{"id":12280,"date":"2013-12-18T18:41:18","date_gmt":"2013-12-18T17:41:18","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=12280"},"modified":"2020-07-16T16:50:49","modified_gmt":"2020-07-16T14:50:49","slug":"bachelor-plus-5-questions-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=12280","title":{"rendered":"Bachelor Plus 5 Questions"},"content":{"rendered":"<p>Heute sprechen wir in unserer <a title=\"Bachelor Plus 5 Questions\" href=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=12185\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Interviewreihe<\/a> \u00fcber die Forschungsprojekte des zweiten Bachelor Plus Jahrgangs mit Sarah Ferchau. Frau Ferchau hat ihr BA+ Jahr an der Nanzan Daigaku in Nagoya verbracht und dort die &#8222;<b>Vermittlung landeskundlicher Inhalte im Deutschunterricht an japanischen Universit\u00e4ten&#8220; <\/b>erforscht.<\/p>\n<h1><b>Deutschunterricht an japanischen Universit\u00e4ten<\/b><\/h1>\n<p><i>Moderner Fremdsprachunterricht beruht nicht nur auf der Vermittlung von Sprache, sondern vor allem auch darauf, dass die Lernenden erkennen, wann und wo sie das Gelernte im Alltag in einem fremden Land einsetzen k\u00f6nnen.<\/i><i> Bei dieser Verbindung von Sprachunterricht und Landeskunde im Deutschunterricht setzt Frau Ferchaus Projekt an. <\/i><i>Hierf\u00fcr hat sie im Deutschunterricht hospitiert und mit den Lehrkr\u00e4ften Interviews gef\u00fchrt. <\/i><\/p>\n<p><b>BA+:<\/b> Frau Ferchau, Sie besch\u00e4ftigen sich in Ihrem Projekt mit dem sogenannten &#8222;landeskundlichen Unterricht&#8220; \u2013 was k\u00f6nnen wir uns denn darunter vorstellen?<\/p>\n<div id=\"attachment_12281\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/DSCI0038.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12281\" class=\"  wp-image-12281\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/DSCI0038.jpg\" alt=\"Ferchau_DaF_1\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/DSCI0038.jpg 1024w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/DSCI0038-300x225.jpg 300w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/DSCI0038-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-12281\" class=\"wp-caption-text\">Frau Ferchau im Gespr\u00e4ch mit Studierenden an der Nanzan Daigaku<\/p><\/div>\n<p>Ich m\u00f6chte untersuchen, inwieweit der japanische Deutschunterricht sich dem g\u00e4ngigen modernen Konzept des Deutsch als Fremdsprache (DaF) Unterrichts, also der Verbindung von Landeskunde und Sprachunterricht, anpasst. Dabei ist es mir wichtig, Problempunkte und deren Ursachen herauszufinden und somit, wenn m\u00f6glich, zu einem besseren Lehrkonzept beitragen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>BA+:<\/b> Welche Erfahrungen oder Erlebnisse haben Sie im Deutschunterricht an der Nanzan Daigaku gemacht?<i><\/i><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Zu viele, um sie in ein paar S\u00e4tzen zusammenfassen zu k\u00f6nnen! Mir war es in Deutschland nicht m\u00f6glich gewesen, eine passende Stelle zu finden, um Lehrerfahrungen zu sammeln. Durch die Hilfe von <a href=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=5202\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Herrn Riessland<\/a>\u00a0von der Nanzan Daigaku habe ich jedoch Einblicke in alle Bereiche der Fakult\u00e4t und sogar an anderen Universit\u00e4ten erhalten. Erfahrungen, die f\u00fcr eine angehende Deutschlehrerin von unsagbarer Bedeutung f\u00fcr das zuk\u00fcnftige Arbeiten sind.<\/p>\n<p><b>BA+:<\/b> F\u00fcr welche Themen interessieren sich die japanischen Studierenden nach Ihren Erfahrungen denn besonders?<i><\/i><\/p>\n<div id=\"attachment_12282\" style=\"width: 610px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/DSCI0018.jpg\"><img decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-12282\" class=\"  wp-image-12282\" src=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/DSCI0018.jpg\" alt=\"Ferchau_DaF_2\" width=\"600\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/DSCI0018.jpg 1024w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/DSCI0018-300x225.jpg 300w, https:\/\/moja.phil.hhu.de\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/DSCI0018-768x576.