{"id":22266,"date":"2021-08-20T17:27:56","date_gmt":"2021-08-20T15:27:56","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=22266"},"modified":"2021-09-01T14:12:14","modified_gmt":"2021-09-01T12:12:14","slug":"vsjf-konferenz-continuity-and-change-10-years-after-3-11","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=22266","title":{"rendered":"VSJF-Konferenz: \u201eContinuity and Change 10 years after 3\/11\u201c"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"has-text-align-left wp-block-paragraph\"><em>Ein Bericht von Joshua Fricke und Christin Benckenstein.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am 19.03.2021 fand die Online-Konferenz \u201cContinuity and Change 10 years after 3\/11\u201d statt, welche von der VSJF (Vereinigung f\u00fcr sozialwissenschaftliche Japanforschung) in Kooperation mit dem JDZB (Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin) und dem DIJ (Deutsches Institut f\u00fcr Japanstudien) in Tokyo veranstaltet wurde. Wir haben an der Konferenz teilgenommen und hatten danach noch die M\u00f6glichkeit mit einer der Veranstalter:innen, Frau Dr. Wiemann von der LMU M\u00fcnchen, \u00fcber das Thema Tagungsveranstaltungen in Zeiten von Corona zu sprechen. Dar\u00fcber m\u00f6chten wir hier nun kurz berichten.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<!--more-->\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Tagung fand von 09:00 bis 17:00 deutscher Zeit \u00fcber Zoom statt. Interessant dabei war, dass simultan auch Vortragende und Teilnehmende aus Japan (und anderen L\u00e4ndern) zugeschaltet waren. Inhaltlich war die Konferenz in drei Panels unterteilt:<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\" type=\"1\"><li>Change and Continuity in Energy Policy<\/li><li>T\u014dhoku \u2013 Life between Nuclear Radiation and Reconstruction<\/li><li>Civil Society and the State after 3.11<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Panel bestand jeweils aus 3 Vortr\u00e4gen und einer anschlie\u00dfenden durch einen Moderator\/eine Moderatorin gef\u00fchrten Diskussion, zun\u00e4chst unter denVortragenden. Danach wurde die Diskussion jedoch ge\u00f6ffnet und auch die Teilnehmenden konnten Fragen und Diskussionsbeitr\u00e4ge, etwa \u00fcber die Chat-funktion beitragen, was auch sehr gut angenommen wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwischen den Panels gab es Pausen, in denen es die M\u00f6glichkeit gab, sich auf der Online-Plattform \u201eWonder\u201c zu vernetzen. Wonder soll das Vernetzen auf eine nat\u00fcrlichere Art erm\u00f6glichen als z.B. Zoom. Es gibt dabei einen virtuellen Raum mit mehreren kleinen Blasen, die entstehen sobald sich zwei Teilnehmer im Raum treffen. Alle Teilnehmer innerhalb einer Blase k\u00f6nnen sich nun sehen und h\u00f6ren und so miteinander sprechen. Die Blasen k\u00f6nnen nach Belieben verlassen und betreten werden, sodass man wirklich ein wenig das Gef\u00fchl bekommt in einem Foyer von einem Stehtisch zum n\u00e4chsten zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Zuge dieser Konferenz haben wir, Joshua Fricke und Christin Benckenstein, die Koordinatorin der Jahrestagungen, Frau Dr. Anna Wiemann, um ein Interview gebeten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir haben das Interview in zwei Teile unterteilt. Im ersten Part ging Joshua den organisatorischen Hintergr\u00fcnden einer Konferenz und den eventuellen Schwierigkeiten aber auch M\u00f6glichkeiten, die die Organisation in Zeiten der Pandemie mit sich f\u00fchrt, auf den Grund. Im zweiten Teil fragte Christin nach den M\u00f6glichkeiten f\u00fcr Nachwuchswissenschaftler und Nachwuchswissenschaftlerinnen unter den gegebenen Umst\u00e4nden einen Einstieg in die wissenschaftliche Community zu finden und inwiefern sich COVID-19 auf die Japanforschung auswirkt bzw. auswirken k\u00f6nnte.