Monate: November 2014

Bachelor Plus 5 Questions

Spielend forschen. Eine dichte Beschreibung der fighting game community in Chiba In unserer Interviewreihe über die Forschungsprojekte des dritten Bachelor Plus Jahrgangs sprechen wir heute mit Gerrit Neumann. Herr Neumann hat seinen Japanaufenthalt an der Chiba Daigaku verbracht und führte sein Forschungsprojekt für den BA+ an einem ungewöhnlichen Ort durch: In einer japanischen Videospielarcade beschäftigte er sich mit der Szene der dortigen Spielerinnen und Spieler. Für viele junge JapanerInnen sind Videospiele ein fester Bestandteil des Alltags. Teil dieses Phänomens ist dabei die sogenannte „E-Sport“-Subkultur (kurz für „elektronischer Sport“), die mit dem traditionellen Sport dahingehend verwandt ist, als dass es auch hier um das Messen im Wettkampf geht. Der Unterschied liegt lediglich darin, dass im E-Sport Computerspiele gespielt werden. In seinem Projekt geht es Gerrit Neumann darum, eine dichte Beschreibung der Community einer Videospielarcade in Chiba, ihrer Struktur und ihres Aufbaus zu erstellen. BA+: Herr Neumann, Sie haben sich einen Forschungsort ausgesucht, der auf den ersten Blick eher ungewöhnlich erscheint. Deutsche Spielhallen gelten als nicht besonders attraktiver Ort – wie kann man sich denn eine japanische Arcade …

„Wurst trifft Sushi“ – Buch für guten Zweck

„Wurst trifft Sushi“ ist ein interkulturelles Buchprojekt, das 2011 von Japanisch-Lernenden der VHS Düsseldorf und Mühlheim ins Leben gerufen wurde, um Spenden für die Opfer der Dreifachkatastrophe zu sammeln. Nun gibt es mit einem zweiten Band der Reihe einen „Nachschlag“ mit weiteren interkulturellen Geschichten rund um Japan.  Nach Abzug von Materialkosten gehen die gesamten Einnahmen aus dem Verkauf des Buches an die Organisation Ashinaga, die ein Projekt für traumatisierte Kinder in der Tohokuregion gegründet hat, wo diese Kinder z.B. psychologische Betreuung finden. Das Buch ist für 10€ bei Anke Gärtner erhältlich (Kontaktaufnahme per Mail unter anke.gaertner[ätt]uni-due.de). Darüber hinaus wird es am JLPT-Prüfungstag, 7.12.2014,  bei Books Nippon im Foyer der VHS in Düsseldorf zu erwerben sein.

Die Welt der Katari Rezitation – Auftritt, Talkrunde, Workshop

Die Klangschönheit der japanischen Sprache Mit HIRANO Keiko   Sagen, Mythen, Volksmärchen und Epen werden seit alters her mündlich überliefert. Berühmtist das Heike Monogatari (Erzählungen von den Heike), das während der Kamakura-Zeit (Ende 12. Jh. – 1333) niedergeschrieben wurde. Es besteht aus zwei Versionen – dem Yomihon, einem «Lesebuch», und dem Kataribon, einer mündlich überlieferten Version. Daher wissen wir, dass katari, die Rezitation, seit langer Zeit ein bedeutsames Element der japanischen Kultur ist. Die katari-Kunst entwickelte sich vor allem durch ihre Interpreten und beeinflusste ihrerseits weitere traditionelle Künste Japans.

Spannender Gastvortrag zu jungen Japanern im Ausland (u.a. in Düsseldorf)!

Am Montag, 1. Dezember,  gibt es um 18:30 Uhr im Raum 23.03.01.61 einen spannenden Vortrag von Prof. Kamiya Hiroo (Kanazawa Universität) und Prof. Yui Yoshimichi (Hiroshima Universität) zum Thema 日本経済のグロバル化と日本人若者の海外就職 („Die Globalisierung der japanischen Wirtschaft und die Arbeitserfahrungen junger Japaner im Ausland“). Warum gehen junge Japaner zur Arbeit ins Ausland? Welche Motivationen und Erwartungen haben sie? Wie empfinden sie das Leben in der Fremde im Vergleich zu ihrem Alltag in Japan? Ein japanisches Forschungsteam um sechs Professoren der Geographie ist diesen Fragen im Auftrag des japanischen Bildungsministeriums drei Jahre lang (2012–2014) nachgegangen. Sie führten qualitative Interviews mit Japanern in San Francisco, Shanghai, Bangkok und Düsseldorf. In Düsseldorf alleine befragten sie 74 Personen zwischen 18 und 42 Jahren, die nicht als Versetzte, sondern freiwillig nach Deutschland gekommen sind, um dort zu arbeiten und zu leben. Im ihrem Gastvortrag wollen Prof. Kamiya und Prof. Yui, die zwei Leiter des Forschungsteams, nicht nur ihre Ergebnisse von den befragten Japanern aus Düsseldorf präsentieren, sondern auch einen Vergleich zu den anderen untersuchten Städten aufzeigen. Der Vortrag wird auf leichtem Japanisch stattfinden …

Vortrag: Mori Ôgai und Bier

Der junge Militärarzt und Schriftsteller Mori Ôgai kam 1884 mit 22 Jahren nach Deutschland und verbrachte vier Jahre in München, Berlin, Leipzig und Dresden. In dieser Zeit scheint „Bier“ nicht einfach nur ein Getränk gewesen zu sein, das er gerne trank. In seiner Vortragsankündigung verrät sein Urenkel Mori Chisato, dass Bier bedeutsam für Mori Ôgais medizinischen Forschung wurde und auch das Vorhaben, Goethes Faust ins Japanische zu übersetzen, bei einem Bier mit Freunden in Leipzig gefasst wurde. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen zum Vortrag „Ôgai und Bier“ von Mori Chisato (Chiba Universität) am Montag, 24. November um 18 Uhr. Der Vortrag findet auf Japanisch im Hörsaal 2 B statt.

