{"id":27133,"date":"2026-04-08T16:31:44","date_gmt":"2026-04-08T14:31:44","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=27133"},"modified":"2026-04-08T16:39:28","modified_gmt":"2026-04-08T14:39:28","slug":"auslandsjahr-in-nagoya-ein-bericht-von-ina-kieker","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=27133","title":{"rendered":"Auslandsjahr in Nagoya &#8211; Ein Bericht von Ina Kieker"},"content":{"rendered":"<p>Ihr spielt mit dem Gedanken ein Auslandsjahr in Japan anzutreten? Bevor ihr euch aber entscheidet, m\u00f6chtet ihr gerne ein paar Erfahrungen von Studierenden h\u00f6ren und euch \u00fcber m\u00f6gliche Herausforderungen und bevorstehende Eindr\u00fccke bei so einem Auslandsstudium informieren? In diesem Interview-Beitrag berichtet uns Ina Kieker freundlicherweise \u00fcber ihre Zeit an der Nanzan-Universit\u00e4t:<\/p>\n<p><em>Wie liefen f\u00fcr dich die ersten Wochen nach Ankunft in Japan ab? Was erleichterte oder erschwerte f\u00fcr dich die Eingew\u00f6hnung vor Ort?<\/em><\/p>\n<p>Meine erste Woche war ziemlich mit Uni-Sachen vollgepackt. Ein Tag nach Einzug ins Wohnheim fand bereits der Placement-Test f\u00fcr den Japanischunterricht statt und die n\u00e4chsten Tage folgten weitere Einf\u00fchrungsveranstaltungen sowie der Gang zum Einwohnermeldeamt. Daf\u00fcr haben wir eine:n japanische:n Student:in zur Seite bekommen, die die Formulare f\u00fcr und mit uns ausgef\u00fcllt haben, wodurch die Angst vor dieser Aufgabe deutlich geringer war. Was mir die Eingew\u00f6hnung deutlich erleichterte war, dass dies bereits mein zweiter Besuch in Japan war. Somit kannte ich das Land schon ein bisschen und war am Anfang nicht von allem total \u00fcberfordert.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-27152\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20240913_135635-1-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20240913_135635-1-225x300.jpg 225w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20240913_135635-1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20240913_135635-1-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20240913_135635-1-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20240913_135635-1-420x560.jpg 420w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20240913_135635-1-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/> Bild 1: \u201eDie Willkommens-Zeremonie an der Uni\u201c.<\/p>\n<p><em>Was gefiel dir an deiner Austauschuniversit\u00e4t und was gefiel dir eher weniger?<\/em><\/p>\n<p>Am besten war nat\u00fcrlich, dass mittwochs ganzt\u00e4gig frei war \ud83d\ude09. Ansonsten gefiel mir das Austauschangebot mit anderen Studierenden (japanisch sowie international) und die Unterst\u00fctzung des Office, welches f\u00fcr die Austauschstudierenden zust\u00e4ndig ist. Bei Fragen konnte man sich immer an die Mitarbeiterinnen dort wenden, welche f\u00fcr die meisten Probleme eine schnelle L\u00f6sung gefunden haben. Au\u00dferdem das kostenlose Ticket f\u00fcr den Ghibli-Park sowie die quasi unlimitierte Anzahl an Shinkansen-Gutscheinen, die man bekommen konnte.<br \/>\nWeniger gut fand ich leider die Sprachkurse. Viermal die Woche f\u00fcr 200 Minuten t\u00e4glich. Manchmal hat sich das sehr gezogen und war je nach Thema auch langweilig. Zudem haben wir im zweiten Semester kein Lehrbuch mehr benutzt, weshalb ich in diesem quasi keine neue Grammatik gelernt habe. Das fand ich schon etwas entt\u00e4uschend und hatte das Gef\u00fchl, mich gar nicht so sehr verbessert zu haben \u2013 meine Lehrerin behauptete am Ende allerdings das Gegenteil, also vertraue ich ihr da mal \ud83d\ude0a<br \/>\nDie fehlenden Semesterferien sollte man denke ich auch erw\u00e4hnen. Mir war das schon bei der Bewerbung klar, dass es an der Nanzan keine \u201enormalen\u201c Ferien gibt, doch wirklich vermisst habe ich sie tats\u00e4chlich auch nicht. Es gibt zwischendurch trotzdem ein paar Wochen frei, nur eben keine zwei Monate am St\u00fcck. Mir hat die freie Zeit dort aber voll ausgereicht, was sicher auch daran liegt, dass ich bei meinem vorherigen Besuch schon einige St\u00e4dte gesehen habe und zudem im Anschluss an den Austausch noch drei Wochen Urlaub dort gemacht habe.