{"id":17137,"date":"2017-07-04T10:46:12","date_gmt":"2017-07-04T08:46:12","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=17137"},"modified":"2020-07-02T23:50:43","modified_gmt":"2020-07-02T21:50:43","slug":"erlebnisbericht-im-rampenlicht-bei-nippon-connection","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=17137","title":{"rendered":"Erlebnisbericht: Im Rampenlicht bei Nippon Connection"},"content":{"rendered":"<p>[slideshow_deploy id=&#8217;17142&#8242;]<\/p>\n<p><strong><br \/>\nAnfang des Semesters haben einige unserer Studierenden (<a href=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=16983\">wie bereits berichtet<\/a>) sehr flei\u00dfig an den Untertiteln f\u00fcr einen 30-min\u00fctigen japanischen Film gearbeitet. Ende Mai wurde dieser Film beim Filmfestival Nippon Connection gezeigt, und drei Studentinnen waren f\u00fcr unser Institut in Frankfurt, um das Werk dort vorzustellen. Caroline Fest, Jana Klacanska und Nadine Schmidt berichten nun hier von ihren Erlebnissen beim Filmfestival. F\u00fcr alle, die neugierig auf den Film und die Arbeit der Studierenden geworden sind, gibt es am 15. Juli eine tolle Gelegenheit: Um 17 Uhr wird der Film bei unserem<a href=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=17129\"> Instiuts-Event mit Berufsinfotag und Preisverleihung<\/a> f\u00fcr die besten BA- und MA-Abschl\u00fcsse gezeigt. Nun aber zum Bericht:&nbsp;<\/strong><\/p>\n<p>Vom 23.05. bis 28.05. fand in Frankfurt am Main die <a href=\"http:\/\/www.nipponconnection.com\/nc-2017.html\">17. Nippon Connection<\/a> statt. Dieses Mal leistete unser Institut in Kooperation mit der <a href=\"http:\/\/www.jvtacademy.com\/english\/\">Japan Visualmedia Translation Academy (JVTA)<\/a> im Rahmen eines Untertitel-Workshops einen Beitrag zu dem Filmfestival, das sich von der Idee einiger Filmwissenschaftsstudenten zu einer der gr\u00f6\u00dften Plattformen f\u00fcr aktuelle japanische Filme entwickelt hat. In Gruppen erstellten Studierende englische Untertitel f\u00fcr den Kurzfilm \u81ea\u8ca9\u6a5f\u306e\u5149\u306b\u3075\u3089\u3075\u3089\u6b69\u307f\u5bc4\u308a\u3054\u3081\u3093\u306a\u3055\u3044\u3063\u3066\u3064\u3076\u3084\u3044\u3066\u3044\u305f (<em>Murmuring Breathless Apologies in the Light of Vending Machines<\/em>) von Sugita Ky\u00f4shi, der am Donnerstag, 25. Mai, als Vorfilm von <em>Innocent 15<\/em> gezeigt wurde. Vor Ort waren drei Teilnehmerinnen des Workshops, die im Folgenden ihre Erfahrungen teilen werden.<\/p>\n<p><strong>Caro:<\/strong><br \/>\nGleich vorweg war es eine sch\u00f6ne Erfahrung, zwei Tage auf der Nippon-Connection in Frankfurt zu sein. Ich war zum ersten Mal dort und hatte mich im Vorfeld \u00fcber die Lage der Veranstaltungsgeb\u00e4ude auf der Homepage informiert. Da sowohl die Filmvorf\u00fchrungen, als auch die Workshops zum Teil in unterschiedlichen Geb\u00e4uden stattfinden sollten, hatte ich zun\u00e4chst ein wenig Bedenken, auf Anhieb den Weg zu finden. Vor Ort war es dann jedoch \u00fcberhaupt kein Problem. Die Veranstaltungsorte lagen sehr nah beieinander und waren auch sehr leicht zu finden. Weniger als 5 Minuten von der U-Bahn-Haltestelle zu Fu\u00df und schon war man im Geschehen, das auch durch die zugeh\u00f6rigen Plakate ausgeschildert war. <!