Monate: Mai 2011

Bericht: Zeitzeugenvortrag im Zakk

Hideto Sotobayashi berichtete vergangene Woche bei seinem zweiten Vortrag im Zuge der 150 Jahre Deutsch – Japanischer Freundschaft im Zakk über seine Erlebnisse bei dem Atombombenabwurf auf Hiroshima im Jahr 1945. Ein Student des Instituts für Modernes Japan, Nicolas Nagel, dokumentiert hier die Veranstaltung. Der Abend startete mit einer Performance von Tomoko Tezuka, Chikako Kaido und Shinsaku Yuasa. Der Auftritt begann damit, dass die Künstler mit Kreide auf den Fußboden malten. Im Hintergrund wurde Flöte gespielt und die drei Performer fingen an, ihre Körper langsam zu bewegen. Diese Bewegungen endeten in krampfartigen Zuckungen. Nach einer japanischen Begrüßung folgten weitere Tänze, unter anderem ein Sommertanz und ein  Krankentanz. Zwischendurch fielen Begriffe wie „Hiroshima“, „6. August“, „Arbeitsdienst“ oder „Militärregierung“. Am Ende dieser 15 minütigen Tanzeinlage brachen alle drei schreiend zusammen.

Vortrag: Religion und Politik in Japan

Axel Klein vom DIJ Tokyo besucht am Mittwoch, 15. Juni, unser Institut und hält einen sehr interessanten Vortrag: Religion und Politik in Japan – Der Fall der „Wissenschaft vom Glück“. Die „Wissenschaft vom Glück“ (Kōfuku no kagaku) ist eine sogenannte „Neue Religion“, die in Japan politschen Einfluss sucht und auch in Düsseldorf eine Niederlassung hat. Treffpunkt zum Vortrag ist um 18.30 Uhr im Raum 81. Wir hoffen, dass viele diese tolle Gelegenheit wahrnehmen! Abstract des Vortrages: Das Verhältnis von Religion und Politik hat beginnend mit der islamischen Revolu­tion im Iran 1979 weltweit an Aufmerksamkeit gewonnen. Seither sind zahlreiche Staaten und Regionen Gegenstand von wissenschaftlichen Untersuchungen geworden, doch dem Fall Japan wurde bis heute vergleichsweise wenig Beachtung zuteil. Dabei treten hier einige religiöse Organisationen als einflussreiche Akteure im politi­schen System in Erscheinung. Es handelt sich dabei nicht in erster Linie um repräsentative oder gar eine Mehrheit der Bevölkerung einschließende Institutionen des Buddhismus oder Schintoismus. Vielmehr sind es meist so genannte „Neue Religionen“ (shinshūkyō) bzw. ihre noch jüngeren Artgenossen der „Neuen Neuen Religionen“ (shin shinshūkyō), die beispielsweise …

Spannendes zwischen „Japonismus und Japanimation“

Sei es Van Gogh, der mit dem Pinsel die Linienführung japanischer Holzschnitte übernahm und damit die Landschaft der Provence lebendig auf Papier bannte, seien es deutsche Mangaka, die heute im Stil japanischer Comics Fantasiegeschichten zeichnen – der kulturelle Austausch zwischen Japan und dem Westen ist seit dem 19. Jahrhundert sehr fruchtbar. Bei dem vom Instiut für Modernes Japan veranstalteten Symposium „Vom Japonismus zur Japanimation“ vergangenen Freitag im Goethe-Museum Düsseldorf wurde die Vielfalt dieser kulturellen Austauschprozesse in sechs Vorträgen aufgezeigt. Michiko Mae, die Initiatorin des Symposiums, stellte heraus, dass die Auseinandersetzung mit der japanischen Kunst für die europäischen Künstler des ausgehenden 19. Jahrhunderts einen schöpferischen Prozess in Gang gebracht habe, der ihnen neue künstlerische Gestaltungsformen ermöglichte und einen wesentlichen Faktor für die Hervorbringung der Moderne darstellte. „Die japanische Kunst nahm damals die Rolle des Befreiers und des Helfers ein.“ Mae sieht auch in der gegenwärtigen weltweiten Beliebtheit japanischen Populärkultur wie Anime, Manga und Cosplay ein solches Potential zum „Katalysator“: „Diese Werke der Popkultur können eine subversive und emanzipatorische Wirkung entfalten.“ Dennoch zeige sich in der aktuellen …

