{"id":27487,"date":"2026-05-26T17:18:13","date_gmt":"2026-05-26T15:18:13","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=27487"},"modified":"2026-06-18T14:06:23","modified_gmt":"2026-06-18T12:06:23","slug":"auslandsjahr-an-der-nanzan-universitaet-ein-bericht-von-jasmin-paetzold","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=27487","title":{"rendered":"Auslandsjahr an der Nanzan-Universit\u00e4t &#8211; Ein Bericht von Jasmin P\u00e4tzold"},"content":{"rendered":"<p><em>Ihr spielt mit dem Gedanken, ein Auslandsjahr in Japan anzutreten? Bevor ihr euch aber entscheidet, m\u00f6chtet ihr gerne ein paar Erfahrungen von Studierenden h\u00f6ren und euch \u00fcber m\u00f6gliche Herausforderungen und bevorstehende Eindr\u00fccke bei so einem Auslandsstudium informieren? In diesem Interview-Beitrag berichtet uns Jasmin P\u00e4tzold freundlicherweise \u00fcber ihre Zeit an der Nanzan-Universit\u00e4t:<\/em><\/p>\n<p><strong>Wie liefen f\u00fcr dich die ersten Wochen nach Ankunft in Japan ab? Was erleichterte oder erschwerte f\u00fcr dich die Eingew\u00f6hnung vor Ort?<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe mit einer japanischen Sch\u00fclerin und 4 weiteren Austauschsch\u00fclerinnen in einem Sharehouse gewohnt, das von der Universit\u00e4t organisiert wurde. Unsere Nachbarn waren unsere &#8222;Caretaker&#8220;, ein \u00e4lteres Ehepaar, dass uns 6 Studentinnen unglaublich lieb empfangen hat und alle notwendigen Erledigungen (Einkauf, Rathausbesuche, Bank, Bahnkarte usw) mit uns zusammen gemacht hat. Sie haben uns auch wichtige und sch\u00f6ne Orte der Gegend gezeigt und damit eine super Grundlage gegeben, die Nachbarschaft selbst zu erkunden. Das Sharehouse war mit der Bahn etwa 20 Minuten entfernt von der Uni und es hat sich weniger als Studentenleben angef\u00fchlt, sondern mehr wie eine WG in der Stadt, was mir richtig gut gefallen hat. Zudem waren meine Mitbewohnerinnen unglaublich s\u00fc\u00df und gemeinschaftlich, sodass wir immer gemeinsam abends ferngesehen haben, gekocht haben und morgens zusammen zur Uni gegangen sind. Wir haben auch jeden Monat eine Party unter uns gehabt und alle 3 Monate einen gro\u00dfen Tagestrip an einen Ort gemacht, der uns interessiert hat. Auch an der Uni gab es zum Anfang auch richtig viele Events, durch die man einander kennenlernen konnte.<br \/>\nZusammen zu sein und solche Unterst\u00fctzung zu haben, hat mir sehr geholfen, mich an Nagoya zu gew\u00f6hnen.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-27508\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/jasmin-sharehouserinnen-300x225.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/jasmin-sharehouserinnen-300x225.jpeg 300w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/jasmin-sharehouserinnen-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/jasmin-sharehouserinnen-768x576.jpeg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/jasmin-sharehouserinnen.jpeg 1479w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/> Jasmin im Share House mit ihren Mitbewohnerinnen und ihren &#8222;Caretakern&#8220;.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was gefiel dir an deiner Austauschuniversit\u00e4t und was gefiel dir eher weniger?<\/strong><\/p>\n<p>Was mir am meisten an der Nanzan gefiel, war, wie gut sie auf Austauschsch\u00fcler:innen ausgerichtet war. Es gab sehr viele Orte, an denen man sich austauschen konnte und ich habe durch die Angebote sehr viele Freunde gefunden, mit denen ich bis heute immer noch super viel rede. Es gab einen &#8222;\u56fd\u969b\u4ea4\u6d41\u30b5\u30fc\u30af\u30eb&#8220; (Internationale Austausch-AG), wo sehr viele Events geplant wurden wie Picknicks, Weihnachtsparties oder auch richtige Clubparties, ich konnte mein Sozialleben super genie\u00dfen und trotzdem ordentlich am Unterricht teilnehmen, was wirklich das &#8222;best of both worlds&#8220; war.