{"id":26002,"date":"2024-10-04T10:27:58","date_gmt":"2024-10-04T08:27:58","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=26002"},"modified":"2024-10-04T10:31:19","modified_gmt":"2024-10-04T08:31:19","slug":"vaeterliche-elternzeit-in-japan-ein-bericht-von-thanh-thao-tran","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=26002","title":{"rendered":"V\u00e4terliche Elternzeit in Japan &#8211; Ein Bericht von Thanh Thao Tran"},"content":{"rendered":"<p><em>Dieser Beitrag widmet sich den Gr\u00fcnden, warum V\u00e4ter in Japan selten Elternzeit in Anspruch nehmen und beleuchtet dabei die Gesetzeslage in Japan und Herausforderungen, denen sich V\u00e4ter ausgesetzt sehen. Der folgende Bericht wurde von der Bachelorstudierenden Thanh Thao Tran im Rahmen des von Mirco Heller gef\u00fchrten STM-Seminars \u201eWenn ich nur Zeit h\u00e4tte \u2013 Die (Un)Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Japan\u201c verfasst.<\/em><\/p>\n<p><strong>Warum nehmen V\u00e4ter in Japan (keine) Elternzeit?<\/strong><\/p>\n<p>Seit 1992 ist in Japan das Recht, Elternzeit zu beanspruchen, nicht mehr an das Geschlecht gebunden, sodass auch V\u00e4ter diese beantragen k\u00f6nnen. Im Jahr 2012 nahmen jedoch nur 1,89% der V\u00e4ter Elternzeit in Anspruch, wovon lediglich 0,4% dies f\u00fcr mindestens einen Monat durchf\u00fchrten (vgl. Nakazato 2017: 233 f.). Obwohl sie \u00fcber das Recht verf\u00fcgen, entscheiden sich nur wenige V\u00e4ter daf\u00fcr.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Welche Faktoren beeinflussen V\u00e4ter in Japan, Erziehungsurlaub zu beantragen? Im Folgenden wird betrachtet, was f\u00fcr die Entscheidung relevant ist und wie V\u00e4ter auftretende Hindernisse \u00fcberwinden. Gleichzeitig stellt die Studie von Professor Nakazato Hideki<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a> der K\u014dnan University aus dem Jahr 2014 sechs V\u00e4ter als Fallbeispiele vor. Alle Teilnehmenden haben unterschiedliche Berufsfelder und zwischen 2007 und 2014 mindestens einen Monat der Elternzeit allein das Kind betreut (vgl. Nakazato 2017: 238).<\/p>\n<p><strong>Gesetzliche Grundlagen <\/strong><\/p>\n<p>Um ein allgemeines Verst\u00e4ndnis zu der Lage der m\u00e4nnlichen Arbeitnehmer zu erlangen, ist es wichtig, den gesetzlichen Rahmen bez\u00fcglich der Elternzeit zu betrachten. Neben der Regelung, dass beide Elternteile \u00fcber das Recht verf\u00fcgen, stieg die Unterst\u00fctzungszahlung w\u00e4hrend der beruflichen Abwesenheit \u00fcber die Jahre an. So betrug sie im Jahr 1995 25 Prozent des regul\u00e4ren Einkommens, 2007 50 Prozent und 2014 67 Prozent. Dar\u00fcber hinaus wurde 2010 ein Zahlungs- und Urlaubsanspruch uneingeschr\u00e4nkt von dem Arbeitsverh\u00e4ltnis des\/der Partner:in eingef\u00fchrt. Wenn beide Eltern sich freinehmen, war es m\u00f6glich die \u00fcblichen 12 Monate bis das Kind 14 Monate alt wird, zu erweitern. Wenn Eltern ihr Kind nicht in Betreuung geben konnten, verl\u00e4ngerte sich die Zeit auf 18 Monate (vgl. Nakazato 2017: 233). Zwar sollten die Ma\u00dfnahmen die v\u00e4terliche Teilnahme an der Elternzeit erh\u00f6hen, doch die Zahlen blieben dennoch niedrig (vgl. Nakazato 2017: 233).