{"id":1702,"date":"2009-05-09T10:00:21","date_gmt":"2009-05-09T09:00:21","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=1702"},"modified":"2020-07-17T11:26:17","modified_gmt":"2020-07-17T09:26:17","slug":"live-und-direkt-aus-chiba","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=1702","title":{"rendered":"Live und Direkt aus Chiba!"},"content":{"rendered":"<p><!--[if gte mso 9]><xml> <w:WordDocument> <w:View>Normal<\/w:View> <w:Zoom>0<\/w:Zoom> <w:HyphenationZone>21<\/w:HyphenationZone> <w:PunctuationKerning \/> <w:ValidateAgainstSchemas \/> <w:SaveIfXMLInvalid>false<\/w:SaveIfXMLInvalid> <w:IgnoreMixedContent>false<\/w:IgnoreMixedContent> <w:AlwaysShowPlaceholderText>false<\/w:AlwaysShowPlaceholderText> <w:Compatibility> <w:BreakWrappedTables \/> <w:SnapToGridInCell \/> <w:WrapTextWithPunct \/> <w:UseAsianBreakRules \/> <w:DontGrowAutofit \/> <w:UseFELayout \/> <\/w:Compatibility> <w:BrowserLevel>MicrosoftInternetExplorer4<\/w:BrowserLevel> <\/w:WordDocument> <\/xml><![endif]--><!--[if gte mso 9]><xml> <w:LatentStyles DefLockedState=\"false\" LatentStyleCount=\"156\"> <\/w:LatentStyles> <\/xml><![endif]--><!--[if !mso]><span class=\"mceItemObject\"   classid=\"clsid:38481807-CA0E-42D2-BF39-B33AF135CC4D\" id=ieooui><\/span> <mce:style><!  st1\\:*{behavior:url(#ieooui) } --> <!--[endif]--> Diese Woche endet mit dem ersten Teil einer Serie, die wir schon l\u00e4nger geplant hatten &#8211; wie erleben eigentlich &#8222;unsere&#8220;&nbsp; \u7559\u5b66\u751f ihren neuen japanischen Alltag?<\/p>\n<p>Was gibt es zu berichten, was gibt es zu beachten und &#8211; was ist los in Japan?Wir laden alle ein, sich hier zu beteiligen und k\u00f6nnen in der n\u00e4chsten Woche schon auf den Bericht von Maggie Truong (Yokohama) verweisen &#8211; diese Woche aber startet unsere Reihe mit ein paar nachdenklichen Gedanken aus Chiba von Christoph Winnefeld &#8211; viel Spa\u00df beim Lesen und ein gro\u00dfes Dankesch\u00f6n nach Chiba f\u00fcr diesen Startschuss!<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Consumerism is War and<\/span><span style=\"text-decoration: underline;\"> Crisis<\/span><\/h2>\n<h3>Japans GOLDEN WEEK aus der Sicht eines Daheimgebliebenen<\/h3>\n<p><!--more--><br \/>\n&#8222;I&#8217;m huddled here under my desk, face covered in a paper mask, bottle of hand sanitizer by my side, a sharp stick at the ready in case anyone from Mexico ventures within breathing distance.&#8220;<\/p>\n<p>Ungef\u00e4hr so, wie es James Rainey von der Los Angeles Times farbenreich beschreibt, d\u00fcrft Ihr euch meine derzeitige Situation in Chiba vorstellen. Japans GOLDEN WEEK, welche vom Namen her paradiesische Zust\u00e4nde erhoffen l\u00e4sst, begann f\u00fcr mich bereits Freitag, den 1. Mai und \u201eTag der Arbeit&#8220;, an dem sich, wie man vernehmen darf, rund 5.000 Demonstranten in Berlin die Zeit nahmen, 14 Polizeibeamte in die vor\u00fcbergehende Arbeitsunf\u00e4higkeit zu demonstrieren.