{"id":25070,"date":"2023-12-01T13:01:42","date_gmt":"2023-12-01T11:01:42","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=25070"},"modified":"2023-12-01T13:37:04","modified_gmt":"2023-12-01T11:37:04","slug":"wacky-und-techno-orientalism-eine-analyse-der-selbst-darstellung-japans","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=25070","title":{"rendered":"Wacky- und Techno-Orientalism: Eine Analyse der (Selbst-)Darstellung Japans"},"content":{"rendered":"<p><em>Dieser Text ist verfasst von Yasin Cetin.<\/em><\/p>\n<p>Entweder als Land des kulturellen Gegensatzes oder als technologische Utopie bzw. Dystopie charakterisiert, nimmt die Wahrnehmung Japans im Westen im Vergleich zu anderen asiatischen L\u00e4ndern eine Sonderposition ein. In der Darstellung des \u201etypischen\u201c Japans werden sowohl positive Stereotype wie Pu\u0308nktlichkeit, Ordentlichkeit, Sauberkeit etc., als auch negative Eigenschaften wie eine Obsession mit Technologie und eigenartiger Kultur nebeneinander platziert. Trotz der kulturellen Vielfalt des Landes wird die japanische Kultur oft als homogenes Konstrukt wahrgenommen, und die Existenz vielf\u00e4ltiger sozialer Lebenswelten bleibt dabei eher unbeachtet. Doch wie kommt es zu dieser weit verbreiteten Wahrnehmung der japanischen Kultur? Woher stammen die positiven und negativen Stereotype, die mit Japan verbunden werden?<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Um diese Fragen beantworten zu k\u00f6nnen, ist es wichtig nachzuvollziehen, wie und woher Stereotype gegenu\u0308ber dem \u201eOrient\u201c und Asien entstanden sind, wie sie instrumentalisiert wurden und werden, und auf welche Weise die Anwendung und Reproduktion von Stereotypen die Gesellschaft beeinflusst.<\/p>\n<p>Ob bewusst oder nicht, die meisten Menschen haben mit hoher Wahrscheinlichkeit eine lebendige Vorstellung davon, wie der \u201eOrient\u201c aussieht und sich anh\u00f6rt: Man stellt sich eventuell eine sp\u00e4rliche Landschaft vor, die durch den Glimmer der durch Hitze wabernden Luft unwirklich und verschwommen wirkt. Man h\u00f6rt jemanden die Seiten einer Oud zupfen, und eine summende Stimme singt ein Lied in der (ironischerweise) ungarischen Tonleiter.<\/p>\n<p>Das in diesem Beispiel konstruierte Bild des Orients entspricht offensichtlich einem Ort, der in der Realit\u00e4t nicht existiert. Noch heute werden L\u00e4nder im mittleren Osten in Hollywoodfilmen wie Beirut (2018), American Sniper (2014), Argo (2012) usw. als kulturell homogen, mysteri\u00f6s, und gef\u00e4hrlich dargestellt. Doch wie kam es dazu, dass eine Vorstellung des mittleren Ostens als kulturell homogene Zone unter dem \u00dcberbegriff \u201eOrient\u201c entstand, und welche Relevanz hat dies fu\u0308r die Japanforschung? Um diese Frage zu beantworten, mu\u0308ssen wir uns mit dem Thema \u201eOrientalismus\u201c besch\u00e4ftigen.<\/p>\n<p><strong>Edwards Saids Orientalismus: Eine kurze Einfu\u0308hrung in ein komplexes Konzept<\/strong><\/p>\n<p>Orientalismus bezieht sich auf eine Art des Denkens und der Darstellung, bei der der &#8222;Orient&#8220;, im Wesentlichen die Regionen des Nahen Ostens, Asiens und Nordafrikas, durch die Linse westlicher Kulturen betrachtet wird. Dieses Konzept wurde ma\u00dfgeblich durch den pal\u00e4stinensisch amerikanischen Akademiker und Literaturkritiker Edward Said in seinem Buch &#8222;Orientalism&#8220; von 