{"id":17527,"date":"2017-11-09T16:23:02","date_gmt":"2017-11-09T14:23:02","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=17527"},"modified":"2020-07-16T14:15:19","modified_gmt":"2020-07-16T12:15:19","slug":"5-fragen-ba-berufstaetige-muetter-in-japan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=17527","title":{"rendered":"5 Fragen BA+: Berufst\u00e4tige M\u00fctter in Japan"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wor\u00fcber kann man eigentlich so in Japan forschen?<\/strong><img decoding=\"async\" class=\"wp-image-17532 alignright\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/BachelorPlus-Logo-neuesCD2013-ohneschrift.jpg\" alt=\"BachelorPlus-Logo-neuesCD2013-ohneschrift\" width=\"179\" height=\"138\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/BachelorPlus-Logo-neuesCD2013-ohneschrift.jpg 640w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/BachelorPlus-Logo-neuesCD2013-ohneschrift-300x231.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 179px) 100vw, 179px\" \/><\/p>\n<p>Der Bachelor Plus &#8222;Kultur- und sozialwissenschaftliche Japanforschung erm\u00f6glicht es den Bachelor um ein Jahr Studieren und Forschen in Japan zu erg\u00e4nzen. Unterst\u00fctzt durch ein Teilstipendium des DAAD f\u00fchren die Studierenden eigene Forschungsprojekte durch und werden dabei durch das Projektteam angeleitet und unterst\u00fctzt. Im Rahmen der Interviewreihe &#8222;5 Fragen BA+&#8220; berichtet&nbsp;der 6. Jahrgang der <a href=\"http:\/\/www.modernes-japan.hhu.de\/studium-und-lehre\/studiengaenge-und-varianten\/bachelor-plus-japanforschung.html\">Bachelor Plus<\/a> Studierenden in den kommenden Wochen \u00fcber ihre Erfahrungen mit Studium und Forschung in Japan<\/p>\n<p>Den Anfang macht <b>Vu Thuy&nbsp;Doan&nbsp;Huynh<\/b>, die 2016\/17 ein Jahr an der Kei\u00f4-Universit\u00e4t in Tokyo<br \/>\nstudiert und geforscht hat. Sie berichtet im Interview \u00fcber ihr Auslandsjahr und ihre Forschung zu&nbsp;berufst\u00e4tigen M\u00fcttern.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p style=\"color: #117aaa;\"><i>Frau Huynh, Sie haben berufst\u00e4tige M\u00fctter interviewt. Wie sind Sie auf Ihr Projektthema gekommen?<\/i><\/p>\n<p>Auf sozialen Medien verfolge ich t\u00e4glich Nachrichten \u00fcber politische, soziale und wirtschaftliche<br \/>\nAngelegenheiten, auch die aus Japan. Besonders interessiert mich aus diesen Bereichen die Geschlechtergleichberechtigung und ich denke, dass ein Grund, warum ich auf mein Projektthema gekommen war, meine eigene Mutter ist. Sie ist selber berufst\u00e4tig und hat mich und meinen Bruder gro\u00dfgezogen, ohne nach der Geburt langfristigen Mutterschaftsurlaub zu nehmen. Ich denke die Problematik bez\u00fcglich der Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist sehr aktuell und wichtig. Erst im Februar 2016 wurde der Blogeintrag [\u4fdd\u80b2\u5712\u843d\u3061\u305f\u65e5\u672c\u6b7b\u306d\uff01\uff01\uff01] bekannt, den eine w\u00fctende Mutter verfasste, nachdem sie f\u00fcr ihr Kind keinen Platz in einer Kindertagessst\u00e4tte erhalten hatte und entfachte damit erneut die Diskussion \u00fcber den Mangel an Kinderbetreuung. In Japan hat man mit verschiedenen Ma\u00dfnahmen versucht, die Situation zu \u00e4ndern und zu verbessern. Man kann viele Artikel dar\u00fcber im Netz finden, sowie Artikel \u00fcber politische Ma\u00dfnahmen, die man durchf\u00fchren m\u00f6chte, um diese Probleme zu l\u00f6sen. Mir war es allerdings wichtig, direkt von den Betroffenen zu h\u00f6ren, den M\u00fcttern, und wie es ihnen dabei geht.<\/p>\n<p style=\"color: #117aaa;\"><i>Die&nbsp;Vereinbarkeit von Familie und Beruf gestaltet sich&nbsp;f\u00fcr berufst\u00e4tige M\u00fctter oft schwierig. Was f\u00fcr \u00c4nderungen w\u00fcnschen sich denn die M\u00fctter, mit denen Sie gesprochen haben, durch die Regierung bzw. die Gesellschaft?<\/i><\/p>\n<p>Auf jeden Fall w\u00fcnschen sie sich ein besseres Angebot an Kinderbetreuungspl\u00e4tzen, <img decoding=\"async\" class=\"wp-image-17562 alignright\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Huynh.jpg\" alt=\"Huynh\" width=\"178\" height=\"240\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Huynh.jpg 1516w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Huynh-222x300.jpg 222w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Huynh-758x1024.jpg 758w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Huynh-768x1038.jpg 768w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/Huynh-1137x1536.jpg 1137w\" sizes=\"(max-width: 178px) 100vw, 178px\" \/>da es<br \/>\nwirklich daran mangelt. Man kann aus den Gespr\u00e4chen heraush\u00f6ren, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Familie alles andere als einfach ist. Au\u00dferdem sind die Geh\u00e4lter nicht besonders hoch. Zudem wurde angesprochen, dass viele verheiratete Frauen einer Zeitarbeit nachgehen und es gibt Regulierungen, die es ihnen lediglich erlaubt 3 Jahre in diesem Job zu arbeiten. Danach m\u00fcssen sie sich eine andere Arbeit suchen und das empfinden sie als unzumutbar. Es gibt also sehr viele Baustellen auf allerlei Ebenen, f\u00fcr die sich die M\u00fctter eine L\u00f6sung w\u00fcnschen.