{"id":17737,"date":"2017-12-19T16:28:49","date_gmt":"2017-12-19T14:28:49","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=17737"},"modified":"2020-07-17T13:02:17","modified_gmt":"2020-07-17T11:02:17","slug":"onigiri-goes-dusseldorf-ein-interview-mit-dem-geschaeftsfuehrer-von-waraku","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=17737","title":{"rendered":"Onigiri Goes Dusseldorf: Ein Interview mit dem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Waraku"},"content":{"rendered":"<p>Im Rahmen des Masterseminars \u201eThe Japanese Foodscape in Dusseldorf \u2013 ein empirisches Projekt zu Lebensentw\u00fcrfen im Ausland\u201c, geleitet von Nora Kottmann, hatten wir die Gelegenheit, am Dienstag, den 07.11.2017, Fabian Boenke, den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Inhaber von <em>Waraku<\/em> zu interviewen.<\/p>\n<p><em><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-17739\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Waraku-1.png\" alt=\"Waraku 1\" width=\"320\" height=\"427\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Waraku-1.png 320w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Waraku-1-225x300.png 225w\" sizes=\"(max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/>Waraku<\/em> ist ein japanisches Lokal in D\u00fcsseldorf mit jeweils einer Filiale auf der Immermannstra\u00dfe und in Oberkassel. Bekannt ist <em>Waraku<\/em> f\u00fcr Onigiri und Bent\u014d-Boxen. Damit ist es gleichzeitig schon seit 2010 das einzige Lokal in D\u00fcsseldorf, das sich auf Onigiri spezialisiert hat.<\/p>\n<p>Unser Ziel beim Interview war es, einen Blick hinter die Kulissen der japanischen Gastronomie in D\u00fcsseldorf zu werfen. Dabei interessierte uns vor allem, was die Beweggr\u00fcnde f\u00fcr die Er\u00f6ffnung eines japanischen Lokals in D\u00fcsseldorf und die Spezialisierung auf Onigiri waren. Wir wollten au\u00dferdem wissen, welche Anspr\u00fcche <em>Waraku<\/em> an die eigenen Produkte stellt und wie sich dieses Gesch\u00e4ftsmodell in die Struktur der japanischen Gastronomie in D\u00fcsseldorf einf\u00fcgt.<!--more--><\/p>\n<p>Die Faszination f\u00fcr die praktischen Onigiri erfasste Herrn Boenke bereits auf seinen Japanreisen und bewegte ihn dazu, gemeinsam mit seiner japanischen Frau dieses Produkt auch auf den deutschen Markt zu bringen. Einfach war dieses Vorhaben jedoch nicht, denn die deutsche Kundschaft stellte das Ehepaar vor ein paar Schwierigkeiten: \u201eDas Onigiri hat ja das Problem, dass es nicht lecker aussieht\u201c, so Herr Boenke, \u201edas ist einfach ein dunkles Dreieck.\u201c Um mit diesem zwar f\u00fcr die deutschen Kunden erst einmal \u201eunappetitlichen\u201c, aber trotzdem echt-japanischen Produkt auf dem deutschen Markt Fu\u00df zu fassen, bewirbt <em>Waraku<\/em> die eigenen Onigiri als \u201eSnack auf Japanisch\u201c. Dabei spielt f\u00fcr Herrn Boenke besonders der hohe Qualit\u00e4tsanspruch eine wichtige Rolle: Er erl\u00e4utert, dass <em>Warakus<\/em> Onigiri jeden Morgen aus frischen Zutaten und hochwertigem original-japanischem Reis zubereitet werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr Herrn Boenke ist Authentizit\u00e4t ein ma\u00dfgebliches Kriterium f\u00fcr die japanische Gastronomie. Dass ein deutscher Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer den Anspruch erhebt, authentische japanische K\u00fcche anzubieten, \u00fcberraschte uns zun\u00e4chst, zeigt aber, wie wichtig f\u00fcr Herrn Boenke die Herkunft seines Produktes ist. Er f\u00fcgte hinzu, dass die Authentizit\u00e4t nach seinen Vorstellungen nicht nur durch die echten japanischen Zutaten, sondern insbesondere durch das japanische K\u00fcchenpersonal gew\u00e4hrleistet sei. In diesem Zusammenhang ist die Arbeit seiner Frau von ganz besonderer Bedeutung. Sie bereitete die Gerichte t\u00e4glich mit gro\u00dfer Sorgfalt zu und lege bei ihren Rezepten Ma\u00dfst\u00e4be traditioneller japanischer K\u00fcche an, die sie bereits von ihrer Mutter\u00a0gelernt hat. <img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-17740\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Waraku-2.png\" alt=\"Waraku 2\" width=\"474\" height=\"356\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Waraku-2.png 474w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Waraku-2-300x225.png 300w\" sizes=\"(max-width: 474px) 100vw, 474px\" \/>Der Blick auf die Mitarbeiterstruktur <em>Warakus <\/em>war f\u00fcr unser Seminar \u00fcbrigens besonders interessant: Aus der Lekt\u00fcre von Sekund\u00e4rliteratur zur japanischen Gemeinde in D\u00fcsseldorf hatten wir erfahren, dass Firmenentsandte japanischer Mutterfirmen, selbstst\u00e4ndige Gesch\u00e4ftsleute und Ladenbesitzer zwar den Gro\u00dfteil der Mitglieder ausmachen, es aber ein breites Spektrum von Lebensentw\u00fcrfen dazwischen gebe, die Japanerinnen und Japaner in D\u00fcsseldorf ausleben. Das Gespr\u00e4ch mit Herrn Boenke schien dies zu best\u00e4tigen: Es seien viele Studierende bei ihm besch\u00e4ftigt, die nach Deutschland gekommen seien, um beispielsweise Kunst und Musik zu studieren \u2013 oder, um Fu\u00dfballer zu werden. Im <em>Waraku<\/em> kommen also Mitglieder der \u201aklassischen\u2018 japanischen Gemeinde mit jungen Menschen zusammen, die es \u00fcber ganz eigene, individuelle Wege nach D\u00fcsseldorf verschlagen hat.