<\/p>\n<p>Auch die Uni selbst bot ein sehr vielseitiges Programm. Jeden Mittwoch gab es f\u00fcr uns keinen Unterricht, stattdessen wurden Tagestrips angeboten, zum Beispiel zu Erdbeerfeldern oder zum Ise-Tempel (einer der historisch wichtigsten Tempel f\u00fcr Japan) in Mie, f\u00fcr wirklich geringe Preise (ich glaube maximal 2 Tsd. Yen, wenn es ein aufwendigerer Trip war). Ich habe nicht an allen Events teilgenommen, weil ich oft selbst schon mittwochs unterwegs war, aber die, wo ich dabei war, waren echt spa\u00dfig.<\/p>\n<p>Der einzig negative Punkt, der mir zur Uni einf\u00e4llt, ist, dass der Zeitplan f\u00fcr Austauschsch\u00fcler:innen mehr auf Amerikaner ausgerichtet war. Das bedeutete, dass ich kein volles Jahr bleiben konnte, sondern &#8222;nur&#8220; 9 Monate. Zudem waren wir teilweise in der Uni, w\u00e4hrend die Japaner:innen Ferien hatten, was manchmal etwas langweilig werden konnte. Manche meiner europ\u00e4ischen Freundinnen haben nach Ende des Programms ihr Visum dann zu einem Besucher-Visum ge\u00e4ndert und sind noch l\u00e4nger geblieben. Ich habe mich entschieden, nach den 9 Monaten direkt wieder nach Hause zu gehen. Damit war ich zwar mitten im Semester und konnte nicht wirklich an Kursen teilnehmen, hatte aber etwas mehr Zeit, mich wieder an Deutschland zu gew\u00f6hnen (und etwas Geld konnte ich damit auch sparen \ud83d\ude42 ).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Welche Kurse hast du an deiner Austauschuniversit\u00e4t besucht?<\/strong><\/p>\n<p>Ich war Teil des IJP (<em>intensive japanese program<\/em>), was bedeutete, dass ich, bis auf Mittwoch, jeden Tag drei Stunden Japanischunterricht hatte. Dazu war es eine Vorgabe, dass wir mindestens 6 weitere CP durch andere Kurse erarbeiteten. Ich habe mich f\u00fcr Seminare entschieden, die mein Interesse am meisten geweckt haben, weil diese auch die meisten Credit Points gegeben haben und ich nicht zuuuu viel nur in der Uni sitzen wollte, sondern auch etwas Japan entdecken wollte.<br \/>\nIch habe in meinem ersten Semester einen Kurs zu &#8222;Japanese Popculture&#8220; und &#8222;Japanese Cinema&#8220; belegt. In Popkultur haben wir mit einer japanischen Professorin \u00fcber japanische kulturelle Punkte gelernt, diskutiert, mit unserer eigenen Kultur verglichen und dann diese Punkte in Anime widergespiegelt analysiert. Wir haben \u00fcber <em>Honne<\/em> und <em>Tatemae<\/em> geredet, indem wir uns &#8222;Die Tageb\u00fccher der Apothekerin&#8220; angeguckt haben und japanische Freundschaften mithilfe von &#8222;Haikyuu!!!&#8220; tiefer analysiert haben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-27507\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/unterricht-anime-265x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/unterricht-anime-265x300.jpeg 265w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/unterricht-anime-904x1024.jpeg 904w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/unterricht-anime-768x870.jpeg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/unterricht-anime.jpeg 1080w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/> Bild aus dem Unterricht zu &#8222;Japanese Popculture&#8220;.<\/p>\n<p>In dem Kino Kurs hatten wir einen amerikanischen Dozenten, der uns \u00fcber das Semester an einem Zeitstrahl des japanischen Kinos entlanggef\u00fchrt hat. Von alten Samurai-Filmen, Yakuza-Romantisierung, politisch gef\u00fcllten Erotika bis hin zu Horror und modernen Indie Filmen. Jede Woche haben wir politische und geschichtliche Hintergr\u00fcnde zum jeweiligen Genre bekommen, Filmausschnitte angesehen und abschlie\u00dfend auch immer etwa 30 Minuten eines besonders bemerkenswerten Werks geschaut. Auch wenn ich nur knapp die Horrorsitzung \u00fcberlebt hatte (<em>Ju On<\/em> du lebst in meinen dunklen Ecken), war es ein mega cooler Kurs, der mir sehr viele neue Filme gezeigt hat, auf die ich sonst wahrscheinlich nicht gekommen w\u00e4re. (<em>Funeral Parade of Roses<\/em> und <em>The Cure<\/em>, schauts euch an, wenn ihr die Zeit findet!!)