<\/p>\n<p>GOLDEN WEEK, ein Wochenende und vier Nationalfeiertage, das bedeutet in Japan vor allem, \u00fcberf\u00fcllte Z\u00fcge und Fernbusse, unendliche Schlangen vor den In-Treffs der Stadt und schieres Chaos in und um jede innerjapanische Sehensw\u00fcrdigkeit. Dieses Jahr, werden die Feiertage von mehreren bemerkenswerten Ereignissen begleitet. Nicht nur, dass sich der Gro\u00dfraum T\u00f4ky\u00f4 zeitweilig, bedingt durch die ersten Verdachtsf\u00e4lle von Schweine-Grippe, die man hier in Japan z\u00e4rtlich als \u201e\u8c5a\u30a4\u30f3\u30d5\u30eb&#8220; (Buta-Infuru) durch den Mundschutz haucht, in ein Meer aus wei\u00dfen Atemschutzmasken verwandelte, nein, noch viel bemerkenswerter ist es, dass der Japaner, trotz Weltfinanzkrise, seinem gewohnten Konsumverhalten w\u00e4hrend der GOLDEN WEEK, fr\u00f6nen darf. Der von der Regierung As\u00f4 entworfene Wirtschaftsstimulus, erreicht hier, anders als in Deutschland, wo sich Stimulanzen eher in Form von verzweifelten staatlichen \u00dcbernahmeangeboten f\u00fcr angeschlagene Kreditinstitute pr\u00e4sentieren, den Japaner hautnah und direkt in die Brieftasche.<\/p>\n<p>In der Tat, der Japaner konsumiert zu wenig, wie es Professor Hugh Patrick von der Columbia Business School zu konstatieren wusste. Anders als in den USA, wo sich Gr\u00fcnde f\u00fcr die derzeit anhaltende Finanzkrise, ausgehend von einem Finanzdebakel im Immobilienkredit-Sektor, eher in der Strukturierung und den Praktiken des Finanzsystems finden lassen, wurde Japan innerhalb der zur\u00fcckliegenden f\u00fcnf bis sechs Jahre zu abh\u00e4ngig von seinen Exporten. Konsum nimmt innerhalb des japanischen Bruttoinlandsprodukts, beziffert bei ca. 55%, schlicht und ergreifend einen zu geringen Stellenwert ein.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich sollte das, wiederum als <em>economic stimulus<\/em> vermarktete, neue Maut-System, welches, an Wochenend- und Feiertagen, f\u00fcr eine einmalige Geb\u00fchr von 1.000 Yen uneingeschr\u00e4nkte Benutzung der japanischen Autobahnen, au\u00dferhalb der Ballungszentren T\u00f4ky\u00f4 und \u00d4saka, erm\u00f6glicht, noch verbliebene Ressentiments gegen ungehemmten Konsum w\u00e4hrend Fernreisen innerhalb der japanischen Landesgrenzen auch ausger\u00e4umt haben. <em><\/em><\/p>\n<p>Wer jetzt noch nicht sein Unwesen auf Japans Fernverkehrswegen treibt, der ist wohl, wie ich, zuhause geblieben. Allerdings gibt es immer einen n\u00e4chsten JLPT-Pr\u00fcfungstermin, auf den man sich vorbereiten kann. In diesem Sinne: GANBATTE !<\/p>\n<p>Aus Japan<\/p>\n<p>Christoph Daniel Winnefeld<\/p>\n<p class=\"MsoNormal\" style=\"line-height: 150%;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Diese Woche endet mit dem ersten Teil einer Serie, die wir schon l\u00e4nger geplant hatten &#8211; wie erleben eigentlich &#8222;unsere&#8220;&nbsp; \u7559\u5b66\u751f ihren neuen japanischen Alltag? Was gibt es zu berichten, was gibt es zu beachten und &#8211; was ist los in Japan?Wir laden alle ein, sich hier zu beteiligen und k\u00f6nnen in der n\u00e4chsten Woche schon auf den Bericht von Maggie Truong (Yokohama) verweisen &#8211; diese Woche aber startet unsere Reihe mit ein paar nachdenklichen Gedanken aus Chiba von Christoph Winnefeld &#8211; viel Spa\u00df beim Lesen und ein gro\u00dfes Dankesch\u00f6n nach Chiba f\u00fcr diesen Startschuss! 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