<\/p>\n<p><strong>Faktoren, warum V\u00e4ter in Japan keine Elternzeit beansprucht haben<\/strong><\/p>\n<p>Es gibt zahlreiche Faktoren, die f\u00fcr die V\u00e4ter gegen den die Inanspruchnahme von bezahlter Elternzeit sprechen. Der Wissenstand und die Verf\u00fcgbarkeit von Informationen \u00fcber die Regelung der elterlichen Freistellung waren hierbei h\u00e4ufig genannte Faktoren. So gaben in einer Studie aus dem Jahr 2010 40% der V\u00e4ter, die sich nicht freigenommen haben, an, dass es in ihrem Betrieb keine Regelungen bez\u00fcglich der Elternzeit gab oder sie nicht wussten, ob es geregelt ist (vgl. Nakazato 2017: 235). Im Fallbeispiel von Masaki aus Nakazatos Studie informierte ihn ein Online-Artikel erst nach der Geburt seines zweiten Kindes \u00fcber sein Elternzeitrecht, unabh\u00e4ngig der beruflichen Situation seiner Ehefrau (vgl. Nakazato 2017: 244). Hinsichtlich Osamu und Masaki war der Wissenstand ihrer Manager nicht ad\u00e4quat zur derzeitigen Gesetzeslage (vgl. Nakazato 2017: 246). Insgesamt drei von sechs V\u00e4tern \u201ehaben nicht direkt die Genehmigung f\u00fcr ihre Anfragen erhalten und brauchten weitere Erkl\u00e4rungen und Verhandlungen\u201c (Nakazato 2017: 246). \u00a0Besonders auffallend sind die sorgf\u00e4ltige Vorbereitung der V\u00e4ter auf die Antragstellung und ihr gr\u00f6\u00dferes Wissen \u00fcber die Urlaubsrechte im Vergleich zu ihren Vorgesetzten (vgl. Nakazato 2017: 246).<\/p>\n<p>Unter den V\u00e4tern, die in der Umfrage von 2010 teilgenommen haben und sich trotz Wissen \u00fcber ihr Recht gegen die Elternzeit entschieden haben, gaben 49 Prozent den Faktor \u201eatmosphere and the situation at the workplace [which] discourages fathers from taking leave\u201c (Nakazato 2017: S.235) an. Die Erwartungen auf der Arbeitsstelle, welche sich konkret an M\u00e4nner richten, sind oftmals zeitintensiv. H\u00e4ufig werden \u00dcberstunden und die Teilnahme an gemeinsamen Barbesuchen erwartet (vgl. Schad-Seifert 2019: 205). \u201eDie Anbindung an eine einzige Firma [sei f\u00fcr den japanischen \u201aSalaryman\u2018 typisch]\u201c (Schad-Seifert 2014: 205). Innerhalb der Arbeitsumgebung vermeiden M\u00e4nner, ihren Kollegen mehr Arbeit aufzub\u00fcrden oder negative Folgen auf ihre Karriere auszul\u00f6sen (vgl. Nakazato 2017: 235). Letzteres wird vermutlich durch das Modell des \u201emale breadwinner[s]\u201c (Schad-Seifert 2014: 2005), also dem Vater als traditionell alleiniger Familienern\u00e4hrer, best\u00e4rkt, wodurch Frauen nicht f\u00fcr eine vollzeitige Arbeitsanstellung vorgesehen waren (vgl. Schad-Seifert 2014: 205).<\/p>\n<p>Au\u00dferdem stellen sich die traditionellen Geschlechterrollen, bei der die Mutter die Kinder erzieht, als relevant heraus. In der Umfrage von 2010 nannten 20 Prozent der V\u00e4ter<a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[2]<\/a> den Faktor \u201eMy wife is on leave\u201c (Nakazato 2017: 235), was laut Nakazato V\u00e4ter nicht von der Beurlaubung abhalten sollte (vgl. Nakazato 2017: 235). Hier ist anzumerken, dass M\u00e4nner traditionellerweise von der \u201efr\u00fchen Kindererziehung ausgeschlossen\u201c (Schad-Seifert 2017: 205) werden, da Frauen w\u00e4hrend ihrer Schwangerschaft in das Elternhaus zur\u00fcckkehren, um das Kind zu geb\u00e4ren und f\u00fcr die ersten Monate nach der Geburt betreut zu werden (vgl. Schad-Seifert 2017: 205).\u00a0 Auch im Interview von Nakazato Hideki zeigten sich bei den V\u00e4tern Unsicherheiten in ihrer F\u00e4higkeit als F\u00fcrsorger, trotz ihrer Erfahrungen im Haushalt geholfen zu haben (vgl. Nakazato 2017: 244f.). Laut Bienek verbringen V\u00e4ter in Japan nur wenig Zeit mit h\u00e4uslichen und famili\u00e4ren Aktivit\u00e4ten; lediglich 37 Minuten am Tag f\u00fcr den Haushalt und sieben Minuten f\u00fcr ihr Kind (vgl. Bienek 2019: 82). Darunter z\u00e4hlen ihr Kind zu beruhigen, zu Bett zu bringen oder mit ihrem Kind zu spielen. Im Haushalt bringen V\u00e4ter beispielsweise 10 Minuten f\u00fcr die Fertigstellung von Mahlzeiten und 9 Minuten f\u00fcr die Pflege des Gartens auf (vgl. Bienek 2019: 85f.).