<\/p>\n<p><em>Welche Kurse hast du an deiner Austauchuniversit\u00e4t besucht?<\/em><\/p>\n<p>Einerseits nat\u00fcrlich den japanischen Sprachkurs. Im Wintersemester dann noch einen zur Religion Japans und japanischer Linguistik, im Sommersemester japanische Gesellschaft (Genderstudies), klassische japanische Literatur (aka Altjapanisch) und Kalligraphie. Religion, Linguistik und Gesellschaft waren auf Englisch, die anderen Kurse auf Japanisch.<br \/>\nUnd teilweise auch den Deutschunterricht \ud83d\ude09<\/p>\n<p><em>Wie bist du mit dem Japanisch-Niveau in den Kursen zurechtgekommen? Konntest du deine Japanisch-Kenntnisse im Alltag gut anwenden?<\/em><\/p>\n<p>Insbesondere Sprachkurs 5 (es gibt 6 Level) im Sommersemester fand ich schon schwer, Level 4 im Wintersemester war noch okay. Ich hatte jedoch immer das Gef\u00fchl, dass ich eine der schlechteren Teilnehmerinnen war, insbesondere da in Kurs 5 teilweise Leute waren, die den N1 bereits bestanden hatten oder bereits seit \u00fcber zehn Jahren Japanisch lernten. Die Gruppe war sehr gemischt und gab mir nicht das Gef\u00fchl, dass wir alle auf einem Niveau waren. Aber an sich waren die meisten Aufgaben gut machbar.<br \/>\nIm Alltag \u2013 bzw. au\u00dferhalb der Uni &#8211; habe ich leider nicht viel Japanisch gesprochen (am meisten noch mit meiner Tandempartnerin). Das liegt aber daran, dass ich viel alleine oder mit den anderen Austauschstudenten, anstatt mit Japaner:innen, unternommen habe. Aber sagen wir mal so: ich habe mich recht gut mit der Polizei verst\u00e4ndigen k\u00f6nnen, als ich im Urlaub einen kleinen Zusammensto\u00df mit dem Mietwagen hatte \ud83d\ude0a<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-27146\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Screenshot_20260119_210542_Instagram-300x297.jpg\" alt=\"\" width=\"244\" height=\"242\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Screenshot_20260119_210542_Instagram-300x297.jpg 300w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Screenshot_20260119_210542_Instagram-1024x1015.jpg 1024w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Screenshot_20260119_210542_Instagram-150x150.jpg 150w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Screenshot_20260119_210542_Instagram-768x761.jpg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Screenshot_20260119_210542_Instagram-120x120.jpg 120w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/Screenshot_20260119_210542_Instagram.jpg 1080w\" sizes=\"(max-width: 244px) 100vw, 244px\" \/> Bild 2: \u201eEins der w\u00f6chentlichen Treffen mit meiner Tandempartnerin\u201c.<\/p>\n<p><em>Hast du irgendwelche Schockerlebnisse oder negativen Erfahrungen in Japan gemacht?<\/em><\/p>\n<p>Na ja, besagter \u201eUnfall\u201c und dann das Gespr\u00e4ch mit der Polizei war wohl mein gr\u00f6\u00dftes Schockerlebnis. Vor allem, als ich in der Wache in Nagasaki war und dort mit einem anderen Polizisten in Fukuoka telefoniert habe. Dieser sagte: \u201e[Wenn du zur\u00fcck nach Fukuoka kommst] \u902e\u6355\u3055\u308c\u308b\u3068\u3044\u3046\u308f\u3051\u3067\u3058\u3083\u306a\u3044\u201c. Zun\u00e4chst musste ich nachschauen, was \u305f\u3044\u307b bedeutet und dachte mir dann: \u201eBitte lass es mich richtig verstehen, dass er gesagt hat \u201aEs hei\u00dft nicht, dass du verhaftet wirst\u2018, und nicht \u201aEs hei\u00dft, dass du verhaftet wirst\u2018\u201c. Spoiler: Ich wurde nicht verhaftet. Aber das waren die wohl stressigsten 24 Stunden meines gesamten Aufenthaltes.