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-12282\" class=\"wp-caption-text\">Frau Ferchau im Deutschunterricht an der Aichi Ky\u00f4iku Daigaku<\/p><\/div>\n<p>Die\u00a0Allgemeinheit der Studierenden ist vor allem am Kontakt zu ausl\u00e4ndischen Studierenden und dem Kulturaustausch interessiert. Hierbei ist zu bedenken, dass der Gro\u00dfteil Englisch studiert und viele diese Chance auch nutzen m\u00f6chten, um ihre Englischkenntnisse zu verbessern.<\/p>\n<p>Die Studierenden der deutschen Fakult\u00e4t sind da schon anders. Sie m\u00f6chten Deutsch sprechen, \u00fcber Deutschland reden und Fragen stellen und \u00fcber m\u00f6gliche Auslandsaufenthalte beraten werden usw. Alles in allem scheinen sie wirklich froh, auch deutsche Kontakte erhalten zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><b>BA+:<\/b> Die Studierenden von Modernes Japan kennen aus dem \u201eMinna-no-nihongo\u201c die sch\u00f6nen Geschichten von Mir\u0101-san oder Santos-san \u2013 welche Figuren trifft man in den Lehrb\u00fcchern f\u00fcr Deutschunterricht?<\/p>\n<p>In den meisten moderneren Deutschb\u00fcchern gibt es keine festen Charaktere mehr und es werden je nach Lektion neue Personen vorgestellt. In einem der japanischen Lehrwerke, das an der Nanzan Universit\u00e4t verwendet wird, gibt es aber noch die immer wiederkehrenden Charaktere. Das Besondere an diesem Werk ist, dass es speziell f\u00fcr japanische Studierende konzipiert wurde und somit im Buch die deutsche Austauschstudentin Michaela, der japanische Student Goro und der \u00f6sterreichische Dozent Herr Wiesmann zusammentreffen!<\/p>\n<p><b>BA+:<\/b> Die Nanzan-Universit\u00e4t ist ja noch nicht so lange Partneruni. Wie hat sich Ihr Kontakt nach Nagoya entwickelt?<\/p>\n<p>Ich verdanke der Universit\u00e4t sehr viel. Sie hat mich nicht nur in meinem Sprachstudium weitergebracht, sondern hat mir auch durch ihr weit gef\u00e4chertes Angebot an zus\u00e4tzlichen Kursen wie Politik, Business und Shod\u014d ein Lernen erm\u00f6glicht, das mir bisher verwehrt geblieben ist. Diese neuen Erfahrungen haben mir zus\u00e4tzlich gezeigt, wie viel ich eigentlich mit meinem Studium der Japanologie erreichen kann.<\/p>\n<p><b>BA+:<\/b> Wir freuen uns, dass Ihr Japanaufenthalt im Rahmen des BA+ Ihnen das nochmal verdeutlicht hat und w\u00fcnschen f\u00fcr die Bachelor Arbeit alles Gute und viel Erfolg! Frau Ferchau, vielen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute sprechen wir in unserer Interviewreihe \u00fcber die Forschungsprojekte des zweiten Bachelor Plus Jahrgangs mit Sarah Ferchau. Frau Ferchau hat ihr BA+ Jahr an der Nanzan Daigaku in Nagoya verbracht und dort die &#8222;Vermittlung landeskundlicher Inhalte im Deutschunterricht an japanischen Universit\u00e4ten&#8220; erforscht. Deutschunterricht an japanischen Universit\u00e4ten Moderner Fremdsprachunterricht beruht nicht nur auf der Vermittlung von Sprache, sondern vor allem auch darauf, dass die Lernenden erkennen, wann und wo sie das Gelernte im Alltag in einem fremden Land einsetzen k\u00f6nnen. Bei dieser Verbindung von Sprachunterricht und Landeskunde im Deutschunterricht setzt Frau Ferchaus Projekt an. Hierf\u00fcr hat sie im Deutschunterricht hospitiert und mit den Lehrkr\u00e4ften Interviews gef\u00fchrt. BA+: Frau Ferchau, Sie besch\u00e4ftigen sich in Ihrem Projekt mit dem sogenannten &#8222;landeskundlichen Unterricht&#8220; \u2013 was k\u00f6nnen wir uns denn darunter vorstellen? Ich m\u00f6chte untersuchen, inwieweit der japanische Deutschunterricht sich dem g\u00e4ngigen modernen Konzept des Deutsch als Fremdsprache (DaF) Unterrichts, also der Verbindung von Landeskunde und Sprachunterricht, anpasst. 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