<\/p>\n<p>In der japanischen Gastronomie in D\u00fcsseldorf nimmt <em>Waraku<\/em> eine besondere Rolle ein: Durch eine Partnerschaft mit der Heinrich-Heine-Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf versorgt das Lokal t\u00e4glich hunderte von Studierenden mit frischen Onigiri. Auch wenn die Gesch\u00e4ftsbeziehung mit einer Universit\u00e4t sehr vorteilhaft erscheinen mag, so sieht Herr Boenke bis dato die Heinrich-Heine-Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf als einzigen m\u00f6glichen Abnehmer seiner Produkte. Trotz anf\u00e4nglicher Versuche, die Onigiri auch an anderen Universit\u00e4ten in Nordrhein-Westfalen zu verkaufen, hat sich <em>Waraku<\/em>\u00a0schlie\u00dflich aufgrund der \u00f6rtlichen Entfernung zum Stammgesch\u00e4ft dagegen entschieden und auf D\u00fcsseldorf konzentriert: \u201eDa k\u00f6nnen wir \u201aFrische\u2019 gew\u00e4hrleisten\u201c, erkl\u00e4rt Herr Boenke. Die eigenen, hohen Qualit\u00e4tsanspr\u00fcche lie\u00dfen sich nur dann umsetzen, wenn die Produkte wirklich jeden Morgen frisch geliefert w\u00fcrden \u2013 und das gehe eben nur in D\u00fcsseldorf.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-17741 size-full\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Waraku-3.png\" alt=\"Waraku 3\" width=\"494\" height=\"370\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Waraku-3.png 494w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2017\/12\/Waraku-3-300x225.png 300w\" sizes=\"(max-width: 494px) 100vw, 494px\" \/>\u00dcbrigens: Die Onigiri von <em>Waraku<\/em> findet man auch jedes Jahr an den St\u00e4nden des Japantags und auf dem Messegel\u00e4nde der DoKomi hier in D\u00fcsseldorf; innerhalb der gastronomischen Landschaft nimmt das Lokal also eine besondere Stellung ein.<\/p>\n<p>Wir bedanken uns bei Herrn Boenke daf\u00fcr, dass er sich die Zeit f\u00fcr uns genommen hat und uns Einblicke in die japanische Gastronomie in D\u00fcsseldorf gew\u00e4hrt hat. Die Abschlussdiskussion in der Teek\u00fcche bei leckeren Bent\u014d-Boxen von <em>Waraku<\/em> machte auf jeden Fall Hunger auf <a href=\"http:\/\/www.waraku.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">mehr<\/a>!<\/p>\n<p>Von: Sebastian Sabas und Konstantin Plett<\/p>\n<p><strong>Foto 1<\/strong>:\u00a0Fabian Boenke, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von <em>Waraku,\u00a0<\/em><strong>Foto 2<\/strong>:\u00a0Herr Boenke im Gespr\u00e4ch mit den TeilnehmerInnen des Seminars &#8222;The Japanese Foodscape in Dusseldorf&#8220;,\u00a0<strong>Foto 3<\/strong>:\u00a0Abschlussdiskussion in der Teek\u00fcche des Instituts &#8211; mit Bent\u014d von <em>Waraku<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen des Masterseminars \u201eThe Japanese Foodscape in Dusseldorf \u2013 ein empirisches Projekt zu Lebensentw\u00fcrfen im Ausland\u201c, geleitet von Nora Kottmann, hatten wir die Gelegenheit, am Dienstag, den 07.11.2017, Fabian Boenke, den Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Inhaber von Waraku zu interviewen. Waraku ist ein japanisches Lokal in D\u00fcsseldorf mit jeweils einer Filiale auf der Immermannstra\u00dfe und in Oberkassel. Bekannt ist Waraku f\u00fcr Onigiri und Bent\u014d-Boxen. Damit ist es gleichzeitig schon seit 2010 das einzige Lokal in D\u00fcsseldorf, das sich auf Onigiri spezialisiert hat. Unser Ziel beim Interview war es, einen Blick hinter die Kulissen der japanischen Gastronomie in D\u00fcsseldorf zu werfen. Dabei interessierte uns vor allem, was die Beweggr\u00fcnde f\u00fcr die Er\u00f6ffnung eines japanischen Lokals in D\u00fcsseldorf und die Spezialisierung auf Onigiri waren. Wir wollten au\u00dferdem wissen, welche Anspr\u00fcche Waraku an die eigenen Produkte stellt und wie sich dieses Gesch\u00e4ftsmodell in die Struktur der japanischen Gastronomie in D\u00fcsseldorf einf\u00fcgt.<\/p>\n","protected":false},"author":50,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[13,1859],"tags":[],"class_list":["post-17737","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-featured","category-institutsleben"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17737","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/50"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=17737"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17737\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":21208,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/17737\/revisions\/21208"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=17737"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=17737"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=17737"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}