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-27144\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20250613_172131-224x300.jpg\" alt=\"\" width=\"224\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20250613_172131-224x300.jpg 224w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20250613_172131-763x1024.jpg 763w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20250613_172131-768x1030.jpg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20250613_172131-1145x1536.jpg 1145w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20250613_172131-1527x2048.jpg 1527w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20250613_172131-420x560.jpg 420w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20250613_172131-scaled.jpg 1908w\" sizes=\"(max-width: 224px) 100vw, 224px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-27148\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20240918_140316-1-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20240918_140316-1-225x300.jpg 225w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20240918_140316-1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20240918_140316-1-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20240918_140316-1-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20240918_140316-1-420x560.jpg 420w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20240918_140316-1-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/> Bilder vom Alltag in Japan.<\/p>\n<p><em>Gibt es einen Ort in Japan, wo du besonders gerne hingegangen bist oder den du empfehlen m\u00f6chtest?<\/em><\/p>\n<p>2022, nachdem ich (als die Grenzen noch zu waren und keine Touris in Japan waren, ich aber dort sein konnte) w\u00e4re meine Antwort \u201eKyoto\u201c gewesen. Jetzt, wo ich einmal im November und einmal im Mai dort war, ist es nicht mehr meine Antwort \u2013 einfach, weil Kyoto von Touristen absolut \u00fcberlaufen ist.<br \/>\nNat\u00fcrlich bin ich \u201egezwungen\u201c meine Empfehlung f\u00fcr Nagoya auszusprechen. Manche Leute finden die Stadt vielleicht langweilig, weil sie scheinbar nicht viel zu bieten hat, ich finde aber, dass sich Nagoya und Osaka da nicht viel nehmen. Also: Osaka finde ich (auch) langweilig. Generell ist die Region rund um Aichi sehr wichtig f\u00fcr Japans Geschichte \u2013 wer sich daf\u00fcr also interessiert, ist dort gut aufgehoben.<br \/>\nF\u00fcr tropische Gef\u00fchle empfehle ich Okinawa (wo ich auch unbedingt noch einmal hin m\u00f6chte!!!). Hokkaido ist im Winter (offensichtlich) sehr wei\u00df, aber wer Schnee mag, dem gef\u00e4llt das vielleicht.<br \/>\nAnsonsten kann ich allen nur w\u00e4rmstens T\u014dhoku empfehlen. Dort war ich auch 2022, aber es ist eine wirklich sch\u00f6ne Region, die auch viel zu bieten hat \u2013 nur keine Touristen. Wer also gerne weniger Touristen um sich haben m\u00f6chte, f\u00fcr den sind Nagoya und T\u014dhoku die richtigen Ziele.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-27149\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20250602_111122-1-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20250602_111122-1-225x300.jpg 225w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20250602_111122-1-768x1024.jpg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20250602_111122-1-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20250602_111122-1-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20250602_111122-1-420x560.jpg 420w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20250602_111122-1-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-27153\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20250105_140232-1-3-1-1-1-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"296\" height=\"222\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20250105_140232-1-3-1-1-1-300x225.jpg 300w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20250105_140232-1-3-1-1-1-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20250105_140232-1-3-1-1-1-768x576.jpg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20250105_140232-1-3-1-1-1-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/20250105_140232-1-3-1-1-1-2048x1536.