{"id":26570,"date":"2025-06-30T11:18:41","date_gmt":"2025-06-30T09:18:41","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=26570"},"modified":"2025-06-30T11:18:41","modified_gmt":"2025-06-30T09:18:41","slug":"nebenjob-in-little-tokyo-ein-bericht-von-marleen-eikemeier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=26570","title":{"rendered":"Nebenjob in &#8222;Little Tokyo&#8220; &#8211; Ein Bericht von Marleen Eikemeier"},"content":{"rendered":"<p><em>Marleen Eikemeier studiert bei uns im Bachelor Modernes Japan und berichtet \u00fcber Ihren Nebenjob an der Immermannstra\u00dfe, bei einem der wohl bekanntesten L\u00e4den in \u201eLittle Tokyo\u201c\u2026<\/em><\/p>\n<p>Nach meinem Auslandsaufenthalt in Japan merkte ich schnell, wie sehr mir der t\u00e4gliche Sprachaustausch fehlte. In Japan hatte ich schnell Fortschritte gemacht und viel Spa\u00df daran gefunden, meine Sprachkenntnisse immer weiter zu verbessern. Ich \u00fcberlegte, wie ich neben dem Lernen mit B\u00fcchern auch in Deutschland weiter Sprachpraxis sammeln k\u00f6nnte, und kam auf die Idee, mich auf der Immermannstra\u00dfe nach einem Nebenjob umzuschauen. Da ich online keine Stellenanzeigen gefunden hatte, druckte ich einen Lebenslauf aus, verfasste ein kurzes Motivationsschreiben und machte mich auf den Weg zur Immermannstra\u00dfe. Es kostete mich zun\u00e4chst ein wenig \u00dcberwindung, die Mitarbeiter*innen der japanischen Restaurants direkt anzusprechen, aber nach kurzer Zeit hatte ich schon erste Kontakte gekn\u00fcpft. Ein paar Tage sp\u00e4ter hatte ich mein Bewerbungsgespr\u00e4ch bei Takumi und wieder ein paar Tage sp\u00e4ter meinen ersten Probearbeitstag.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-26572\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Takumi-1-min-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Takumi-1-min-225x300.jpg 225w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Takumi-1-min-768x1024.jpg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Takumi-1-min-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Takumi-1-min-420x560.jpg 420w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Takumi-1-min.jpg 1449w\" sizes=\"(max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/p>\n<p><strong>Meine Aufgaben als Servicekraft bei Takumi First<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin bei Takumi als Kellnerin angestellt und arbeite auf Minijob-Basis. Zu meinen Aufgaben geh\u00f6ren das Aufnehmen von Bestellungen, das Aufr\u00e4umen und Saubermachen von Tischen sowie das Servieren von Ramen, Beilagen und Getr\u00e4nken. Je nach Schicht geh\u00f6ren auch der Aufbau am Anfang des Tages oder das Aufr\u00e4umen am Ende dazu.<\/p>\n<p>Ich kann mich gut daran erinnern, dass ich in den ersten Tagen mit der Menge an Aufgaben und dem Tempo im Laden ziemlich \u00fcberfordert war. Wer schon einmal bei Takumi war, wei\u00df, dass zu fast jeder Uhrzeit eine Schlange von Menschen vor der T\u00fcr auf einen Tisch wartet. Dies spiegelt sich im Restaurant wider und alle Mitarbeiter*innen sind konzentriert und arbeiten zusammen in einem schnellen Tempo, um den Ansturm zu meistern. Genau das ist auch der Schl\u00fcssel: Alle arbeiten zusammen und k\u00f6nnen sich aufeinander verlassen. Ich habe schnell gemerkt, dass die positive Atmosph\u00e4re bei der Arbeit ausschlaggebend daf\u00fcr ist, dass alles so gut funktioniert, und dass es gar nicht so stressig ist, wie es anfangs schien. Mittlerweile bin ich gut eingearbeitet, habe mich an das Tempo und die Aufgaben gew\u00f6hnt und es macht Spa\u00df, Teil von Takumi zu sein.<\/p>\n<p>Trotz allem sollte man nicht untersch\u00e4tzen, dass die Arbeit k\u00f6rperlich anstrengend ist. Wer sich f\u00fcr diesen Job entscheidet, sollte Spa\u00df an viel Bewegung haben.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-26573\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Takumi-2-min-250x300.jpg\" alt=\"\" width=\"250\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Takumi-2-min-250x300.jpg 250w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Takumi-2-min-852x1024.jpg 852w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Takumi-2-min-768x923.jpg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Takumi-2-min-1279x1536.jpg 1279w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Takumi-2-min-1705x2048.jpg 1705w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/p>\n<p><strong>Der Bezug zum Studium<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Arbeit spreche ich mit meinen Kolleg*innen fast ausschlie\u00dflich Japanisch und ich bin eine der wenigen Mitarbeiterinnen, die Japanisch nicht als Muttersprache sprechen. Auch das Bewerbungsgespr\u00e4ch fand bereits auf Japanisch statt.