Monate: Juni 2011

Bewerbung für den Master bis 15. August!

Eine Bewerbung für den Masterstudiengang „Modernes Japan“ ist für interne und externe Bewerber noch bis Montag, 15. August, möglich. Die Zulassung zum Masterstudiengang erfolgt nach Bestehen einer sogenannten „Eignungsfeststellungsprüfung“, für die eine Reihe von Unterlagen eingereicht werden muss. Nähere Informationen zu den Bewerbungsunterlagen finden Sie hier.

Einführung in die Kunst des Rakugo

Die bekannten japanischen Erzählkünstler San’yûtei Kenkô und Hayashiya Hiroki gastieren nächste Woche Freitag, 8. Juli, bei uns am Institut und stellen die Kunst des Rakugo vor. Am Tag darauf, 9. Juli, gibt es außerdem zwei Vorstellungen des Künstlers im Hotel Nikkô. Rakugo ist nicht das Geschichtenerzählen, das wir in Europa kennen – wo die Oma den Enkeln Grimms Märchen vorträgt. Rakugo-Geschichten werden in Theatern, Tempeln, Schreinen, Schulen, Gemeindezentren, sogar Restaurants dargeboten: Viele der Geschichten (hanashi) spielen in der Edo-Zeit, sind also mindestens 150 Jahre alt und werden teilweise seit hunderten von Jahren von Meister zu Lehrling weitergegeben. Ein einziger Darsteller sitzt (kniet) auf einem Kissen und spielt eigenhändig ein komplettes Ensemble – von zwei bis zu über zehn Personen; vom Bettler über den Bauern zum Samurai, vom kleinen Mädchen über die Ehefrau zur Prostiuierten. Als Requisiten stehen ihm dafür lediglich ein Fächer und ein tenugui-Tuch zur Verfügung: Ein Rakugo-Künstler ist also nicht nur ein Geschichtenerzähler, er muss in erster Linie ein hervorragender Schauspieler sein. Die Besucher der Rakugo-Einführung an der Uni Düsseldorf erwarten ein kurzer …

Vortrag über den „Luxus Ehemann“ beim Tag der Universität

Der „Tag der Universität“ am Sonntag, dem 3. Juli 2011, bietet allen Interessierten die Gelegenheit, Wissenschaft zu erleben und sich über die Heinrich-Heine-Universität zu informieren. Auch unser Institut ist mit einem sehr interessanten Beitrag vertreten: Prof. Dr. Annette Schad-Seifert spricht um 13 Uhr im Hörsaal 3E zum Thema „Ehemann als Luxusgut – Japans Trend zur späten Heirat“. Schon seit längerem ist in Japan der Trend beobachtbar, dass das traditionelle Modell der Familie mit lebenslanger Bindung an einen festen Partner an Attraktivität verloren hat. Der damit verbundene Strukturwandel familiärer Beziehungen, der Anstieg an Singles und deren verlängerter Verbleib im elterlichen Haushalt, Aufschub der Heirat und „späte Elternschaft“ oder gänzlicher Verzicht auf Kinder gelten als die hauptsächlichen Verursacher des demografischen Wandels und der damit verbundenen sozialen und ökonomischen Probleme. In den letzten Jahren ist das veränderte Heiratsverhalten vor allem der jungen Frauen in den Fokus der soziologischen Demografiedebatten gerückt. Obwohl bei näherer Betrachtung klar wird, dass Männer ebenso aus freier Wahl heraus unverheiratet bleiben, ist auffällig, dass in den frühen Debatten überwiegend die veränderten weiblichen Einstellungen und …

Sind Lehrer auch nur Menschen?

