{"id":18042,"date":"2018-04-30T09:58:13","date_gmt":"2018-04-30T07:58:13","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=18042"},"modified":"2020-07-22T14:54:04","modified_gmt":"2020-07-22T12:54:04","slug":"kagura-ein-tanz-fuer-die-goetter-aber-wie-lange-noch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=18042","title":{"rendered":"Kagura: ein Tanz f\u00fcr die G\u00f6tter \u2013 aber wie lange noch?"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_18048\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18048\" class=\"wp-image-18048 size-full\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Kagura-Titelbild.jpg\" alt=\"Kagura Titelbild\" width=\"1024\" height=\"792\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Kagura-Titelbild.jpg 1024w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Kagura-Titelbild-300x232.jpg 300w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Kagura-Titelbild-768x594.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-18048\" class=\"wp-caption-text\">Foto: Thomas Ladurner<\/p><\/div>\n<p><strong>In den Semesterferien waren einige unserer MA-Studierenden zusammen mit Prof. Shingo Shimada zu einer Exkursion in der Pr\u00e4fektur Shimane und haben dort die Auswirkungen des demographischen Wandels f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum in Japan erforscht. Wir starten dazu nun eine Serie von Artikeln, in denen uns die MA-Studierenden von ihren Erlebnissen berichten. Den Anfang macht heute Thomas Ladurner, der von einem Tanz f\u00fcr die G\u00f6tter berichtet:<\/strong><\/p>\n<p>Und im Nu sprang die achtk\u00f6pfige Riesenschlange hervor und verschlang die Prinzessin Inada. Mit dieser Szene er\u00f6ffneten die Schausteller des Kagura-Ensembles ihre Performance. Kagura? Noch nie davon geh\u00f6rt? Auch wir Teilnehmer der f\u00fcnft\u00e4gigen Japan-Exkursion konnten uns anfangs wenig unter diesem Begriff vorstellen.<\/p>\n<p><strong>Was ist Kagura?<\/strong><br \/>\n\u201eHalb N\u014d, halb Kabuki, ein Mix aus beidem kennzeichnet diese theatrale Unterhaltungsform\u201c, erkl\u00e4rt uns zu Beginn der Auff\u00fchrung Frau Sumikawa, Leiterin des Michikawa Kagura-Ensembles. Und haupts\u00e4chlich hier sei dieses Schauspiel anzutreffen, in der zweitkleinsten Pr\u00e4fektur Japans: Shimane. <!--more--><\/p>\n<p>Kagura z\u00e4hlt zu den \u00e4ltesten darstellenden K\u00fcnsten Japans \u2013 \u00e4lter als die Kabuki- und N\u014d-Schauspielkunst, jedoch weniger bekannt. Wiederfinden l\u00e4sst sich der Ursprung von Kagura in der jahrhundertealten mythologischen Niederschrift Japans, dem Kojiki (712). Der Legende nach fl\u00fcchtet die Sonneng\u00f6ttin Amaterasu-\u014cmikami aufgrund der frevelhaften Untaten ihres Bruders Susanoo in eine Felsenh\u00f6hle \u2013 und die gesamte Welt verf\u00e4llt in Finsternis. Daraufhin versammeln sich die G\u00f6tter tanzend und musizierend vor der Felsenh\u00f6hle. Dieses musikalische Spektakel lockt, voller Neugierde, die Sonneng\u00f6ttin aus ihrer H\u00f6hle hervor, sodass die Welt wieder im Licht erhellt. Daher liegt es nicht fern, dass sich der Begriff \u201eKagura\u201c aus den Zeichen f\u00fcr G\u00f6tter (kami; \u795e) und Musik (gaku; \u697d) zusammensetzt. Sinngem\u00e4\u00df \u00fcbersetzt bedeutet dieses Kompositum: \u201edie G\u00f6tter unterhalten\u201c.