Alle Artikel mit dem Schlagwort: Theater

Kagura: ein Tanz für die Götter – aber wie lange noch?

In den Semesterferien waren einige unserer MA-Studierenden zusammen mit Prof. Shingo Shimada zu einer Exkursion in der Präfektur Shimane und haben dort die Auswirkungen des demographischen Wandels für den ländlichen Raum in Japan erforscht. Wir starten dazu nun eine Serie von Artikeln, in denen uns die MA-Studierenden von ihren Erlebnissen berichten. Den Anfang macht heute Thomas Ladurner, der von einem Tanz für die Götter berichtet: Und im Nu sprang die achtköpfige Riesenschlange hervor und verschlang die Prinzessin Inada. Mit dieser Szene eröffneten die Schausteller des Kagura-Ensembles ihre Performance. Kagura? Noch nie davon gehört? Auch wir Teilnehmer der fünftägigen Japan-Exkursion konnten uns anfangs wenig unter diesem Begriff vorstellen. Was ist Kagura? „Halb Nō, halb Kabuki, ein Mix aus beidem kennzeichnet diese theatrale Unterhaltungsform“, erklärt uns zu Beginn der Aufführung Frau Sumikawa, Leiterin des Michikawa Kagura-Ensembles. Und hauptsächlich hier sei dieses Schauspiel anzutreffen, in der zweitkleinsten Präfektur Japans: Shimane.

Projektseminar mit Theateraufführung

Im Sommersemester bieten Christian Tagsold und Elisabeth Scherer ein besonderes Projektseminar an: „Japan in der westlichen Populärkultur um 1900“. Das besonderes dabei ist, dass wir gemeinsam ein Papiertheater bauen, ein Stück einstudieren und im Oktober öffentlich vorführen. Termin für das Seminar ist mittwochs um 16.30 Uhr, es wird aber auch Blocktermine am 1. und 2. Juni geben. Das Seminar gehört zum kulturwissenschaftlichen Themenmodul (KTM), kann aber auch im Wahlpflichtbereich (BA und MA) angerechnet werden, wenn sich die betreffende Person als Schauspieler/in oder Musiker/in in das Stück einbringt. Grundsätzlich sind alle kreativen Vorschläge sehr willkommen! Die Anmeldung erfolgt über das LSF. Zum Seminarinhalt Japan nimmt seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen prominenten Platz in der Imagination des Westens zum Fremden und Exotischen ein. Das schlägt sich  in der Populärkultur der Zeit deutlich nieder. Operetten wie „Madame Butterly”, Romane wie „Madame Chrysanthème” des französischen Autors Pierre Loti oder die Begeisterung für ukiyoe in der Kunst verleihen der Begeisterung Form. Eine wichtige Rolle für die Verbreitung von Japan im Westen sind dabei die Weltausstellungen, die in …

„Futari Shizuka“ – deutsche Erstaufführung einer Kammeroper

Eine sehr interessante Veranstaltung gibt es für alle, die sich für Musik und Oper begeistern: Am 03. Dezember wird in der Kölner Philharmonie die Kammeroper „Futari Shizuka“ des japanischen Komponisten Toshio Hosokawa aufgeführt. Das Stück handelt von einer japanischen Tänzerin des 12. Jahrhunderts, deren Geist in den Körper eines gestrandeten Flüchtlingsmädchens einfährt. In dem Zwiegespräch der beiden Seelen, die sich nun einen Körper teilen, verarbeiten die Frauen traumatische Ereignisse ihrer zeitlich so weit voneinander entfernten Lebensgeschichten; dabei werden oft auch Bezüge zu historischen Ereignissen und aktuellem Weltgeschehen mit in die Geschichte eingebungen. Toshio Hosokawa verbindet in dieser Kammeroper Elemente, die aus japanischer Musik bekannt sind, mit Mustern klassischer europäischer Musik und lässt auch Einflüsse des japanischen Nō-Theaters mit in das Schauspiel einfließen. Für alle, die sich für diese ganz besondere Mischung interessieren, wird sich ein Besuch sicher lohnen! Karten und weitere Informationen finden sich hier direkt auf der Website der Kölner Philharmonie.