<\/p>\n<p style=\"color: #117aaa;\"><em>Gibt es denn Unterschiede zwischen der Kinderbetreuung bzw. dem Betreuungsangebot in Deutschland und Japan?<\/em><\/p>\n<p>Gemeinsam haben Deutschland und Japan auf jeden Fall die Problematik des fehlenden Betreuungsangebotes. In Japan sowie in Deutschland stellt der Mangel am Betreuungsangebot ein gro\u00dfes Problem dar. Das ist eines der Gr\u00fcnde, warum viele japanische M\u00fctter ihren Job nach der Geburt ihres Kindes aufgeben. In Japan gibt es allerdings ein Punktesystem f\u00fcr einen Platz bei der Kinderbetreuung. Dabei handelt es sich um ein System, bei dem Eltern sozusagen Punkte sammeln k\u00f6nnen. Je nach Punktezahl, die von verschiedenen Faktoren abh\u00e4ngt, k\u00f6nnen sich die Chancen auf einen Betreuungsplatz erh\u00f6hen oder verringern.<\/p>\n<p style=\"color: #117aaa;\"><em>Wie hat sich der Zugang ins Feld gestaltet?<\/em><\/p>\n<p>Der Zugang gestaltete sich unerwarteterweise als sehr schwierig. Urspr\u00fcnglich wollte ich Daten f\u00fcr meine Forschung zusammen mit einer Organisation sammeln, die sich der Kinderbetreuung widmet. Allerdings war es so gut wie unm\u00f6glich diese zu einer Zusammenarbeit zu bewegen. Nat\u00fcrlich habe ich mit Schwierigkeiten gerechnet, aber ich h\u00e4tte nicht gedacht, dass ich auch bei allen anderen Organisationen und Gruppen, die ich kontaktiert hatte, scheitern w\u00fcrde. Am Ende musste ich mein Projekt etwas anpassen und f\u00fchrte meine Forschung unabh\u00e4ngig von Organisationen durch.<\/p>\n<p style=\"color: #117aaa;\"><i>Solche&nbsp;Schwierigkeiten&nbsp;k\u00f6nnen&nbsp;und er&nbsp;Feldforschung tats\u00e4chlich immer wieder auftauchen. Umso sch\u00f6ner, dass Sie dann selbstst\u00e4ndig noch Interviewpartnerinnen finden konnten. Was hat Sie denn in der Feldforschung \u00fcberrascht bzw. was hatten Sie vorher nicht erwartet?<\/i><\/p>\n<p>Ich kann mich nicht daran erinnern, von irgendetwas besonders \u00fcberrascht gewesen zu sein. Schlie\u00dflich wurden wir w\u00e4hrend dem Semester vor dem Auslandsstudium umfangreich auf die Feldforschung vorbereitet. Ich k\u00f6nnte vielleicht von dem unerwarteten Abendessen erz\u00e4hlen, zu dem ich mehr oder weniger vor der Durchf\u00fchrung eines Interviews eingeladen wurde. Der Kontakt wurde mir von einer Kommilitonin vermittelt und ich bin davon ausgegangen, dass ich kurz vorbeischauen und die Mutter von zwei Kindern interviewen w\u00fcrde. Am Ende stand ich zusammen mit der Mutter und ihren zwei Kindern in der K\u00fcche und habe Pizza mit ihnen gebacken. Nach dem Abendessen habe ich dann noch mein Interview bekommen. Dieses Erlebnis z\u00e4hle ich zu meinen Lieblingserinnerungen w\u00e4hrend meinem Auslandsjahr.<\/p>\n<p style=\"color: #117aaa;\"><i>Das klingt nach einer tollen&nbsp;Erfahrung. Vielen Dank an Frau Huynh f\u00fcr dieses&nbsp;Gespr\u00e4ch.<\/i><\/p>\n<hr>\n<p style=\"color: #bf0000;\">Noch bis zum 30. November k\u00f6nnen Sich Studierende f\u00fcr ein Auslandsjahr an einer unserer japanische Partneruniversit\u00e4ten und den Bachelor Plus bewerben. Genauere Infos gibt es <a href=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=17472\">hier<\/a> auf dem Blog.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wor\u00fcber kann man eigentlich so in Japan forschen? Der Bachelor Plus &#8222;Kultur- und sozialwissenschaftliche Japanforschung erm\u00f6glicht es den Bachelor um ein Jahr Studieren und Forschen in Japan zu erg\u00e4nzen. Unterst\u00fctzt durch ein Teilstipendium des DAAD f\u00fchren die Studierenden eigene Forschungsprojekte durch und werden dabei durch das Projektteam angeleitet und unterst\u00fctzt. Im Rahmen der Interviewreihe &#8222;5 Fragen BA+&#8220; berichtet&nbsp;der 6. Jahrgang der Bachelor Plus Studierenden in den kommenden Wochen \u00fcber ihre Erfahrungen mit Studium und Forschung in Japan Den Anfang macht Vu Thuy&nbsp;Doan&nbsp;Huynh, die 2016\/17 ein Jahr an der Kei\u00f4-Universit\u00e4t in Tokyo studiert und geforscht hat. 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