<\/p>\n<div id=\"attachment_18043\" style=\"width: 1024px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18043\" class=\"wp-image-18043 size-full\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Amaterasu.jpg\" alt=\"Amaterasu\" width=\"1014\" height=\"491\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Amaterasu.jpg 1014w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Amaterasu-300x145.jpg 300w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Amaterasu-768x372.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 1014px) 100vw, 1014px\" \/><p id=\"caption-attachment-18043\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 1: Die Sonneng\u00f6ttin beim Verlassen der Felsenh\u00f6hle: \u201eDer Ursprung von Kagura\u201c (Shunsai Toshimasa, 1887). <a href=\"https:\/\/commons.wikimedia.org\/wiki\/File:Amaterasu_cave.JPG\">Wikimedia Commons<\/a><\/p><\/div>\n<p>Anf\u00e4nglich wurde Kagura nur an Shint\u014d-Schreinen dargeboten \u2013 als theatralisches Ritual mit Musik, Tanz, Gesang und einzig zu Ehren der G\u00f6tter. Im Laufe der Edo-Zeit (1603-1868) erfuhr es eine zunehmende Verbreitung und Beliebtheit unter dem B\u00fcrgertum und der Landbev\u00f6lkerung. Weder bei den ausgelassenen Festen zur Reisernte auf dem Land noch bei den gr\u00f6\u00dfer angelegten Fr\u00fchlingsfesten zur Zeit der Kirschbl\u00fcte in den Stra\u00dfen der St\u00e4dte, eine Kagura-Performance durfte nicht fehlen. In den l\u00e4ndlicheren Regionen entstanden aus Dorfgemeinschaften ganze Kagura-Ensembles \u2013 der Shint\u014d-Priester, einst einzig und allein in der Position des Schaustellers, wurde vom Dorfbewohner abgel\u00f6st. Jedes Ensemble zeichnete sich durch seine eigene Auff\u00fchrungsform aus. Den aufgef\u00fchrten Geschichten wurden symboltr\u00e4chtige Gegenst\u00e4nde (tori-mono) wie Schwerter, St\u00e4be, Hellebarden, Bogen und Pfeile hinzugef\u00fcgt. Musik, Tanz, Gesang und prunkvolle Kost\u00fcme begeisterten das Publikum \u2013 Kagura wurde massentauglich gemacht. Und die bekanntesten aller Ensembles zu jener Zeit sowie auch heute: die Kagura-Ensembles aus der Region Iwami.<\/p>\n<div id=\"attachment_18044\" style=\"width: 3551px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18044\" class=\"wp-image-18044 size-full\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Michikawa.jpg\" alt=\"Michikawa\" width=\"3541\" height=\"1537\"><p id=\"caption-attachment-18044\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 2: Das Michikawa Kagura-Ensemble aus der Region Iwami in Aktion (eigene Fotos).<\/p><\/div>\n<p><strong>Was macht Iwami-Kagura einzigartig?<\/strong><br \/>\nRasante Musikrhythmen, wirbelnde T\u00e4nze, prunkvolle Kost\u00fcme \u2013 in der d\u00fcnn besiedelten K\u00fcstenpr\u00e4fektur Shimane hat sich eine sehr popul\u00e4re Form von Kagura entwickelt: das Iwami-Kagura. Zus\u00e4tzlich kennzeichnen einfache Geschichten diese Unterhaltungsform aus der Region Iwami \u2013 daher der Name. Rund drei\u00dfig Geschichten z\u00e4hlen zum Repertoire der Kagura-Ensembles. In jeder Geschichte k\u00e4mpfen G\u00f6tter gegen D\u00e4monen. Die bekannteste und wohl spektakul\u00e4rste unter ihnen: \u201eOrochi\u201c, die Geschichte von Susanoos Kampf gegen die achtk\u00f6pfige Riesenschlange Yamata-no-Orochi und die Befreiung von Prinzessin Inada aus deren Schlund. Uns Exkursionsteilnehmer zog die Performance in den Bann.