Kunst und Kultur
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Filmvorstellung – Akarui Mirai

アカルイミライ (engl.:  bright future)

Die moderne Gesellschaft ist geprägt von einem starken Leistungsdruck und oft gnadenlos zu denen, die dem Druck nicht standhalten. Was aber passiert mit jungen Menschen, die sich nicht angepasst haben und in folge dessen eine Randexistenz führen müssen?

Der Film Bright Future auf www.uplink.co.jp

Yûji arbeitet als Freeter, also ohne feste Anstellung, in einer Fabrik die oshibori herstellt, kleine Handtücher mit denen man sich vor dem Essen die Hände abwischt. Er lebt sehr zurückgezogen und ist verschlossen. Nach Außen hin gibt er sich lethargisch, aber während es scheint er lebe in den Tag hinein, unterdrückt er beständig eine unbändige Wut die in seinem Inneren herrscht und bestetig drängt zum Vorschein zu kommen.

Yûjis einziger Freund ist Mamoru, ein Arbeitskollege, der sich zu Hause eine hochgiftige Qualle hält und versucht sie von Salzwasser an Süßwasser zu gewöhnen.  Auch Mamoru kann leidet an innerem Zorn, den er nur schwer kontrollieren kann. Dies führt eines Tages zu einer Katastrophe und resultiert in Mamorus Verurteilung zum Tode.

Bei einem Besuch im Gefängnis trifft Yûji auf Mamorus Vater und arbeitet fortan in dessen Betrieb, wo dieser alte Elektrogeräte einsammelt, repariert und wieder verkauft.  Langsam beginnt sich eine Vater-Sohn Beziehung zwischen den beiden aufzubauen. Während Mamorus Vater beharrlich seinem gewählten Job nachgeht, auch wenn dieser immer weniger Geld abwirft sucht Yûji weiter nach einem Weg für sich im Leben.

Die durchweg melancholische Stimmung des Films wird selten aufgebrochen. Die Geschichte beschreibt die Probleme junger Leute, sich in einer Gesellschaft zu entfalten, die abweichendes Verhalten nicht duldet. Auch die Unfähigkeit der älteren Generation, sich dem Wandel der Zeit anzupassen wird veranschaulicht.

Alles in allem lässt sich die Geschichte vielleicht mit einem Bildungsroman vergleichen, einem gebrochenen Bildungsroman, denn das wichtigste Element, der Abschluss, die Initiation fehlt.

Regie: Kurosawa Kiyoshi

Darsteller: Odagiri Jô, Tadanobu Asano, Fuji Tatsuya

Laufzeit: 115 min.

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