--more--><\/p>\n<p>Neben zahlreichen Kinos verschiedener Gr\u00f6\u00dfe gab es auch \u00fcberall die M\u00f6glichkeit, sich mit Speisen und Getr\u00e4nken zu versorgen, und sich damit dann entweder in einem modernen Caf\u00e9-Ambiente oder dem Charme einer gem\u00fctlich aufbereiteten Fabrikhalle auszuruhen.<br \/>\nDas Programm, das \u00fcber eine ganze Woche ging, war sehr umfangreich und reichte von Filmvorf\u00fchrungen bis hin zu Workshops und Vortr\u00e4gen, die sich auf verschiedenen Ebenen mit Japan befassten. So gab es beispielsweise ebenso Vortr\u00e4ge zum Thema \u00dcbersetzen, wie auch \u00fcber das Werk des bekannten Anime-Regisseurs Hayao Miyazaki.<\/p>\n<p>Wir waren vor allem deswegen vor Ort, weil der Kurzfilm gezeigt wurde, den wir mit vielen anderen Studierenden im Rahmen unseres Untertitelseminars \u00fcbersetzt hatten. Der Film wurde dort zum ersten Mal vorgef\u00fchrt und unsere Untertitel sollte dem Publikum, das kein Japanisch versteht, als Verst\u00e4ndnishilfe dienen. Gerade, weil wir im Rahmen des Seminars mit unseren Supervisors von JVTA sehr darum bem\u00fcht waren, die Atmosph\u00e4re, Charaktere und Nuancen des Films so ad\u00e4quat wie m\u00f6glich auf Englisch umzusetzen, war es ein tolles Gef\u00fchl, das fertige Produkt auf der Leinwand zu sehen. Gespannt warteten wir auf einige Stellen im Film, \u00fcber die wir schon im Seminar viel gelacht hatten, oder bei denen wir uns besonders M\u00fche gegeben hatten. Als dann tats\u00e4chlich Reaktionen aus dem Publikum kamen, konnten wir guten Gewissens sagen, dass wir unsere Arbeit gut gemacht hatten \u2013 die Message schien anzukommen. Als zum Abschluss dann auch noch die Namen aller am Untertitel Beteiligten durchliefen, war ich schon ein wenig stolz und froh, ein Teil des Projekts gewesen zu sein.<br \/>\nUm den Kreis zu schlie\u00dfen: F\u00fcr mich pers\u00f6nlich war es eine sehr sch\u00f6ne Erfahrung, an dem Projekt zu arbeiten, zu sehen, wie es langsam Form annimmt und das Endergebnis in offiziellem Rahmen zu begutachten.<\/p>\n<p><strong>Janka:<\/strong><br \/>\nNach den f\u00fcnf Wochen intensiver Arbeit an den Untertiteln war die Fahrt zur Nippon Connection die sch\u00f6nste und beste Entlohnung, die man sich w\u00fcnschen konnte. Alles war sehr gut organisiert und nach dem Abholen unserer G\u00e4stekarten hat es angefangen. Ich habe mich besonders auf das pers\u00f6nliche Treffen mit Jeremy von JVTA gefreut, mit dem wir bis dahin nur per Email oder im Online-Unterricht kommuniziert haben. Als wir dann mit ihm vor dem vollen Kinosaal gestanden sind und Jeremy eine Nachricht von dem Regisseur des Filmes vorgelesen hat, habe ich mir gew\u00fcnscht, die ganze Gruppe k\u00f6nnte das miterleben. Ich war sehr gespannt, wie die Zuschauer auf den Film und unsere Untertitel reagieren werden. Und es war ein Erfolg! Alle haben w\u00e4hrend der witzigen Stellen gelacht und es war das sch\u00f6nste Gef\u00fchl f\u00fcr uns, da wir wussten, dass sich unsere Arbeit in den f\u00fcnf Wochen gelohnt hat. Als am Ende des Filmes noch unsere Namen auf der Leinwand gezeigt wurden, habe ich mich wirklich stolz gef\u00fchlt.