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 296px) 100vw, 296px\" \/> Bilder in den Universal Studios in Osaka und bei Capybara streicheln auf Okinawa.<\/p>\n<p><em>Gibt es etwas, das du w\u00e4hrend deiner Zeit in Japan aus deiner gewohnten deutschen Umgebung vermisst hast? Zum Beispiel etwas Bestimmtes zu essen?<\/em><\/p>\n<p>Brot. Ganz eindeutig Brot. Und g\u00fcnstiges Obst und Gem\u00fcse. Ich bin ein sehr w\u00e4hlerischer Esser und habe mir immer nur dieselben f\u00fcnf Gerichte gekocht. Au\u00dferdem ein Backofen! Denn auch wenn das Wohnheim eine gro\u00dfe Shared-Kitchen hatte, war diese auch nicht besser ausgestattet als die winzige K\u00fcche in meinem Zimmer. Ein Backofen h\u00e4tte mir das Leben wahrscheinlich noch einmal erleichtert. Und zu guter Letzt: Nutella (auch wenn ich dank meiner Eltern \u2013 australisches!!! \u2013 Nutella hatte).<\/p>\n<p><em>Neben der Gelegenheit deiner Japanisch-Kenntnisse praktisch anzuwenden, bist du auch f\u00fcr dein Bachelorarbeitsvorhaben nach Japan gegangen. Was genau ist dein Forschungsthema?<\/em><\/p>\n<p>Mein Thema war \u201eWie wird Deutsch (im Fach Germanistik) an der Nanzan-Universit\u00e4t unterrichtet und wie stehen die Dozierenden und Studierenden zu der Lehrmethode und den Inhalten? Welche Verbesserungsm\u00f6glichkeiten gibt es?\u201c<\/p>\n<p><em>Gab es H\u00fcrden, die du bei der Umsetzung deines Forschungsthemas \u00fcberwinden musstest?<\/em><\/p>\n<p>Absolut. Urspr\u00fcnglich hatte ich ein ganz anderes Thema \u2013 zum Tourismus \u2013 aber da nach meiner Ankunft in Japan die Regierungsseite, die meine Hauptquelle darstellte, \u00fcberarbeitet wurde, konnte ich das Projekt nicht mehr wie geplant durchf\u00fchren. Also habe ich mich f\u00fcr ein neues Thema entschieden und mir den Deutschunterricht an der Uni angesehen. Da ich jedoch von der Bachelor Plus Gruppe (und nat\u00fcrlich Herrn Ladurner) diesbez\u00fcglich unterst\u00fctzt wurde, war das mein einziges gro\u00dfes Problem. Der fehlende Zugriff auf entsprechende Literatur hat jedoch zus\u00e4tzlich dazu gef\u00fchrt, dass es jetzt im Nachhinein schwer ist, das Projekt in einen geeigneten theoretischen Rahmen einzuf\u00fcgen, weshalb ich es wahrscheinlich nicht f\u00fcr meine Bachelorarbeit verwenden werde. Dennoch war es sehr hilfreich, solch ein Projekt einmal durchgef\u00fchrt zu haben.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-27142\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG-20241207-WA0020-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG-20241207-WA0020-300x225.jpg 300w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG-20241207-WA0020-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG-20241207-WA0020-768x576.jpg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG-20241207-WA0020-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG-20241207-WA0020.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-27140\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_3274-300x225.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_3274-300x225.jpg 300w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_3274-1024x769.jpg 1024w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_3274-768x577.jpg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_3274-1536x1154.jpg 1536w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2026\/04\/IMG_3274-2048x1539.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/> Die Bilder zeigen den Mirai Tower und Oasis 21 in Sakae (Party-Distrikt) links und einen Besuch in Kanazawa bei zwei anderen MoJa-Austauschstudis.<\/p>\n<p><em>Abschlie\u00dfend m\u00f6chte ich dich fragen, wie bewertest du den Entschluss f\u00fcr das Auslandsjahr f\u00fcr dich pers\u00f6nlich? Inwieweit hat es dich deiner Meinung nach in der pers\u00f6nlichen Entwicklung vorangebracht?