{"id":23985,"date":"2023-01-24T15:20:27","date_gmt":"2023-01-24T13:20:27","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=23985"},"modified":"2023-01-27T13:03:29","modified_gmt":"2023-01-27T11:03:29","slug":"eko-haus-in-duesseldorf-kulturelles-und-religioeses-zentrum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=23985","title":{"rendered":"EK\u00d4\u2013Haus in D\u00fcsseldorf \u2013 kulturelles und religi\u00f6ses Zentrum"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ein pers\u00f6nlicher Bericht unserer Bachelor-Studentin Jasmin Weihrauch<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Stadtteil Niederkassel in D\u00fcsseldorf liegt das EK\u00d4-Haus, ein japanisches kulturelles und religi\u00f6ses Zentrum. So umfasst es auch einen buddhistischen Tempel, der zum Shin-Buddhismus geh\u00f6rt, der zweitgr\u00f6\u00dfte Konfession des japanischen Buddhismus. Das EK\u00d4-Haus bietet mit Veranstaltungen wie Vortr\u00e4gen und Kursen sowohl die M\u00f6glichkeit japanische Kultur kennenzulernen als auch daran teilzuhaben. Es gibt auch F\u00fchrungen durch die Anlage. An dieser Tour habe ich teilgenommen. Dabei werden drei Teile der Anlage genauer vorgestellt: der Garten, der buddhistische Tempel und das japanische Holzhaus. Au\u00dferdem wird einem der Hintergrund des EK\u00d4\u2013Haues als Ort gelebter Religion und japanischem Kulturzentrum n\u00e4her gebracht. <\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bei der F\u00fchrung durch den Garten werden die Aufteilung des Landschaftsgarten, der Hintergrund einzelner dort zu sehender Elemente sowie der Zusammenhang der Gartenanlage mit dem Buddhismus erkl\u00e4rt. Bei der Besichtigung wird der Ablauf einer buddhistischen \u201eMesse\u201c sowie die Architektur und Symbolik des Inneren erl\u00e4utert. Abgerundet wird die Tour zum Schluss durch die Besichtigung des angeschlossenen Holzhauses. Dieses Geb\u00e4ude bringt einem sehr sch\u00f6n die raditionelle Holzbauweise und Innenausstattung n\u00e4her. Diese mag auf den ersten Blick schlicht anmuten, besitzt jedoch ihre eigene Sch\u00f6nheit. Man lernt zus\u00e4tzlich etwas \u00fcber die Funktion der Einrichtung, die f\u00fcr manche<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span>Besucher*innen vermutlich eher zu fehlen als vorhanden zu sein scheint.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend der Tour werden so viele interessante Fragen thematisiert und beantwortet. So zum Beispiel: Was ist das EK\u00d4\u2013Haus eigentlich? Wie sieht ein buddhistischer Tempel von innen aus? Gibt es Beschr\u00e4nkungen wer das Priesteramt im Buddhismus aus\u00fcben darf? Wie f\u00fchlt sich Tatami\u2013Boden an? Warum verbringt man die H\u00e4lfte der F\u00fchrung auf Socken? Wo stehen die Schr\u00e4nke in einem traditionellen Holzhaus?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zudem steht es einem jederzeit offen eigene Fragen w\u00e4hrend der F\u00fchrung zu stellen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Folgenden werden einige Highlights der Tour beschrieben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>Au\u00dfenanlage (Garten)<\/b><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image wp-image-23986 size-full\"><figure class=\"alignright\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" width=\"2224\" height=\"1668\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/C4498DB7-B805-4F7D-8A89-6E3400086FED.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-23986\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/C4498DB7-B805-4F7D-8A89-6E3400086FED.jpeg 2224w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/C4498DB7-B805-4F7D-8A89-6E3400086FED-300x225.jpeg 300w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/C4498DB7-B805-4F7D-8A89-6E3400086FED-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/C4498DB7-B805-4F7D-8A89-6E3400086FED-768x576.jpeg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/C4498DB7-B805-4F7D-8A89-6E3400086FED-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/C4498DB7-B805-4F7D-8A89-6E3400086FED-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"(max-width: 2224px) 100vw, 2224px\" \/><figcaption>Die Kieselsteinfl\u00e4chen unter der Br\u00fccke sind kein Zufall: innerhalb von Landschaftsg\u00e4rten dieser Art hat sich eine bestimmte Formensprache etabliert: sie symbolisieren Wasser.