{"id":18458,"date":"2018-09-17T13:18:08","date_gmt":"2018-09-17T11:18:08","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=18458"},"modified":"2020-07-04T17:18:43","modified_gmt":"2020-07-04T15:18:43","slug":"studierende-der-waseda-universitaet-zu-besuch-an-der-hhu","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=18458","title":{"rendered":"Studierende der Waseda-Universit\u00e4t zu Besuch an der HHU!"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-18459\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Gruppenfoto.jpeg\" alt=\"Gruppenfoto\" width=\"1478\" height=\"1108\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Gruppenfoto.jpeg 1478w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Gruppenfoto-300x225.jpeg 300w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Gruppenfoto-1024x768.jpeg 1024w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Gruppenfoto-768x576.jpeg 768w\" sizes=\"(max-width: 1478px) 100vw, 1478px\" \/><\/p>\n<p><strong>Vom 4. bis 6. September 2018 haben 22 Studierende der Waseda-Universit\u00e4t diverser Fachrichtungen (von Erziehung \u00fcber Wohlfahrt bis Architektur) verschiedene Orte in D\u00fcsseldorf besucht, um unter anderem mehr \u00fcber die Architektur und Wohlfahrtseinrichtungen zu lernen. Dabei wurden sie tatkr\u00e4ftig von Studierenden unseres Instituts unterst\u00fctzt, und unsere Master-Studentin Jennifer Gonsior berichtet hier von den gemeinsamen Erlebnissen.<\/strong><\/p>\n<p>Am ersten Tag ging es zun\u00e4chst um das gegenseitige Kennenlernen und die Besichtigung D\u00fcsseldorfs. Der Morgen startete mit einer Panoramafahrt auf dem Rhein und einer anschlie\u00dfenden F\u00fchrung durch die Altstadt. Von Killepitsch waren die japanischen Studierenden nicht sehr angetan, daf\u00fcr waren sie aber sehr interessiert an L\u00f6wensenf, Schokoladennudeln und Schnitzel. Der letzte Stopp des Tages war der D\u00fcsseldorfer Medienhafen. Hier stand die Architektur im Vordergrund und nicht nur unsere Besucher, sondern auch die D\u00fcsseldorfer Studierenden haben neue Erkenntnisse gewonnen.<\/p>\n<div id=\"attachment_18460\" style=\"width: 860px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18460\" class=\"wp-image-18460 size-full\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Kindergarten.jpg\" alt=\"Kindergarten\" width=\"850\" height=\"478\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Kindergarten.jpg 850w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Kindergarten-300x169.jpg 300w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Kindergarten-768x432.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 850px) 100vw, 850px\" \/><p id=\"caption-attachment-18460\" class=\"wp-caption-text\">Besuch bei der METRO-Sternchen-Kindertagesst\u00e4tte<\/p><\/div>\n<p>Der zweite Tag bestand aus Besichtigungen diverser Einrichtungen. Am Morgen ging es in die METRO-Sternchen-Kindertagesst\u00e4tte. Architektonisch waren die Studierenden von der Helligkeit der R\u00e4ume und der gleichzeitigen Nutzung von Rutschen als Spielplatz sowie zur Evakuierung in Notf\u00e4llen beeindruckt (in japanischen Kindertagesst\u00e4tten gibt es auch solche Notfall-Rutschen, die aber nicht zum Spielen genutzt werden d\u00fcrfen). Von einem p\u00e4dagogischen Standpunkt betrachtet waren sie an der Betonung der Autonomie der Kinder und an dem System der offenen Gruppen interessiert. <!--more--><\/p>\n<p>Danach ging es in das Ferdinand-Heye-Haus in Gerresheim. Hierbei handelt es sich um ein Pflegeheim der Diakonie, welches sich auf Demenz spezialisiert hat. Die Ausstattung beinhaltet 79 station\u00e4re Pl\u00e4tze sowie zwei Hausgemeinschaften f\u00fcr Menschen, die noch aktiv sind. Auch hier waren die japanischen Studierenden von der Betonung der Freiheit der Bewohner\/innen beeindruckt. Zum Erstaunen aller war n\u00e4mlich beispielsweise das Rauchen in den privaten Zimmern und auf den Balkonen gestattet. In Japan ist dies aufgrund von Sicherheitsbestimmungen nicht m\u00f6glich, aber in Deutschland kann es den Patienten nicht verboten werden, da sie schlie\u00dflich Miete zahlen und es sich quasi um ihre eigene Wohnung handelt, in der sie tun k\u00f6nnen was sie m\u00f6chten. Besonders bewegend war ein Fotoprojekt des Pflegeheims, bei dem die Patienten mit einem Bild aus einer ihrer gl\u00fccklichsten Zeiten fotografiert wurden. Das Ziel dieses Projektes war zu verdeutlichen, dass alle Patienten eine bedeutende Vergangenheit haben und nicht einfach als Demenzkranke abzuschreiben sind. Diese Denkweise, die bereits erw\u00e4hnte Betonung der Freiheit und die Bem\u00fchungen, den Patienten ein normales Leben zu erm\u00f6glichen, hinterlie\u00df bei allen Teilnehmenden einen sehr positiven Eindruck.