<\/em><\/p>\n<p>W\u00e4hrend meines ersten Japanbesuches hatte ich die endg\u00fcltige Entscheidung getroffen, das Angebot der HHU anzunehmen und MoJa zu studieren (da ich vorher doch noch einige Zweifel hatte). Daher war klar, dass ich w\u00e4hrend des Studiums nat\u00fcrlich noch einmal nach Japan wollte \u2013 diesmal f\u00fcr einen l\u00e4ngeren Zeitraum. Auch wenn mein Japanisch (selbstverschuldet) nicht so gut geworden ist, wie ich es mir gew\u00fcnscht h\u00e4tte, war der Aufenthalt dennoch die absolut richtige Entscheidung. Alleine schon die Durchf\u00fchrung des Forschungsprojektes hat mir gezeigt, <em>wie <\/em>aufw\u00e4ndig und intensiv Forschung tats\u00e4chlich ist. Das war eine gute \u00dcbung, f\u00fcr den Fall, dass ich noch den Master mache. Nat\u00fcrlich macht so ein Aufenthalt einen auch noch einmal ein ganzes St\u00fcck selbstst\u00e4ndiger, da man wom\u00f6glich das erste Mal alleine lebt, dann aber auch noch in einem fremden Land, das sich in vielen Sachen von Deutschland unterscheidet, ist. Ich denke, das hilft sehr dabei noch ein ganzes St\u00fcck \u201eerwachsener\u201c zu werden. Wenn es also m\u00f6glich ist, empfehle ich jedem, diese Erfahrung einmal zu machen. Und falls euch ein ganzes Jahr zu lang sein sollte: der Aufenthalt an der Nanzan betr\u00e4gt \u201enur\u201c neun Monate \ud83d\ude09<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Vielen Dank f\u00fcr das Interview, es freut mich zu h\u00f6ren, dass du einiges f\u00fcr die pers\u00f6nlich aus der Zeit in Japan mitnehmen konntest. Und nat\u00fcrlich auch, dass du nicht verhaftet wurdest. Nun w\u00fcnsche ich dir viel Erfolg im weiteren Studienverlauf und bei den anstehenden Aufgaben bei der Fertigstellung deiner anstehenden Bachelorarbeit.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Ein Interview mit Ina Kieker (Auslandsjahr an der Nanzan-Universit\u00e4t).<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ihr spielt mit dem Gedanken ein Auslandsjahr in Japan anzutreten? Bevor ihr euch aber entscheidet, m\u00f6chtet ihr gerne ein paar Erfahrungen von Studierenden h\u00f6ren und euch \u00fcber m\u00f6gliche Herausforderungen und bevorstehende Eindr\u00fccke bei so einem Auslandsstudium informieren? In diesem Interview-Beitrag berichtet uns Ina Kieker freundlicherweise \u00fcber ihre Zeit an der Nanzan-Universit\u00e4t: Wie liefen f\u00fcr dich die ersten Wochen nach Ankunft in Japan ab? Was erleichterte oder erschwerte f\u00fcr dich die Eingew\u00f6hnung vor Ort? Meine erste Woche war ziemlich mit Uni-Sachen vollgepackt. Ein Tag nach Einzug ins Wohnheim fand bereits der Placement-Test f\u00fcr den Japanischunterricht statt und die n\u00e4chsten Tage folgten weitere Einf\u00fchrungsveranstaltungen sowie der Gang zum Einwohnermeldeamt. Daf\u00fcr haben wir eine:n japanische:n Student:in zur Seite bekommen, die die Formulare f\u00fcr und mit uns ausgef\u00fcllt haben, wodurch die Angst vor dieser Aufgabe deutlich geringer war. Was mir die Eingew\u00f6hnung deutlich erleichterte war, dass dies bereits mein zweiter Besuch in Japan war. Somit kannte ich das Land schon ein bisschen und war am Anfang nicht von allem total \u00fcberfordert.<\/p>\n","protected":false},"author":55,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[1200,1953],"tags":[475,633],"class_list":["post-27133","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-austausch","category-studierendenberichte","tag-auslandsaufenthalt","tag-auslandssemester"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27133","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/55"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=27133"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27133\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":27164,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/27133\/revisions\/27164"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=27133"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=27133"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=27133"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}