{"id":999,"date":"2009-03-02T10:00:31","date_gmt":"2009-03-02T09:00:31","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=999"},"modified":"2020-07-15T03:50:06","modified_gmt":"2020-07-15T01:50:06","slug":"interview-mit-prof-dr-schad-seifert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=999","title":{"rendered":"Interview mit Prof. Dr. Schad-Seifert"},"content":{"rendered":"<p>Was kommt im Sommersemester? Was ist im Wintersemester passiert?<br \/>\nWir schauen im Gespr\u00e4ch mit Frau Prof. Dr. Schad-Seifert, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin das Ostasien-Instituts, zur\u00fcck auf das laufende Semester und nach vorne, in den Sommer 2009.<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/_dsc9829.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1087\" title=\"_dsc9829\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/_dsc9829-199x300.jpg\" alt=\"_dsc9829\" width=\"199\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/_dsc9829-199x300.jpg 199w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/_dsc9829-680x1024.jpg 680w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/_dsc9829-768x1156.jpg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/_dsc9829-1020x1536.jpg 1020w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/_dsc9829-1360x2048.jpg 1360w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2009\/03\/_dsc9829-scaled.jpg 1700w\" sizes=\"(max-width: 199px) 100vw, 199px\" \/><\/a>Frau Prof. Schad, zun\u00e4chst eine generelle Frage: Sie sind seit 2008 die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Ostasien-Instituts. Was bedeutet das? <\/strong><\/p>\n<p>Die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung hat grob gesagt zwei Aufgaben: Einerseits kann man sie sich als wichtige Schnittstelle zwischen den Institutionen der Universit\u00e4t vorstellen: Sie vertritt das Fach im Fakult\u00e4tsrat und auch gegen\u00fcber dem Dekanat, dem Rektorat oder studentischen Einrichtungen wie der Fachschaft.<br \/>\nAndererseits ist die Aufgabe der Gesch\u00e4ftsleitung die Verwaltung: Sie leitet Informationen an die entsprechenden Stellen weiter, betreut Antr\u00e4ge, organisiert Lehrauftr\u00e4ge und ist ein zentraler Ansprechpartner f\u00fcr Anfragen von au\u00dfen.<br \/>\nDiese Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung wechselt im zweij\u00e4hrigen Rhythmus zwischen den Professuren und nach Prof. Shimada habe ich diese Position bis 2009 \u00fcbernommen.<br \/>\n<!--more--><br \/>\n<strong>Das Wintersemester ist ja nun fast vorbei &#8211; was waren f\u00fcr Sie und unser Fach wichtige Ereignisse?<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Ein besonderes Ereignis war die Jahrestagung der Vereinigung f\u00fcr sozialwissenschaftliche Japanforschung e.V. (VSJF), die Herr Prof. Shimada und ich in D\u00fcsseldorf ausgerichtet haben. Das Thema der Jahrestagung war \u201eDemographic Change in Japan and the EU \u2013 Comparative Perspectives\u201c und es gab Vortr\u00e4ge von insgesamt dreizehn internationalen ReferentenInnen aus Japan, Deutschland, Gro\u00dfbritannien und den Niederlanden. Dazu gab es in parallel tagenden Arbeitsgruppen weitere Vortr\u00e4ge, etwa zu Wirtschaft, Kultur oder Erziehung und Gelegenheit zum Networking. Die Jahrestagung war gut besucht und wir haben uns besonders \u00fcber das gro\u00dfe Interesse der D\u00fcsseldorfer Studierenden gefreut, die zu einem erm\u00e4\u00dfigten Tarif teilnehmen konnten.<br \/>\nDie VSJF ist ein umfangreicher Interessenverband von WissenschaftlerInnen, die Japan bezogen arbeiten. Im Unterschied zu anderen Verb\u00e4nden ist sie aber auch f\u00fcr Studierende offen, die zum Beispiel als Mitglieder eigene Ergebnisse auf den Tagungen vorstellen und das Jahrbuch kostenlos erhalten k\u00f6nnen. Mehr Informationen, auch zum Studententarif, finden sie auf der <a href=\"http:\/\/www.vsjf.net\/de\/mitgliedschaft.php\">Homepage der VSJF<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Apropos Werbung \u2013 es gab doch auch Vortr\u00e4ge am Institut, zum Beispiel zur japanischen Autowerbung?<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Ja, im Dezember 2008 hat Prof. Rie\u00dfland aus Nagoya (Nanzan Universit\u00e4t) dazu vorgetragen. Insgesamt hatten wir vier deutsche und japanische WissenschaftlerInnen zu Gast, die Themen wie die japanische Autorin Tawada Yoko (Prof. Dr. Ivanovic, Universit\u00e4t T\u00f4ky\u00f4), die Darstellung des Kaisers in der Meiji-Zeit (Dr. Kobayashi, Universit\u00e4t Leipzig) vorgestellt haben.<br \/>\nDie Gastvortr\u00e4ge bieten immer eine gute Gelegenheit, ein neues Thema kennen zu lernen oder zu vertiefen \u2013 auch das sp\u00e4tere Gespr\u00e4ch mit den Vortragenden sollte man nutzen, oft gibt es da im informellen Rahmen gute Tipps.