Monate: Juni 2010

Populärkultur-Workshop

Unser Institut veranstaltet am Freitag, 18. Juni, einen Workshop zum Thema „Zwischen Transkulturalität und Japanizität – Repräsentationen kultureller Differenzen und Diversität in der gegenwärtigen japanischen Populärkultur“. Treffpunkt ist um 13 Uhr im Heinrich-Heine-Saal unserer Universität. Eingeladen sind hochkarätige Referentinnen und Referenten aus ganz Deutschland. Wer teilnehmen möchte, muss sich wegen der begrenzten Platzanzahl bei Stephanie Klasen anmelden. Hier das Programm: 13:00 Uhr  Begrüßung durch Prof. Dr. Michiko Mae 13:15 Uhr  Hilaria Gössmann: „Japanisch“ versus „asiatisch“ – Repräsentationen kultureller Differenzen in japanischen Fernsehdramen seit den 90er Jahren 14:15 Uhr Stephan Köhn: Miyazaki reloaded – einige paradigmatische Überlegungen zur „Transkulturalität“ eines Mediums 15:15 Uhr Kaffepause 16:00 Uhr Steffi Richter: Zwischen „cool“ und „beautiful“: Trans/Nationalisierung von J-Culture 17:00 Uhr Marco Pellitteri: Japanese pop culture in Italy through anime and manga: features of a successful encounter 18:00 Uhr Abschlussdiskussion Zum Hintergrund des Workshops: Die Interpretation Japans als eine national-­‐kulturell und sozial homogene Gesellschaft bestimmte lange den wissenschaftlichen und öffentlichen Diskurs. Seit einigen Jahren wird jedoch infolge tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen auch in Japan zunehmend anerkannt, dass die japanische Gesellschaft und …

Über unheimliche Wesen in Japan

Wie heißen die weißgekleideten, langhaarigen Geister, die wir aus japanischen Horrorfilmen wie Ringu kennen? Was ist der Unterschied zu anderen gruseligen Gestalten wie den Kappa, Oni oder Tengu? Der bekannteste Text zur „Klassifizierung“ unheimlicher Wesen in Japan findet sich in Yanagita Kunios Yôkai Dangi („Rede über Yôkai“). Der Volkskundler Yanagita unternimmt dort den Versuch, Kriterien für die Unterscheidung von bakemono (bzw. yôkai) und yûrei zu finden – eine Textstelle, die von gegenwärtigen japanischen „Geisterforschern“ viel zitiert wird. In meinem Seminar „Über das Unheimliche in der japanischen Kultur“ haben sich die Studierenden diesen Text nun in Gruppen vorgenommen und in nur einer Sitzung eine deutsche Übersetzung angefertigt. Die Studierenden, die teilweise noch nicht sehr lange Japanisch lernen, haben sich wacker geschlagen und den schwierigen Text, von dem es weder eine offizielle deutsche noch englische Übersetzung gibt, gut übertragen. Für alle, die schon immer wissen wollten, vor welchen Wesen man sich nun fürchten muss und vor welchen nicht, hier nun das letzte Woche Donnerstag entstandene Werk: Zwischen obake und yûrei gibt es ziemlich klare Unterschiede, die wohl …