{"id":27249,"date":"2026-05-15T16:49:59","date_gmt":"2026-05-15T14:49:59","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=27249"},"modified":"2026-05-24T18:48:47","modified_gmt":"2026-05-24T16:48:47","slug":"auslandsjahr-an-der-sophia-universitaet-ein-bericht-von-annika-struck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=27249","title":{"rendered":"Auslandsjahr an der Sophia-Universit\u00e4t &#8211; Ein Bericht von Annika Struck"},"content":{"rendered":"<p><em>Ihr spielt mit dem Gedanken ein Auslandsjahr in Japan anzutreten? Bevor ihr euch aber entscheidet, m\u00f6chtet ihr gerne ein paar Erfahrungen von Studierenden h\u00f6ren und euch \u00fcber m\u00f6gliche Herausforderungen und bevorstehende Eindr\u00fccke bei so einem Auslandsstudium informieren? In diesem Interview-Beitrag berichtet uns Annika Struck freundlicherweise \u00fcber ihre Zeit an der Sophia-Universit\u00e4t:<\/em><\/p>\n<p><strong>Wie liefen f\u00fcr dich die ersten Wochen nach Ankunft in Japan ab? Was erleichterte oder erschwerte f\u00fcr dich die Eingew\u00f6hnung vor Ort?<\/strong><\/p>\n<p>Die ersten Wochen liefen im Nachhinein besser als ich vorher gedacht hatte. Da ich etwas fr\u00fcher vor meinen Einzugstermin in mein Wohnheim eingereist bin, konnte ich mich die ersten Tage erstmal in Ruhe an Japan, vor allem an Tokyo, gew\u00f6hnen. Tokyo ist zun\u00e4chst etwas \u00fcberw\u00e4ltigend mit den vielen Menschenmassen, dem \u00f6ffentlichen Verkehrssystem und den vielen \u201eungeschriebenen\u201c Verhaltensregeln. Man kann sich aber relativ schnell anpassen. Die Eingew\u00f6hnung vor Ort wurde mir vor allem durch Freunde und Bekannte erleichtert, die entweder schonmal in Japan waren oder wie ich, sich auch vor Ort einleben mussten. Der Austausch mit anderen, die in der gleichen Situation sind, ob nun bereits bekannte Freunde oder Menschen, die man im Wohnheim trifft, ist \u00e4u\u00dferst n\u00fctzlich in den Anfangswochen. Deswegen w\u00fcrde ich sagen, dass Kontakte kn\u00fcpfen, am besten auch mit Japaner*innen, am hilfreichsten ist. Ein bisschen schwierig f\u00fcr mich war die Anmeldung im Einwohnermeldeamt zu Beginn. Da mein Student Support der Sophia Universit\u00e4t keine Zeit hatte musste ich da allein hingehen, wovor ich allein wegen meinem damaligen Japanisch-Level etwas Angst hatte. Die Mitarbeiter in den \u00c4mtern vor Ort waren aber sehr zuvorkommend und auch wenn sie kein Englisch sprechen konnten, war die Verst\u00e4ndigung problemlos. Man muss sich nur auf sehr viel Papierkram am Anfang einstellen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Was gefiel dir an deiner Austauschuniversit\u00e4t und was gefiel dir eher weniger?<\/strong><\/p>\n<p>Die Sophia Universit\u00e4t hatte viele Punkte, die mir sehr gefallen haben. Die Lage, mitten in Tokyo, war super erreichbar und da die Universit\u00e4t so zentral gelegen war, konnte man nach der Uni noch viel im Umkreis unternehmen. Der Campus war ebenfalls sehr sch\u00f6n und nicht allzu gro\u00df, so dass z.B. der Geb\u00e4udewechsel zwischen den Kursen nicht viel Zeit in Anspruch genommen hat. Au\u00dferdem war die Organisation seitens der Uni, ob nun Stundenplanerstellung oder die Benutzung der Uni-Netzwerke sehr transparent.<\/p>\n<p>Was mir nicht so gut gefallen hat, war z.B. mein Student Support, die Studentin, die mir zu Beginn zugeteilt wurde, um mir zu helfen. Leider hatte ich das Gef\u00fchl, dass mein Student Support nicht wirklich Zeit f\u00fcr mich hatte und mir nicht helfen konnte. Das ist aber nicht die Regel, da Freunde von mir sehr hilfreiche Supporter bekommen habe. Da hatte ich wahrscheinlich einfach Pech.