{"id":11063,"date":"2013-02-18T14:19:30","date_gmt":"2013-02-18T13:19:30","guid":{"rendered":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=11063"},"modified":"2020-07-22T14:30:20","modified_gmt":"2020-07-22T12:30:20","slug":"japan-auf-der-berlinale-2013-capturing-dad","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/moja.phil.hhu.de\/?p=11063","title":{"rendered":"Japan auf der Berlinale 2013 &#8211; Capturing Dad"},"content":{"rendered":"<p><i>Capturing Dad<\/i> (Chichi o tori ni) von Nakano Ryota ist eine Hommage an die Familie. Genauer gesagt an die Mutter des Regisseurs und deren \u201eCoolness\u201c, meint Nakano. Seine Mutter zog ihn und seinen Bruder nach dem Tod seines Vaters allein gro\u00df (Nakano war zu diesem Zeitpunkt sechs Jahre alt).<\/p>\n<p>Im Film wurden die beiden Schwestern Koharu, 17, und Hazuki, 20, von ihrer Mutter aufgezogen, nachdem der Vater seine Familie f\u00fcr eine andere Frau verlie\u00df. Nun viele Jahre sp\u00e4ter bekommt die Mutter der beiden einen Anruf: ihr geschiedener Mann liegt im Sterben und die M\u00e4dchen sollen ihren Vater besuchen &#8211; \u00a0um Abschied zu nehmen und um f\u00fcr ihre Mutter ein Foto von ihm zu machen. Allerdings nicht aus sentimentalen Gr\u00fcnden, sondern damit sie \u00fcber ihn lachen kann.<\/p>\n<p>Immer humorvoll und liebevoll folgt Nakano den beiden Schwestern, die von Yanagi Erisa und Matsubara Nanoka wunderbar gespielt werden, auf ihrer Begegnung mit der Familie des Vaters. Damit die M\u00e4dchen und Watanabe Makiko, die die Mutter der beiden spielt, eine \u00fcberzeugende Familie darstellen konnten, lie\u00df Nakano die beiden, die sich durch den Dreh erst kennenlernten, h\u00e4ndchenhaltend Einkaufen gehen. Und dann mit der Filmmutter Gy\u00f4za kochen &#8211;\u00a0 und schon war die Familie da.<\/p>\n<p>Es ist in gewissem Sinne ein sehr \u201eJapanisch\u201c anmutendender Film. Wer sich mit japanischen Sitten nicht so gut auskennt, r\u00e4tselt wohl \u00fcber die Beerdigungsriten, den Job der einen Tochter im Dayclub (als Hostess) und anderes. Dennoch macht dies f\u00fcr manche sicherlich auch mit den Reiz dieses Films aus.<\/p>\n<p>Fazit: <i>Capturing Dad<\/i> ist, trotz des ernsten Themas, ein \u201egute Laune\u201c-Film, der einen den japanischen Sommer f\u00f6rmlich auf der Haut sp\u00fcren l\u00e4sst.<\/p>\n<p>F\u00fcr alle, die neugierig geworden sind: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=Btea5iMFAJs\">Hier<\/a> der Trailer.<\/p>\n<p><em>Stephanie Klasen<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Capturing Dad (Chichi o tori ni) von Nakano Ryota ist eine Hommage an die Familie. Genauer gesagt an die Mutter des Regisseurs und deren \u201eCoolness\u201c, meint Nakano. Seine Mutter zog ihn und seinen Bruder nach dem Tod seines Vaters allein gro\u00df (Nakano war zu diesem Zeitpunkt sechs Jahre alt). Im Film wurden die beiden Schwestern Koharu, 17, und Hazuki, 20, von ihrer Mutter aufgezogen, nachdem der Vater seine Familie f\u00fcr eine andere Frau verlie\u00df. Nun viele Jahre sp\u00e4ter bekommt die Mutter der beiden einen Anruf: ihr geschiedener Mann liegt im Sterben und die M\u00e4dchen sollen ihren Vater besuchen &#8211; \u00a0um Abschied zu nehmen und um f\u00fcr ihre Mutter ein Foto von ihm zu machen. Allerdings nicht aus sentimentalen Gr\u00fcnden, sondern damit sie \u00fcber ihn lachen kann. Immer humorvoll und liebevoll folgt Nakano den beiden Schwestern, die von Yanagi Erisa und Matsubara Nanoka wunderbar gespielt werden, auf ihrer Begegnung mit der Familie des Vaters. 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