{"id":8414,"date":"2011-05-11T08:00:19","date_gmt":"2011-05-11T07:00:19","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=8414"},"modified":"2020-07-16T16:39:30","modified_gmt":"2020-07-16T14:39:30","slug":"a-student-goes-burger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=8414","title":{"rendered":"A Student Goes Burger"},"content":{"rendered":"<h4 style=\"text-align: justify;\">BA-Plus 5 Questions<\/h4>\n<p style=\"text-align: justify;\">(1) BA+: Herr Herold, was gab es heute zu Mittag?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">MH: Also, ich habe heute die Reste der gestern von meiner Freundin selbstgemachten Cr\u00eapes in der Mikrowelle aufgew\u00e4rmt und dann mit Nutella garniert gegessen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(2) BA+: Bei Mikrowelle und Nutella w\u00fcrden so manchem Neo-Gourmet dieser Tage die Haare zu Berge stehen. Wie fassen Sie den aktuellen Trend zum Freizeit-Gourmet und den Bio-Wahn in Deutschland auf?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">MH: Ehrlich gesagt ist dieser Trend an mir vollkommen vorbeigezogen. Wenn es sich preislich nicht gro\u00dfartig unterscheidet, greife ich zwar auch ab und zu im Supermarkt zum Bio-Produkt, achte aber sonst nicht besonders darauf, mich haupts\u00e4chlich von Produkten aus \u00f6kologisch gesichertem Anbau zu ern\u00e4hren und gehe deshalb auch nicht in Reformh\u00e4usern oder speziellen Biol\u00e4den einkaufen. Lust mich zu Hause lange in die K\u00fcche zu stellen und gro\u00dfartige Gourmetkreationen zu erschaffen habe ich auch eher selten. Dies mag zum einen am Zeitmangel, aber auch an fehlendem K\u00f6nnen liegen. Ich muss leider zugeben, dass ich, seitdem ich nicht mehr bei meinen Eltern wohne, immer h\u00e4ufiger Fertigprodukte verwende.<\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>Herr Herold ist BA+ Student der \u201cersten Generation\u201d. Er plant durch eine qualitative vergleichende Analyse zu untersuchen, in wie weit sich der Konsum von Fast Food und Fertigprodukten zwischen l\u00e4ndlichen und urbanen Gegenden in Japan unterscheidet. W\u00e4hrend seinem gleichzeitigen Austauschstudium an der Universit\u00e4t Chiba, wird Herr Herold zwei japanische Familien durch kulinarische Highlights und Untiefen begleiten; Zitat aus seinem Forschungsvorhaben:<\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 30px; text-align: justify;\"><em>\u201eAuf Grund von Standortfaktoren, anderen Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnissen, einer ungleichen historischen Entwicklung und anderen Faktoren vermute ich einen Unterschied zwischen dem Konsumverhalten von Fast Food auf dem Land und in st\u00e4dtischer Umgebung. Auch gilt es zu \u00fcberpr\u00fcfen, in wie weit Fertigprodukte Einzug in die Haushalte gehalten haben und welche Gr\u00fcnde es daf\u00fcr gibt.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(3) BA+: Fertigprodukte werden vielfach als Junk- bzw. Fastfood kategorisiert. Wie differenziert bewerten Sie diese Kategorien, bzw. welche Definition von Fastfood legen Sie Ihrer Forschung zu Grunde?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">MH: Ich m\u00f6chte in meiner Forschung wahrscheinlich zwischen Fertigprodukten, Fast Food und selbst hergestelltem Essen differenzieren. Den Unterschied zwischen Fast Food und Fertigprodukten definiere ich so: Fast Food wird komplett essfertig verkauft, w\u00e4hrend bei Fertigprodukten noch mindestens der Arbeitsschritt der Erw\u00e4rmung hinzukommt. Allerdings sind dies noch vorl\u00e4ufige \u00dcberlegungen und ich beabsichtige noch Definitionen aus der Ern\u00e4hrungswissenschaft heranzuziehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(4) BA+: Bei Fast Food d\u00fcrfte sich wohl die g\u00e4ngige Assoziation, zumindest bei Deutschen, auf Burger und Pommes belaufen. Haben Sie sich denn schon in der Welt des japanischen \u201eschnellen Essens\u201c umgetan?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">MH: Es ist nat\u00fcrlich klar, dass es in Japan viele Gerichte gibt, die schnell zubereitet und verzehrfertig verkauft werden, aber nicht in den g\u00e4ngigen deutschen Rahmen von Fast Food eingeordnet werden w\u00fcrden. In wie weit diese in eine europ\u00e4ische Definition von Fast Food hineinpassen und wie \u00fcberhaupt eine Definition aus japanischer Sicht aussieht, wird spannend sein, herauszufinden<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">(5) BA+: Wird denn Ihre Forschung mit einem Selbsttestbeginnen? Und worauf w\u00fcrden Sie sich da am meisten freuen?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">MH: Da ich sehr gerne Nudeln esse, freue ich mich besonders auf die verschiedenen Udon- und Sobagerichte. \u2013 Besonders in der Anfangszeit meines Aufenthaltes in Japan werde ich wohl viel auf fertiges Essen zur\u00fcckgreifen und wenig selber kochen. Und da ich so gleichzeitig mein Feld besser kennen lernen kann, muss ich mir nicht mal eine Rechtfertigung daf\u00fcr \u00fcberlegen, geschweige denn ein schlechtes Gewissen haben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">BA+: Wir freuen uns auf allerhand bissfeste Einsichten und werden uns bem\u00fchen mit Ihren kulinarischen Erkundungen Schritt zu halten! F\u00fcr das Interview bedankt sich, die Projektleitung <em><a href=\"http:\/\/www.phil-fak.uni-duesseldorf.de\/oasien\/studium\/bachelor-plus-japanforschung\/\">Bachelor Plus \u201eKultur- und Sozialwissenschaftliche Japanforschung\u201c<\/a>.<\/em><\/p>\n<h6 style=\"text-align: justify;\">&#8212; &#8222;A Student Goes Burger&#8220; ist das erste Interview aus der Reihe &#8222;BA-Plus 5 Questions&#8220;. In den kommenden Wochen werden wir in diesem Format auch alle anderen BA-Plus Studenten des ersten Jahrgangs und ihre Forschungsvorhaben vorstellen. &#8212;<\/h6>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em><br \/>\n<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bedeutet eigene Feldforschung in Japan, sich durchzubei\u00dfen? Michael Herold, im n\u00e4chsten Semester Bachelor-Plus-Austauschstudent an der Universit\u00e4t Chiba, macht uns  sein Forschungsprojekt schmackhaft&#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":50,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[217,13,5],"tags":[],"class_list":["post-8414","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-bachelor-plus","category-featured","category-studium"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8414","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/50"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8414"}],"version-history":[{"count":34,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8414\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14072,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8414\/revisions\/14072"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8414"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8414"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8414"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}