<\/p>\n<div id=\"attachment_18046\" style=\"width: 932px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-18046\" class=\"wp-image-18046 size-full\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Orochi.png\" alt=\"Orochi\" width=\"922\" height=\"762\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Orochi.png 922w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Orochi-300x248.png 300w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/Orochi-768x635.png 768w\" sizes=\"(max-width: 922px) 100vw, 922px\" \/><p id=\"caption-attachment-18046\" class=\"wp-caption-text\">Abb. 3: Die Geschichte von Orochi, Susanoos Kampf gegen die achtk\u00f6pfige Riesenschlange. (<a href=\"http:\/\/www.all-iwami.com\/en\/kagura\/sp\/02\/\">Quelle<\/a>)<\/p><\/div>\n<p><strong>Wer macht Kagura wie, wo und wie lange noch?<\/strong><br \/>\nEine jede Geschichte wird mit einem rituellen Tanz er\u00f6ffnet. Musiker begleiten am B\u00fchnenrand die t\u00e4nzerische Darbietung der Schausteller. Mit ihren Instrumenten geben sie der Geschichte Rhythmus. Die Kl\u00e4nge der Bambusfl\u00f6te, die dumpfen Trommelwirbel und das metallische Klirren der Tschinellen verleihen der Performance ihren musikalischen Charakter. Die Kagura-Schausteller tragen ihren Text in gesungener Sprache dem Publikum vor \u2013 \u00e4hnlich dem Kabuki-Theater. Die aufwendig gestalteten und mit echten Gold und Silber verzierten Holzmasken, die kostbaren Kimonos der Schausteller, die teils \u00fcber zehn Kilogramm schweren Kost\u00fcme sowie die B\u00fchnendekoration und -aufstellung erinnern an das N\u014d-Theater. Rund drei\u00dfig Minuten lang lebt die B\u00fchne \u2013 ehe die Kagura-Performance beendet wird und nur noch der Nachhall der Trommel zu sp\u00fcren ist.<\/p>\n<p>Laut des Iwami Tourism Promotion Committee existieren in der l\u00e4ndlichen und d\u00fcnn besiedelten Region mehr als 130 aktive Kagura-Gruppen, Schulgruppen ausgeschlossen. Jedes Ensemble besteht aus 20 bis 30 Mitgliedern. Das ist bemerkenswert, bedenkt man, dass die Bev\u00f6lkerungszahl der Region Iwami laut der j\u00fcngsten Volksz\u00e4hlung von 2015 bei rund 190.000 Personen liegt. Ein knappes Drittel der Einwohnerzahl von D\u00fcsseldorf, auf einer Fl\u00e4che so gro\u00df wie das gesamte Ruhrgebiet. Und so wie in D\u00fcsseldorf die Karnevalvereine allen anderen Vereinen zahlenm\u00e4\u00dfig \u00fcberlegen sind, verh\u00e4lt es sich auch mit den Kagura-Gruppen in Iwami.<\/p>\n<p><iframe hcb-fetch-image-from=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HW32uvhSROc\" title=\"\u77f3\u898b\u795e\u697d\u306e\u4e16\u754c IWAMI KAGURA\" width=\"840\" height=\"473\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/HW32uvhSROc?feature=oembed\" frameborder=\"0\" allow=\"accelerometer; autoplay; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><em>Video 1: Die Welt des Iwami-Kagura (Quelle: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=HW32uvhSROc\">Youtube<\/a>)<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Die Kinder lieben die Darbietungen der Kagura-Schausteller und in einigen Schulen der Region Iwami geh\u00f6ren Kagura-Proben zum festen Bestandteil des Lehrplans. Einige professionelle T\u00e4nzer haben mit Kagura ihre Karriere begonnen. Ein Ansporn f\u00fcr viele Jugendliche. \u201eF\u00fcr eine Karriere muss ein gro\u00dfer Teil der jungen Leute die Region Iwami verlassen, um in den benachbarten St\u00e4dten Hiroshima, Osaka oder in der Metropole Tokio einer Arbeit nachzugehen\u201c, erkl\u00e4rt uns Professor Sakuno von der Universit\u00e4t Shimane. So wie in allen l\u00e4ndlichen Regionen Japans sei auch in Iwami ein be\u00e4ngstigender Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang zu verzeichnen. Vor allem in den kleineren D\u00f6rfern fehle es an allen Ecken und Enden an jungen Leuten. In manchen D\u00f6rfern betrage das Durchschnittsalter der Bewohner 65 Jahre.