1978 gepr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Said untersuchte die multidimensionalen Beziehungen zwischen Politik, Literatur, Sprache, und die durch diese Aspekte ausgeu\u0308bte Macht, u\u0308ber den \u00f6ffentlichen Konsens. Dabei wird die problematische Darstellung des \u201cOrients\u201c durch westliche Autor*innen, Journalist*innen, Ku\u0308nstler*innen und Gelehrten untersucht, um aufzuzeigen wie ein negatives Bild \u00f6stlicher Kulturen erschaffen wurde, dass noch heute im sozialen Konsens vertreten ist. Die Darstellung des \u201eOrients\u201c als stagnierend, unkultiviert, verdorben und inkompatibel mit westlichen Werten ist hierbei besonders auff\u00e4llig, da diese Charakterisierung eines fiktiven Ortes als Sammelbegriff fu\u0308r hunderte verschiedenste Kulturen in der Vergangenheit als Narrative genutzt wurde, um die Kolonialpolitik europ\u00e4ischer Nationen zu rechtfertigen. Im Zentrum dieser Narrative steht eine klare superiore Stellung des kultivierten Westens, der die Aufgabe hat, den inferioren, unkultivierten Osten durch die N\u00e4herbringung der westlichen Kultur zu \u201eRetten\u201c. Dieses Konzept wurde jedoch nicht nur gegen den \u201eOrient\u201c propagiert, sondern auch als Rechtfertigung der Missionierung indigener V\u00f6lker genutzt. Doch wie sieht ein fru\u0308hes Beispiel fu\u0308r Orientalismus aus?<\/p>\n<p><strong>Orientalismus in europ\u00e4ischer Kunst<\/strong><\/p>\n<p>Der \u201eOrient\u201d u\u0308bte bereits im 18. Jahrhundert eine Faszination auf westliche Ku\u0308nstleraus. \u201eFern\u00f6stliche\u201c Figuren erschienen in zahlreichen Werken der Barockzeit und Renaissance, und Darstellungen von opulenten Szenen in Badeh\u00e4usern oder Harems erfreuten sich insbesondere in dem franz\u00f6sischen Rokoko gro\u00dfer Beliebtheit. Allerdings gab es zu dieser Zeit nur wenig Kontakt zwischen Europa und dem Osten au\u00dferhalb von Krieg und Handel und die meisten Werke dieser Zeit entstammten einer durch Geschichten oder Textk\u00f6rper entnommenen Vision nah\u00f6stlicher L\u00e4nder.<\/p>\n<p>Mit der milit\u00e4rischen Besetzung \u00c4gyptens durch Frankreich von 1798-1801 kam es allerdings zu vermehrtem kulturellen Kontakt. Obwohl viele Europ\u00e4er sich durch Reiseberichte oder staatlich publizierte Literatur wie \u201eDescription de l\u00b4\u00c9gypte\u201c ein Bild des \u201eOrients\u201c machten, gab es auch andere, die tats\u00e4chlich \u00c4gypten und weitere L\u00e4nder im mittleren Osten bereisten.<\/p>\n<p>Einer von Ihnen war der Ku\u0308nstler Jean-L\u00e9on G\u00e9r\u00f4me (1824\u20131904), der im Jahr 1856 eine \u201eGrand Tour\u201c des Nahen Ostens unternahm. Dabei fuhr er zun\u00e4chst den Nil herauf, besuchte Kairo, dann Faiyum, sp\u00e4ter Abul Simbel, Jerusalem, und Damaskus. Anstatt einzelne Szenen darzustellen, entwickelte sich aus seiner Reise eher ein fiktiver Raum, der Eindru\u0308cke aus den bereisten, \u201eorientalischen\u201c L\u00e4ndern visuell vereinte. Dieser \u201eorientalistische\u201c Stil kombiniert Elemente verschiedenster \u00f6stlicher Kulturen, um einen fiktiven Orient zu erschaffen, der in dieser Form nie existierte. Ein prominentes Beispiel fu\u0308r diesen Sachverhalt ist das Gem\u00e4lde \u201eThe Snake Charmer\u201c. Sarah Lees beschreibt in ihrem Katalogteil, wie \u201eThe Snake Charmer\u201c zahlreiche zusammenhangslose Elemente der \u00e4gyptischen und tu\u0308rkischen Kultur verbindet, um eine Szene zu erschaffen die der Ku\u0308nstler unm\u00f6glich h\u00e4tte miterleben k\u00f6nnen (Lees, 367-371).