<\/p>\n<p>Im zweiten Semester hatte ich einen Kurs zu Linguistik und einen zu &#8222;Political Advertising&#8220;.<\/p>\n<p>In Linguistik haben wir mit einem japanischen Professor der Linguistik Inhalte aus seiner Forschung gelernt, sowie ein paar einfache linguistische Prozesse mit Fokus auf der japanischen Sprache. Wir haben auch \u00fcber den Einfluss Japans auf andere Sprachen (zum Beispiel in Taiwan) diskutiert und allgemein habe ich ein paar Sachen dabei gelernt, die ich heute noch in meinem Kopf behalte.<\/p>\n<p>In Politcal Advertisment war unsere Lehrerin eine taiwanesische Professorin, die in Amerika studiert hatte und momentan f\u00fcr taiwanesische Politiker deren Werbespots plante und drehte. Unglaublich herzlich und interessiert an jedem an uns hat sie uns jede Woche Fragen gegeben, die wir in Bezug auf unser Land\/unsere Kultur beantworten sollten, und dann gesammelt diskutiert haben. Ich habe dort gelernt, dass Amerikaner in ihren politischen Werbespots offiziell l\u00fcgen und ihre Gegner mit L\u00fcgen schlecht reden durften, au\u00dferdem konnte ich einige \u00c4hnlichkeiten zwischen Hongkong und Deutschland feststellen. Der Kurs war gepr\u00e4gt von Austausch und vielen anregenden Diskussionen. Wir haben uns auch andere Werbung angeschaut und Grundlagen zu Werbung gelernt, was ich immer noch sehr wertsch\u00e4tze, weil das doch auch f\u00fcr die Zukunft ein sehr guter Skill ist. Zudem habe ich jetzt Kontakte zu einer scheinbar sehr einflussreichen Frau in Taiwan\u2019s politischer Werbelandschaft (ihre Worte), also ist das auch ein super Vorteil neben allem, was ich gelernt hatte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie bist du mit dem Japanisch-Niveau in den Kursen zurechtgekommen? Konntest du deine Japanisch-Kenntnisse im Alltag gut anwenden?<\/strong><\/p>\n<p>Wir wurden anfangs eingeteilt in unsere jeweiligen Sprachlevel und haben dann intensiv 180-min\u00fctige Unterrichtseinheiten gehabt. Der Unterricht war \u00e4hnlich zu den Kursen an der HHU, nur dass wir viel mehr pr\u00e4sentieren und diskutieren mussten. Es hat aber immer gro\u00dfen Spa\u00df gemacht, weil die Sprachdozent:innen immer abwechslungsreichen Unterricht anboten und uns sehr intensiv f\u00f6rderten.<br \/>\nIn meinem Alltag musste ich mich sehr stark auf mein Japanisch verlassen. Die Kurse an der HHU waren eine stabile Grundlage, was Grammatik und Leseverst\u00e4ndnis angeht. Die t\u00e4glichen drei Stunden Unterricht in Japan halfen vor allem das Sprechen einzu\u00fcben, was f\u00fcr den Alltag echt super war. Dazu konnte ich durch Events von Studis in sicherer Umgebung weiter \u00fcben und mich ausprobieren und mein Japanisch damit noch mehr verbessern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hast du irgendwelche Schockerlebnisse oder negativen Erfahrungen in Japan gemacht?<\/strong><\/p>\n<p>Das einzig Negative, das mir passiert ist, war, dass ich f\u00fcr ein paar Tage ins Krankenhaus musste wegen einer ziemlich bl\u00f6den Mandelentz\u00fcndung. Das hat aber auch keine Woche lang gedauert und ich konnte danach problemlos wieder mein Leben leben. Au\u00dferhalb davon hatte ich wirklich das Gl\u00fcck, immer mit lieben und offenen Menschen zu reden und sie kennenzulernen.<br \/>\nNat\u00fcrlich gab es Leute, mit denen man nicht so klar kam oder von denen man mal auf einer Party komisch angesprochen wurde, aber das w\u00fcrde ich weniger an Japan festmachen wollen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gibt es einen Ort in Japan, wo du besonders gerne hingegangen bist oder den du empfehlen m\u00f6chtest?<\/strong><\/p>\n<p>So viele!! Ich gebe euch hier mal nur zwei Orte, auch wenn das mega schwer ist, sich zu entscheiden.