{"id":13017,"date":"2014-07-16T12:05:31","date_gmt":"2014-07-16T11:05:31","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=13017"},"modified":"2020-07-10T02:03:39","modified_gmt":"2020-07-10T00:03:39","slug":"kagura-workshop-bericht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=13017","title":{"rendered":"Kagura-Workshop Bericht"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_13020\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/kagura1.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13020\" class=\"wp-image-13020\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/kagura1.jpg\" alt=\"Zwei der Kagura-Torimono: Der Glockenstab und der F\u00e4cher\" width=\"400\" height=\"257\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/kagura1.jpg 800w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/kagura1-300x192.jpg 300w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/kagura1-768x492.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13020\" class=\"wp-caption-text\">Zwei der Kagura-Torimono: Der Glockenstab und der F\u00e4cher<\/p><\/div>\n<p>Am Freitag den 11. Juli gab es an der Uni die besondere Gelegenheit, von einer gelernten T\u00e4nzerin und Miko einige Tanzschritte des Kagura-Tanzes zu erlernen.<!--more--><\/p>\n<p>Die Veranstaltung begann mit einem Vortrag von Frau Miho Takayasu, die den Studentinnen die Geschichte des Kagura-Tanzes und die verschiedenen Arten dieser Tanzform erl\u00e4uterte. Kagura ist ein traditioneller Shint\u00f4-Tanz, durch den die Gottheiten eingeladen werden dem Tanz beizuwohnen und einen Segen zu geben. Im heutigen Japan machen beispielsweise auch Baseball-Mannschaften von diesem Angebot Gebrauch und erhoffen sich durch eine gesponsorte Kagura-Performance bessere Chancen in der bevorstehenden Saison.<\/p>\n<div id=\"attachment_13023\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/kagura3.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13023\" class=\"wp-image-13023\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/kagura3.jpg\" alt=\"Der gemeinsame Kagura-Tanz\" width=\"300\" height=\"400\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/kagura3.jpg 600w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/kagura3-225x300.jpg 225w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/kagura3-420x560.jpg 420w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13023\" class=\"wp-caption-text\">Der gemeinsame Kagura-Tanz<\/p><\/div>\n<p>Allgemein ist der Kagura in zwei Untergruppen einzuteilen: Kagura, der am kaiserlichen Hof praktiziert wird (<em>mikagura<\/em>) und Kagura, der vom Volk praktiziert wird (<em>satokagura<\/em>). Frau Takayasu tanzt schon seit ihrer Kindheit eine Untergruppe des <em>satokaguras<\/em>, den Miko-Kagura. Wie der Name schon sagt, wird dieser Tanz traditionell von den Mikos von Shint\u00f4-Schreinen getanzt. Beim Miko-Kagura wird die Gottheit eingeladen, in den K\u00f6rper der T\u00e4nzerin zu kommen, also performt die T\u00e4nzerin in diesem Moment sozusagen durch die Gottheit in ihr. Nach der Meiji-Restauration 1868 und Modernisierungsbestrebungen wurde dieser Kagura-Tanz, \u00e4hnlich wie andere folkloristische und spirituelle Praktiken eine Zeit lang verboten. Allerdings wurde bald der Kagura auch wieder als japanisches Kulturgut anerkannt und dokumentiert.<\/p>\n<div id=\"attachment_13024\" style=\"width: 410px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/kagura4.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13024\" class=\"wp-image-13024\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/kagura4.jpg\" alt=\"kagura4\" width=\"400\" height=\"329\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/kagura4.jpg 730w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/kagura4-300x247.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 400px) 100vw, 400px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13024\" class=\"wp-caption-text\">Beginn des Workshops<\/p><\/div>\n<p>Beim Kagura werden eine Reihe von verschiedenen Gegenst\u00e4nden w\u00e4hrend des Tanzens in der Hand gehalten, die sogenannten <em>torimono<\/em>. Dazu geh\u00f6rt unter anderem ein Glockenstab, ein F\u00e4cher, ein Zweig des Sperrstrauchs, die Kudzu-Blume oder das Schwert. Das Schwert kommt im Miko-Kagura eigentlich nicht sehr oft vor, aber der Schwerttanz (Tsurugi no Mai), der Gegenstand des Workshop-Teils war, ist beispielsweise in Osaka beliebt, wo Frau Takayasu herkommt.<\/p>\n<p>Im Workshop erkl\u00e4rte Frau Takayasu den Studentinnen zuerst einmal die richtige Art zu stehen und zu atmen: Gerade R\u00fccken, locker in den Knien, Einatmen durch die Nase und Ausatmen durch den Mund. Dann lernten die Studentinnen Schrittfolgen und schlie\u00dflich wurden auch die &#8222;Schwerter&#8220; (in diesem Falle: zusammengefaltete F\u00e4cher, Stifte oder Lineale) zum Tanz benutzt. Frau Takayasu erkl\u00e4rte, dass man sich den Tanz als verschiedene wiederholende Vierecks, Dreiecks- und Kreisbewegungen vorstellen sollte. Wie man auf dem Diagramm sieht, wird so der ganze Raum einmal mit allen Tanzbewegungen gef\u00fcllt. Am Ende dreht die T\u00e4nzerin sich noch einmal in alle Richtungen des Raumes.<\/p>\n<div id=\"attachment_13025\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/kagura2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-13025\" class=\"wp-image-13025\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/kagura2.jpg\" alt=\"Eine Niederschrift der Kagura-Tanzbewegungen.\" width=\"300\" height=\"303\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/kagura2.jpg 600w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/kagura2-297x300.jpg 297w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2014\/07\/kagura2-120x120.jpg 120w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-13025\" class=\"wp-caption-text\">Eine Niederschrift der Kagura-Tanzbewegungen.<\/p><\/div>\n<p>Nach einigen Durchg\u00e4ngen des Schwerttanzes durften die Studentinnen zum Abschluss auch die Schmetterlings-Bewegung mit den goldenen F\u00e4chern ausprobieren. Dabei war es besonders schwierig eine flie\u00dfende Bewegung zu erreichen, die tats\u00e4chlich wie ein flatternder Schmetterling aussieht. Auch hierbei war die Atmung sehr wichtig.<\/p>\n<p>Insgesamt war die Atmosph\u00e4re sehr locker und der Workshop brachte viel Spa\u00df f\u00fcr die Studentinnen. Wir hoffen auch in Zukunft solche Veranstaltungen anbieten zu k\u00f6nnen, bei denen die Studierenden sich praktisch mit Facetten der japanischen Kultur besch\u00e4ftigen k\u00f6nnen. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an Frau Miho Takayasu, die extra f\u00fcr diesen Workshop an unsere Uni kam! Wer sich f\u00fcr ihren Kagura-Tanz und auch ihre anderen Performances interessiert, kann sich ihren Youtube-Channel anschauen: http:\/\/www.youtube.com\/user\/MihoTakayasu\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Freitag den 11. 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