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-25071\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Screenshot-2023-12-01-at-11.40.08.png\" alt=\"\" width=\"221\" height=\"174\" \/><\/p>\n<p>So war bspw. Schlangenb\u00e4ndigen nie Teil der ottomanischen Kultur, sondern Teil der Kultur des antiken \u00c4gyptens. Auch die im Bild zu sehende Schlange ist keine im Nahen Osten heimische Spezies, sondern eine su\u0308damerikanische Boa Constrictor. Des Weiteren tragen die Zuschauer, die sich an die Wand lehnen, die Gew\u00e4nder zahlreicher unterschiedlicher islamischer St\u00e4mme, welche in dieser Form keinen Kontakt zueinander hatten. Der Ku\u0308nstler erschafft somit einen komplett fiktiven Raum, der das Bild eines m\u00f6glichst exotischen Ostens vermittelt, und kreiert somit Stereotype gegenu\u0308ber realen kulturellen Lebenswelten, die vonMenschen, welche keinen Kontakt zu besagten Kulturen haben, als objektive Realit\u00e4t wahrgenommen werden.<\/p>\n<p>In Anbetracht dieser Hintergru\u0308nde ist es entscheidend, die Bedeutung des Orientalismus im Kontext Japans zu verstehen. Der Wacky- und Techno Orientalismus, welches Japan stereotypisch als skurril oder technologisch u\u0308berlegen da stellen, sind Teil dieser langen Tradition.<\/p>\n<p><strong>Wacky Orientalism: Die Wahrnehmung Japans als skurril<\/strong><\/p>\n<p>Wacky Orientalism beschreibt eine spezielle Form des Orientalismus, bei der Japan und seine Kultur durch eine Linse der Skurrilit\u00e4t und der Exotik betrachtet werden. Dabei wird eine verzerrte Darstellung der japanischen Kultur als Sammlung von traditionellen Elementen wie Geishas, Ninja, Tempeln und exotischem Essen, sowie Elementen aus der Moderne wie Maid Caf\u00e9s, Host Clubs, Pachinko Parlor etc., geschaffen (Wagenaar, 47).<\/p>\n<p>Westliche Medien reproduzieren dieses Stereotyp und nutzen es gezielt, um ein Mythos eines fremdartigen Japans aufrecht zu erhalten. So hei\u00dft es in der Videobeschreibung eines Beitrags der Sendung Galileo auf YouTube beispielsweise: \u201eSofteis mit Fischtopping und eine Wohnung voller Hello Kitty Merchandise &#8211; Die Bewohner:innen Japans sind vor allem fu\u0308r ihre au\u00dfergew\u00f6hnlichen Leidenschaften bekannt\u201c (Galileo, \u201eFischeis und Hello Kitty: Skurriles Essen und schr\u00e4ge Jobs in Japan\u201c). Auff\u00e4llig ist in diesem Beispiel, dass eine generalisierte Aussage u\u0308ber Japaner:innen get\u00e4tigt wird, obwohl es sich bei beiden Beispielen um besondere, auch fu\u0308r Japan einzigartige, Sachverhalte handelt. Somit entstehen Stereotype, die einzelne Aspekte sozialer Lebenswelten u\u0308berproportioniert repr\u00e4sentieren. Auch einzigartige Hotels oder Restaurants wie das Henn na Hotel Maihama Tokyo Bay, in dem G\u00e4ste von Roboter Dinosauriern empfangen werden, werden eher als Norm statt Ausnahme dargestellt.<\/p>\n<p>Das Framing einer grellen, schrillen, mit Popul\u00e4rkultur besessenen Gesellschaft, welches oft durch Bilder oder Videos von Cosplayern oder Gamern begleitet wird, ist eine immer wieder auftauchende Darstellung. Aspekte wie diese spiegeln sich auch im Online-Diskurs, vor allem in Memes wider, werden allerdings auch durch westliche Musiker und Ku\u0308nstler instrumentalisiert. Hier ein einige Beispiele:<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-25075\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Screenshot-2023-12-01-at-11.57.31-300x242.