Für die BA-Plus Studentin Melanie Kopf beginnt im kommenden Wintersemester eine zweite Schulzeit in Japan. Ihr Forschungsprojekt führt sie an eine japanische Schule auf Okinawa, wo sie dem Lehrerideal auf den Zahn fühlen wird. BA-Plus 5 Questions (1) BA+: Zunächst, wie war für Sie die Zeit hinter der Schulbank – in Deutschland? Ich mochte die Schulbank, besonders wenn sie nah am Fenster stand, sodass ich meine Gedanken ein wenig schweifen lassen konnte. (2) BA+: … Im Ernst, ich bin sehr gerne – und stets aufmerksam – in die Schule gegangen, besagte Bank stand immerhin in der zweiten Reihe auf der Seite des Lehrerpults. Dass ich etwas gelernt hatte, zeigte ich gerne; ich war eigentlich immer froh, wenn tatsächlich Leistungen von mir verlangt wurden, und natürlich noch glücklicher, wenn ich dafür Anerkennung erhielt. Die Schule war eine tolle Zeit für mich! (3) BA+: Sie schreiben in Ihrer Projektbeschreibung, Ihre damalige Klassenlehrerin habe gesagt „um ein (guter) Lehrer zu sein, müsse man auch immer Idealist sein“. Wäre das Ihre Zielsetzung, dieser Art von Idealisten in Japan nachzuspüren? …

Eine Entdeckungsreise in die japanische Gegenwartsliteratur

Zum zweiten Mal dieses Jahr öffnete das Goethe-Museum Düsseldorf am Freitag den 17. Juni seine Tore für Japan-Interessierte und Japanologen zu dem Symposium „Jenseits von Murakami – Die ‚andere‘ japanische Literatur der Gegenwart“, veranstaltet vom Institut für Modernes Japan der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im Rahmen der Reihe: „Tokyo – Düsseldorf, und zurück“. Diesmal drehte sich alles um die japanische Gegenwartsliteratur, in der es auch jenseits von Murakami Haruki spannende Werke und Autor/innen zu entdecken gibt. Beispielsweise die Literatur der in Japan lebenden koreanischen Minderheit, die Kristina Iwata-Weickgenannt (DIJ Tokyo) in dem ersten Beitrag „Zwischen den Zeilen. Identitätskonstruktionen in der japankoreanischen Literatur“ vorstellte. Für diese Schriftsteller ist die Frage, ob sie sich als japanisch, koreanisch, japankoreanisch oder vielleicht etwas ganz anderes verstehen, eine, der sie sich kaum entziehen können, selbst wenn sie es wollen. Andersherum fordern sie durch die Präsenz ihrer Stimme Konzepte einer japanischen Nationalliteratur heraus und regen so dazu an zu hinterfragen, was denn eigentlich ‚japanisch‘ ist. Einer ganz anderen Perspektive auf letztere Fragestellung ging Lisette Gebhardt (Universität Frankfurt) in ihrem Vortrag über „Das japanische …

Bericht vom 1. Studentischen Symposium

Im Rahmen der 150 Jahrfeier der japanisch-deutschen Beziehungen veranstalteten auch die Studenten des Instituts für Modernes Japan an der Heinrich-Heine-Universität ein Symposium, auf welchem junge, angehende Forscher ihre Ideen zu Japan, im Kontext von Transkulturalität, vorstellen konnten. Unter dem Thema „Japanische Populärkultur als Hybrid – Das Überschreiten kultureller Grenzen in der Postmoderne“ trugen sowohl Studenten der HHU, als auch Gäste von anderen Universitäten, zu einer lebhaften Diskussion bei und zeigten die Aktualität eines Kulturdiskurses im Rahmen der modernen Japanforschung.

Experimentelle Klänge mit traditioneller Note

Die Modernes Japan-Studentin Annika Raue berichtet von der  „Langen Nacht der Neuen Musik“ am 27. Mai, die ganz im Zeichen einer klanglichen Reise stand – von Tokyo nach Düsseldorf und zurück. Eine lange Nacht mit „Neuer Musik“ fand am 27. Mai in der Robert-Schumann Hochschule statt. Von 18 Uhr bis nach Mitternacht gab es bereits zum dritten Mal an vier verschiedenen Veranstaltungsorten innerhalb der Hochschule neue Klänge sowohl von bekannten Komponisten als auch den Kompositionsklassen des vergangenen Semesters zu hören. Dabei lag der Schwerpunkt auf der Vorstellung von Werken zeitgenössischer japanischer Komponisten.