<br \/>\nNoch umfassender sind aber auch Workshops, von denen im Wintersemester zwei angeboten wurden. Einmal fand im Vorfeld der VSJF-Tagung der Gender-Workshop vom Lehrstuhl von Prof. Dr. Mae statt, au\u00dferdem wurde vom Lehrstuhl von Prof. Dr. Shimada in Zusammenarbeit mit der Kant\u00f4 Gakuin Universit\u00e4t ein japanischsprachiger Workshop zur Unternehmensethik abgehalten.<\/p>\n<p><strong>Im Februar fanden wieder Auswahlgespr\u00e4che f\u00fcr Studienpl\u00e4tze an unseren Partneruniversit\u00e4ten statt. Wie immer sind die Pl\u00e4tze hei\u00df begehrt &#8211; wie sieht es mit eventuell weiteren Studienpl\u00e4tzen aus?<\/strong><\/p>\n<p>Soweit sehr gut. Wir arbeiten stetig daran, die Kooperation mit weiteren japanischen Universit\u00e4ten auszubauen, um weitere Studienpl\u00e4tze anbieten zu k\u00f6nnen. Im letzten Semester haben wir erfolgreiche Verhandlungen mit den Universit\u00e4ten Kumamoto, \u00d4saka, Kanazawa und H\u00f4sei gef\u00fchrt. Die genaue Zahl der dann entstehenden Pl\u00e4tze wird sich vermutlich im Sommersemester 2009 kl\u00e4ren. Wenn Sie Fragen zu den einzelnen Universit\u00e4ten haben und sich eventuell beim DAAD bewerben wollen, hilft Ihnen Frau Fujita gerne weiter, die einen guten \u00dcberblick \u00fcber die japanischen Partneruniversit\u00e4ten hat.<\/p>\n<p><strong>Im April beginnt das Sommersemester \u2013 worauf k\u00f6nnen wir uns freuen, was erwartet uns?<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Noch ist das Wintersemester ja nicht zu Ende \u2013 und auch vor dem Start des neuen Semesters gibt es Einiges zu beachten. Zum Beispiel werden im M\u00e4rz 25 Studierende der Nanzan Universit\u00e4t (Nagoya) an einem Deutschkurs am Institut f\u00fcr Internationale Kommunikation (IIK) in D\u00fcsseldorf teilnehmen und die D\u00fcsseldorfer Studierende k\u00f6nnen die Gelegenheit zum gemeinsamen Austausch nutzen.<br \/>\nBeachten sollten Sie auch, dass Frau Prof. Dr. Mae und ich ab der zweiten M\u00e4rzwoche auf Dienstreise in Japan sind. Wir werden an unserer Partneruniversit\u00e4t Chiba zwei Projekte vorstellen &#8211; unsere Sprechstunden in dieser Zeit werden sich also verschieben.<br \/>\nUnd zuletzt freuen wir uns alle darauf, dass Nora Kottmann ab April, also p\u00fcnktlich zum Sommersemester, aus dem Schwangerschaftsurlaub zur\u00fcck sein wird \u2013 wir gratulieren Frau Kottmann zur Geburt ihres Sohnes Minu Lee.<\/p>\n<p><strong>Sie haben die Gastvortr\u00e4ge im letzten Semester erw\u00e4hnt \u2013 wie sehen die Pl\u00e4ne f\u00fcr das Sommersemester aus?<\/strong><\/p>\n<p>Termine stehen zwar noch nicht fest, aber wir werden wieder vier Vortr\u00e4ge zu sehr aktuellen Themen anbieten. Beispielsweise wird der ehemalige deutsche Generalkonsul in \u00d4saka\/K\u00f4be, Herr Dr. Johannes Preisinger zur japanischen Au\u00dfen- und Sicherheitspolitik sprechen. Weiter planen wir Vortr\u00e4ge zur Erforschung eines \u201eneuen Nationalismus\u201c in Japan und zur Stadtsoziologie. Sobald die Termine gefunden sind, finden Sie Aush\u00e4nge am Institut und im Blog.<\/p>\n<p><strong>Wird es auch neue Veranstaltungen geben?<\/strong><\/p>\n<p>Ja. Wir freuen uns, dass f\u00fcr das sozialwissenschaftliche Themenmodul Stephanie Osawa ein neues Modul mit dem Titel \u201eJugend in Japan\u201c anbieten wird \u2013 Jugendforschung ist ein ganz aktuelles Thema, das in Japan viel bearbeitet wird und das sicher f\u00fcr viele Studierende sehr interessant ist. Inhaltlich wird es in dem Seminar um aktuelle Themen der Jugendforschung<br \/>\ngehen, einerseits also den Alltag der Jugendlichen in Schule, Beruf, Familie und Freizeit, andererseits aber auch um abweichendes Verhalten Jugendlicher, z.B. Kriminalit\u00e4t, Gewalt oder Schikane.<\/p>\n<p><strong>Die letzte Frage: Was bringt das Jahr 2009? <\/strong><\/p>\n<p>Vielleicht Musik. Einer unserer Studierenden hat sich n\u00e4mlich mit einem musikalischen Projekt an uns gewandt. In einer Art Gespr\u00e4chskonzert mit dem Titel &#8222;Vom Kimono zu Super Mario &#8211; Japanische Musik im Fluss der Zeit&#8220; will er japanische Musik aus mehreren Jahrhunderten pr\u00e4sentieren, darunter auch die Vertonung einer Passage aus Murakami Harukis \u201eNach dem Beben\u201c.<br \/>\nUnd noch weiter in die Zukunft geschaut &#8211; da im kommenden Semester auch einige Studierende ihre Abschl\u00fcsse machen, wollen wir 2010 die erste Alumni-Feier f\u00fcr unsere Absolventinnen und Absolventen anbieten.<br \/>\nWir freuen uns, wenn Sie Ideen oder W\u00fcnsche haben \u2013 melden Sie sich bei uns!<\/p>\n<p><strong>Frau Prof. Schad, vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was kommt im Sommersemester? Was ist im Wintersemester passiert? 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