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"242\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Screenshot-2023-12-01-at-11.57.31-300x242.png 300w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Screenshot-2023-12-01-at-11.57.31-768x620.png 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Screenshot-2023-12-01-at-11.57.31.png 780w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Abseits des Wacky-Orientalismus gibt es allerdings eine weitere Art und Weise auf die Japan durch eine orientalistische Linse betrachtet wird.<\/p>\n<p><strong>Techno-Orientalism: Die Darstellung Japans als futuristische Dystopie<\/strong><\/p>\n<p>Der von Kevin Morley und David Robins gepr\u00e4gte Begriff \u201eTechno-Orientalism\u201c beschreibt die westliche Wahrnehmung Japans als hochtechnologisches, aber auch unmoralisches Land (Morley et al.167-174). Dabei wird Japan als dystopische Zukunftsgesellschaft dargestellt, welche mit ihrer strengen Bu\u0308rokratie und Konformit\u00e4t entmenschlicht und eine absurde Obsession mit KIs und Robotern hat.<\/p>\n<p>Durch den Techno-Orientalismus gelingt es dem Westen, die moralische und kulturelle Vorherrschaft u\u0308ber Japan zu behaupten. Techno-Orientalistisches Framing findet sich genau wie Wacky Orientalism auch in Medien wieder. Ein Beispiel fu\u0308r die vor allem in den 1980ern pr\u00e4valenten Techno-Orientalistischen Ansichten zu Japan ist der Song Mr. Roboto (1983) der Band Styx. Der Song kritisiert mit Textpassagen wie &#8222;you\u2019re wondering who I am, machine or mannequin, with parts made in Japan, I am the modern man\u201d in Verbindung mit der visuellen Darstellung der japanischen Roboter im zugeh\u00f6rigen Musikvideo offenkundig die wahrgenommene Entmenschlichung der Gesellschaft und Obsession der Japaner mit Robotern und ku\u0308nstlicher Intelligenz.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-25074\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Screenshot-2023-12-01-at-11.45.03-300x258.png\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"258\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Screenshot-2023-12-01-at-11.45.03-300x258.png 300w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/12\/Screenshot-2023-12-01-at-11.45.03.png 389w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n<p>Es ist wichtig, die Herkunft und Auswirkungen von Stereotypen zu verstehen, um sie zu u\u0308berwinden. Durch eine kritische Betrachtung k\u00f6nnen wir die Wahrnehmung von Japan ver\u00e4ndern und ein realistischeres Bild der vielf\u00e4ltigen japanischen Gesellschaft zeichnen. Die Darstellung Japans sollte nicht auf Stereotypen und \u00c4ngsten l\u00e4ngst vergangener Jahrzehnte basieren, sondern auf einer differenzierten Auseinandersetzung mit der Kultur und Gesellschaft des Landes. Die Linse des Orientalismus spielt hierbei eine unglaublich gro\u00dfe Rolle, und nur mit einer Hinterfragung der durch jahrelange Reproduktion gesellschaftlich verankerten Stereotypen gegenu\u0308ber L\u00e4ndern wie Japan ist es m\u00f6glich, ein neutrales und auf Fakten basiertes Bild von Kultur und Gesellschaft im gesellschaftlichen Kontext zu etablieren.