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>Ein Abbild des Paradieses<\/b><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem sich unsere Tourgruppe gesammelt und der Leiter der F\u00fchrung sich vorgestellt hat, betreten wir das Gartengel\u00e4nde des Tempels. Nahe des Eingangs bleiben wir an einem Steinbecken stehen, welches durch ein Bambusrohr stetig mit Wasser gef\u00fcllt wird. Uns wird erkl\u00e4rt, dass<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span>Buddhist*innen sich hier nun symbolisch reinigen, indem sie mit dem Wasser ihren Mund auswaschen (sich von innen reinigen) und ihre H\u00e4nde waschen (um sich \u00e4u\u00dferlich zu reinigen).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Tourleiter geht danach auf die Gestaltung des Gartens ein. Dieser stellt eine Nachbildung des &#8222;reinen Landes&#8220; dar. Dieses &#8222;reine Land&#8220; ist im Shin-Buddhismus der Ort, der Buddha Amida seinen Gl\u00e4ubigen stiftete und dem der Tempel gewidmet ist. Wer den \u00dcbungen folgt und auf den Buddha Amida vertraut, kann der Lehre zufolge im &#8222;Reinen Land&#8220;, einer Arrt Paradies, wiedergeboren werden. Der Tourguide erkl\u00e4rt, dass das Gel\u00e4nde bewusst uneben angelegt ist. Auch muss man eine Br\u00fccke und Treppen \u00fcberqueren, um das eigentliche Tempelgeb\u00e4ude zu erreichen, das den h\u00f6chsten Punkt der Anlage bildet. Ebenfalls weiter oben gelegen, befindet sich eine gro\u00dfe, gerade geformte Glocke, die fast einen Meter Durchmesser besitzt. Sie wird zum neuen Jahr im Rahmen der Feierlichkeiten mit einer Art Baumstamm-f\u00f6rmigen St\u00f6\u00dfel 108 Mal gel\u00e4utet. Diese spezielle Anzahl ist kein Zufall, so gibt es in der buddhistischen Lehre 108 menschliche Leiden bzw. Laster, die einem auf dem Weg zum Nirvana (angestrebter Endzustand im buddhistischen Glaube) im Weg stehen. Das L\u00e4uten der Glocke soll diese f\u00fcr das nun anbrechende Jahr vertreiben.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img decoding=\"async\" width=\"1668\" height=\"2224\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/B202E81E-C50B-4721-A2F9-D219920E249D.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-23987\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/B202E81E-C50B-4721-A2F9-D219920E249D.jpeg 1668w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/B202E81E-C50B-4721-A2F9-D219920E249D-225x300.jpeg 225w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/B202E81E-C50B-4721-A2F9-D219920E249D-768x1024.jpeg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/B202E81E-C50B-4721-A2F9-D219920E249D-1152x1536.jpeg 1152w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/B202E81E-C50B-4721-A2F9-D219920E249D-1536x2048.jpeg 1536w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/B202E81E-C50B-4721-A2F9-D219920E249D-420x560.jpeg 420w\" sizes=\"(max-width: 1668px) 100vw, 1668px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>Ort gelebter Religion<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/b><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Tourleiter pausiert und fragt nun wie bereits nach den Vortr\u00e4gen zu den anderen Themen nach, ob wir Fragen stellen m\u00f6chten und ermutigt uns, diese auch zwischendurch zu stellen. Einer der Teilnehmer m\u00f6chte mehr zu der Entstehung des EK\u00d4-Hauses wissen. Der Leiter freut sich \u00fcber das Interesse und beginnt zu erkl\u00e4ren, dass das EK\u00d4-Haus mit seinem buddhistischen Tempel und angeschlossenen Kulturzentrum auch ein Teil gelebten buddhistischen Glaubens sei und nicht wie man vielleicht denken k\u00f6nnte, nur ein<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp; <\/span>Ausstellungsmodell. So ist ein kleiner buddhistischer Friedhof angeschlossen, der auch genutzt wird. Der Gr\u00fcnder der Stiftung EK\u00d4-Haus der Japanischen Kultur e.V. war der erste Sohn in einer buddhistischen Priesterfamilie und h\u00e4tte als solcher den Tempel seines Vaters \u00fcbernehmen sollen. Als er dies, zur Entt\u00e4uschung seines Vaters, jedoch ablehnte, um eine eigene Firma im Ausland zu gr\u00fcnden, wollte er dennoch etwas f\u00fcr den Erhalt und die F\u00f6rderung des Buddhismus tun. So investierte er die aus der Firma erzielten \u00dcbersch\u00fcsse in eine Stiftung.