Bachelor Plus 5 Questions

Zwischen Fast Food und traditioneller Kost – Wie ernähren sich Senioren in Japan? Heute sprechen wir in unserer Interviewreihe über die Forschungsprojekte des dritten Bachelor Plus Jahrgangs mit Carolin Maibach. Frau Maibach hat ihr BA+ Jahr an der Nanzan Daigaku in Nagoya verbracht und dort „Die Ernährungsgewohnheiten der älteren Generation Japans – Selbstversorgende Senioren zwischen Fast Food und traditioneller Kost” erforscht. Dabei wollte sie mehr über den Essalltag und die kulinarischen Präferenzen japanischer Senioren herausfinden. Sie führte Leitfadeninterviews mit sich selbstversorgenden, also eigenständig kochenden Senioren und ließ ihre Forschungspartner Esstagebücher ausfüllen, in denen sie eine Woche lang Frühstück, Mittag, Abendessen und Zwischenmahlzeiten dokumentierten. BA+: Frau Maibach, Sie haben sich ja intensiv mit der Ernährung in Japan auseinandergesetzt. Was ist denn Ihr Lieblingsgericht in Japan? Während meines Auslandsaufenthaltes habe ich unzählige Gerichte kennen und lieben gelernt, jedoch ist mein Favorit das klassische Kitsune Udon. Auch in Okonomiyaki habe ich mich verliebt, doch ich brachte es stark mit Osaka inVerbindung, sodass ich es kaum woanders essen wollte. Es war sehr interessant zu beobachten, welchen Stellenwert vor allem regionale …

Bachelor Plus 5 Questions

Die Akahata Shinbun und linker Journalismus in Japan Weiter geht’s in unserer Interviewreihe mit den Studierenden des dritten BA+ Jahrgangs. Unser Studierender Cédric Klein interessiert sich für linken Journalismus in Japan – Grund genug für ihn, sich im Rahmen seines Bachelor-Plus Studiums während seines Aufenthaltes an der Ôsaka Daigaku einmal genauer mit der „Arbeitsweise linker Journalisten in Japan und deren Stellung in der japanischen Medienwelt am Beispiel der Akahata Shinbun“ zu befassen. Er schaffte es, den Kontakt zur Redaktion der Akahata Shinbun herzustellen und mit einigen der Journalisten Interviews zu führen. Im Anschluss an die Dreifach-Katastrophe in Fukushima gab es viel Kritik am Umgang des japanischen Pressewesens mit Informationen. Aktuell hat Ende 2013 das umstrittene neue Geheimhaltungsgesetz (himitsu hogo hô) für Aufsehen gesorgt. Wie die aktuellen Entwicklungen Einfluss auf die Arbeit der Journalisten der als sehr regierungskritisch geltenden Akahata Shinbun nehmen, hat Cédric Klein untersucht. BA+: Herr Klein, warum haben Sie sich gerade die Akahata Shinbun für Ihr Projekt ausgesucht? Ich interessiere mich generell für linken Journalismus. Doch gerade auch in Japan, wo man Bewegungen, …

Bachelor Plus 5 Questions

Unsere Studierenden des inzwischen dritten Bachelor Plus Jahrgangs sind aus Japan zurück und starten jetzt ins Wintersemester in Düsseldorf. Während eines einjährigen Japanaufenthaltes haben Theresa Behle, Cédric Klein, Carolin Maibach, Gerrit Neumann und Evelyn Szawerski an einer der Partneruniversitäten des Instituts studiert und spannende Feldforschungsprojekte zu selbstgewählten Themen bearbeitet. Nach einem Willkommen-zurück-Treffen, bei dem sich alle TeilnehmerInnen des BA+ und das BA+ Projektteam wiedersehen und über die in Japan gemachten Erfahrungen austauschen konnten, wollen wir jetzt natürlich genauer wissen, wie es unseren Studierenden in Japan ergangen ist und wie sie ihre Forschungsprojekte geplant und durchgeführt haben. Wie auch bereits bei den vorangegangenen BA+ Jahrgängen (erster Jahrgang und zweiter Jahrgang) haben wir die Studierenden daher zum Interview gebeten und werden diese in den nächsten Wochen hier auf dem Blog veröffentlichen. Als erste in unserer Reihe berichtet uns Theresa Behle von ihrer Forschung zu „Demenz im familiären Kontext: Die Situation Angehöriger am Beispiel des Pflegeheims Yoriai“. Frau Behle war an der Nanzan Daigaku und hat nach dem Abschluss ihres Studienprogramms mehrere Wochen in der Pflegeeinrichtung Yoriai geforscht …

Musikfest des japanischen Clubs

Als Abschluss seines Jubiläumsjahres veranstaltet der japanische Club am 15. November ab 17 Uhr ein Musikfest. Das Orchester, der Männer- und Sakura-Chor des Japanischen Clubs sowie die japanische Internationale Schule bieten gemeinsam mit deutschen Musikgruppen bekannte Musikstücke dar. In der ersten Hälfte wird die Komposition „懐~Kai~“ (Kindheitserinnerung) von Kuniko Soma aufgeführt, die Orchester und gemischten Chorgesang miteinander vereint. Das Gala-Konzert in der zweiten Hälfte wird einen Schwerpunkt auf Stücke aus bekannten Opern legen.