{"id":15835,"date":"2016-06-22T14:51:40","date_gmt":"2016-06-22T12:51:40","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=15835"},"modified":"2020-07-06T09:10:30","modified_gmt":"2020-07-06T07:10:30","slug":"ba-plus-five-questions","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=15835","title":{"rendered":"BA Plus Five Questions"},"content":{"rendered":"<h2>Im Alter mit Fremden zusammenleben?<\/h2>\n<p><em>Heute stellen wir das Forschungsprojekt einer Studentin aus dem f\u00fcnften Jahrgang des Bachelor Plus vor, Frau Denise Schieberl.&nbsp;Vor ihrem Japanaufenthalt hat Frau Schieberl den Vorbereitungskurs im Rahmen des Bachelor Plus absolviert. Im Zuge Ihrer Vorbereitungen konnte Frau Schieberl ihr Forschungsvorhaben weiter fokussieren und entschloss sich schlie\u00dflich, sich anhand einer qualitativen Studie mit &#8222;alternativen Wohnformen f\u00fcr japanische Senioren&#8220; auseinanderzusetzen. Frau Schieberl ist seit dem WiSe 2015\/16 Ihrem Forschungsprojekt<strong>&#8222;Alternative Wohnformen f\u00fcr Senioren in japanischen Gro\u00dfst\u00e4dten am Beispiel Tokyo im Hinblick auf den demographischen Wandel: Mehrgenerationenwohnen als Zukunftsmodell?&#8220; <\/strong>an der Kei\u00f4 Daigaku in T\u00f4ky\u00f4 nachgegangen.<\/em><\/p>\n<p><em>Frau Schieberl, was versteht man unter Collective Housing?<\/em><\/p>\n<p>Collective Housing bzw. Mehrgenerationenwohnen ist eine Form des gemeinschaftlichen Wohnens, bei der Menschen unterschiedlichsten Alters, Nichtverwandte aber teilweise auch Familien, miteinander leben, sich gegenseitig unterst\u00fctzen und gemeinsam Veranstaltungen durchf\u00fchren. Es gibt bei dieser Wohnform sowohl private R\u00e4ume, als auch Gemeinschaftsr\u00e4ume, die allen Bewohnern zur Verf\u00fcgung stehen.<\/p>\n<p><em>Wie sind Sie auf dieses Forschungsthema aufmerksam geworden?<\/em><\/p>\n<p>Durch eine Fernsehdokumentation \u00fcber ein Mehrgenerationenwohnprojekt in Deutschland, die ich sehr interessant fand, bin ich auf das Thema aufmerksam geworden. Da ich gern ein Projekt zu einer aktuellen gesellschaftlichen Fragestellung in Japan bearbeiten wollte und dort gerade sehr \u00e4hnliche demographische Prozesse ablaufen wie in Deutschland, fragte ich mich, ob es diese Wohnform wohl auch in Japan g\u00e4be. Da dies tats\u00e4chlich der Fall war, habe ich beschlossen, weiter zu recherchieren und wollte zu diesem Thema letztendlich auch forschen.<\/p>\n<p><em>Vor Ort in Japan, wie hat sich da Ihr Feldzugang vollzogen?<\/em><\/p>\n<p>Da ich bereits in Deutschland von einem Mehrgenerationenhaus in Tokio namens Kankan Mori geh\u00f6rt hatte und dort am liebsten meine Forschung durchf\u00fchren wollte, habe ich mich \u00fcber die Homepage dieses Hauses zun\u00e4chst zu einem allgemeinen Besichtigungstermin angemeldet. Bei diesem gab es einen Vortrag \u00fcber das Haus sowie eine Hausf\u00fchrung. Dort habe ich mit einigen Verantwortlichen \u00fcber mein Forschungsvorhaben sprechen k\u00f6nnen, woraufhin ich einen Anmeldebogen zugeschickt bekam. Nachdem ich mich bei einer weiteren Versammlung vorgestellt hatte und meine Anmeldung akzeptiert wurde, durfte ich zun\u00e4chst an einigen Veranstaltungen, wie gemeinsamen Abendessen, teilnehmen und schlie\u00dflich Interviews mit Bewohnern f\u00fchren. Parallel dazu habe ich mich auch mit Dozenten an meiner japanischen Universit\u00e4t in Verbindung gesetzt, \u00fcber welche ich weitere Kontakte zu Forschern dieses Themengebietes schlie\u00dfen konnte.<\/p>\n<p><em>Wie geht es in den letzten Monaten Ihres Aufenthaltes weiter?<\/em><\/p>\n<p>Auch nach Abschluss meiner Interviews im Kankan Mori durfte ich noch einige Male an verschiedenen Veranstaltungen des Hauses teilnehmen. Auch diesen Monat darf ich noch einmal wiederkommen und einer Jubil\u00e4umsveranstaltung beiwohnen. Desweiteren w\u00fcrde ich in meiner restlichen Zeit in Japan gerne noch mindestens ein Experteninterview f\u00fchren, u.a. mit einer Doktorandin an meiner japanischen Universit\u00e4t, die sich mit einem \u00e4hnlichen Thema besch\u00e4ftigt. Ansonsten ist noch weitere Literaturrecherche zu meinem Forschungsfeld geplant, da es in Deutschland nicht mehr so einfach sein wird, an japanischsprachige Quellen heranzukommen.<\/p>\n<p><em>Abgesehen von Ihrer Forschung und Ihren Studien gibt es etwas, das Sie in Japan gerne noch machen m\u00f6chten bevor Sie nach Deutschland zur\u00fcckkehren?<\/em><\/p>\n<p>Vor meiner R\u00fcckkehr nach Deutschland w\u00fcrde ich vor allem gerne noch ein bisschen innerhalb Japans reisen. Unter anderem plane ich einen Trip nach Ise und ich m\u00f6chte gerne noch einmal nach Kyoto reisen, sowie mir Hiroshima anschauen. Auch in Tokio gibt es noch unz\u00e4hlige Ecken, die ich bisher noch nicht sehen konnte.<br \/>\nAu\u00dferdem habe ich w\u00e4hrend meiner Zeit in Japan viele tolle Menschen sowohl aus Japan als auch aus vielen anderen L\u00e4ndern der Welt getroffen. Mit diesen m\u00f6chte ich in meiner verbleibenden Zeit noch so viel wie m\u00f6glich unternehmen, und hoffe, dass auch nach Ende meines Japanaufenthaltes der Kontakt nicht abbricht und ich einige davon bald wiedersehen kann.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zum Kankan Mori finden Sie <a href=\"http:\/\/www.collectivehouse.co.jp\/\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Alter mit Fremden zusammenleben? Heute stellen wir das Forschungsprojekt einer Studentin aus dem f\u00fcnften Jahrgang des Bachelor Plus vor, Frau Denise Schieberl.&nbsp;Vor ihrem Japanaufenthalt hat Frau Schieberl den Vorbereitungskurs im Rahmen des Bachelor Plus absolviert. 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Es gibt bei dieser Wohnform sowohl private R\u00e4ume, als auch Gemeinschaftsr\u00e4ume, die allen Bewohnern zur Verf\u00fcgung stehen. Wie sind Sie auf dieses Forschungsthema aufmerksam geworden? 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