{"id":15707,"date":"2016-06-01T12:30:48","date_gmt":"2016-06-01T10:30:48","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=15707"},"modified":"2020-07-06T09:15:12","modified_gmt":"2020-07-06T07:15:12","slug":"zwei-neue-buchpublikationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=15707","title":{"rendered":"Zwei neue Buchpublikationen"},"content":{"rendered":"<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignright wp-image-20838 size-medium\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/popkultur-und-gender-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/popkultur-und-gender-212x300.jpg 212w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/popkultur-und-gender.jpg 314w\" sizes=\"(max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/>Wir freuen uns zwei neue Buchpublikationen aus unserem Institut vorzustellen!<\/p>\n<p>Die Neuerscheinung <strong>\u201eJapanische Popul\u00e4rkultur und Gender. Ein Studienbuch\u201c<\/strong>, herausgegeben von Michiko Mae, Elisabeth Scherer und Katharina H\u00fclsmann, befasst sich mit Themen rund um Manga und Anime, <em>terebi dorama<\/em> (japanischen Fernsehserien), kreativer Fan-Praxis (wie <em>d\u00f4jinshi<\/em> und Fanfiction) und Gender-Spielen (Cosplay und TRPG).<\/p>\n<p><strong>Mae, Michiko; Scherer, Elisabeth; H\u00fclsmann, Katharina (Hg., 2016): Japanische Popul\u00e4rkultur und Gender. Ein Studienbuch. Wiesbaden: Springer VS.<br \/>\nISBN 978-3-658-10062-9<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Seit den 1990er Jahren erlebt die japanische Popul\u00e4rkultur einen weltweiten Boom und pr\u00e4gt das Bewusstsein und Verhalten, die Kommunikation und das Alltagsleben vieler junger Menschen. Sie \u00f6ffnet R\u00e4ume, in denen neue Geschlechterkonstellationen erprobt und mit neuen Lebensformen experimentiert werden kann. Inwiefern dieses Experimentieren mit Geschlechterrollen und der subversive Umgang mit Genderkonstellationen charakteristisch sind f\u00fcr Manga, Anime, TV-Serien, Cosplay, Tischrollenspiele oder Fanfiction, zeigen die Beitr\u00e4ge in diesem Band. Sie machen allerdings auch deutlich, wie sich die japanische Popul\u00e4rkultur am Massengeschmack orientiert und durch Konsumindustrie und Kommerz beeinflusst wird. Dadurch werden bestehende Geschlechterbilder reproduziert, die den Status quo best\u00e4tigen. Aber gerade in dieser Ambivalenz, in Br\u00fcchen und Widerspr\u00fcchen zeigt sich, welches Potential die Analysen popul\u00e4rkultureller Produkte nicht nur f\u00fcr die Weiterentwicklung der Kultur- und Medienforschung, sondern auch der Genderforschung erschlie\u00dfen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Auf jeden Fall mehr als einen Blick wert ist die Publikation der Dissertation von Nora <img decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-20839 alignright\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/heirat-212x300.jpg\" alt=\"\" width=\"212\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/heirat-212x300.jpg 212w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/heirat.jpg 353w\" sizes=\"(max-width: 212px) 100vw, 212px\" \/>Kottmann, \u201e<strong>Heirat in Japan. Romantische und solidarische Beziehungswelten im Wandel\u201c<\/strong>, die vor kurzem im Springer VS erschienen ist. Anhand von spannenden und interessanten Interviews erh\u00e4lt der Leser einen tiefgreifenden Einblick in das Thema.<\/p>\n<p><strong>Kottmann, Nora (2016): Heirat in Japan. Romantische und solidarische Beziehungswelten im Wandel. Wiesbaden: Springer VS.<br \/>\nISBN 978-3-658-14009-0<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der stark problematisierten Ver\u00e4nderungen des Heiratsverhaltens untersucht Nora Kottmann die Bedeutung der Heirat f\u00fcr junge Erwachsene und deren Lebensentw\u00fcrfe in Japan. Mittels einer qualitativen Interviewstudie zeigt sie einerseits die anhaltende Bedeutung der Heirat auf, andererseits legt sie jedoch auch \u201aneue\u2018 Lebensentw\u00fcrfe \u2013 basierend auf unterschiedlichen romantischen und solidarischen Beziehungsformen \u2013 offen. Erstmals beleuchtet die Autorin hierbei die von der bisherigen Forschung vernachl\u00e4ssigten Themenbereiche \u201eLiebe\u201c, \u201ePartnerschaft\u201c und \u201eFreundschaft\u201c. Damit bietet sie einen umfassenden Einblick in die sich wandelnde Institution der Heirat und das dieser zugrunde liegende, in Ver\u00e4nderung begriffene Familien- und Gesellschaftssystem im Japan der Gegenwart.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir freuen uns zwei neue Buchpublikationen aus unserem Institut vorzustellen! Die Neuerscheinung \u201eJapanische Popul\u00e4rkultur und Gender. Ein Studienbuch\u201c, herausgegeben von Michiko Mae, Elisabeth Scherer und Katharina H\u00fclsmann, befasst sich mit Themen rund um Manga und Anime, terebi dorama (japanischen Fernsehserien), kreativer Fan-Praxis (wie d\u00f4jinshi und Fanfiction) und Gender-Spielen (Cosplay und TRPG). Mae, Michiko; Scherer, Elisabeth; H\u00fclsmann, Katharina (Hg., 2016): Japanische Popul\u00e4rkultur und Gender. Ein Studienbuch. Wiesbaden: Springer VS. ISBN 978-3-658-10062-9 Seit den 1990er Jahren erlebt die japanische Popul\u00e4rkultur einen weltweiten Boom und pr\u00e4gt das Bewusstsein und Verhalten, die Kommunikation und das Alltagsleben vieler junger Menschen. Sie \u00f6ffnet R\u00e4ume, in denen neue Geschlechterkonstellationen erprobt und mit neuen Lebensformen experimentiert werden kann. Inwiefern dieses Experimentieren mit Geschlechterrollen und der subversive Umgang mit Genderkonstellationen charakteristisch sind f\u00fcr Manga, Anime, TV-Serien, Cosplay, Tischrollenspiele oder Fanfiction, zeigen die Beitr\u00e4ge in diesem Band. Sie machen allerdings auch deutlich, wie sich die japanische Popul\u00e4rkultur am Massengeschmack orientiert und durch Konsumindustrie und Kommerz beeinflusst wird. Dadurch werden bestehende Geschlechterbilder reproduziert, die den Status quo best\u00e4tigen. 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