<\/p>\n<p>Zuletzt wurde die Japanisch-Klasse des Cecilien-Gymnasiums besucht. Hier waren unsere Besucher erstaunt \u00fcber die vielen Tischtennisplatten auf dem Pausenhof, welche in japanischen Schulh\u00f6fen wohl nicht vorzufinden sind. In dem Klassenraum fand ein Austausch zwischen den japanischen Studierenden und den deutschen Sch\u00fcler\/innen auf Japanisch statt. Das Japanisch der Sch\u00fcler\/innen bestand nur aus Grundkenntnissen, aber durch die Unterst\u00fctzung unserer Studierenden kam es zu interessanten Gespr\u00e4chen und einem tieferen Verst\u00e4ndnis der jeweils anderen Kultur. Nach anf\u00e4nglicher Sch\u00fcchternheit auf beiden Seiten wurden viele gemeinsame Interessen, wie zum Beispiel Anime oder Fu\u00dfball, entdeckt und auch Hoffnungen an die Zukunft geteilt.<\/p>\n<div id=\"attachment_18462\" style=\"width: 11154px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18462\" class=\"wp-image-18462 size-full\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Schulsystem.jpg\" alt=\"Schulsystem\" width=\"11144\" height=\"3912\"><p id=\"caption-attachment-18462\" class=\"wp-caption-text\">Ein Vortrag \u00fcber das deutsche Schulsystem<\/p><\/div>\n<p>Am letzten Tag gab es in Bezug auf den Besuch des Gymnasiums noch einen Vortrag \u00fcber das deutsche Schulsystem von unserer Masterstudentin Michelle Speelmann. Hierzu wurden \u00fcberraschend viele Fragen der japanischen Studierenden gekl\u00e4rt, denen das System von Hauptschule, Realschule und Gymnasium nicht bekannt war. In Japan gibt es zwar auch ein vergleichbares System von Grund-, Mittel- und Oberschule, aber die Bildungsinhalte und Niveaus werden zwischen den jeweiligen Schulen nicht so stark differenziert. Welches der beiden Schulsysteme nun besser ist konnte nat\u00fcrlich nicht gekl\u00e4rt werden, da bei beiden Vor- und Nachteile festzustellen sind, aber die Teilnehmenden konnten durch die Diskussion sicherlich Erkenntnisse zur zuk\u00fcnftigen Verbesserung beider Systeme gewinnen.<\/p>\n<p>Nach dieser aufschlussreichen Diskussion gab es einen Rundgang an der Heinrich-Heine-Universit\u00e4t. Auf den ersten Blick waren die Studierenden der Waseda Universit\u00e4t von der Modernisierung unserer Uni \u00fcberrascht. Einige unserer Geb\u00e4ude sind recht alt, andere hingegen wurden erst k\u00fcrzlich renoviert, was besonders interessant f\u00fcr die Architekturstudierenden war. Zum Mittagessen ging es in die Mensa, wo unsere Besucher nicht nur von der gro\u00dfen Auswahl, sondern auch dem Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis begeistert waren.<\/p>\n<p>Letzter Punkt der Tagesordnung war die Zusammenfassung unserer Eindr\u00fccke und eine Abschlussdiskussion. Hierzu wurden vier Gruppen aus deutschen und japanischen Studierenden gebildet, die zun\u00e4chst unter sich berieten und ihre Ergebnisse dann f\u00fcr alle vortrugen. Obwohl bereits in den Tagen davor viel diskutiert und erfragt wurde, kam es hier nochmals zu ganz neuen Denkans\u00e4tzen und Einsichten. Da wir uns zum Beispiel in dem Pflegeheim aufgrund der hohen Teilnehmerzahl in zwei Gruppen aufteilten, kam es in den jeweiligen Gruppen zu anderen Gespr\u00e4chsthemen und Fragen, welche wiederum zu ganz anderen Erkenntnissen f\u00fchrten.<\/p>\n<div id=\"attachment_18461\" style=\"width: 13302px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18461\" class=\"size-full wp-image-18461\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/09\/Gruppenarbeit.jpg\" alt=\"Gruppenarbeit am letzten Tag\" width=\"13292\" height=\"3698\"><p id=\"caption-attachment-18461\" class=\"wp-caption-text\">Gruppenarbeit am letzten Tag<\/p><\/div>\n<p>Es kam somit zu einer angeregten Diskussion \u00fcber die Unterschiede der Wohlfahrtseinrichtungen Deutschlands und Japans. Die japanischen Studierenden waren von den deutschen Einrichtungen beeindruckt. Hierbei ist jedoch anzumerken, dass wir Einrichtungen eines sehr hohen Niveaus besucht haben, was leider nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr alle deutschen Einrichtungen ist. Zudem ist die Diakonie ein Wohlfahrtsverband, der sich \u00fcber 100 Jahre entwickelt und stets verbessert hat. Wir sind somit zu dem Schluss gekommen, dass eine Verbesserung des Systems viel Zeit und Kraft ben\u00f6tigt. Genau deswegen sind Projekte wie dieses wichtig, um sich gegenseitig auszutauschen und voneinander zu lernen. Deutschland betont, so stellten wir fest, eher die Freiheit des Individuums und Japan eher die Sicherheit \u2013 und es geht nicht darum zu sagen, welches System nun besser ist, sondern viel mehr darum, die jeweiligen St\u00e4rken und Schw\u00e4chen zu verstehen uns sich gemeinsam um Verbesserungen zu bem\u00fchen.<\/p>\n<p><em>Jennifer Gonsior<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 4. bis 6. 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Hier stand die Architektur im Vordergrund und nicht nur unsere Besucher, sondern auch die D\u00fcsseldorfer Studierenden haben neue Erkenntnisse gewonnen. Der zweite Tag bestand aus Besichtigungen diverser Einrichtungen. Am Morgen ging es in die METRO-Sternchen-Kindertagesst\u00e4tte. 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