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Konferenzen in Zeiten von Corona \u2013 Neue Chancen?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ein Bericht von Joshua Fricke<\/em>. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr mich war diese Konferenz nicht nur die erste Online-Konferenz, die ich je besucht habe, sondern die erste Konferenz \u00fcberhaupt, die ich je besucht habe. Bei dem Gespr\u00e4ch mit Frau Dr. Wiemann hat mich deswegen besonders interessiert, wie die Planung einer Konferenz abl\u00e4uft, wie sich dieser Prozess durch die Pandemie ver\u00e4ndert hat und welche Probleme aber auch Chancen Online-Konferenzen mit sich bringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Frau Dr. Wiemann erz\u00e4hlte mir, dass die Planung f\u00fcr die Konferenz Ende 2019, als die Pandemie noch nicht absehbar war startete. Eigentlich war das Thema f\u00fcr eine, in der Regel dreit\u00e4gige Jahrestagung der VSJF vorgesehen, welche im Herbst 2021 stattfinden sollte. Ein Grund f\u00fcr die lange Vorlaufzeit bei der Tagungsplanung sei dabei die Einwerbung von finanziellen Mitteln von etwa Stiftungen oder auch Universit\u00e4ten. Hierf\u00fcr seien Bewerbungen inkl. Vorlage eines Konzepts vonn\u00f6ten. Nachdem jedoch durch die Pandemie die VSJF-Jahrestagung unter dem Titel \u201eDeviance and Norms in Times of Change in Japan\u201c, welche f\u00fcr Herbst 2020 geplant war, von ihren Organisator*innen D. Chiavacci und G. Vogt auf 2021 verschoben werden musste, fiel die Entscheidung die Veranstaltung \u201eContinuity and Change 10 Years after 3\/11\u201c aus thematischen Gr\u00fcnden als Konferenz nahe am 10. Jahrestag der Dreifachkatastrophe abzuhalten. Es wurde somit entschieden die Veranstaltung auf M\u00e4rz 2021 vorzuziehen, anstatt sie auf November 2022 zu verschieben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So musste das Konzept der Konferenz im Verlauf der Planung immer wieder ver\u00e4ndert werden. Im Sommer 2020, als die Pandemiesituation recht gut aussah, war eigentlich geplant die Konferenz als eine Hybridveranstaltung stattfinden zu lassen. Die Veranstalter:innen, Verantwortlichen und Sprecher:innen h\u00e4tten sich dann jeweils vor Ort in Berlin und Tokyo versammelt und die Konferenz w\u00e4re f\u00fcr die Teilnehmenden gestreamt worden. Als sich die Situation gegen Ende des letzten Jahres versch\u00e4rfte, musste jedoch die Entscheidung getroffen werden, die Konferenz komplett online abzuhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als einen der gr\u00f6\u00dften Nachteile einer solchen Online-Konferenz oder Tagung bezeichnete Frau Dr. Wiemann, dass die wichtige Vernetzung zwischen den Wissenschaftler:innen nicht in dem Ma\u00dfe wie sonst stattfinden k\u00f6nne. Dies versuchten die Veranstalter:innen durch die Implementierung des schon beschriebenen \u201eWonder\u201c in den Pausen zu kompensieren. Mir jedenfalls hat das Ausprobieren sehr viel Spa\u00df gemacht und dass etwa in einer der Pausen eine Mitarbeiterin von CrossAsia auf uns zukam und uns Hilfe im Umgang mit der Plattform anbot, ist nur ein Beispiel daf\u00fcr, dass es viele kreative Wege geben kann mit den Einschr\u00e4nkungen in Zeiten der Corona-Pandemie umzugehen, auch wenn der pers\u00f6nliche menschliche Kontakt nat\u00fcrlich nicht vollst\u00e4ndig zu ersetzen ist (oder ersetzt werden soll). So erz\u00e4hlte mir Frau Dr. Wiemann auch von den