<\/p>\n<p>Ferner sorgten sich V\u00e4ter auch \u00fcber wirtschaftliche Folgen (vgl. Nakazato 2017: 235). Toru, einer der V\u00e4ter aus dem Interview von Nakazato, setzte voraus, dass seine Frau, die zur Zeit der Geburt arbeitslos war, eine Anstellung findet. Zudem hatte er aufgrund des Alters seines Kindes keinen Anspruch auf die Unterst\u00fctzungszahlung, wodurch er seine Ersparnisse und das Einkommen der Teilzeitanstellung seiner Frau w\u00e4hrend seines Urlaubs kalkulierte, um gen\u00fcgend Geld anzusparen. Beide waren vorher vollzeitig berufst\u00e4tig, was sie entlastete (vgl. Nakazato 2017: 243f.).<\/p>\n<p><strong>Faktoren, warum V\u00e4ter in Japan Elternzeit beanspruchen<\/strong><\/p>\n<p>Im Entscheidungsprozess der V\u00e4ter gibt es auch ermutigende Faktoren. Um finanzielle Sorgen zu reduzieren, erwies sich die Arbeitssituation der Ehefrau als relevant. Studien dokumentierten einen Zusammenhang zwischen der Erwartung von \u201eless economic damage\u201c (Nakazato 2017: 236) und der Vollzeitbesch\u00e4ftigung der Ehefrau. Auch in den F\u00e4llen von Osamu und Hiroshi arbeiteten die beide Ehefrauen Vollzeit und verdienten ungef\u00e4hr so viel wie ihre Ehem\u00e4nner (vgl. Nakazato 2017: 243).<\/p>\n<p>Erg\u00e4nzend dazu war die M\u00f6glichkeit, ihre Ehefrauen bei der R\u00fcckkehr in die Arbeitswelt zu unterst\u00fctzen, ein weiterer Motivationsfaktor f\u00fcr die V\u00e4ter (vgl. Nakazato 2017: 236). Ikuyas Ehefrau hatte einen Vertrag, der vor dem ersten Geburtstag ihres Kindes enden sollte, wodurch sie den Anspruch auf Elternzeit verlor. Daher stand sie vor der Entscheidung, entweder ihre Arbeit ungewollt aufzugeben und Vollzeit-Hausfrau zu werden oder das Kind in die Kinderbetreuung zu bringen und anschlie\u00dfend weiter zu arbeiten. Zus\u00e4tzlich dazu bat ihr Arbeitsgeber sie, nach zwei Monaten Elternzeit wieder arbeiten zu gehen, falls sie dazu in der Lage sei. Das Ehepaar suchte erfolgslos nach einem freien Betreuungsplatz, sodass sich Ikuya entschied seine Elternzeit zu beantragen, um seiner Frau zu erm\u00f6glichen in die Arbeitswelt zur\u00fcckzukehren (vgl. Nakazato 2017: 242).<\/p>\n<p>Besonders Arbeitsbedingungen wie Flexibilit\u00e4t und verst\u00e4ndnisvolle Manager k\u00f6nnen bei der Entscheidung helfen. Wenn ein Arbeitsplatz die Abwesenheit der V\u00e4ter kompensieren kann, durch beispielsweise Ersatzfachkr\u00e4fte, lindert dies die Schuldgef\u00fchle, Kollegen zus\u00e4tzliche Arbeit aufzub\u00fcrden (vgl. Nakazato 2017: 236, 246f.). Osamu und Toru konnten ihre Abwesenheit ausgleichen, indem sie ihre flexiblen T\u00e4tigkeiten auf die Zeit nach ihrer R\u00fcckkehr verschoben und ihre Kollegen einen Teil der Arbeit abnahmen. Jedoch stand Hiroshi vor der potenziellen Konsequenz, seine Arbeitsstelle in dem Unternehmen zu verlieren. Als Pharmazeut hatte er aber die M\u00f6glichkeit, eine andere Stelle zu finden (vgl. Nakazato 2017: 246).<\/p>\n<p>Auch im privaten Leben kann man weitere Faktoren feststellen. Allgemein tr\u00e4gt eine offene, geschlechterrollenunabh\u00e4ngigere Haltung der V\u00e4ter und M\u00fctter gegen\u00fcber Haushaltsaufgaben und Kindererziehung positiv bei (vgl. Nakazato 2017: 236). Natsuo \u201elernte von einem Buch [wie wichtig es ist, dass Eltern Zeit mit ihrem Kind verbringen]\u201c und Toru sagte zu seinem Grund aus: \u201eWhy shouldn\u2019t I, even if other fathers don\u2019t\u201c (Nakazato 2017: 243).<\/p>\n<p>Alltagsaufgaben auszulagern und sich jenseits des Kindes zu sozialisieren, mindert Stress. Toru f\u00fchlte sich nicht einsam, da er bereits einen Freund hatte, der in einer \u00e4hnlichen Situation war und dar\u00fcber hinaus besuchten ihn seine Eltern. Zudem lie\u00df er sein Kind zweimal die Woche f\u00fcr 3-4 Stunden in die Obhut einer Krippe, was ihn weiter entlastete. Drei der anderen V\u00e4ter traten mit anderen Menschen \u00fcber Blogs und soziale Netzwerke in Kontakt (vgl. Nakazato 2017: 250).