damals. So sammeln wir vom Blog-Team hier „Entwarnung“ von unseren Studierenden und Kollegen. Es geht allen gut, so weit sich das übersehen lässt. Zwei drei konnten wir noch nicht kontaktieren, weil wir keine Facebook-Freunde sind und weil man natürlich nicht als erstes das Institut kontaktiert. Da gibt es deutlich wichtigeres (Eltern, Verwandte, Freunde…). Aber bis heute abend hoffen wir, komplette Entwarnung geben zu können. Die Stimmung ist natürlich etwas gemischt bei den „Unseren“ in Japan. Stellvertretend für alle möchte ich hier einen kurzen „Lagebericht“ von Steffi Osawa wiedergeben: „das erste beben gestern …

Das große Kommen und Gehen (und Wiederkommen)

Viele habens schon mitbekommen. Nächstes Semester ergeben sich so einige Änderungen im Mittelbau des Institutes – also bei den Mitarbeitenden unterhalb der Professorenebene. Dr. Ina Hein und ich sind quasi auf „Leihbasis“ an anderen Universitäten. Dr. Hein ist noch für zwei Semester Gastprofessorin an der Universität Wien. Ich vertrete im nächsten Semester eine Professur an der Universität Duisburg-Essen. So ein Kommen und Gehen ist ja im Mittelbau nicht untypisch. Viele Verträge sind nur befristet, so dass die Personen sowieso zwangsläufig irgendwann einmal wechseln. Dr. Hein und ich werden allerdings wiederkommen 😉 Außerdem werden unsere Stellen jeweils vertreten. Die allgemeine Studienberatung wird so z.B. in Zukunft gleich von drei Mitarbeiterinnen übernommen: Frau Dr. des Siep, Frau Kottmann und Frau Spoden.

Japan-Tag, Selbstironie und インマーマン

Der Japan-Tag ist vorbei. Die Massen waren wieder in Düsseldorf und das Feuerwerk wurde im WDR übertragen. Wer am Rheinufer war, weiß, dass der Japan-Tag inzwischen schon beinahe der bessere Karneval ist. Die (Selbst-)Darstellung Japans an diesem Tag ist hoch interessant – in DJAS gibt es zu diesem Thema einen Sonderband, der hinter die Kulissen schaut. Selbstironie ist nun nicht unbedingt eine Stärke des Japan-Tags. Die Klischees zu Japan werden mit recht ernster Miene bedient – dazu muss man sich nur einmal das Samurailager anschauen. Dass es auch ganz anders geht, zeigen Jun Komachi und seine Freunde. Jun Komachi hat vor rund 15 Jahren vier äußerst karaokefähige Stücke über Düsseldorf und die Immermannstraße geschrieben, die einen hochwitzigen Blick auf das eigene Dasein offenbaren. Die alten Tapes sind zum Glück nicht verloren gegangen. So war es möglich, die Lieder mit Videos zu versehen und auf YouTube zu stellen. Die vier Stücke reichen von einem Enka, über ein Reggae-Stück zu einer Art Vorspann zu einer Anime-Serie. Mehr Infos gibt es noch im Blog „Immermann ueber Alles“. Wir …

Modernes Japan twittert Geschichte

Twittern ist in – jetzt auch im Studiengang Modernes Japan. Studierende des Kurses »Einführung in die japanische Geschichte« bei Nora Kottmann twittern nämlich seit kurzem, was vor 106 Jahren geschah. Japan befand sich im Krieg mit Russland. In der Unibibliothek erforschen die Studierenden in alten Ausgaben des Düsseldorfer Generalanzeigers – der größten Tageszeitungs der Stadt kurz nach der Jahrhundertwende – wie sich der Krieg entwickelte und was man in Deutschland darüber erfahren konnte. Die Ergebnisse der Recherche twittern sie über den Account »rekishijapan«. Wer also wissen möchte, wie der Krieg verlief und was die Düsseldorfer darüber dachten, muss nur rekishijapan folgen und bleibt auf dem laufenden. So viel sei aber verraten: Japan gewann den Krieg 😉