Vorteilen einer Online-Konferenz. Etwa konnten durch das Online-Format auch Personen teilnehmen, die sonst nicht h\u00e4tten teilnehmen k\u00f6nnen, weil die Anreisekosten zu hoch gewesen w\u00e4ren oder dass trotz Zeitverschiebung simultan Personen in Japan oder auch den USA teilnehmen konnten. Mit \u00fcber 210 Anmeldungen sei die Konferenz gut besucht worden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Anschluss daran interessierte mich die Meinung von Frau Dr. Wiemann, ob Online-Konferenzen auch in Zukunft ohne pandemiebedingte Einschr\u00e4nkungen bestand haben k\u00f6nnten. Sie sagte mir, dass sie zwar nicht denke, dass Online-Konferenzen Pr\u00e4senzveranstaltungen vollst\u00e4ndig ersetzen, aber sehr gut erg\u00e4nzen k\u00f6nnten und dass sich Tagungen in dieser Hinsicht auch nach der Pandemie ver\u00e4ndern werden, auch dadurch, dass viele Personen durch die aktuelle Situation dazu gezwungen waren sich entsprechende Kenntnisse und Technik anzueignen. So sei es Frau Dr. Wiemanns Meinung nach realistisch, dass in Zukunft weiterhin Hybridveranstaltungen angeboten werden, bei denen einzelne Sprecher:innen hinzugeschaltet werden oder Tagungen gestreamt werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Corona und \u201eBeing Academic\u201c \u2013 nicht immer einfach, aber m\u00f6glich<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Ein Bericht von Christin Benckenstein<\/em>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr mich war die Konferenz der VSJF die zweite Tagung, die ich im Verlaufe des Seminars \u201eBeing Academic\u201c besucht habe. Meine erste Tagung war die j\u00e4hrliche Tagung des AJJ (Anthropology of Japan in Japan) am 05. Dezember 2020. Die 2-t\u00e4gige Tagung hat ebenfalls online stattgefunden, allerdings zur japanischen Zeit. Durch ihren Besuch konnte ich sowohl erste Einblicke \u00fcber den Verlauf einer solchen Veranstaltung gewinnen als auch Unterhaltungen mit mehreren in Japan ans\u00e4ssigen Forscher:innen und japanischen Studierenden f\u00fchren. Vor allem die Zeit zum Networken hat einen gro\u00dfen Eindruck auf mich hinterlassen, da mir vorher nicht bewusst war, wie eng verbunden die Community der Japanforschenden ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend der Kaffeepausen des Seminars wurde sich offen \u00fcber die derzeitige (Forschungs-) Situation, aber auch schlichtweg \u00fcber Berufs- und Privatleben unterhalten. Selbst die Studierenden wurden mit in die Gespr\u00e4che eingebunden, was mich pers\u00f6nlich sehr gefreut hat \u2013 eine kleine H\u00fcrde stellen Gespr\u00e4che mit Professor:innen ja doch meistens f\u00fcr Studierende dar.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Durch die Gespr\u00e4che bei der Tagung des AJJ wurde somit mein Interesse daran, welche Auswirkungen COVID-19 auf die Japanforschung und auch auf die Forschungs-Community hat, geweckt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">COVID-19 und Japanologie<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Idee f\u00fcr meine erste Frage kam mir w\u00e4hrend der Vortr\u00e4ge der VSJF-Konferenz. Diese besch\u00e4ftigte sich, wie anfangs erw\u00e4hnt, explizit mit den Auswirkungen der Dreifachkatastrophe vom 11.03.2011, dem T\u014dhoku-Erdbeben. W\u00e4hrend ich den Vortr\u00e4gen zugeh\u00f6rt habe, ist mir noch einmal verst\u00e4rkt bewusst geworden, was f\u00fcr ein einschneidendes Erlebnis die Katastrophe f\u00fcr Japan sowohl politisch, wirtschaftlich als auch gesellschaftlich war. Dieser Gedanke f\u00fchrte mich dazu \u00fcber die derzeitige globale Situation, der Pandemie, nachzudenken, die vermutlich