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Damit schlie\u00dft die F\u00fchrung durch den Garten und wir machen uns wieder auf dem Weg zum Eingang, um von dort aus den Tempel zu betreten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>Innenanlage &#8211; Tempel<\/b><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Lobby des Eingangsbereichs halten wir jedoch erst einmal wieder anund der Tourleiter erl\u00e4utert, dass wir die Schuhe f\u00fcr den n\u00e4chsten Bereich ausziehen m\u00fcssten, da dieser mit speziellem Boden ausgelegt sei. Wir bekommen allerdings gro\u00dfe wei\u00dfe Socken gestellt, die wir, wenn wir m\u00f6chten, auch behalten d\u00fcrfen. Nachdem alle ihre neuen Socken angezogen haben \u2013 zum Gl\u00fcck gibt es ein Dutzend St\u00fchle auf die man sich daf\u00fcr setzten kann \u2013 biegen wir links herum in einen Gang ab. Dieser f\u00fchrt nach einigen Verzweigungen zum Tempel. Wir betreten die gro\u00dfe Halle, die uns mit warmen, hellen Farben empf\u00e4ngt. Der Boden ist, wie angek\u00fcndigt, mit Tatami ausgelegt, Reisstrohmatten, auf die wir sp\u00e4ter noch einmal treffen werden. Langsam bewegt sich die Gruppe in Richtung einer Gruppe von ca. 30 St\u00fchlen, die in drei Reihen aufgestellt sind. Auf dem Weg dorthin bewundern wir den den mit Gold verzierten Raum mit den gro\u00dfen metallenen Lampions und die in einem Schachtelmuster verkleidete Holzdecke. Als wir uns hingesetzt haben, beginnt der Tourleiter \u00fcber den Hauptteil des Tempels zu erz\u00e4hlen, auf den wir nun blicken.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img decoding=\"async\" width=\"2000\" height=\"1053\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/84C60CA5-313F-4218-9554-04F21BA6B5DD.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-23991\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/84C60CA5-313F-4218-9554-04F21BA6B5DD.jpeg 2000w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/84C60CA5-313F-4218-9554-04F21BA6B5DD-300x158.jpeg 300w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/84C60CA5-313F-4218-9554-04F21BA6B5DD-1024x539.jpeg 1024w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/84C60CA5-313F-4218-9554-04F21BA6B5DD-768x404.jpeg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/84C60CA5-313F-4218-9554-04F21BA6B5DD-1536x809.jpeg 1536w\" sizes=\"(max-width: 2000px) 100vw, 2000px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die ganze Wandseite ist verziert. Bis zur T\u00fcrh\u00f6he befinden sich links und rechts am Rand goldfarbene Schiebet\u00fcren, die mit Pfauen und Blumen geschm\u00fcckt sind. Oberhalb dessen verlaufen goldene plastische Verzierungen, die weiteren Pfauen und Blumenornamenten zeigen. Die drei mittleren Doppelt\u00fcren sind offen und geben den Blick auf den Altar frei, zu dessen Seiten jeweils Bildrollen h\u00e4ngen. Dieser befindet sich auf einer erh\u00f6hten Ebene, von dem mehrere Stufen abgehen. Der Altar besitzt ebenfalls goldene Verzierungen und darauf stehen viele Beh\u00e4ltnisse und schm\u00fcckende Elemente. Auf der ersten Stufe davor stehen eine einfache und eine verzierte Truhe sowie eine gro\u00dfe Klangschale. In der schlichten Truhe befinden sich kleine B\u00fccher mit Rezitationen. Sie werden w\u00e4hrend einer typischen &#8222;Messe&#8220; vom Priester genutzt. Die Klangschale dient dazu Buddha einzuladen, der Messe beizuwohnen. Einmal angeschlagen, klingt sie, ohne vorherige Unterbrechung, ganze f\u00fcnf Minuten lang.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>Der Name des Tempels<\/b><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Mitte des oberen Deckenrands in der Reihe der goldenen Verzierungen befindet sich eine Platte mit Kanji, japanischen Schriftzeichen. Die dunkelgr\u00fcn unterlegte Platte hebt die in Gold verfassten Kanji besonders hervor. Das erste Kanji, \u6075, bedeutet sanftm\u00fctig, das zweite, \u5149, Licht. Sie werden zusammen <em>ek\u00f4<\/em> gelesen. Die Schrift verr\u00e4t uns somit den Namen des Tempels \u2013 Ek\u00f4-ji. <em>Ji<\/em>, \u5bfa, steht hier f\u00fcr Tempel. Der Tempel ist also der des santm\u00fctigen Lichts. Eine passende Beschreibung, wenn man erf\u00e4hrt, dass das Gold im Tempel Licht verk\u00f6rpern soll.