<br \/>\nAls Erstes w\u00fcrde ich die Komeda Caf\u00e9s empfehlen. Komeda ist eine Kette, die aus der Pr\u00e4fektur Aichi kommt, aber man findet die Caf\u00e9s wirklich \u00fcberall in Japan. Das Besondere an Komeda ist, dass man bis 11 Uhr morgens das &#8222;Morning Set&#8220; bestellen kann. Das hei\u00dft, man bezahlt f\u00fcr sein Getr\u00e4nk und bekommt dann gratis leckeres getoastetes Brot mit Aufstrich nach Wahl dazu.<br \/>\nDirekt neben meinem Sharehouse gab es einen Komeda und im Sommer bin ich vor dem Unterricht immer hingegangen, habe einen Milchtee mit dem Set bestellt und bin dann zur Uni los. Wenn ich verreiste, war Komeda immer eine Konstante in meinem Leben und selbst am Flughafen war meine letzte Mahlzeit ein Komeda Fr\u00fchst\u00fcck!<br \/>\nDann ein kleiner &#8222;hidden gem&#8220; in Nagoya, den ich allen Ghibli-Fans ans Herz legen m\u00f6chte: Das &#8222;Mori Caf\u00e9 Kodama&#8220;. Das ist ein kleines Caf\u00e9 in der Stadtmitte, das Getr\u00e4nke und Essen ganz im Stil Ghibli verkauft!! Unglaublich s\u00fc\u00df und mit richtig viel Liebe vorbereitet. Ihr m\u00fcsst da nur vorher \u00fcber Instagram reservieren meine ich, das geht aber superschnell und es ist es sowas von wert!!<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-27509\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/komeda-fruehstueck-300x169.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"169\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/komeda-fruehstueck-300x169.jpeg 300w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/komeda-fruehstueck-1024x576.jpeg 1024w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/komeda-fruehstueck-768x432.jpeg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/komeda-fruehstueck-1536x864.jpeg 1536w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/komeda-fruehstueck.jpeg 1600w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/> Bild vom Fr\u00fchst\u00fcck im nahegelegenen Komeda Caf\u00e9.<\/p>\n<p><strong>Gibt es etwa, das du w\u00e4hrend deiner Zeit in Japan aus deiner gewohnten deutschen Umgebung vermisst hast? Zum Beispiel etwas Bestimmtes zu essen?<\/strong><\/p>\n<p>Ziemlich sicher Brot. Einfach normales, nicht s\u00fc\u00dfes, sondern herzhaftes Brot. Aber das ist auch die typische Antwort, oder?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Neben der Gelegenheit, deine Japanisch-Kenntnisse praktisch anzuwenden, bist du auch f\u00fcr dein Bachelorarbeitsvorhaben nach Japan gegangen. Was genau ist dein Forschungsthema?<\/strong><\/p>\n<p>Mein Forschungsthema ist der Ghibli Park in Aichi. Damals habe ich etwas Forschung zum Image von Ghibli gemacht, also inwiefern die eigentlich kapitalistische, profitorientierte Ausrichtung von Themenparks vereinbar ist mit dem Image Ghiblis, das nach Experten ein eher auf die Kunst fokussiertes, dem\u00fctiges Gedankengut umfasse. Daf\u00fcr habe ich den Park zweimal besucht und intensive beobachtende Forschung durchgef\u00fchrt, aber ich glaube, ich werde die Ausrichtung meiner Forschung f\u00fcr den Bachelor noch einmal etwas anpassen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gab es H\u00fcrden, die du bei der Umsetzung deines Forschungsthemas \u00fcberwinden musstest?<\/strong><\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte ehrlich sagen, ich dachte damals nicht, dass mein Thema \u00fcberhaupt akzeptiert werden w\u00fcrde. Mein Forschungsvorhaben war, den Park zu besuchen, ihn mir anzugucken und vielleicht vergleichsweise in einen anderen Themenpark zu gehen. Und trotzdem habe ich es geschafft, yay!