{"id":9719,"date":"2011-12-14T12:34:23","date_gmt":"2011-12-14T11:34:23","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=9719"},"modified":"2011-12-14T12:35:07","modified_gmt":"2011-12-14T11:35:07","slug":"9719","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=9719","title":{"rendered":"Interkulturelle Kommunikation im Kleinen \u2013 Das Sprachtandem"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ein Beitrag von Sandrina Pichowsky<\/strong><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px;\"><em>Tipp: Einen Tandempartner oder eine Tandempartnerin kann man z.B. \u00fcber einen Aushang an den schwarzen Brettern der Uni finden. Au\u00dferdem hilft unsere Sprachlektorin Kaori Fujita gerne bei der Suche.<\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_9721\" style=\"width: 263px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?attachment_id=9721\" rel=\"attachment wp-att-9721\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9721\" class=\"size-full wp-image-9721 \" title=\"tandem1\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/tandem1.jpg\" alt=\"\" width=\"253\" height=\"184\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/tandem1.jpg 517w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/tandem1-300x218.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 253px) 100vw, 253px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-9721\" class=\"wp-caption-text\">Makiko, Marius, Kathrin und Tomoko beim Japanisch essen<\/p><\/div>\n<p>\u201eTandem? Was ist das denn?\u201c, wird es wohl den meisten Modernes-Japan-Studierenden durch den Kopf gegangen sein, als sie zum ersten Mal von diesem Begriff geh\u00f6rt haben. Manch einem wird vielleicht auch der Gedanke an das ber\u00fchmte Zweisitz-Fahrrad eingefallen sein. Das Prinzip funktioniert auch so \u00e4hnlich. Man trifft sich mit einem Muttersprachler einer Sprache (in diesem Artikel einem\/r Japaner\/in) und bringt sich gegenseitig die eigenen Muttersprachen bei. Diese Art zu lernen ist allerdings nicht auf pers\u00f6nliche Treffen beschr\u00e4nkt, man kann es auch per E-Mail, Video-Chat oder Telefonat aus\u00fcben. Das schauen wir uns Mal am Beispiel einiger Studenten unseres Instituts und deren Tandempartnern an.<\/p>\n<p>Warum haben sie sich f\u00fcr das Tandem entschieden? \u201eIch finde das Tandem ist eine gute M\u00f6glichkeit Japanisch zu lernen, ohne daf\u00fcr nach Japan fliegen zu m\u00fcssen.\u201c meint Sina, 21. Der praktische Erwerb der Sprachkenntnisse au\u00dferhalb der Universit\u00e4t bewegte die meisten dazu, an einem Tandem teilzunehmen.\u00a0 Kathrin zum Beispiel wurde von einem Kommilitonen darauf gebracht sich eine Tandempartnerin zu suchen. Mittlerweile hat besagter Kommilitone das Studium abgebrochen, aber sie ist immer noch dabei. Sie trifft sich mit ihrer Tandempartnerin schon seit 1 \u00bd Jahren jeweils einmal die Woche und ist noch immer begeistert: \u201eTandem ist wirklich etwas f\u00fcrs Herz! Es kann durchaus zeitintensiv sein, aber man bekommt auch viel zur\u00fcck.\u201c Da es f\u00fcr sie und Makiko, ihrer Tandempartnerin, das erste Tandem war, mussten sie erst f\u00fcr sich herausfinden wie sie am besten miteinander umgehen sollten. Haupts\u00e4chlich f\u00fchren die beiden ein nettes Gespr\u00e4ch miteinander, obwohl Kathrin sich besonders am Anfang noch Fragen \u00fcberlegt hat, die sie Makiko gestellt hat. Sie treffen sich auch so, zum gemeinsamen Kochen oder Eis essen.<\/p>\n<div id=\"attachment_9733\" style=\"width: 224px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?attachment_id=9733\" rel=\"attachment wp-att-9733\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9733\" class=\"size-full wp-image-9733 \" title=\"tandem2\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/tandem21.jpg\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"149\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/tandem21.jpg 509w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/tandem21-300x209.