{"id":17578,"date":"2017-11-22T13:43:39","date_gmt":"2017-11-22T11:43:39","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=17578"},"modified":"2020-07-17T13:03:04","modified_gmt":"2020-07-17T11:03:04","slug":"neu-am-moja-institut-jasmin-rueckert-im-interview","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=17578","title":{"rendered":"Neu am Institut:  Jasmin R\u00fcckert im Interview"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-17581 aligncenter\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Jasmin_Rueckert.jpg\" alt=\"Jasmin_Rueckert\" width=\"442\" height=\"295\">Seit Anfang Oktober haben wir eine neue wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut: Jasmin R\u00fcckert, die am Lehrstuhl Modernes Japan I bei Frau Prof. Germer arbeitet und promoviert. Im Interview erz\u00e4hlt sie \u00fcber ihren Werdegang und ihre weiteren Forschungspl\u00e4ne.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p><span style=\"color: #ff0000;\"><strong>Liebe Jasmin, von wo bist du denn zu uns gesto\u00dfen und was hast du vorher studiert?<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Die letzten Jahre, seit Beginn meines Bachelorstudiums habe ich in Wien gelebt. Dort habe ich Japanologie und Kunstgeschichte im Bachelor, sp\u00e4ter Japanologie und Gender Studies im Master studiert. W\u00e4hrend des Bachelorstudium war ich aber auch ein halbes Jahr mit Erasmus in Frankreich. Gearbeitet habe ich neben dem Studium, vor allem im Master teilweise etwa 20-30 Stunden die Woche &#8211; auch einer der Gr\u00fcnde warum mein Studium etwas l\u00e4nger als vielleicht \u00fcblich gedauert hat. Unter anderem habe ich im Buchhandel und in einer Nachrichtenagentur, an einem Theater und als Kellnerin gearbeitet.<\/p>\n<p><span style=\"color: #ff6600;\"><strong>Deine Nebenjobs klingen ja sehr abwechslungsreich. Es war aber sicher auch anstrengend, das neben zwei Masterstudieng\u00e4ngen zu bew\u00e4ltigen. Respekt!<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #ff6600;\"> <strong>Woher kommt denn dein Interesse f\u00fcr Japanologie und Gender Studies?<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Ich habe nach dem Abitur acht Monate in Japan als Au-Pair gearbeitet. Danach war klar, dass ich mich noch l\u00e4nger mit der Sprache und Gesellschaft auseinandersetzen will. Die Gender Studies waren eher so ein Nebenprojekt, weil mich die Themen Gender und Sexualit\u00e4t interessieren. Ich wollte anfangs nur ein paar Kurse besuchen; weil die interessant waren, habe ich noch ein paar weitere besucht &#8211; und hatte dann \u00fcberraschenderweise recht schnell alle f\u00fcr den Abschluss notwendigen beisammen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #339966;\"><strong>Kannst du ein bisschen \u00fcber deine vergangenen &amp; aktuellen Forschungsinteressen erz\u00e4hlen? Was hast du f\u00fcr die n\u00e4chste Zeit&nbsp;geplant?<\/strong><\/span><\/p>\n<p>In meinen ersten Studienjahren habe ich mich unter anderem f\u00fcr zivilgesellschaftliches Engagement, Politik und Bildungspolitik interessiert. Letzteres hat sich allerdings weniger im Japanologiestudium als an hochschulpolitischem Aktivismus gezeigt. Ein Highlight der letzten Jahre war es f\u00fcr mich, mit zwei befreundeten Personen eine Konferenz zu (Selbst)Repr\u00e4sentationen von Queer in (Nord-)Ostasien zu organisieren. Dabei habe ich nicht nur viel gelernt, sondern auch einige Freundschaften schlie\u00dfen k\u00f6nnen. Was die Zukunft bringt, wei\u00df ich noch nicht genau, aber wahrscheinlich werde ich mich noch eine Weile mit Queer Theory und Strategien und Zielen von LGBT(IAQ)-Organisationen auseinandersetzen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #3366ff;\"><strong>Du verbindest also&nbsp;Forschung und Aktivismus, klasse.<br \/>\n<\/strong><\/span><strong style=\"color: #3366ff;\">Du besch\u00e4ftigst dich ja&nbsp;mit Queer Studies und hast &nbsp;z.B. \u00fcber die<\/strong>&nbsp;<span style=\"color: #3366ff;\">Darstellung&nbsp;queeren&nbsp;Begehrens in japanischen Fernsehserien<\/span>&nbsp;<strong style=\"color: #3366ff;\">geforscht. Was kannst du dazu erz\u00e4hlen? Hat dich im Verlauf deiner<\/strong>&nbsp;<span style=\"color: #3366ff;\"><strong>Forschung etwas \u00fcberrascht, war etwas unerwartet?&nbsp;<\/strong><\/span><\/p>\n<p>\u00dcberrascht hat mich bei der Untersuchung von Fernsehserien, dass es viel mehr Darstellungen von queerem Begehren gibt, als ich erwartet hatte. Das h\u00e4ngt bestimmt auch damit zusammen, dass ich zum Anfang der Besch\u00e4ftigung gar nicht wusste, was mich erwartet und ich sehr unterschiedliche und teilweise widerspr\u00fcchliche Dinge geh\u00f6rt und gelesen hatte. Zum Beispiel begegnen mir immer wieder die beiden Meinungen &#8218;In Japan ist alles m\u00f6glich und es gibt keine Diskriminierung&#8216; und &#8218;Japan ist &#8222;hintendran&#8220; was LGBT-Rechte angeht&#8216;. In Wahrheit ist die Situation komplizierter, aber es lohnt sich genauer hinzuschauen und dabei auch die eigenen Vorannahmen zu hinterfragen.<\/p>\n<p><span style=\"color: #993366;\"><strong>Und wie gef\u00e4llt dir D\u00fcsseldorf so bisher?<\/strong><\/span><\/p>\n<p>Gut! Ich will endlich mal in eine der Karaokebars gehen!<\/p>\n<hr>\n<p><em>Danke an Jasmin R\u00fcckert f\u00fcr das spannende Gespr\u00e4ch!<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit Anfang Oktober haben wir eine neue wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut: Jasmin R\u00fcckert, die am Lehrstuhl Modernes Japan I bei Frau Prof. Germer arbeitet und promoviert. 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