<\/p>\n<p>Eine Sache, die ich etwas \u201enervig\u201c fand, war der Ansturm auf die Mensen zur Mittagspause. Da es einen festen Slot f\u00fcr die Mittagspause gab, haben sich die Mensen oft gestaut und man musste sehr lange Schlange stehen. Daf\u00fcr war das Essen aber sehr gut und g\u00fcnstig und es gab sogar vegane Optionen, was in Japan nicht so g\u00e4ngig ist.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-27436\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_7066-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_7066-225x300.jpg 225w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_7066-768x1024.jpg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_7066-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_7066-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_7066-420x560.jpg 420w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_7066-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/>\u00a0<strong>Foto 1: Campus der Sophia Universit\u00e4t<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-27437\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/AD473EB5-8BEE-467C-9750-D5B9DB619541-169x300.jpg\" alt=\"\" width=\"169\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/AD473EB5-8BEE-467C-9750-D5B9DB619541-169x300.jpg 169w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/AD473EB5-8BEE-467C-9750-D5B9DB619541-576x1024.jpg 576w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/AD473EB5-8BEE-467C-9750-D5B9DB619541-768x1365.jpg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/AD473EB5-8BEE-467C-9750-D5B9DB619541-864x1536.jpg 864w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/AD473EB5-8BEE-467C-9750-D5B9DB619541-1152x2048.jpg 1152w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/AD473EB5-8BEE-467C-9750-D5B9DB619541-scaled.jpg 1440w\" sizes=\"(max-width: 169px) 100vw, 169px\" \/> <strong>Foto 2: Wohnheimzimmer im \u4e2d\u91ce\u5742\u4e0a<\/strong><\/p>\n<p><strong>Welche Kurse hast du an deiner Austauchuniversit\u00e4t besucht? <\/strong><\/p>\n<p>Ich habe die Sprachkurse \u201eIntensive Japanese 2\u201c im ersten Semester und \u201eJapanese 4\u201c im zweiten Semester an der Sophia Universit\u00e4t besucht. Durch das Bachelor Plus Programm musste ich zun\u00e4chst den Intensivkurs belegen, um auf meine CP zu kommen. Der Intensivkurs war immer von Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 12:30 Uhr. Japanisch 4 war an 4 Tagen der Woche von jeweils 9 Uhr bis 10:40 Uhr.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus habe ich Seminare vom \u201eDepartment of German Studies\u201c belegt, vom Inhalt sehr \u00e4hnlich zu den KTM\/STM Kursen an der HHU. Davon habe ich pro Semester jeweils 2 Seminare belegt, die einmal die Woche stattfanden. Darunter waren Seminare, wie \u201eStudies in German Society\u201c, \u201eCultural Studies: German speaking and Japanese cultures in comparison\u201d, \u201cGeneral and applied linguistics\u201d und \u201cComparative cultural studies\u201d.<\/p>\n<p><strong>Wie bist du mit dem Japanisch-Niveau in den Kursen zurechtgekommen? Konntest du deine Japanisch-Kenntnisse im Alltag gut anwenden?