Programm der Abschlusstagung Japan-Pop-Kultur in Deutschland

Diesen Samstag ist es soweit, auf der Abschlusstagung der Seminare von Frau Schmitz und Herrn Dr. Tagsold werden die Studenten ihre Forschungsergebnisse zum Thema ‚Japanische Populärkultur in Deutschland‘ vorstellen. Der Tag beginnt um 9 Uhr mit einer Begrüßung durch die Moderationsgruppe, die durch das Programm führen und einen reibungslosen Ablauf garantieren wird. Durch die verschiedenen Schwerpunkte der beiden Seminare wird eine spannende Mischung aus Medienuntersuchungen und Feldforschung die verschiedensten Aspekte der japanischen Populärkultur und ihrer Präsenz in Deutschland beleuchten. So wird eine Gruppe aus Frau Schmitz Seminar „Die japanische Populärkultur in Deutschland“ das Thema „Der Japantag Düsseldorf in den Medien“ präsentieren. Dabei stellte sich den Studenten die Frage, mit welcher Grundhaltung die Medien an dieses Ereignis herantritt, als auch welche Besonderheiten sich in der Berichterstattung feststellen lassen. Die im Kurs besprochenen Themen, wie Orientalisierung oder Japaneseness unterstützten auch diese Gruppe dabei, sich den Medien kritisch zu nähern, mit dem Gedanken, wie Japan und seine Populärkultur in den lokalen Medien repräsentiert werden. Aus Herrn Dr. Tagsolds Kurs „Die Empirie japanischer Populärkultur in Deutschland“ wird eine Gruppe …

Konferenz Japan-Pop-Kultur in Deutschland

Immer mehr deutsche Jugendliche beschäftigen sich mit unterschiedlichen Facetten japanischer Populärkultur. Manga, Cosplay, Visual Kei, Mode haben sich hierzulande eine stetig wachsende Fangemeinde geschaffen. Auch an den Studierenden im Fach Modernes Japan ist diese Entwicklung nicht spurlos vorübergegangen: Die Antwort auf die Frage „Woher kommt eigentlich dein Japan-Interesse, wie bist du dazu gekommen?“ enthält nicht selten Kindheitserinnerungen an Sailor Moon und Dragon Ball, ebenso wie japanische Musik oder Dorama für viele zum Wunsch führten, sich genauer mit der Sprache und Kultur ihres Herkunftslandes auseinanderzusetzen. Bunt und auffällig wie sie daherkommt, hat auch die Presse die japanische Popkultur als dankbares Thema erkannt und die Berichte häufen sich. Wie realistisch die Sichtweise der Medien jedoch ist, lässt sich mit einem flüchtigen Blick nur schwer abschätzen. Trifft das, was man im Kulturteil renommierter Zeitungen zum Phänomen J-Pop findet, eher zu, als die Umsetzung diverser Nachmittagsformate von Privatsendern? Oder wird den Lesern und Zuschauern von beiden ein vollkommen falsches Japanbild präsentiert? Was denken die Fans selber über sich und ihre Hobbys? Und wie beeinflussen die Blickwinkel, mit denen Manga-Autoren, …

Career Service goes Aldi

Seit kurzem gibt es ja an der HHU den Career Service, der allen Studis den Start ins Berufsleben erleichtern soll. Vielleicht ist Aldi jetzt nicht der Traumarbeitgeber für JapanologInnen – schon gar nicht an der Kasse. Trotzdem könnte die Veranstaltung „Firmenpräsentation der ALDI Langenfeld GmbH & Co. KG: Einstiegsmöglichkeiten für Absolvent/inn/en“ interessanter sein, als es so klingt.

Vortrag „Japan als Immigrationsland“

Die Vortragssaison schwingt sich zu immer neuen Höhen auf und wir dürfen im Juni eine Reihe spannender Gäste begrüßen. Am 15. Juni kommt zum Beispiel Dr. David Chiavacci aus Duisburg-Essen zu uns, um zum Thema „Japan als Immigrationsland und kakusa shakai: Findet eine Ethnisierung der sozialen Schichtung in Japan statt?“ zu sprechen. Damit wird eine ganz aktuelle Thematik angesprochen, die für viele von Interesse sein dürfte. David Chiavacci hat lange zu diesem Thema geforscht und wird demnächst auch seine Habilitation darüber abschließen, ist also ein ausgewisener Fachmann. Der Vortrag findet von 18-20 Uhr im Raum 23.02.02.81 statt und ist mit Studiengeldern mitfinanziert.