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-9733\" class=\"wp-caption-text\">Soya und Vera beim Tandem<\/p><\/div>\n<p>So gut wie alle Befragten sprachen davon, dass sich ihre Unsicherheiten in der japanischen Sprache nach einigen Treffen bedeutend gelegt hatten. \u201eIch w\u00e4re durchaus in der Lage einem Japaner etwas im Notfall erkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen\u201c, best\u00e4tigt Vera. Sie und ihr Tandempartner fanden sich \u00fcber einen Aushang am schwarzen Brett in der Universit\u00e4t. Sie unterhielten sich zum Beispiel \u00fcber den unterschiedlichen Aufbau von deutschen und japanischen H\u00e4usern. Soya, ihr Tandempartner, kam eher zuf\u00e4llig nach D\u00fcsseldorf, um hier an der Kunstakademie zu studieren. Ihm fiel es am Anfang schwer, sich an Deutschland zu gew\u00f6hnen, aber mittlerweile hat er sich eingew\u00f6hnt. Das Tandem, von dem er von Freunden geh\u00f6rt hatte, gef\u00e4llt ihm sehr gut. \u201eEndlich kann ich Deutsch \u00fcben. An der Akademie komme ich eher selten dazu. Dort spreche ich meist nur Englisch.\u201c Er empfindet Deutsch Lernen als schwer, allen voran da es so \u201eanders klingt als Japanisch\u201c und der Satzbau sehr verschieden ist. Jedoch die gr\u00f6\u00dfte Schwierigkeit f\u00fcr die beiden ist es, ihre unterschiedlichen Zeitpl\u00e4ne zu koordinieren. \u201eDas Tandem war eine gute Entscheidung\u201c, erkl\u00e4rt Soya und beide wollen sich auch weiterhin treffen.<\/p>\n<p>Katharina hingegen muss diesen Schritt erst noch t\u00e4tigen. Sie steht kurz vor ihrem ersten Treffen mit ihrer Tandempartnerin und ist schon sehr gespannt, wie es sich entwickeln wird: \u201eIch hoffe, ich kann von meiner Tandempartnerin mehr \u00fcber Japan und die Japanische Kultur lernen.\u201c<\/p>\n<div id=\"attachment_9738\" style=\"width: 294px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?attachment_id=9738\" rel=\"attachment wp-att-9738\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9738\" class=\"size-full wp-image-9738 \" title=\"tandem3\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/tandem3.jpg\" alt=\"\" width=\"284\" height=\"229\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/tandem3.jpg 473w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/tandem3-300x242.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 284px) 100vw, 284px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-9738\" class=\"wp-caption-text\">Shigeru beim Korrigieren<\/p><\/div>\n<p>Das Ende f\u00fcr seine Tandemaktivi\u00e4ten in Deutschland r\u00fcckt f\u00fcr Shigeru, 38, immer n\u00e4her. Er wurde vor 4 Jahren nach Deutschland versetzt und blickt der baldigen R\u00fcckkehr nach Japan im Herbst etwas wehm\u00fctig entgegen: \u201eBevor ich nach Deutschland kam, kannte ich schon einige deutsche Produkte, auch von Berufswegen her\u201c \u2013 er ist Testfahrer \u2013 \u201ewie zum Beispiel BMW, Mercedes Benz und Porsche.\u201c Er nimmt an einem Englisch\/Japanisch\u2013Tandem teil, da er gerne mit Menschen aus der ganzen Welt kommunizieren m\u00f6chte. Seine Tandempartnerin, eine Deutsche, hat f\u00fcr ein Jahr in England gelebt und schien daf\u00fcr geeignet zu sein. Mit ihr zusammen ist er auch nach Berlin gefahren, um etwas \u00fcber die Geschichte der Stadt zu lernen.\u00a0 Auf die Frage, welche Stadt in Deutschland ihm besonders gefallen hat, antwortete er: \u201eD\u00fcsseldorf!\u201c Die Altstadt mit der Rheinpromenade, das leckere Altbier sowie die netten Leute hier, die er Dank des Tandems kennengelernt hat, haben es ihm angetan. Nachdem er nach Japan zur\u00fcckkehrt ist, wird er anderen empfehlen nach Deutschland zu gehen, wenn f\u00fcr sich eine Chance besteht Auslandserfahrungen zu sammeln.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Beitrag von Sandrina Pichowsky Tipp: Einen Tandempartner oder eine Tandempartnerin kann man z.B. \u00fcber einen Aushang an den schwarzen Brettern der Uni finden. Au\u00dferdem hilft unsere Sprachlektorin Kaori Fujita gerne bei der Suche. \u201eTandem? Was ist das denn?\u201c, wird es wohl den meisten Modernes-Japan-Studierenden durch den Kopf gegangen sein, als sie zum ersten Mal von diesem Begriff geh\u00f6rt haben. Manch einem wird vielleicht auch der Gedanke an das ber\u00fchmte Zweisitz-Fahrrad eingefallen sein. Das Prinzip funktioniert auch so \u00e4hnlich. Man trifft sich mit einem Muttersprachler einer Sprache (in diesem Artikel einem\/r Japaner\/in) und bringt sich gegenseitig die eigenen Muttersprachen bei. Diese Art zu lernen ist allerdings nicht auf pers\u00f6nliche Treffen beschr\u00e4nkt, man kann es auch per E-Mail, Video-Chat oder Telefonat aus\u00fcben. Das schauen wir uns Mal am Beispiel einiger Studenten unseres Instituts und deren Tandempartnern an. Warum haben sie sich f\u00fcr das Tandem entschieden? \u201eIch finde das Tandem ist eine gute M\u00f6glichkeit Japanisch zu lernen, ohne daf\u00fcr nach Japan fliegen zu m\u00fcssen.\u201c meint Sina, 21. 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