Alle Artikel mit dem Schlagwort: Japanaufenthalt

Studienaufenthalt in Japan ab SoSe 23

Im Rahmen der Austauschprogramme zwischen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf /der Philosophischen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität und den folgenden Universitäten in Japan werden 20 Studienplätze für einen einjährigen Studienaufenthalt in Japan vom April 2023 bis März 2024 vergeben. Bunkyō-Universität (2 Plätze, BA) Dokkyō-Universität (1 Platz, MA) Kwanseigakuin-Universität (1 Platz für BA, 2 Plätze für MA) Nagasaki Universität (5 Plätze, BA+MA)* Kyūshū Universität (4 Plätze, BA+MA)** Ryūkyū-Universität (5 Plätze, BA) * für die Bewerbung muss ein JLPT N3 (Zertifikat) vorliegen** für die Bewerbung muss ein JLPT N1 (Zertifikat) vorliegen Falls Sie Interesse an einer Bewerbung haben, empfiehlt sich der Besuch der Informationsveranstaltung über den Japanaufenthalt, die am 07.04. startet. Dort werden die Partneruniversitäten vorgestellt, aber auch Fördermöglichkeiten (zB Stipendien, Auslands-Bafög). Es werden auch Studierende über ihre Erfahrungen berichten.

Akademisches Arbeiten während der Pandemie – eine Zwischenbilanz

Ein Beitrag von Angela Schuricht. Ins kalte Wasser geworfen – der Anfang Als ich während meines einjährigen Japanaufenthaltes im Januar 2020 zum ersten Mal von der neuen Variante des Corona-Virus (新型コロナウイルス) hörte, die schon kurz darauf zu „uns“ nach Yokohama kommen sollte, war ich nur wenig besorgt. Dass innerhalb kürzester Zeit Masken und Toilettenpapier zu Mangelware wurden, fand ich zu diesem Zeitpunkt sogar noch befremdlich. Da ich ohnehin Ende Februar wieder nach Deutschland zurückkehren sollte, erwartete ich, dass dort alles wieder ganz normal wäre. In Deutschland wäre ich so weit weg von der Krise, die ich in Japan kennengelernt habe, dass ich niemals erwartet hätte, dass wir 2 Jahre später noch immer inmitten einer globalen Pandemie wären. Doch tatsächlich sollte schon etwa zwei Wochen nach meiner Rückkehr der erste Lockdown in Deutschland beschlossen werden und mir wurde der Ernst der Lage schlagartig bewusst. Auch der rasante Ausverkauf von Toilettenpapier und Masken wirkte dann gar nicht mehr so seltsam auf mich. Zu Beginn des Sommersemesters änderte sich das Studium für uns alle drastisch. Innerhalb kürzester Zeit …

Japan-Aufenthalt in Coronazeiten. Ein Blick zurück.

Ein Jahr an einer japanischen Uni, in dem man fast überall Maske trägt, kaum einmal den Campus betritt und nur eine Stunde Unterricht in Präsenz hat – das hätte man sich vor 2020 wohl kaum so vorgestellt. Von März 2020 bis Februar 2021 hat unsere Masterstudentin Ariane Hertel in Japan gelebt und an der Ferris-Universität in Kanagawa studiert und berichtet über dieses besondere Jahr.

Unterricht zu sechst? Ein Besuch an den Schulen von Hikimi

[slideshow_deploy id=’18096′]   Wir setzen heute unsere Serie über die Exkursion nach Shimane fort, die MA-Studierende in den letzten Semesterferien zusammen mit Prof. Shingo Shimada unternommen haben. Denise Schieberl berichtet über Besuche an zwei Schulen, die den demographischen Wandel für die Teilnehmer/innen deutlich greifbar gemacht haben.  Im Rahmen unserer Shimane-Exkursion besuchten wir am zweiten Tag die Grundschule sowie die Mittelschule von Hikimi und erhielten so interessante Einblicke in den Alltag der Schülerinnen und Schüler, der sichtlich von den Konsequenzen des Bevölkerungsschwundes in der Region beeinflusst ist – denn Hikimi gilt als ein Ort in Japan, für den der Begriff kaso (zu deutsch: Entvölkerung) besonders charakteristisch ist. Zuerst fuhren wir zur Grundschule von Hikimi und wurden dort vom Direktor herzlich begrüßt. In einer kurzen Einführung erfuhren wir erste spannende Dinge über die Besonderheiten der Institution, in welcher aktuell insgesamt nur 22 Schülerinnen und Schüler aus eigentlich sechs Jahrgangsstufen unterrichtet werden – eigentlich. Denn an der Schule gibt es mittlerweile so wenige Schülerinnen und Schüler, dass Klassen zusammengefasst werden mussten. So werden jeweils Erst- und Zweitklässler, Dritt- …