<\/strong><\/p>\n<p>Am Anfang hat sich alles ein bisschen so angef\u00fchlt, als w\u00fcrde man \u201eins kalte Wasser\u201c geschmissen werden. Denn auf einmal gab es keine Option mehr auf Deutsch oder Englisch auszuweichen, denn in Sprachkursen wurde alles, wirklich ALLES, auf Japanisch durchgef\u00fchrt. Wenn man ein Wort nicht versteht, dann erkl\u00e4rt die Lehrperson dies auf Japanisch. Wenn man den Inhalt eines Textes wiedergeben soll, dann nur auf Japanisch. Zu Beginn war es etwas schwierig aber man gew\u00f6hnt sich da so schnell dran, dass man wirklich gute Fortschritte machen kann. Inhaltlich gab es z.B. im Intensivkurs \u00dcberschneidungen bei der Grammatik, was ganz gut war, weil man so nochmal einiges vertiefen konnte. Was Vokabeln und Kanji angeht musste man diese sehr schnell auswendig lernen.<\/p>\n<p>Ein Seminar des German Studies Instituts war eigentlich auf Deutsch ausgezeichnet, so wie die meisten Seminare des Instituts. Da aber haupts\u00e4chlich Japaner*innen das Seminar besuchten und nur drei Deutsche daran teilnahmen, war es zu ca. 80% auf Japanisch. Da es um Themen wie \u00dcberalterung, das Pflegesystem Japans und Migration ging, war der Kurs sprachlich eine kleine Herausforderung.<\/p>\n<p>Im Alltag konnte ich meine Sprachkenntnisse gut anwenden, vor allem auf Reisen in l\u00e4ndlicheren Gebieten Japans konnte man Japanisch noch intensiver anwenden. Ebenfalls habe ich versucht mit japanischen Studierenden der Sophia Kontakte zu kn\u00fcpfen. So habe ich mich w\u00f6chentlich immer einmal zum gemeinsamen Mittagessen getroffen, was auch sehr geholfen hat mein Japanisch zu verbessern.<\/p>\n<p><strong><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-27440\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_8008_11zon-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_8008_11zon-225x300.jpg 225w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_8008_11zon-768x1024.jpg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_8008_11zon-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_8008_11zon-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_8008_11zon-420x560.jpg 420w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_8008_11zon-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/> Foto 3: Lerntreffen oft in Caf\u00e9s<\/strong><\/p>\n<p><strong>Hast du irgendwelche Schockerlebnisse oder negativen Erfahrungen in Japan gemacht? <\/strong><\/p>\n<p>Als ich mit Freunden zusammen essen war, habe ich eine negative Erfahrung gemacht. Wir warteten bei Hamasushi (ein Sushi Restaurant) nachdem wir unser Ticket gezogen hatten, um aufgerufen zu werden zum Tisch zu gehen. Es war \u00e4u\u00dferst voll, da es Samstag war und ich hatte direkt schon gemerkt, dass meine Freundesgruppe und ich von ein paar Personen angestarrt wurden. Als wir dann endlich aufgerufen wurden, wollten wir gerade zum Tisch gehen als dann eine Freundin von mir, die vor mir an den noch wartenden Menschen vorbei ging, auf einmal von einem \u00e4lteren Mann ein Bein gestellt bekommen wurde. \u00a0Wir waren erstmal komplett \u00fcberfordert mit der Situation und konnten erst im Nachhinein reflektieren, dass wir gerade eine Erfahrung mit einem \u3076\u3064\u304b\u308a\u7537 gemacht haben. Solche M\u00e4nner rempeln bewusst junge Frauen an, um ein Machtgef\u00fchl zu bekommen. Diese Erfahrung war definitiv ein Schockerlebnis.<\/p>\n<p><strong>Gibt es einen Ort in Japan, wo du besonders gerne hingegangen bist oder den du empfehlen m\u00f6chtest?