sowohl f\u00fcr Politik und Wirtschaft vieler L\u00e4nder als auch unz\u00e4hligen Privatpersonen weitreichende Konsequenzen mit sich f\u00fchren wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Daher war meine erste Frage an Frau Dr. Wiemann, inwiefern sie sich vorstellen k\u00f6nne, dass die Corona-Pandemie einen \u00e4hnlich starken und bleibenden Einfluss auf die Japanforschung haben k\u00f6nnte, wie es das T\u014dhoku-Erdbeben hat. Frau Dr. Wiemann beantwortete dies damit, dass die Pandemie in Zukunft wissenschaftlich ausgewertet werden m\u00fcsse und auch bereits wird, insbesondere darauf, welche Einfl\u00fcsse die COVID-19 Pandemie nicht nur auf die k\u00f6rperliche Gesundheit, sondern auch auf die Wirtschaft, Gesellschaft und Politik aller L\u00e4nder gehabt hat. Dies sei allerdings nat\u00fcrlich nicht nur f\u00fcr Japan interessant, sondern f\u00fcr die ganze Welt, weshalb die Pandemie, anders als die Dreifachkatastrophe, welche ein r\u00e4umlich begrenztes Ereignis war, in einem globaleren Kontext betrachtet werden m\u00fcsse. Japans Umgang mit COVID-19 sei dabei allerdings durchaus eine wichtige Forschungsaufgabe der Japanologie, welcher in einem globalen Kontext erforscht werden k\u00f6nne.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In diesem Zusammenhang kamen wir auch auf das Thema zu sprechen, welchen Einfluss die Pandemie denn gerade jetzt auf die Forschung hat. Seit mehr als einem Jahr besteht ein Einreiseverbot f\u00fcr eine Vielzahl an L\u00e4ndern nach Japan, welches f\u00fcr die Entstehung eines gewissen \u201eForschungsvakuums\u201c sorgt, das zumindest die Forschung von Personen, die nicht in Japan ans\u00e4ssig sind, zum Erliegen bringt oder zumindest erschwert. Frau Dr. Wiemann erw\u00e4hnte dabei, dass dies vor allem f\u00fcr Doktorand:innen ein Problem darstellen w\u00fcrde, da diese an dem Punkt ihrer wissenschaftlichen Laufbahn stehen, an dem es notwendig sei eine eigene Feldforschung durchzuf\u00fchren. Gl\u00fccklicherweise seien gegen dieses Problem verschiedene L\u00f6sungswege gefunden worden. So wurden teils Stipendien und Vertr\u00e4ge verl\u00e4ngert, um laufende Projekte nach der Pandemie weiterf\u00fchren zu k\u00f6nnen, ebenso bestehe ein reger Austausch innerhalb der Wissenschaftscommunity insgesamt, inwiefern Zoom und \u00e4hnliche Programme genutzt werden k\u00f6nnen, um Daten zu erheben. Kreativit\u00e4t sei in diesen Zeiten gefragt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">COVID-19 und die wissenschaftliche Community<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein Thema, welches mich als Masterstudentin besonders interessiert hat, war, inwiefern es Nachwuchswisschenschaftlern und -wissenschaftlerinnen m\u00f6glich ist unter den gegebenen Umst\u00e4nden Fu\u00df innerhalb der Forschungsgemeinschaft zu fassen. W\u00e4hrend ich es zwar ungemein interessant fand zu sehen, wie eng verbunden die Community der Japanforschung zu sein scheint, so war ich bei meiner ersten Tagung doch auch ein wenig eingesch\u00fcchtert und fragte mich, \u201eWie soll ich dort jemals reinkommen?\u201c.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Besuch der beiden Tagungen\/Konferenzen und das Gespr\u00e4ch mit Frau Dr. Wiemann hat mir jedoch zwei Dinge verdeutlicht: 1. Es wird so gut wie m\u00f6glich versucht, uns als Nachwuchs Plattformen zu geben, um einen Einstieg in die Community zu wagen und 2. braucht es Mut unsererseits.