{"id":25752,"date":"2024-07-12T14:08:31","date_gmt":"2024-07-12T12:08:31","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=25752"},"modified":"2024-07-12T14:12:41","modified_gmt":"2024-07-12T12:12:41","slug":"wimis-erzaehlen-mena-mesenhoeller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=25752","title":{"rendered":"&#8222;WiMis erz\u00e4hlen&#8220; Mena Mesenh\u00f6ller"},"content":{"rendered":"<p><em>Im zweiten Beitrag zu \u201eWiMis erz\u00e4hlen\u201c berichtet unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin Mena Mesenh\u00f6ller \u00fcber ihre Arbeit, den Forschungsalltag und Eindr\u00fccke aus den Leben in Japan.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Kannst du dich kurz selbst vorstellen? <\/strong><\/p>\n<p>Mein Name ist Mena Mesenh\u00f6ller und ich habe erst einmal in Frankfurt a.M. meinen Bachelor in Japanologie und Soziologie gemacht, um dann den Master Transcultural Studies in Heidelberg zu studieren.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><strong>Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei dir aus? <\/strong><\/p>\n<p>Meistens starte ich morgens damit, an meiner Dissertation zu arbeiten. Gerade schreibe ich ein State-of-the-Art Paper, in dem ich zu einem bestimmten Thema eine Art Forschungsstand schreibe. Es geht darum zu definieren, was in dem Forschungsbereich bisher gemacht wurde und welche Forschungsl\u00fccken es zu schlie\u00dfen gilt. Um dieses Paper zu schreiben, habe ich erst einmal ganz viel Literatur gelesen, um mir einen \u00dcberblick \u00fcber die Forschungslandschaft zu verschaffen. Nachmittags widme ich mich dann anderen Aufgaben, wie z.B. den Korrekturen von Hausarbeiten oder der Vorbereitung meines Seminars.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Worum geht es in deiner Forschung?<\/strong><\/p>\n<p>In meiner Forschung geht es ganz grob gesagt um das Thema \u201eSoziale Praktiken in Japan\u201c. Ich schaue mir an, inwiefern sich Technologie auf Alltagspraktiken von Individuen der japanischen Gesellschaft auswirkt und wie sich soziale Praktiken \u00fcber die Zeit ver\u00e4ndert haben. Ich m\u00f6chte damit erforschen, ob Technologie z.B. verschiedene Auswirkungen auf junge und alte Generationen hat, weil ja besonders in Japan die Thematik des demografischen Wandels relevant ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Wie kamst du zu dem Thema? Was macht dir dabei am meisten Spa\u00df?<\/strong><\/p>\n<p>Da ich aus einem soziologischen Forschungsbereich komme, wollte ich meine Dissertation gerne zu einem Thema mit aktuellem gesellschaftlichem Bezug schreiben. Besonders der Kontakt zu den Menschen, z.B. in Interviews, macht mir dabei Spa\u00df. Zu erfahren, was die Leute eigentlich denken und wie sie diese Gedanken begr\u00fcnden, finde ich spannend!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Gibt es etwas, was dich manchmal in den Wahnsinn treibt beim Forschen? <\/strong><\/p>\n<p>Es kann schon manchmal m\u00fchsam sein, so viele wissenschaftliche Texte zu lesen. Da hat man einmal das Gef\u00fchl, man h\u00e4tte einen guten \u00dcberblick \u00fcber die Literatur \u2013 und dann findet man doch noch einen neuen Artikel. Aber auf der anderen Seite ist gerade das auch interessant. Man merkt dadurch richtig, dass die Forschung dynamisch ist. Au\u00dferdem kann man dadurch in der eigenen Forschung auf den Erkenntnissen Anderer aufbauen und diese erweitern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was sind deine Aufgaben im Mittelbau? <\/strong><\/p>\n<p>Im Mittelbau bin ich Teil der Fachstudienberatung, also k\u00fcmmere ich mich z.B. um Anrechnungen, wenn Studierende f\u00fcr ein Semester im Ausland waren. Au\u00dferdem arbeite ich zusammen mit Mirco Heller am Blog.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was sch\u00e4tzt du am MoJa-Institut am meisten? <\/strong><\/p>\n<p>Am MoJa-Institut sch\u00e4tze ich besonders die freundliche und offene Atmosph\u00e4re, in der alle miteinander kommunizieren. Schon seit meinem ersten Arbeitstag vor ca. einem Jahr waren alle Mitarbeiter:innen so herzlich, sodass ich mich sehr schnell einleben konnte.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hast du schon einmal in Japan gelebt? Wenn ja, aus welchem Grund und wie lange?<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe insgesamt dreimal jeweils ein halbes Jahr in Japan gelebt. W\u00e4hrend des Bachelors und Masters war ich jeweils f\u00fcr ein Auslandssemester in Tokyo und au\u00dferdem w\u00e4hrend des Masters noch einmal f\u00fcr verschiedene Praktika \u2013 auch in Tokyo. Im Sommer 2022 habe ich au\u00dferdem noch f\u00fcr drei Monate in der N\u00e4he von Niigata auf dem Land gelebt. Das war auf jeden Fall eine ganz andere Erfahrung als Tokyo!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Erz\u00e4hl uns einen Geheimtipp in Japan! <\/strong><\/p>\n<p>Rundreisenden in Japan kann ich die Gegend rund um den Aso-san nur empfehlen. Das \u201eKusasenri\u201c ist landschaftlich wundersch\u00f6n und zu jeder Jahreszeit empfehlenswert. Auf den unendlich weiten H\u00fcgeln sind im Fr\u00fchling\/Sommer saftig gr\u00fcne Wiesen und im Herbst\/Winter dann goldenes Pampasgras. Und wer gerne wandert, kann auf die umliegenden Vulkane steigen und hat dann einen tollen Blick auf den qualmenden Aso-san!<\/p>\n<p><em>Ein Interview mit Mena Mesenh\u00f6ller.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im zweiten Beitrag zu \u201eWiMis erz\u00e4hlen\u201c berichtet unsere wissenschaftliche Mitarbeiterin Mena Mesenh\u00f6ller \u00fcber ihre Arbeit, den Forschungsalltag und Eindr\u00fccke aus den Leben in Japan. &nbsp; Kannst du dich kurz selbst vorstellen? 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