<br \/>\nWas f\u00fcr mich dann zun\u00e4chst schwierig war, war, das Thema ernst zu nehmen und mich wirklich mit der Forschung auseinanderzusetzen, weil das erst etwas sp\u00e4ter eingesunken bei mir ist (lacht). Aber sobald ich mich dann zusammengerissen hatte, klappte das Forschen sehr gut und ich habe auch viele (f\u00fcr mich) interessante Punkte gefunden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich dich fragen: Wie bewertest du den Entschluss f\u00fcr das Auslandsjahr f\u00fcr dich pers\u00f6nlich? Inwieweit hat es dich deiner Meinung nach in der pers\u00f6nlichen Entwicklung vorangebracht?<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin tats\u00e4chlich auf einem pers\u00f6nlichen Level unglaublich viel in Japan gewachsen. Ich hatte das Gl\u00fcck, dass bis auf meinen kurzen Krankenhausaufenthalt alles immer richtig gut bei mir lief und ich viel reisen und erleben konnte.<br \/>\nIch war zum ersten Mal so weit weg von zuhause, umgeben von Leuten, die mich noch nicht kannten, und habe mir vorgenommen, das Jahr vollkommen positiv auszunutzen. Ich war bei allen Events dabei, habe immer viel mit Leuten geredet und da ich in der N\u00e4he der Uni gewohnt hatte, konnte ich auch immer l\u00e4nger mit Leuten unterwegs sein, was mir gezeigt hat, wie immens viel Spa\u00df das doch macht. Ich bin also viel extrovertierter und selbstbewusster zur\u00fcckgekommen und m\u00f6chte den Lifestyle auch weiter hier ausleben! Und mein Japanisch ist nat\u00fcrlich besser geworden, sodass ich es auch jetzt immer noch mit meinen Freund:innen problemlos nutzen und \u00fcben kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Ein Bericht von Jasmin P\u00e4tzold (Nanzan-Universit\u00e4t Nagoya).<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ihr spielt mit dem Gedanken, ein Auslandsjahr in Japan anzutreten? Bevor ihr euch aber entscheidet, m\u00f6chtet ihr gerne ein paar Erfahrungen von Studierenden h\u00f6ren und euch \u00fcber m\u00f6gliche Herausforderungen und bevorstehende Eindr\u00fccke bei so einem Auslandsstudium informieren? In diesem Interview-Beitrag berichtet uns Jasmin P\u00e4tzold freundlicherweise \u00fcber ihre Zeit an der Nanzan-Universit\u00e4t: Wie liefen f\u00fcr dich die ersten Wochen nach Ankunft in Japan ab? Was erleichterte oder erschwerte f\u00fcr dich die Eingew\u00f6hnung vor Ort? Ich habe mit einer japanischen Sch\u00fclerin und 4 weiteren Austauschsch\u00fclerinnen in einem Sharehouse gewohnt, das von der Universit\u00e4t organisiert wurde. Unsere Nachbarn waren unsere &#8222;Caretaker&#8220;, ein \u00e4lteres Ehepaar, dass uns 6 Studentinnen unglaublich lieb empfangen hat und alle notwendigen Erledigungen (Einkauf, Rathausbesuche, Bank, Bahnkarte usw) mit uns zusammen gemacht hat. Sie haben uns auch wichtige und sch\u00f6ne Orte der Gegend gezeigt und damit eine super Grundlage gegeben, die Nachbarschaft selbst zu erkunden. Das Sharehouse war mit der Bahn etwa 20 Minuten entfernt von der Uni und es hat sich weniger als Studentenleben angef\u00fchlt, sondern mehr wie eine WG in der Stadt, was &hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":55,"featured_media":27510,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1200,1953],"tags":[475,765],"class_list":["post-27487","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-austausch","category-studierendenberichte","tag-auslandsaufenthalt","tag-nanzan-universitaet"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/Jasmin-marmelade.jpeg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27487","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/55"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27487"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27487\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27655,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27487\/revisions\/27655"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/27510"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27487"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27487"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27487"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}