<\/p>\n<p>Da das Program der Nippon Connection sehr umfangreich war und vieles zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten stattgefunden hat, war es in zwei Tagen, an denen ich in Frankfurt war, nicht m\u00f6glich, alle Filme und Workshops, f\u00fcr die ich mich interessiert habe, zu besuchen. Trotzdem hat es viel Spa\u00df gemacht und es lohnt sich auf jeden Fall, zur Nippon Connection zu fahren und alles mitzuerleben. Der Untertitelungskurs sowie die Teilnahme an der Nippon Connection war eine tolle Erfahrung, die ich jedem empfehlen kann und ich pers\u00f6nlich will im n\u00e4chsten Jahr wieder zur Nippon Connection, vielleicht als freiwillige Mitarbeiterin fahren und alles nochmal aus einer anderen Perspektive erleben.<\/p>\n<p><strong>Nadine:<\/strong><br \/>\nAuch ich hatte viel Spa\u00df auf der Nippon Connection. Anders als Caro und Janka kam ich bereits am Mittwoch in Frankfurt an und konnte so noch ein paar andere Programmpunkte miterleben. Die Mitarbeiter des Festivals waren sehr nett und aufmerksam, als Gast bekamen wir ein T-shirt, Getr\u00e4nke und Essensgutscheine.<\/p>\n<p>F\u00fcr das leibliche Wohl war also bestens gesorgt. Au\u00dferdem hatten wir mit unseren G\u00e4steausweisen die M\u00f6glichkeit, alle Filme und Vortr\u00e4ge zu besuchen, die nicht vollst\u00e4ndig belegt waren.&nbsp; Die Gelegenheit nutze ich, um Shin Godzilla von Anno Hideaki und Happyness von Sabu anzusehen. Vor jedem Film gab es eine kleine Einleitung \u00fcber die Hintergr\u00fcnde, Rezeption und auch Intentionen des Regisseurs. Vor Shin Godzilla machte w\u00e4hrend einer kleinen Performance sogar Godzilla h\u00f6chstpers\u00f6nlich dem Publikum seine Aufwartung. Am sch\u00f6nsten war es am Donnerstag Caro, Janka und Jeremy von der JTVA zu treffen. Es war ein tolles Gef\u00fchl unser Institut bei einem so renommierten Filmfestival zu vertreten. Als wir auf die B\u00fchne gebeten wurden und Jeremy die Nachricht des Regisseurs vorgelesen hat, in der er uns f\u00fcr die Untertitel dankte, und sagte, sie gefielen ihm besser als die originalen Dialoge, war ich sehr ger\u00fchrt. Caro hat sich wirklich tapfer geschlagen, als sie ein paar Worte ans Publikum richten musste. Dar\u00fcber hinaus war es interessant, einen Einblick in die Organisation eines internationalen Festivals zu bekommen. Wie Janka w\u00fcrde ich gerne n\u00e4chstes Jahr wieder fahren und vielleicht sogar als Helferin dabei zu sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[slideshow_deploy id=&#8217;17142&#8242;] Anfang des Semesters haben einige unserer Studierenden (wie bereits berichtet) sehr flei\u00dfig an den Untertiteln f\u00fcr einen 30-min\u00fctigen japanischen Film gearbeitet. Ende Mai wurde dieser Film beim Filmfestival Nippon Connection gezeigt, und drei Studentinnen waren f\u00fcr unser Institut in Frankfurt, um das Werk dort vorzustellen. Caroline Fest, Jana Klacanska und Nadine Schmidt berichten nun hier von ihren Erlebnissen beim Filmfestival. F\u00fcr alle, die neugierig auf den Film und die Arbeit der Studierenden geworden sind, gibt es am 15. Juli eine tolle Gelegenheit: Um 17 Uhr wird der Film bei unserem Instiuts-Event mit Berufsinfotag und Preisverleihung f\u00fcr die besten BA- und MA-Abschl\u00fcsse gezeigt. Nun aber zum Bericht:&nbsp; Vom 23.05. bis 28.05. fand in Frankfurt am Main die 17. Nippon Connection statt. Dieses Mal leistete unser Institut in Kooperation mit der Japan Visualmedia Translation Academy (JVTA) im Rahmen eines Untertitel-Workshops einen Beitrag zu dem Filmfestival, das sich von der Idee einiger Filmwissenschaftsstudenten zu einer der gr\u00f6\u00dften Plattformen f\u00fcr aktuelle japanische Filme entwickelt hat. 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