<\/p>\n<p>_______________________<\/p>\n<p><strong>Medien:<\/strong><\/p>\n<p>American Sniper. Regie: Clint Eastwood, Skript: Jason Hall, Chris Kyle, Scott McEwen,<br \/>\nhttps:\/\/www.imdb.com\/title\/tt2179136\/?ref_=fn_al_tt_1.<\/p>\n<p>Argo. Regie: Ben Affleck, Skript: Chris Terrio; Tony Mendez; Joshuah Bearman,<br \/>\nhttps:\/\/www.imdb.com\/title\/tt1024648\/.<\/p>\n<p>Beirut. Regie: Brad Anderson, Skript: Tony Gilroy, https:\/\/www.imdb.com\/title\/tt4669264\/.<\/p>\n<p>\u201eFischeis und Hello Kitty: Skurriles Essen und schr\u00e4ge Jobs in Japan \u201c, YouTube, hochgeladen von Galileo, 27.03.2023, https:\/\/www.youtube.co\/watch?v=a1W5oYGO5Z0.<\/p>\n<p>\u201cMr.Roboto\u201d, Geschrieben von: Dennis DeYoung, gespielt von Styx (1983).<\/p>\n<p>Nihongo, 2023: Hans-Georg Maa\u00dfen &#8211; Das machen Japaner besser als Deutsche, Ehe mit Japanerin und mehr [https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=emZpQmEYf2U&amp;t=36s]<\/p>\n<p>Perrin, Andrew. &#8222;Social media usage.&#8220; Pew research center 125 (2015): 52-68.<\/p>\n<p>Rosenblatt, Kalhan (31.12.2020):\u201cYouTuber Logan Paul is sued over &#8217;suicide forest&#8216; video<br \/>\n[https:\/\/www.nbcnews.com\/pop-culture\/pop-culture-news\/youtuber-logan-paul-sued oversuicide-forest-video-n1252610]<\/p>\n<p><strong>Literatur:<\/strong><\/p>\n<p>Lees, Sarah: \u201cNineteenth-century European Paintings at the Sterling and Francine Clark Art Institute\u201d, 367-371 (https:\/\/media.clarkart.edu\/1955.51_EuroCat.pdf).<\/p>\n<p>Morley, David, and Kevin Robins (2002): Spaces of identity: Global media, electronic landscapes, and cultural boundaries. 147-174, Routledge.<\/p>\n<p>Said, Edward. (1978): &#8222;Orientalism: Western concepts of the Orient.&#8220; New York: Pantheon.<\/p>\n<p>Wagenaar, Wester. &#8222;Wacky Japan.&#8220; The Elephant-shaped Hole in the Universe, 46-49.<\/p>\n<p><strong>Grafiken:<\/strong><\/p>\n<p>Bild 1: https:\/\/www.spiegel.de\/reise\/aktuell\/roboter-hotel-in-japan-wo-ein-dino-die gaestebegruesst- a-1139046.html<\/p>\n<p>Bild 2: https:\/\/aminoapps.com\/c\/anime\/page\/blog\/meanwhile-injapan\/kvtG_upD6m7aKJjdakb0leP22Yqwq7<\/p>\n<p>Bild 3: https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=a1W5oYGO5Z0<\/p>\n<p>Bild 4: https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=LiaYDPRedWQ<\/p>\n<p>Bild 5: https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uc6f_2nPSX8 (0:50)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Text ist verfasst von Yasin Cetin. Entweder als Land des kulturellen Gegensatzes oder als technologische Utopie bzw. Dystopie charakterisiert, nimmt die Wahrnehmung Japans im Westen im Vergleich zu anderen asiatischen L\u00e4ndern eine Sonderposition ein. In der Darstellung des \u201etypischen\u201c Japans werden sowohl positive Stereotype wie Pu\u0308nktlichkeit, Ordentlichkeit, Sauberkeit etc., als auch negative Eigenschaften wie eine Obsession mit Technologie und eigenartiger Kultur nebeneinander platziert. Trotz der kulturellen Vielfalt des Landes wird die japanische Kultur oft als homogenes Konstrukt wahrgenommen, und die Existenz vielf\u00e4ltiger sozialer Lebenswelten bleibt dabei eher unbeachtet. Doch wie kommt es zu dieser weit verbreiteten Wahrnehmung der japanischen Kultur? 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