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>Sch\u00fctzer des Paradieses<\/b><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Leiter geht zuletzt auf die Motive auf den Schiebet\u00fcren ein. Das Szenario soll wie die Gartenanlage einen Einblick in das \u201ereine Land\u201c geben. Auch hier wird die Landschaft h\u00fcgelig und mit allerlei Vegetation bewachsen dargestellt. Auff\u00e4llig sind allerdings die Pfauen. Uns wird erkl\u00e4rt, dass Pfauen dazu in der Lage sind zahlreiche Giftschlangen zu verspeisen, ohne selbst Schaden zu nehmen. Giftige Schlangen wiederum gelten in Indien, dem Ursprungsland des Buddhismus, als Verk\u00f6rperung des \u00dcbels und dem Schlechten. Die Pfauen sollen nun als W\u00e4chter in Amidas Paradies dazu dienen, um das \u00dcbel der weltlichen Welt abzuwehren. Dabei kommt ihnen zudem ihr pr\u00e4chtiges Federkleid zu Gunsten. Das Muster, das aussieht als w\u00fcrde es aus etlichen Augenpaaren bestehen, wacht so ebenfalls \u00fcber die Unversehrtheit des Paradieses.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>Innenanlage &#8211; Holzhaus<\/b><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir gehen nun zur\u00fcck in die Eingangshalle, der Tourleiter bittet um Vorsicht, da der Boden im Holzhaus teilweise sehr glatt ist. Angekommen im Inneren des Holzhauses steht unsere Gruppe in einem quadratischen Raum von ca. 13 qm bzw. acht Tatami-Matten. Auf den ersten Blick scheint er, bis auf die Teilnehmer*innen, fast leer zu sein. Nur ein rechteckiger tiefgelegter Tisch steht in der Mitte. Auff\u00e4llig sind, neben dem bereits bekannten Tatami-Boden, die W\u00e4nde. Diese sind Schiebet\u00fcren aus Papier. Sie ziert ein unauff\u00e4lliges Muster, das sich erst auf dem zweiten Blick dem Betrachter*innen offenbart. Oberhalb der T\u00fcren, die ungef\u00e4hr 1,8 m hoch sind und damit nicht ohne ein gewisses Risiko f\u00fcr gro\u00dfe Tourteilnehmer*innen sind, befindet sich ein Holzeinsatz, der durch filigrane Ausschnitzungen geschm\u00fcckt wird.<span class=\"Apple-converted-space\">&nbsp;<\/span><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2458\" height=\"1509\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/FF8073E5-10F1-4549-BA6F-5EFC5470B711.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-23990\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/FF8073E5-10F1-4549-BA6F-5EFC5470B711.jpeg 2458w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/FF8073E5-10F1-4549-BA6F-5EFC5470B711-300x184.jpeg 300w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/FF8073E5-10F1-4549-BA6F-5EFC5470B711-1024x629.jpeg 1024w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/FF8073E5-10F1-4549-BA6F-5EFC5470B711-768x471.jpeg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/FF8073E5-10F1-4549-BA6F-5EFC5470B711-1536x943.jpeg 1536w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/FF8073E5-10F1-4549-BA6F-5EFC5470B711-2048x1257.jpeg 2048w\" sizes=\"(max-width: 2458px) 100vw, 2458px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><b>Ein Ausblick der besonderen Art<\/b><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auff\u00e4llig am Raum ist die Au\u00dfenseite. Die Schiebet\u00fcren sind dort besonders angeordnet. Momentan sind sie so ge\u00f6ffnet, dass man durch eine personenbreite \u00d6ffnung, wie durch ein Fenster, in den drau\u00dfen angelegten Garten schauen kann. Der Spalt und der Tisch stehen dabei in einer Linie. Wie uns erkl\u00e4rt wird, ist dieser Ausblick die gr\u00f6\u00dfte Zier des Raumes. Der Raum ist bewusst so angelegt, dass die mittig am Tisch sitzende Person den Ausblick auf den Garten genie\u00dfen kann. Die bereits erw\u00e4hnten Schiebet\u00fcren lassen sich dabei individuell anordnen. Dies wiederum erm\u00f6glicht eine verr\u00e4nderbare Rahmung, die den Garten jeweils in verschiedenen Perspektiven und Fenstern darstellt. Dieses spezielle \u201eFenster\u201c hat es der ganzen Gruppe besonders angetan, denn so schlicht der Raum auf den ersten Blick anmuten mag, so macht er durch seine Anlage besonders aus das Bildnis der Natur aufmerksam.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1159\" height=\"1049\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/58F3565D-227F-4E56-87EF-EE69F3F9A4F6.jpeg\" alt=\"\" class=\"wp-image-23988\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/58F3565D-227F-4E56-87EF-EE69F3F9A4F6.jpeg 1159w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/58F3565D-227F-4E56-87EF-EE69F3F9A4F6-300x272.jpeg 300w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/58F3565D-227F-4E56-87EF-EE69F3F9A4F6-1024x927.jpeg 1024w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/58F3565D-227F-4E56-87EF-EE69F3F9A4F6-768x695.