Günstige Tickets für das Theaterstück „Time’s a Journey through a Room“

Für MoJa-Studenten gibt es vergünstigte Theaterkarten für das Stück „Time’s a Journey through a Room“ am Freitag, den 28.10. um 20:00. Eine Karte kostet nur 6 Euro. Interessierte müssen sich bis nächsten Donnerstag, 27.10.16, bei Frau Menzler (hannah.menzler@online.de) melden. Die Karten können an der Abendkasse ab einer Stunde vor Vorstellungsbeginn abgeholt werden. Das Stück ist in Japanisch mit deutscher Übertitelung. Im Anschluss danach findet auch ein Publikumsgespräch mit Toshiki Okada statt, zu dem die Studierende herzlich eingeladen sind. Eine Übersetzerin ist auch anwesend. Der Regisseur Okada Toshiki thematisiert in seinem neuen Stück die komplexe Widersprüchlichkeit der japanischen Gesellschaft nach Fukushima.  Standen direkt nach der Katastrophe neben Schock und Trauer vor allem die Hoffnung auf einen breiten gesellschaftlichen und politischen Wandel im Vordergrund, so ist von dieser Aufbruchsstimmung heute nicht viel geblieben. Sie wird überschattet von der Enttäuschung über Stagnation und ausbleibenden Fortschritt sowie dem Gefühl der latenten Bedrohung. Okada widmet sich in diesem ambivalenten Zustand unserer Gegenwart und erschafft gemeinsam mit dem bildenden Künstler Tsuyoshi Hisakado eine vielschichtige Sound-  und Bühnenlandschaft. Körper und Sprache verbinden sich zu einer faszinierenden Welt. Das …

4. Nippon Performance Night

Wir haben wieder eine tolle Ankündigung! Von Mittwoch 26.10. bis Samstag 29.10. findet im FFT zum vierten Mal die Nippon Performance Night mit verschiedenen Veranstaltungen statt. Ein Highlight ist das Theaterstück „Time’s Journey Through a Room“ von Okada Toshiki. Daneben lädt ein interaktiver Spaziergang durch Düsseldorf dazu ein, die Stadt aus einer anderen Perspetkive zu erkunden. Außerdem wird es verschiedene Tanzperformances, wie z.B. von Matsune Michikazu, sowie Konzerte geben. Das FFT bietet für größere Gruppen vergünstigte Tickets zum Preis von 6 Euro an. Gruppenreservierungen können direkt mit Frau Grawinkel (0211/ 87 67 87-13, grawinkel@fft-duesseldorf.de) besprochen werden.

Aufführung von Brechts „Fatzer“ von der japanischen Theatergruppe Chiten

Am Freitag 8. Juli und am Samstag 9. Juli gibt es in Mühlheim eine tolle Gelegenheit Theater auf Japanisch zu erleben! Im Zuge der „Fünften Mülheimer Fatzer Tage“ führt die japanische Schauspielgruppe Chiten das Theaterstück Fragment Fatzer von Berthold Brecht auf Japanisch mit Deutschen Übertiteln auf. Unterstützt wird sie durch die Rockband kukangendai. Das Stück Fatzer handelt von einer Gruppe von Soldaten, die während dem ersten Weltkrieg desertieren und sich in Mühlheim bei der Ehefrau von einem der Soldaten verstecken. Dort warten sie auf die Revolution und versuchen, gemeinsam die neue Gesellschaft vorzubereiten. Widerstreitende Interessen und der Charakter von Fatzer, dem charismatischen aber auch unzuverlässigen Anführer der Gruppe, führen jedoch zu schweren Konflikten. Brechts Aussage des Stücks lautet: Der Bestand jedes zivilisatorischen Guts, jedes gesellschaftlichen Fortschritts ist ungesichert. Die Schauspielgruppe Chiten besteht aus jungen Theatermacher/innen und dem Regisseur Miura Motoi aus Kyôto. Sie haben bereits in verschiedenen Ländern Europas Gastspiele gegeben und sind nun zum ersten Mal in Deutschland. Ihre Inszenierungen zeichnen sich durch einen musikalischen Umgang mit Sprache aus, bei dem Tonfall und Rhythmus eine …

Tipp: Nippon Performance Night

Eine tolle Gelegenheit: Vom 22. bis 24. Oktober gibt es in Düsseldorf wieder die Nippon Performance Night, die vom Forum Freies Theater, dem Salon des Amateurs und der Filmwerkstatt organisiert wird. Zahlreiche Künstler aus Japan haben in Düsseldorf und Umgebung ihre zweite Heimat gefunden. Die Nippon Performance Night stellt aktuelle Arbeiten aus der japanischen Künstler-Community sowie internationale Gastspiele vor und lädt zur Begegnung mit experimenteller Musik, Performance, Installation und Multimedia ein. Das Eröffnungskonzert findet in der Filmwerkstatt, die Abschlussparty im Salon des Amateurs statt. Auf dem Programm stehen unter anderem eine Tanzinstallation, die sich an die Teezeremonie anlehnt („MatchAtria“) und Reminiszenz an die optischen Wunderkammern des 18. Jahrhunderts unter dem Titel „Fringe der Kleiderschrank“. Das gesamte Programm  mit Informationen zu den Künstlern, Bildern und Videos gibt es auf der Webseite des FFT. Unsere Fachschaft wird einen Gruppenbesuch bei der Nippon Performance Night organisieren. Weitere Informationen dazu folgen noch.