<\/p>\n<p>Diese Bev\u00f6lkerungsentwicklung bringt auch Konsequenzen f\u00fcr das Kagura-Schauspiel mit sich: wie lange es noch an j\u00fcngere Generationen weitergegeben werden kann, ist ungewiss. Ermutigend klingen da die Worte des zehnj\u00e4hrigen Seiji. Voller Stolz verk\u00fcndet uns der Junge: \u201eWenn ich gro\u00df bin, will ich Kagura-Schausteller werden! Ich will hierbleiben!\u201c. Ein kleiner Lichtblick f\u00fcr das Kagura-Ensemble und die Region Iwami. Vielleicht besitzt gerade Kagura \u2013 anders als manche Programme seitens der \u2028Regierung \u2013 gen\u00fcgend Potenzial, um eine l\u00e4ndliche Region wie Iwami ansatzweise zu revitalisieren. Um junge Leute zur\u00fcckzuholen, mit Aussicht auf Arbeit, mit Perspektive auf ein dortiges Leben. Es w\u00e4re sch\u00f6n, wenn das Kagura-Schauspiel auch k\u00fcnftig noch f\u00fcr nachfolgende Generationen erhalten bliebe, ein Tanz vor jungem Publikum \u2013 nicht nur vor den G\u00f6ttern.<\/p>\n<p><em>Thomas Ladurner<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Weiterf\u00fchrende Informationen rund ums Thema Kagura<\/strong><\/p>\n<p><em>Literatur<\/em><br \/>\nIrit, Averbuch (1998):&nbsp;\u201eShamanic Dance in Japan: The Choreography of Possession in Kagura Performance\u201c. In: Asian Folklore Studies 57\/2, S. 293\u2013329.<br \/>\nMikami, Toshimi (2001): O-Kagura. Nihon rett\u014d no yamiyo o yurugasu [O-Kagura. Die finstere Nacht Japans ins Wanken bringen]. T\u014dky\u014d: Heibonsha.<br \/>\nPetersen, David (2007): Invitation to Kagura: Hidden Gem of the Traditional Japanese Performing Arts. Morrisville: Lulu Press.<\/p>\n<p><em>Homepage<\/em><br \/>\nNatsukashi no kuni Iwami (2013): <a href=\"http:\/\/www.all-iwami.com\/en\/\">\u201eIwami. Exploring Unfamiliar Japan\u201c<\/a>. Stand: 06.03.2018.<\/p>\n<p><em>Video<\/em><br \/>\nShimanekko channel (2016):<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?list=PLVv8S21p-5onwU6PH-pkGDHR9pQX+MxtV\u2028L&amp;time_continue=109&amp;v=lqh2g5tqX-0\"> \u201eIwami-kagura Performance: Fighting off the fire-breathing dragons!\u201c<\/a>. [YouTube-Video], bereitgestellt am 01.03.2016. Stand: 06.03.2018.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den Semesterferien waren einige unserer MA-Studierenden zusammen mit Prof. Shingo Shimada zu einer Exkursion in der Pr\u00e4fektur Shimane und haben dort die Auswirkungen des demographischen Wandels f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum in Japan erforscht. Wir starten dazu nun eine Serie von Artikeln, in denen uns die MA-Studierenden von ihren Erlebnissen berichten. Den Anfang macht heute Thomas Ladurner, der von einem Tanz f\u00fcr die G\u00f6tter berichtet: Und im Nu sprang die achtk\u00f6pfige Riesenschlange hervor und verschlang die Prinzessin Inada. Mit dieser Szene er\u00f6ffneten die Schausteller des Kagura-Ensembles ihre Performance. Kagura? Noch nie davon geh\u00f6rt? Auch wir Teilnehmer der f\u00fcnft\u00e4gigen Japan-Exkursion konnten uns anfangs wenig unter diesem Begriff vorstellen. Was ist Kagura? \u201eHalb N\u014d, halb Kabuki, ein Mix aus beidem kennzeichnet diese theatrale Unterhaltungsform\u201c, erkl\u00e4rt uns zu Beginn der Auff\u00fchrung Frau Sumikawa, Leiterin des Michikawa Kagura-Ensembles. 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