Camera Japonica – Fotoausstellung in der ULB

Vom 23. bis zum 26. Mai werden Bilder, die Studierende vom Institut für Modernes Japan auf ihren Japanreisen gemacht haben, als Teil der Japan-Woche im Foyer der Universitäts- und Landesbibliothek ausgestellt. Die offizielle Eröffnung erfolgt am 25. Mai um 12 Uhr. Die Ausstellung steht unter dem Titel Camera Japonica und soll den Blick von Studierenden auf Japan zeigen. Dafür wurden einzelne Fotos ausgewählt und jeweils mit Texten versehen, die die Gedanken und Eindrücke des Studierenden bezüglich der Bilder kurz erläutern. Die Fotos der Ausstellung werden außerdem zu Gunsten des Hilfsprojektes „Heart on Coin“ versteigert.

Haiku-Wettbewerb zur Japanwoche

Für alle die kreativ werden möchten, hier die Gelegenheit: Zur Japanwoche vom 21. – 28. Mai veranstalten das Literaturbüro-NRW e.V. Düsseldorf, das Kulturamt der Landeshauptstadt Düsseldorf und das Goethe-Institut Düsseldorf in Zusammenarbeit mit dem EKO-Haus der Japanischen Kultur und dem Japanischen Generalkonsulat Düsseldorf ein Haiku-Projekt. Vor, während und nach der Japan-Woche wird die japanische Haiku-Tradition durch Autoaufkleber- und eine Postkarten-Aktion präsentiert. In diesem Zusammenhang laden die am Haiku-Projekt beteiligten Institutionen herzlich zur Teilnahme an einem Wettbewerb ein. Das Thema des Wettbewerbs lautet ‚Freundschaft’ – das Motto des Japan-Jahres 2011 –  und den Gewinnern winken attraktive Preise. Die Haiku müssen folgende Bedingungen erfüllen: 1. Sprache: deutsch oder japanisch 2. Silbenstruktur: 5-7-5 Silben 3. Thema: Freundschaft 4. Jahreszeitenwort 5. Gegenwartsbezug 6. Zäsur Die Haiku schicken Sie unter Angabe Ihres Namens und Alters an: haiku@literaturbüro-nrw.de Einsendeschluss ist der 18.06.2011 Die Preisverleihung findet am 21.07.2011 um 18 Uhr im EKO –Haus Düsseldorf statt. Weiteres finden Sie hier:  Informationen zum Haiku-Wettbewerb Viel Spaß beim Dichten!

Hiroshima: Ein Augenzeuge berichtet

Prof. Hideto Sotobayashi hat die HHU bereits im April besucht und berichtet, wie er als Jugendlicher den Abwurf der Atombombe auf Hiroshima erlebt hat. Im Anschluss an seinen beeindruckenden Vortrag konnten unsere Studierenden Fragen an ihn stellen – sicher sind dabei auch einige Fragen offen geblieben oder haben sich ergeben. Deshalb weisen wir auf die Veranstaltung im zakk (Fichtenstraße 40) am 23. Mai, 19:30 hin, in der Prof. Sotobayashi nach Düsseldorf zurückkehrt. Der Vortrag wird dabei begleitet von einer Tanzperformance von Tomoko Tezuka, Shinsaku Yuasa und Chikako Kaido.                                                

Antrittsvorlesung PD Dr. Tagsold

Wir gratulieren  –  Dr. Christian Tagsold hat im April erfolgreich seinen Habilitationsvortrag gehalten und lädt nun am 31.05.2011 zu seiner Antrittsvorlesung ein. Im Hörsaal 3F um 16.30 geht es dann um „Japanische Erinnerungsorte: Zur Übertragung eines europäischen Konzepts des kulturellen Gedächtnisses“ und erinnert einige vielleicht an das Projekt unserer Studierenden.