<\/strong><\/p>\n<p>In Tokyo waren besonders Nachbarschaften etwas weiter entfernt vom Zentrum gute Orte, wo ich immer mit Freunden hingegangen bin. \u4e0b\u5317\u6ca2\uff08\u3057\u3082\u304d\u305f\u3056\u308f\uff09oder \u81ea\u7531\u304c\u4e18 (\u3058\u3086\u304c\u304a\u304b) kann ich f\u00fcr coole Caf\u00e9s und s\u00fc\u00dfe kleine L\u00e4den sehr empfehlen.<\/p>\n<p>Mein absolutes Highlight war aber auf jeden Fall meine Reise nach Hokkaido im Winter. Zusammen mit Freunden bin ich in ein kleines Dorf eine Stunde au\u00dferhalb \u65ed\u5ddd\uff08\u3042\u3055\u3072\u304b\u308f\uff09gereist, wo wir dann in einem \u65c5\u9928 mit \u6e29\u6cc9 \u00fcbernachtet haben. So viel Schnee habe ich noch nie in meinem Leben gesehen und mitten zwischen den Schneebergen in hei\u00dfen Quellen zu baden ist definitiv eines meiner sch\u00f6nsten Erinnerungen. Ich empfehle an Orte zu reisen, die nicht so bekannt sind! Da man Japanisch spricht hat man einen Riesenvorteil, den man auf jeden Fall nutzen sollte. Deswegen bin ich so viel herumgereist, wie es zeitlich m\u00f6glich war. Vom Norden \u5317\u6d77\u9053bis in den S\u00fcden \u4e5d\u5dde, \u5bae\u5d0e und nat\u00fcrlich ein Abstecher nach \u6c96\u7e04 durfte auch nicht fehlen. Wenn man dar\u00fcber hinaus Interesse an anderen L\u00e4ndern in Ostasien hat, empfehle ich auch sehr dies von Japan aus zu planen. Im Februar bin ich z.B. f\u00fcr eine kurze Zeit nach S\u00fcdkorea geflogen, da die Flugpreise von Japan aus sehr g\u00fcnstig sind.<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-27441\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_9528_11zon-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_9528_11zon-225x300.jpg 225w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_9528_11zon-768x1024.jpg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_9528_11zon-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_9528_11zon-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_9528_11zon-420x560.jpg 420w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/05\/IMG_9528_11zon-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/> Foto 4: Besuch eines <\/strong><strong>\u796d\u308a<\/strong><strong>im Sommer (Yukata an der Uni beim j\u00e4hrlichen Yukata-Verkauf gekauft) <\/strong><\/p>\n<p><strong>Gibt es etwas, das du w\u00e4hrend deiner Zeit in Japan aus deiner gewohnten deutschen Umgebung vermisst hast? Zum Beispiel etwas Bestimmtes zu essen?<\/strong><\/p>\n<p>Definitiv die Lebensmittelpreise! Essengehen ist sehr g\u00fcnstig, aber Einkaufen war wirklich immer recht teuer. Besonders frische Lebensmittel, so wie Obst und Gem\u00fcse waren im Vergleich zu Deutschland sehr teuer. Deswegen habe ich am meisten frisches Obst vermisst, da ich es nicht eingesehen habe f\u00fcr einen Apfel 3-4\u20ac zu zahlen. Dazu muss man aber auch sagen, dass ich ja in Tokyo gewohnt habe, wo die Preise auch einfach etwas teurer sind als an anderen Orten Japans.<\/p>\n<p><strong>Neben der Gelegenheit deine Japanisch-Kenntnisse praktisch anzuwenden, bist du auch f\u00fcr dein Bachelorarbeitsvorhaben nach Japan gegangen. Was genau ist dein Forschungsthema?<\/strong><\/p>\n<p>Mein Forschungsthema bezog sich auf Modewerbung, die an Frauen gerichtet ist und die Empfindung von den herrschenden Sch\u00f6nheitsidealen in Japan. Dies habe ich teilweise durch Beobachtung von Werbung aber auch durch qualitative Interviews mit Japanerinnen an meiner Uni erforscht. Das hat erstaunlich gut funktioniert und ich habe viele Erkenntnisse aus den Interviews ziehen k\u00f6nnen. Da ich die Interviews auf japanisch durchgef\u00fchrt habe, war das zun\u00e4chst eine \u00dcberwindung meinerseits aber meine Interviewpartnerinnen waren super zuvorkommend, was mir die Nervosit\u00e4t sehr genommen hat. Als n\u00e4chsten Schritt werde ich meine Forschungsergebnisse in meine Bachelorarbeit einbringen, die ich ab dem n\u00e4chsten Semester beginnen werde.