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">So wurden von Seiten der VSJF zum Beispiel die Fachgruppensitzungen, bei denen unter anderem Studierende und Promovierende ihre derzeitigen Forschungsprojekte vorstellen k\u00f6nnen, unabh\u00e4ngig von der Konferenz im M\u00e4rz abgehalten. Somit war es m\u00f6glich in einem kleineren, aber trotzdem offenem Kreis Feedback und Anregungen zu aktuellen Forschungsprojekten zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenso gab es bei beiden Tagungen, wie schon erw\u00e4hnt, die M\u00f6glichkeit sich mit den Vortragenden und den Teilnehmern zu verbinden, anregende Gespr\u00e4che zu f\u00fchren oder sich einfach gemeinsam \u00fcber die derzeitige Situation der Pandemie auszulassen. Mit diesen ganzen M\u00f6glichkeiten ist das Einzige, was uns dann noch \u00fcbrigbleibt, unseren Mut zusammenzufassen und Gespr\u00e4che zu initiieren. Denn wie Frau Dr. Wiemann es so sch\u00f6n formuliert hat, auch bei Pr\u00e4senztagungen muss man im Endeffekt mutig sein, um f\u00fcr sich selbst Chancen zu schaffen.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Ein Wort zum Ende<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Abschlie\u00dfend m\u00f6chten wir uns noch einmal bei Frau Dr. Stephanie Osawa, die das Modul Being Academic geleitet hat, daf\u00fcr bedanken, dass Sie f\u00fcr uns den Kontakt zu Frau Dr. Wiemann hergestellt hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ebenso gilt unser herzlichster Dank auch Frau Dr. Anna Wiemann, 2. Vorsitzende und Koordinatorin der Jahrestagungen der VSJF, f\u00fcr die Zusage zu unserem Interview und f\u00fcr die Geduld mit unseren manchmal nicht einfachen Fragen. Aus studentischer Sicht hat uns das Gespr\u00e4ch nicht nur Aufkl\u00e4rung bez\u00fcglich der Hintergrundvorg\u00e4nge bei der Organisation einer wissenschaftlichen Konferenz im Allgemeinen und unter den derzeitigen erschwerten Umst\u00e4nden gegeben, sondern auch Hoffnung f\u00fcr die Zukunft. Gerade als Studierende f\u00fchlt man sich w\u00e4hrend der COVID-19 Pandemie oft vergessen und es ist nicht einfach Optimismus bez\u00fcglich des Studiums und der Zukunft zu beizubehalten, aber ein Satz, den Frau Wiemann am Ende unseres Gespr\u00e4ches gesagt hat, ist uns noch immer im Ged\u00e4chtnis:<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201eWir sollten nicht dar\u00fcber nachdenken, was wir nicht machen k\u00f6nnen, sondern dar\u00fcber, <strong>was<\/strong> wir gerade machen <strong>k\u00f6nnen<\/strong>.\u201c<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir denken, dass dies eine Aussage ist, die wir uns derzeit immer wieder vor Augen f\u00fchren sollten. Auch wenn die Pandemie einiges erschwert, so gibt sie uns doch auch Anregungen f\u00fcr neue M\u00f6glichkeiten und Chancen, die wir vorher vielleicht nicht wahrgenommen h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In dem Sinne hoffen wir, dass wir auch die verbleibenden (hoffentlich bald wieder in Pr\u00e4senz stattfindenden) Semester so gut wie m\u00f6glich \u00fcberstehen und die Hoffnung nicht verlieren!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Bericht von Joshua Fricke und Christin Benckenstein. Am 19.03.2021 fand die Online-Konferenz \u201cContinuity and Change 10 years after 3\/11\u201d statt, welche von der VSJF (Vereinigung f\u00fcr sozialwissenschaftliche Japanforschung) in Kooperation mit dem JDZB (Japanisch-Deutsches Zentrum Berlin) und dem DIJ (Deutsches Institut f\u00fcr Japanstudien) in Tokyo veranstaltet wurde. Wir haben an der Konferenz teilgenommen und hatten danach noch die M\u00f6glichkeit mit einer der Veranstalter:innen, Frau Dr. Wiemann von der LMU M\u00fcnchen, \u00fcber das Thema Tagungsveranstaltungen in Zeiten von Corona zu sprechen. 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