{"id":24897,"date":"2023-10-06T11:02:02","date_gmt":"2023-10-06T09:02:02","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=24897"},"modified":"2023-10-06T11:04:30","modified_gmt":"2023-10-06T09:04:30","slug":"ludgera-lewerich-verlaesst-unser-institut-ein-abschiedsinterview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=24897","title":{"rendered":"Ludgera Lewerich verl\u00e4sst unser Institut! &#8211; Ein Abschiedsinterview"},"content":{"rendered":"<p><strong>Ludgera Lewerich<\/strong> war nun seit April 2014 als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei uns am Institut t\u00e4tig, wo sie im Jahr 2020 auch Ihre Dissertation zum Thema &#8222;Vom Gl\u00fcck auf dem Land. Selbst-Erz\u00e4hlungen junger i-turner zwischen Selbstverwirklichung und Gemeinwohlorientierung&#8220; abschloss. Da Sie unser Institut Ende September dieses Jahres leider verlassen hat, m\u00f6chten wir an dieser Stelle die <strong>Gelegenheit f\u00fcr ein ausf\u00fchrliches Interview<\/strong> nutzen, um <strong>\u00fcber Ihre Zeit am Institut als wissenschaftliche Mitarbeiterin<\/strong> zu berichten.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-24899\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Ludgera_Lewerich.jpg\" alt=\"\" width=\"827\" height=\"1102\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Ludgera_Lewerich.jpg 827w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Ludgera_Lewerich-225x300.jpg 225w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Ludgera_Lewerich-768x1023.jpg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/10\/Ludgera_Lewerich-420x560.jpg 420w\" sizes=\"(max-width: 827px) 100vw, 827px\" \/><\/p>\n<p>Ich erinnere mich noch gut an dein erstes STM-Seminar 2014 zur koreanischen Diaspora in Japan, als wir uns intensiv mit Identit\u00e4t und Ethnizit\u00e4t besch\u00e4ftigt haben. Wie war das f\u00fcr dich damals, so pl\u00f6tzlich ein eigenes Seminar zu geben?<\/p>\n<p><em>Das war sehr aufregend. Ich hatte bis vor kurzem selbst noch studiert und pl\u00f6tzlich stand ich vorne. Aber das Thema war mir bekannt, da ich mich damit in meiner Masterarbeit besch\u00e4ftigt hatte. Und die Studis (damit ja noch mit dir) waren interessiert. Es hat mir viel Spa\u00df gemacht, auch wenn ich teilweise sehr nerv\u00f6s war.<\/em><\/p>\n<p>Was hast du seitdem durch die Lehre f\u00fcr dich pers\u00f6nlich mitgenommen?<\/p>\n<p><em>Sehr viel. Vor allem wie wichtig es ist, Stoff gut verst\u00e4ndlich aufzubereiten und einen Bezug zum eigenen Alltag oder zum Vorwissen der Studierenden zu finden. Ich habe einige Seminare zu gesellschaftlichen Vorstellungen \u00fcber den l\u00e4ndlichen Raum in Japan gegeben. Da haben wir in der ersten Sitzung immer geschaut, was die Studis denn schon f\u00fcr Bilder im Kopf haben. Obwohl die meisten noch nicht in Japan gewesen waren, gab es da genaue Ideen: sch\u00f6ne Natur, Reisfelder, alte H\u00e4user, Tempel usw.\u00a0 Daran konnten wir gut ankn\u00fcpfen und gemeinsam \u00fcberlegen: woher stammen denn diese Bilder? Ich meine, das hat immer ganz gut geklappt, um ins Thema einzusteigen \ud83d\ude09<\/em><\/p>\n<p>Gibt es etwas, was dir an deiner Lehrt\u00e4tigkeit besonders gro\u00dfe Freude bereitet hat?<\/p>\n<p><em>Wenn die Studierenden Spa\u00df am Thema hatten und spannende Diskussionen entstanden sind. Das war immer toll. In meinem letzten Semester haben au\u00dferdem Studierende einen Workshop organisiert, bei dem meine Kollegin Annika Clasen und ich sie unterst\u00fctzt haben.