<\/p>\n<p><strong>Gab es H\u00fcrden, die du bei der Umsetzung deines Forschungsthemas \u00fcberwinden musstest?<\/strong><\/p>\n<p>Nicht wirklich. Nur vielleicht sprachliche H\u00fcrden, wo ich z.B. die Interviewfragen mehrmals angepasst habe. Aber die Umsetzung hat in meinem Fall wirklich sehr gut funktioniert. Ich denke die Vorbereitung durch das Bachelor Plus Kolloquium und die Begleitung durch Herr Ladurner hat den ganzen Prozess sehr unterst\u00fctzt. Allein aus diesem Grund w\u00fcrde ich das Bachelor Plus Programm durchaus empfehlen.<\/p>\n<p><strong>Abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich dich fragen, wie bewertest du den Entschluss f\u00fcr das Auslandsjahr f\u00fcr dich pers\u00f6nlich? Inwieweit hat es dich deiner Meinung nach in der pers\u00f6nlichen Entwicklung vorangebracht?<\/strong><\/p>\n<p>Ganz klar: F\u00fcr mich war das Auslandsjahr an der Sophia Universit\u00e4t eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Ich habe mich dadurch unglaublich weiterentwickelt, pers\u00f6nlich, wie auch nat\u00fcrlich sprachlich. Ich denke eine Zeit im Ausland zu leben ist super vorteilhaft f\u00fcr die eigene Entwicklung. Ich habe so viel erlebt, so viele Orte gesehen, mit so vielen Personen geredet, so dass ich immer positiv auf diese Erfahrungen zur\u00fcckblicken werde. Eine \u201eonce in a lifetime\u201c Erfahrung, die mich sehr gepr\u00e4gt hat. Es ist ein gro\u00dfer Schritt, die Entscheidung zu treffen, in Japan zu studieren und zu leben, aber sicherlich ein Schritt, den man nicht bereut. Solange man die M\u00f6glichkeit hat ein Auslandsjahr zu machen w\u00fcrde ich es immer empfehlen.<\/p>\n<p><em>Ein Interview mit Annika Struck (Auslandsjahr an der Sophia-Universit\u00e4t).<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ihr spielt mit dem Gedanken ein Auslandsjahr in Japan anzutreten? Bevor ihr euch aber entscheidet, m\u00f6chtet ihr gerne ein paar Erfahrungen von Studierenden h\u00f6ren und euch \u00fcber m\u00f6gliche Herausforderungen und bevorstehende Eindr\u00fccke bei so einem Auslandsstudium informieren? In diesem Interview-Beitrag berichtet uns Annika Struck freundlicherweise \u00fcber ihre Zeit an der Sophia-Universit\u00e4t: Wie liefen f\u00fcr dich die ersten Wochen nach Ankunft in Japan ab? Was erleichterte oder erschwerte f\u00fcr dich die Eingew\u00f6hnung vor Ort? Die ersten Wochen liefen im Nachhinein besser als ich vorher gedacht hatte. Da ich etwas fr\u00fcher vor meinen Einzugstermin in mein Wohnheim eingereist bin, konnte ich mich die ersten Tage erstmal in Ruhe an Japan, vor allem an Tokyo, gew\u00f6hnen. Tokyo ist zun\u00e4chst etwas \u00fcberw\u00e4ltigend mit den vielen Menschenmassen, dem \u00f6ffentlichen Verkehrssystem und den vielen \u201eungeschriebenen\u201c Verhaltensregeln. Man kann sich aber relativ schnell anpassen. Die Eingew\u00f6hnung vor Ort wurde mir vor allem durch Freunde und Bekannte erleichtert, die entweder schonmal in Japan waren oder wie ich, sich auch vor Ort einleben mussten. 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