{"id":16193,"date":"2016-10-03T10:42:32","date_gmt":"2016-10-03T08:42:32","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=16193"},"modified":"2020-07-06T09:01:02","modified_gmt":"2020-07-06T07:01:02","slug":"replaying-japan-leipzig-2016-konferenzbericht-unseres-studenten-sebastian-sabas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=16193","title":{"rendered":"Replaying Japan Leipzig 2016: Konferenzbericht unseres Studenten Sebastian Sabas"},"content":{"rendered":"<p>Drei Tage lang mit Wissenschaftlern \u00fcber japanische Videospiele diskutieren \u2013 das ist das, was ich vom 15. bis zum 17. August 2016 auf der vierten \u201eReplaying Japan\u201c-Konferenz in Leipzig machen durfte.<\/p>\n<p>\u201eReplaying Japan\u201c ist eine j\u00e4hrliche internationale Konferenz, auf der sich Wissenschaftler aus aller Welt und aus den unterschiedlichsten Disziplinen \u00fcber ihre Forschung zu japanischen Videospielen austauschen. Organisiert wurde das Ganze vom Ostasiatischen Institut der Universit\u00e4t Leipzig, dem \u201eRitsumeikan Center for Game Studies\u201c der Ritsumeikan-Universit\u00e4t und dem Institut f\u00fcr \u201ePhilosophy and Human Computing\u201c der Universit\u00e4t Alberta. Die diesj\u00e4hrige dreit\u00e4gige Veranstaltung trug den Untertitel \u201eFrom Pac-Man to the Present: Japanese Games between the Local and the Global\u201c und fand zum ersten Mal in Deutschland statt.<\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone  wp-image-16195\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Sebastian-2.png\" alt=\"Sebastian 2\" width=\"320\" height=\"435\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Sebastian-2.png 320w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Sebastian-2-221x300.png 221w\" sizes=\"(max-width: 320px) 100vw, 320px\" \/><\/p>\n<p>Mit \u00fcber vierzig verschiedenen Vortr\u00e4gen aus der Philosophie, der Japanologie, der Theaterwissenschaft, der Psychologie, der Medienwissenschaft und vielen anderen Forschungsdisziplinen stand die Konferenz ganz im Zeichen der Interdisziplinarit\u00e4t. Eine Besonderheit von \u201eReplaying Japan\u201c war dabei immer eine enge Zusammenarbeit mit der Videospielbranche: So waren dieses Jahr mit Legenden wie Iwatani T\u014dru, dem Entwickler des Spiels \u201ePac-Man\u201c, und End\u014d Masanobu, dem Entwickler von \u201eXevious\u201c und \u201eThe Tower of Druaga\u201c, auch einflussreiche Vertreter der japanischen Industrie eingeladen. Interessante Einblicke in die Vorg\u00e4nge der Spieleentwicklung, insbesondere in den Bereich der Soundtrack-Gestaltung, lieferte dieses Jahr Ozawa Junko, die viele Jahre bei Namco f\u00fcr Sound Design zust\u00e4ndig war. Ein besonderes Highlight waren vor allem die Einblicke in die Prozesse der \u00dcbersetzung und Lokalisierung von Spielen, die Minako O\u2019Hagan, \u00dcbersetzungswissenschaftlerin der Universit\u00e4t Dublin, und die Lokalisierungsspezialisten Daniel Finck und Christoph Neubauer gew\u00e4hren konnten. Durch diese seltene Kombination aus Wissenschaft und Industrie-Expertise gab die diesj\u00e4hrige Konferenz einen sehr facettenreichen \u00dcberblick \u00fcber japanische Videospiele und den umfassenden Forschungsbereich der Game Studies.<\/p>\n<p>Auch ich durfte als einer der Vortragenden einen kleinen Teil dazu beitragen: Am dritten Tag der Konferenz konnte ich einen zwanzigmin\u00fctigen Vortrag mit dem Titel \u201eConstruction of Female Corporeality in <em>Rune Factory Frontier<\/em> \u2013 Patterns of a Local and Global Discourse about the Female Body\u201c halten, in dem ich mich mit verschiedenen Konzepten weiblicher K\u00f6rperlichkeit auseinandergesetzt habe, die sich in den Figuren des Spiels finden lassen. Und im Zuge dessen konnte ich auch gleich das meiner Meinung nach Beste an solchen Konferenzen erfahren: Nach meinem Vortrag und der anschlie\u00dfenden Kurzdiskussion konnte ich mich mit Wissenschaftlern austauschen, die sich mit dem gleichen Thema besch\u00e4ftigen oder mit denselben Methoden forschen, und so nicht nur Kontakte kn\u00fcpfen, sondern auch viele neue Ideen f\u00fcr die eigene Forschung gewinnen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-16194\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Sebastian-1.png\" alt=\"Sebastian 1\" width=\"500\" height=\"375\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Sebastian-1.png 500w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2016\/10\/Sebastian-1-300x225.png 300w\" sizes=\"(max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/p>\n<p>F\u00fcr mich war \u201eReplaying Japan 2016\u201c also eine wirklich tolle Erfahrung: Die vielen neuen Perspektiven auf das Feld der Game Studies, die mir er\u00f6ffnet wurden, die neuen Bekanntschaften, die ich geschlossen habe, und vor allem die Erfahrung, meine eigene Forschung vorzustellen und zu diskutieren, waren gro\u00dfartig und haben mich ein gutes St\u00fcck weiter gebracht. Falls sich jemandem die M\u00f6glichkeit zur Teilnahme bietet, kann ich also nur empfehlen: Einfach mitmachen, es macht wirklich viel Spa\u00df!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>F\u00fcr Interessierte hier die Website der Konferenz:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/home.uni-leipzig.de\/jgames\/replayingjapan2016\/\">http:\/\/home.uni-leipzig.de\/jgames\/replayingjapan2016\/<\/a><\/p>\n<p>Fragen zur Konferenz beantworte ich gern per <a href=\"mailto:sebastian.sabas@uni-duesseldorf.de\">E-Mail<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Drei Tage lang mit Wissenschaftlern \u00fcber japanische Videospiele diskutieren \u2013 das ist das, was ich vom 15. bis zum 17. August 2016 auf der vierten \u201eReplaying Japan\u201c-Konferenz in Leipzig machen durfte. \u201eReplaying Japan\u201c ist eine j\u00e4hrliche internationale Konferenz, auf der sich Wissenschaftler aus aller Welt und aus den unterschiedlichsten Disziplinen \u00fcber ihre Forschung zu japanischen Videospielen austauschen. 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