<\/p>\n<p>Insgesamt l\u00e4sst feststellen, dass besonders das Arbeitsumfeld, die finanzielle Situation sowie die Einstellungen gegen\u00fcber traditionellen Geschlechterrollen signifikante Faktoren in dem Entscheidungsprozess von V\u00e4tern bez\u00fcglich der Inanspruchnahme von Elternzeit spielen. Damit mehr V\u00e4ter Elternzeit nehmen, m\u00fcssen einerseits strengere Gesetzeslagen gegen\u00fcber den Firmen eintreten. 2022 gab es zum Beispiel neue Reformen, in denen Firmen dazu verpflichtet werden, ihre Arbeitnehmer, bei denen die Schwangerschaft der Partnerin bekannt ist, \u00fcber die Elternzeit zu informieren und zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob die Arbeitnehmer ihre Rechte in Anspruch nehmen wollen. Die Zahl der V\u00e4ter, die Elternurlaub nehmen, stieg \u00fcber die letzten Jahre an und betrug 2022 rund 17% (vgl. Kimoto 2023). Sofern weitere Ma\u00dfnahmen f\u00fcr die Firmen gesetzlich eingeleitet werden und mehr M\u00f6glichkeiten f\u00fcr die V\u00e4ter und M\u00fctter bez\u00fcglich finanzieller Kompensation, Kinderbetreuung und \u00e4hnliches zur Verf\u00fcgung stehen, k\u00f6nnten sich weiterhin positive Entwicklungen zeigen. Andererseits m\u00fcssten sich auch nachhaltig soziale und kulturelle Aspekte ver\u00e4ndern sowie traditionelle Geschlechterrollen aufgebrochen werden, damit die H\u00fcrden im privaten, aber auch beruflichen Umfeld, reduziert werden. Allein die gesetzlichen Ver\u00e4nderungen verringern beispielsweise nicht die Angst, vor einer negativen Beurteilung seitens des Arbeitsgebers. Ob noch weitere \u00c4nderungen zustande kommen, wird die Zukunft zeigen.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> In dem Blogartikel wird die japanische Reihenfolge der Namen, beginnend mit dem Nachnamen \u00fcbernommen.<\/p>\n<p><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[2]<\/a> Hier bezieht sich die Prozentzahl auf V\u00e4ter, die von ihrem Recht wussten, aber nicht in Urlaub gingen.<\/p>\n<p><strong>Literaturverzeichnis<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Bienek, T. (2019).\u00a0<em>Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Japan: Informelle Sozialisation als Zugang zur Vaterrolle,<\/em> 83, 85-86. Hamburg: Verlag Dr. Kova\u010d.<\/li>\n<li>Kimoto, Keiko (10.08.2023): Paternity Leave in Japan, URL: https:\/\/www.tokyodev.com\/articles\/paternity-leave-in-japan [Stand: 26.09.2024]<\/li>\n<li>Nakazato, H. (2017). Fathers on leave alone in Japan: The lived experiences of the pioneers. In M. O\u2019Brien, &amp; K. Wall (Hg.),\u00a0<em>Comparative perspectives on work-life balance and gender equality: Fathers on leave alone<\/em>, S.231-256. Springer Open. DOI: 10.1007\/978-3-319-42970-0<\/li>\n<li>Schad-Seifert, A. (2014). V\u00e4ter am Wickeltisch: Die familiale Erziehung Japans im Umbruch. In: <em>Bildung und Erziehung, 67 <\/em>(2), S. 205. https:\/\/doi.org\/10.7788\/bue-2014-0207<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Ein Bericht von Thanh Thao Tran.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Beitrag widmet sich den Gr\u00fcnden, warum V\u00e4ter in Japan selten Elternzeit in Anspruch nehmen und beleuchtet dabei die Gesetzeslage in Japan und Herausforderungen, denen sich V\u00e4ter ausgesetzt sehen. Der folgende Bericht wurde von der Bachelorstudierenden Thanh Thao Tran im Rahmen des von Mirco Heller gef\u00fchrten STM-Seminars \u201eWenn ich nur Zeit h\u00e4tte \u2013 Die (Un)Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Japan\u201c verfasst. 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