Monate: November 2017

Vortrag über politische Schulfeiern in Japan

Am Dienstag, 5. Dezember, ist Ami Kobayashi vom Institut für Erziehungswissenschaften der Humbold-Universität Berlin mit einem spannenden Vortrag bei uns zu Gast. Ihr Thema lautet: „Der Gang als politische Choreographie – Politische Schulfeiern und die Konsolidierung des Nationalstaats in Deutschland und Japan (1873–1945)“. Termin des Vortrags ist von 10.30 bis 12 Uhr im Raum 23.03.01.61. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! Zum Vortragsthema Im Kontext der Entstehung moderner Nationalstaaten wurde u.a. durch Einführung der Schulpflicht und des Militärdienstes der normierte Gang zum Gegenstand der pädagogischen Praxis. In meinem Vortrag zeige ich, mit welchen Mitteln moderne Staaten den unterschiedlichen individuellen Gang ihrer Staatsbürger zu vereinheitlichen und politisch zu „choreographieren“ versuchten. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem in Turnstunden choreographierten Gang, dessen Zweck die erfolgreiche Aufführung (schön und stolz aufmarschieren) bei politischen Veranstaltungen war. Bei politischen Schulfeiern war der Doppelcharakter des Gangs, nämlich zugleich individuelle Bewegung und Element einheitlicher Nationalstaatlichkeit zu sein, besonders sichtbar. In meinen Untersuchungen werden Marschübungen und politische Schulfeiern in deutschen Gymnasien und japanischen Sekundarschulen (jap. Kyūsei-Chūgakkō) verglichen, da Japan seit Beginn seiner Modernisierung …

„International TAIKO Concert nights“ – die Kunst des japanischen Trommelns

Hier ein Veranstaltungshinweis für Fans der japanischen Taiko-Trommeln: Am 8. und 9. Juni 2018 präsentiert die Agentur KAISER DRUMS die „International TAIKO Concert nights“ im Düsseldorfer Robert-Schumann-Saal. Diesmal wird es ganz besonders international: Mit dabei sind das deutsche Taiko-Ensemble WADOKYO, die italienische Gruppe KYOSHINDO und TAIKOPROJECT aus den USA. Die drei Ensembles aus Europa und Amerika demonstrieren zwei Abende lang ihr Können auf der Bühne des Robert-Schumann-Saals und zeigen durch ihre Darbietung, dass Taiko sich auch außerhalb Japans großer Leidenschaft erfreut. Für Rhythmik-Freunde und Musikinteressierte sicher ein tolles Ereignis! Weitere Informationen zu den Konzerten und zum Verkauf der Karten gibt es auf der Website von KAISER DRUMS.

„Futari Shizuka“ – deutsche Erstaufführung einer Kammeroper

Eine sehr interessante Veranstaltung gibt es für alle, die sich für Musik und Oper begeistern: Am 03. Dezember wird in der Kölner Philharmonie die Kammeroper „Futari Shizuka“ des japanischen Komponisten Toshio Hosokawa aufgeführt. Das Stück handelt von einer japanischen Tänzerin des 12. Jahrhunderts, deren Geist in den Körper eines gestrandeten Flüchtlingsmädchens einfährt. In dem Zwiegespräch der beiden Seelen, die sich nun einen Körper teilen, verarbeiten die Frauen traumatische Ereignisse ihrer zeitlich so weit voneinander entfernten Lebensgeschichten; dabei werden oft auch Bezüge zu historischen Ereignissen und aktuellem Weltgeschehen mit in die Geschichte eingebungen. Toshio Hosokawa verbindet in dieser Kammeroper Elemente, die aus japanischer Musik bekannt sind, mit Mustern klassischer europäischer Musik und lässt auch Einflüsse des japanischen Nō-Theaters mit in das Schauspiel einfließen. Für alle, die sich für diese ganz besondere Mischung interessieren, wird sich ein Besuch sicher lohnen! Karten und weitere Informationen finden sich hier direkt auf der Website der Kölner Philharmonie.

Lust auf ein Auslandssemster? Angebote des International Office!