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 1159px) 100vw, 1159px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image wp-image-23989 size-full\"><figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"2224\" height=\"1668\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/E95C89D7-0264-4D26-A352-EF80BF3E0DDE.jpeg\" alt=\"Der Ausblick in den Garten wechselt mit den Jahreszeiten und bietet dadurch ein besonderes Bildnis.\" class=\"wp-image-23989\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/E95C89D7-0264-4D26-A352-EF80BF3E0DDE.jpeg 2224w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/E95C89D7-0264-4D26-A352-EF80BF3E0DDE-300x225.jpeg 300w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/E95C89D7-0264-4D26-A352-EF80BF3E0DDE-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/E95C89D7-0264-4D26-A352-EF80BF3E0DDE-768x576.jpeg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/E95C89D7-0264-4D26-A352-EF80BF3E0DDE-1536x1152.jpeg 1536w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/E95C89D7-0264-4D26-A352-EF80BF3E0DDE-2048x1536.jpeg 2048w\" sizes=\"(max-width: 2224px) 100vw, 2224px\" \/><figcaption>Der Ausblick in den Garten wechselt mit den Jahreszeiten und bietet dadurch ein besonderes Bildnis.<\/figcaption><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die F\u00fchrung dauerte insgesamt anderthalb Stunden, wirkte auf mich aber keineswegs zu lang \u2013 im Gegenteil: Die Zeit verging wie im Flug. Mein pers\u00f6nliches Highlight war das Tempelinnere, dass durchweg beeindruckend war. Zusammen mit den Erl\u00e4uterungen zum Buddhismus bekam ich so spannende Einblicke in die Religion. Ich kann vor allem Studierenden des Fachbereichs Modernes Japan sehr empfehlen an einer Gruppenf\u00fchrung im EK\u00d4\u2013Haus teilzunehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Falls Euer Interesse geweckt ist, schaut doch gerne auf der Website des EK\u00d4\u2013Hauses oder direkt beim Programm f\u00fcr dieses Jahr rein:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"http:\/\/www.eko-haus.de\">Website des EK\u00d4-Haus.<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><a href=\"http:\/\/www.eko-haus.de\/eko-programm2023-1.pdf\">Programm f\u00fcr die 1. Jahresh\u00e4lfte 2023<\/a><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Stadtteil Niederkassel in D\u00fcsseldorf liegt das EK\u00d4-Haus, ein japanisches kulturelles und religi\u00f6ses Zentrum. So umfasst es auch einen buddhistischen Tempel, der zum Shin-Buddhismus geh\u00f6rt, der zweitgr\u00f6\u00dfte Konfession des japanischen Buddhismus. Das EK\u00d4-Haus bietet mit Veranstaltungen wie Vortr\u00e4gen und Kursen sowohl die M\u00f6glichkeit japanische Kultur kennenzulernen als auch daran teilzuhaben. Es gibt auch F\u00fchrungen durch die Anlage, \u00fcber die unsere Studentin Jasmin hier berichtet.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":23986,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[13,1735,1953],"tags":[168,113,1930,742,1415,2032],"class_list":["post-23985","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-featured","category-kunst-und-kultur","category-studierendenberichte","tag-dusseldorf","tag-eko-haus","tag-highlights","tag-japanische-gaerten","tag-japanische-kultur","tag-little-tokyo"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2023\/01\/C4498DB7-B805-4F7D-8A89-6E3400086FED.jpeg","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23985","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23985"}],"version-history":[{"count":24,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23985\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24067,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23985\/revisions\/24067"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/23986"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23985"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23985"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23985"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}