Bericht zu einer Forschung in Japan: Meine Reise nach Ihatôv

Für ihre Masterarbeit ist unsere Studentin Akemi Harada in ein sehr ländliches Gebiet Japans vorgedrungen: Auf den Spuren des Autors Miyazawa Kenji bereiste sie die Präfektur Iwate und berichtet hier von ihren Erfahrungen. „Meine Geschichten hier, die habe ich alle in den Wäldern, auf den Feldern, an den Geleisen der Eisenbahn geschenkt bekommen vom Regenbogen und vom Mondschein.“ (zitiert aus der Vorrede zu „Das Gasthaus mit den vielen Aufträgen“ von Miyazawa Kenji, übersetzt von Johanna Fischer „Früchte des Ginkgo“ 1980, Günther Neske Verlag) Diese Worte fielen mir direkt ein, als ich zum ersten Mal die Präfektur Iwate besuchte! In der Heimatpräfektur des Autors Miyazawa Kenji (1896–1933) sieht man auch heute noch viele der Dinge, von denen er in dem oben genannten Zitat spricht. Kein Wunder, denn viele der literarischen Schauplätze seiner zahlreichen Erzählungen liegen dort. Miyazawa nannte diesen Ort Ihatôv (Der Name ist eine Anlehnung an Iwate in Esperantosprache), ein Märchenland, in dem Tiere und Menschen mit der Natur zusammenleben. 

Neues vom Bachelor Plus: Fünfter Jahrgang

Am Freitag trafen sich die Studierenden des inzwischen fünften Bachelor Plus Jahrgangs bei Kaffee und Kuchen mit dem BA+ Projektteam, um sich kennenzulernen und Fragen rund um die Organisation des BA+ und des geplanten Japanaufenthaltes ab dem WS 2015/16 zu besprechen. Bevor es nach Japan geht, starten Katharina Busch, Maria Neumann, Konstantin Plett, Denise Schieberl und Jessica Stietzel aber zum Semesterbeginn erst mal mit dem Vorbereitungsseminar „Einführung in die empirische Japanforschung“. Auch dieses Jahr haben unsere Studierenden wieder spannende Forschungsprojekte im Gepäck und wir wünschen dem neuen Bachelor Plus Jahrgang viel Spaß und viel Erfolg bei Vorbereitung und Durchführung!

Bachelor Plus Five Questions

Wie sieht der Alltag chinesischer Studierender an einer japanischen Universität aus? Mit Evelyn Szawerski schließen wir heute unsere Interviewreihe mit dem dritten Jahrgang der Bachelor Plus Studierenden ab. Vor ihrem Japanaufenthalt im Rahmen des Bachelor Plus hat Frau Szawerski auch bereits einen Studienaufenthalt in China absolviert – da lag es nahe, die erworbenen Sprachkenntnisse zu nutzen und sich mit chinesischen MigrantInnen in Japan zu beschäftigen. Unter den Überseechinesen hat Frau Szawerski ihr Augenmerk auf die chinesischen Studierenden gelegt. Hier interessiert sie vor allem der Lebensalltag der Studierenden in verschiedenen Kontexten, wie z.B. die Beweggründe für ein Studium in Japan und die Erfahrungen in den verschiedenen Studienkontexten: Wie integrieren sich chinesische Studierende in ein japanisches Studienumfeld? Wie sieht der Kontakt mit japanischen Studierenden aus und welche Zukunftspläne haben die jungen chinesischen Migranten? Diesen und anderen Fragen ist Frau Szawerski im Rahmen Ihres BA+ Projekts „Alltag und Studienumfeld chinesischer Studierender an einer japanischen Universität“ an der Keiô Daigaku in Tôkyô nachgegangen. BA+: Frau Szawerski, was hat Sie daran gereizt, sich mit den „Übersee-Chinesen“ in Japan zu beschäftigen? …

Bachelor Plus 5 Questions

Spielend forschen. Eine dichte Beschreibung der fighting game community in Chiba In unserer Interviewreihe über die Forschungsprojekte des dritten Bachelor Plus Jahrgangs sprechen wir heute mit Gerrit Neumann. Herr Neumann hat seinen Japanaufenthalt an der Chiba Daigaku verbracht und führte sein Forschungsprojekt für den BA+ an einem ungewöhnlichen Ort durch: In einer japanischen Videospielarcade beschäftigte er sich mit der Szene der dortigen Spielerinnen und Spieler. Für viele junge JapanerInnen sind Videospiele ein fester Bestandteil des Alltags. Teil dieses Phänomens ist dabei die sogenannte „E-Sport“-Subkultur (kurz für „elektronischer Sport“), die mit dem traditionellen Sport dahingehend verwandt ist, als dass es auch hier um das Messen im Wettkampf geht. Der Unterschied liegt lediglich darin, dass im E-Sport Computerspiele gespielt werden. In seinem Projekt geht es Gerrit Neumann darum, eine dichte Beschreibung der Community einer Videospielarcade in Chiba, ihrer Struktur und ihres Aufbaus zu erstellen. BA+: Herr Neumann, Sie haben sich einen Forschungsort ausgesucht, der auf den ersten Blick eher ungewöhnlich erscheint. Deutsche Spielhallen gelten als nicht besonders attraktiver Ort – wie kann man sich denn eine japanische Arcade …