Auch das International Office bietet verschiedene Möglichkeiten, einige Zeit während des Studiums im Ausland zu verbringen. Um sich „im Dschungel der Möglichkeiten“ besser zurechtzufinden, startet das International Office am 28. November 2017 im SSC die GoAbroad-Woche mit zahlreichen Beratungsangeboten zum Thema Auslandsaufenthalt. Das Motto lautet: „Jede/r hat die Chance, während des Studiums ins Ausland zu gehen!“         Angeboten werden unter anderem eine Infomesse am Dienstag, den 28.11 im Gebäude 23.01 mit Fingerfoot, Quiz und Adventskalenderverlosung sowie ein „Tag der Auslandsberatung“ am 29.11 im SSC. Alle Infos finden sich hier: http://www.uni-duesseldorf.de/home/goabroad/goabroad.html

Vortrag zu Personalvermittlung

Am nächsten Dienstag, dem 28.11.wird in Prof. Shimadas Japanischsprachigen Oberseminar ab 16:30 Uhr in Raum 24.21.00.94 eine Vertreterin der Personalvermittlung Career Connections das Unternehmen in einem japanischsprachigen Vortrag vorstellen. Career Connections vermittelt japanischsprachige bzw. international ausgerichtete mehrsprachige Kandidaten und ist in Düsseldorf mit ansässigen japanischen Firmen vernetzt. Interessiert Studierende mit den entsprechenden japanische Sprachkenntnissen sind herzlich eingeladen teilzunehmen.

Übersetzungswerkstatt zu Murakami in Frankfurt

Für alle Murakami-Fans und alle die, die sich für das Übersetzen japanischer Literatur interessieren, gibt es am 14. und 15. Dezember eine sehr interessante Veranstaltung an der Universität Frankfurt. Dabei erhalten die Teilnehmenden unter anderem die Gelegenheit, das Übersetzen unter der Anleitung der bekannten Murakami-Übersetzerin Ursula Gräfe selbst in praktischen Übungen zu erproben. Die Übersetzerwerkstatt der Japanologie Frankfurt widmet sich insgesamt Murakami, seinem Umfeld und der Literatur als Konsumgut sowie der Frage, wie japanische Texte adäquat ins Deutsche übertragen werden können. Beteiligt sind neben Ursula Gräfe auch noch die Übersetzerin Kimiko Nakayama-Ziegler und Literaturwissenschaftler/innen aus der Japanologie. Das genaue Programm ist hier zu finden. Zum Konzept Während man in einem amerikanischen Sammelband zur zeitgenössischen japanischen Literatur Ende der 1990er Jahre noch die Perspektive „Ôe and Beyond“ (1999) einnahm, also die neue Literatur jenseits des Nobelpreisträgers Ôe ansiedelte, muss man heute die zeitgenössische Literatur Japans als Entwicklung der Post-Murakami-Phase betrachten. Tatsächlich schreibt man bald das 40. Jahr seit der spektakulären Ankunft des umstrittenen Avantgardisten Murakami Haruki in einer Literaturlandschaft, die damals noch von den Klassikern der …

Symposium zu Gender-Policies: „Democracy withouth Equality?“

Am Donnerstag, 30. November, findet im Japanisch-Deutschen-Zentrum Berlin ein Symposium zu Gender Policies in Deutschland, Japan und Südkorea statt, das Prof. Michiko Mae organisiert. Die Veranstaltung unter dem Titel „Democracy without Equality?“, die sich dem Themenkomplex Demokratie und Geschlechtergleichstellung widmet, bietet ein umfangreiches Programm mit Vorträgen von Wissenschaftler/innen aus allen drei Ländern. Das Programm ist hier zu finden, alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Anmeldung ist noch bis 20. November möglich (Anmeldeformular). Bei dem Symposium handelt es sich um eine Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) und der Japan Society for the Promotion of Science (JSPS). Hier die ausführliche Beschreibung: Democracy without Equality? – Gender Policies in Germany, Japan and South Korea – Gleichheit und aktive Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben sind in den westlichen Gesellschaften gegenwärtig ein wichtiges Thema; auf nationaler und globaler Ebene werden Geschlechtergleichheit und Diversität durch nationalistische, populistische und fundamentalistische Kräfte in Frage gestellt. Angesichts dieser veränderten Weltlage ist es wichtig, vergleichend zu betrachten, wie Gleichstellungsprozesse zu mehr Demokratisierung und Partizipation beitragen. Während dies bisher vor allem auf Europa und die USA …

5 Fragen BA+: Berufstätige Mütter in Japan

Worüber kann man eigentlich so in Japan forschen? Der Bachelor Plus „Kultur- und sozialwissenschaftliche Japanforschung ermöglicht es den Bachelor um ein Jahr Studieren und Forschen in Japan zu ergänzen. Unterstützt durch ein Teilstipendium des DAAD führen die Studierenden eigene Forschungsprojekte durch und werden dabei durch das Projektteam angeleitet und unterstützt. Im Rahmen der Interviewreihe „5 Fragen BA+“ berichtet der 6. Jahrgang der Bachelor Plus Studierenden in den kommenden Wochen über ihre Erfahrungen mit Studium und Forschung in Japan Den Anfang macht Vu Thuy Doan Huynh, die 2016/17 ein Jahr an der Keiô-Universität in Tokyo studiert und geforscht hat. Sie berichtet im Interview über ihr Auslandsjahr und ihre Forschung zu berufstätigen Müttern.