<\/em><\/p>\n<p>Dein Fokus richtete sich in der Forschung zunehmend auf den l\u00e4ndlichen Raum Japans, was hat dich bei deiner Forschung (zum Beispiel in Japan) \u00fcberrascht oder vielleicht \u201efasziniert\u201c?<\/p>\n<p><em>Am Anfang hat mich vor allem der Kontrast zwischen Stadt und Land interessiert und \u00fcberrascht. Ich war vorher haupts\u00e4chlich in den Gro\u00dfst\u00e4dten wie Osaka und Tokyo. Und dann war ich pl\u00f6tzlich auf einer kleinen Insel weitab der Metropolregionen, wo es nat\u00fcrlich viel ruhiger war. Da ich auch Natur und das Meer gerne mag, hat es mir da gleich gefallen. Faszinierend fand ich vor allem, dass einige meiner Interviewpartner:innen neben der Arbeit noch z.B. Reis angebaut haben. Von Hand und ohne Maschinen. Da konnte ich bei der Ernte helfen. Das war sehr anstrengend, hat aber viel Freude gemacht. Und ein paar Jahre sp\u00e4ter, bin ich dann in D\u00fcsseldorf in eine Solidarische Landwirtschaft eingetreten und habe selbst angefangen Gem\u00fcse anzubauen.<\/em><\/p>\n<p>Was hast du in der Zeit\/bei der Arbeit am Institut besonders wertgesch\u00e4tzt?<\/p>\n<p><em>Auf jeden Fall die netten Kolleg:innen. Besonders im Mittelbau waren einfach immer nette Menschen da, mit denen ich gerne Zeit verbracht und in der Kaffeepause \u00fcber alles M\u00f6gliche diskutiert habe. Das wird mir fehlen.<\/em><\/p>\n<p>Welchen beruflichen Schritt m\u00f6chtest du nun als n\u00e4chstes gehen?<\/p>\n<p><em>In meiner neuen Stelle mache ich Wissenschaftskommunikation und \u00d6ffentlichkeitsarbeit. Das interessiert mich sehr. Ein bisschen Erfahrung habe ich z.B. mit Instagram schon machen k\u00f6nnen, aber ich werde sicher viel Neues dazu lernen. Darauf freue ich mich.<\/em><\/p>\n<p>Du hast ja die letzten Jahre den Modernes Japan Weblog ma\u00dfgeblich mitgepr\u00e4gt und unser Institut mit dem offiziellen Instagram Account auch in den sozialen Netzwerken pr\u00e4senter gemacht. Inwieweit hat dich dieser Aufgabenbereich dazu veranlasst dich entsprechend in diese Richtung beruflich zu orientieren?<\/p>\n<p><em>Das war sehr ausschlaggebend. Ich habe vor zwei Jahren die Idee gehabt einen Instagram Account f\u00fcr das Institut zu starten. Durch das Format von Instagram mit Bildern und Videos muss man auf andere Art \u00fcber Japanthemen berichten, als z.B. in einem Aufsatz. Das hat mir viel Spa\u00df gemacht und mir eine neue Richtung gezeigt, in die ich mich weiter entwickeln m\u00f6chte. Besonders Videos zu drehen war klasse. Ich hatte bei Instagram immer super Unterst\u00fctzung von engagierten studentischen Hilfskr\u00e4ften (Shout-out an Lara, Jake, Jasmin &amp; Julian) die da teilweise fitter waren als ich. Von denen habe ich auch dazu gelernt.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich hatte hier eine abwechslungsreiche und sch\u00f6ne Zeit. Danke an alle am Institut, die mich auf diesem Weg begleitet haben.<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Vielen Dank f\u00fcr das Interview, im Namen des Instituts und der Studierendenschaft w\u00fcnschen wir dir alles Gute und viel Erfolg bei deinen neuen anstehenden Aufgaben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ludgera Lewerich war nun seit April 2014 als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei uns am Institut t\u00e4tig, wo sie im Jahr 2020 auch Ihre Dissertation zum Thema &#8222;Vom Gl\u00fcck auf dem Land. Selbst-Erz\u00e4hlungen junger i-turner zwischen Selbstverwirklichung und Gemeinwohlorientierung&#8220; abschloss. 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