<\/p>\n<p>Am Anfang habe ich nicht alles verstanden, besonders die speziellen Begriffe, die meine Kolleg*innen in Bezug auf ihre Aufgaben im Service oder in der K\u00fcche verwendet haben. Mittlerweile bin ich in meinen Sprachkenntnissen sicherer geworden und kenne die wichtigsten Begriffe f\u00fcr meine Arbeit. In den Pausen habe ich auch immer wieder die Gelegenheit, mit Kolleg*innen \u00fcber andere Themen ins Gespr\u00e4ch zu kommen. Der Austausch mit meinen japanischen Kolleg*innen motiviert mich sehr, weiter an meinen Japanisch-Kenntnissen zu arbeiten, um mich irgendwann ganz flie\u00dfend mit ihnen unterhalten zu k\u00f6nnen. F\u00fcr mich ist der Nebenjob eine tolle Erg\u00e4nzung zum Studium \u2013 insbesondere, wenn man die Sprachkurse bereits abgeschlossen hat und nach einer M\u00f6glichkeit sucht, weiter an seinem Japanisch zu arbeiten. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass Studierende, die gerade den dritten oder vierten Sprachkurs belegen und somit bereits \u00fcber gute Grundkenntnisse verf\u00fcgen, von einem Nebenjob an der Immermannstra\u00dfe profitieren k\u00f6nnten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-26574\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Takumi-3-min-257x300.jpg\" alt=\"\" width=\"257\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Takumi-3-min-257x300.jpg 257w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Takumi-3-min-878x1024.jpg 878w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Takumi-3-min-768x896.jpg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Takumi-3-min-1317x1536.jpg 1317w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2025\/06\/Takumi-3-min-1756x2048.jpg 1756w\" sizes=\"(max-width: 257px) 100vw, 257px\" \/><\/p>\n<p><strong>Japantag 2025<\/strong><\/p>\n<p>Vor einer Woche habe ich zum ersten Mal am Japantag gearbeitet, was f\u00fcr mich ein besonderes Erlebnis war. Zuvor war ich als Teenager ein paar Mal auf dem Japantag gewesen, sodass ich mir ungef\u00e4hr vorstellen konnte, was auf mich zukommt. Aber als Mitarbeiterin mittendrin zu sein, war eine ganz neue Erfahrung. Da es an Wochenenden bei Takumi sonst auch oft voll ist, f\u00fchlte ich mich ganz gut vorbereitet. Trotzdem war ich etwas nerv\u00f6s, ob ich die Masse an Menschen gut meistern w\u00fcrde. Schon auf dem Weg zur Arbeit musste ich mich durch die Menschenmassen auf dem Gehweg vor Takumi dr\u00e4ngen. Trotz meiner vorherigen Erfahrungen war ich beeindruckt, wie viele Menschen vor Ort waren. Tats\u00e4chlich verlief der Arbeitstag weniger stressig, als ich erwartet hatte. Es waren fast alle Mitarbeiter*innen vor Ort und jeder hatte seinen festen Platz. So war alles sehr gut organisiert und verlief geordnet. Besonders Spa\u00df gemacht hat die Interaktion mit Kund*innen, die teilweise von weit hergekommen waren, um an diesem Tag bei Takumi Ramen zu essen. Auch die vielen verschiedenen Cosplays bei der Arbeit anschauen zu k\u00f6nnen, hat viel Spa\u00df gemacht. So endete der Arbeitstag f\u00fcr mich fast wie jeder andere, nur war ich dieses Mal etwas ersch\u00f6pfter. Vor allem war ich aber gl\u00fccklich, diesen Tag gemeistert zu haben und mittendrin gewesen zu sein.<\/p>\n<p><em>Ein Bericht von Marleen Eikemeier.<\/em><\/p>\n<p>Weitere Infos zu Takumi und dazugeh\u00f6rigen Restaurants findet man unter folgendem Link: <u><a href=\"https:\/\/brickny.com\">https:\/\/brickny.com<\/a><\/u><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Marleen Eikemeier studiert bei uns im Bachelor Modernes Japan und berichtet \u00fcber Ihren Nebenjob an der Immermannstra\u00dfe, bei einem der wohl bekanntesten L\u00e4den in \u201eLittle Tokyo\u201c\u2026 Nach meinem Auslandsaufenthalt in Japan merkte ich schnell, wie sehr mir der t\u00e4gliche Sprachaustausch fehlte. In Japan hatte ich schnell Fortschritte gemacht und viel Spa\u00df daran gefunden, meine Sprachkenntnisse immer weiter zu verbessern. Ich \u00fcberlegte, wie ich neben dem Lernen mit B\u00fcchern auch in Deutschland weiter Sprachpraxis sammeln k\u00f6nnte, und kam auf die Idee, mich auf der Immermannstra\u00dfe nach einem Nebenjob umzuschauen. Da ich online keine Stellenanzeigen gefunden hatte, druckte ich einen Lebenslauf aus, verfasste ein kurzes Motivationsschreiben und machte mich auf den Weg zur Immermannstra\u00dfe. Es kostete mich zun\u00e4chst ein wenig \u00dcberwindung, die Mitarbeiter*innen der japanischen Restaurants direkt anzusprechen, aber nach kurzer Zeit hatte ich schon erste Kontakte gekn\u00fcpft. 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