Autor: Michiko Uike

Bachelor Plus 5 Questions

Spielend forschen. Eine dichte Beschreibung der fighting game community in Chiba In unserer Interviewreihe über die Forschungsprojekte des dritten Bachelor Plus Jahrgangs sprechen wir heute mit Gerrit Neumann. Herr Neumann hat seinen Japanaufenthalt an der Chiba Daigaku verbracht und führte sein Forschungsprojekt für den BA+ an einem ungewöhnlichen Ort durch: In einer japanischen Videospielarcade beschäftigte er sich mit der Szene der dortigen Spielerinnen und Spieler. Für viele junge JapanerInnen sind Videospiele ein fester Bestandteil des Alltags. Teil dieses Phänomens ist dabei die sogenannte „E-Sport“-Subkultur (kurz für „elektronischer Sport“), die mit dem traditionellen Sport dahingehend verwandt ist, als dass es auch hier um das Messen im Wettkampf geht. Der Unterschied liegt lediglich darin, dass im E-Sport Computerspiele gespielt werden. In seinem Projekt geht es Gerrit Neumann darum, eine dichte Beschreibung der Community einer Videospielarcade in Chiba, ihrer Struktur und ihres Aufbaus zu erstellen. BA+: Herr Neumann, Sie haben sich einen Forschungsort ausgesucht, der auf den ersten Blick eher ungewöhnlich erscheint. Deutsche Spielhallen gelten als nicht besonders attraktiver Ort – wie kann man sich denn eine japanische Arcade …

Bachelor Plus 5 Questions

Zwischen Fast Food und traditioneller Kost – Wie ernähren sich Senioren in Japan? Heute sprechen wir in unserer Interviewreihe über die Forschungsprojekte des dritten Bachelor Plus Jahrgangs mit Carolin Maibach. Frau Maibach hat ihr BA+ Jahr an der Nanzan Daigaku in Nagoya verbracht und dort „Die Ernährungsgewohnheiten der älteren Generation Japans – Selbstversorgende Senioren zwischen Fast Food und traditioneller Kost” erforscht. Dabei wollte sie mehr über den Essalltag und die kulinarischen Präferenzen japanischer Senioren herausfinden. Sie führte Leitfadeninterviews mit sich selbstversorgenden, also eigenständig kochenden Senioren und ließ ihre Forschungspartner Esstagebücher ausfüllen, in denen sie eine Woche lang Frühstück, Mittag, Abendessen und Zwischenmahlzeiten dokumentierten. BA+: Frau Maibach, Sie haben sich ja intensiv mit der Ernährung in Japan auseinandergesetzt. Was ist denn Ihr Lieblingsgericht in Japan? Während meines Auslandsaufenthaltes habe ich unzählige Gerichte kennen und lieben gelernt, jedoch ist mein Favorit das klassische Kitsune Udon. Auch in Okonomiyaki habe ich mich verliebt, doch ich brachte es stark mit Osaka inVerbindung, sodass ich es kaum woanders essen wollte. Es war sehr interessant zu beobachten, welchen Stellenwert vor allem regionale …

Bachelor Plus 5 Questions

Die Akahata Shinbun und linker Journalismus in Japan Weiter geht’s in unserer Interviewreihe mit den Studierenden des dritten BA+ Jahrgangs. Unser Studierender Cédric Klein interessiert sich für linken Journalismus in Japan – Grund genug für ihn, sich im Rahmen seines Bachelor-Plus Studiums während seines Aufenthaltes an der Ôsaka Daigaku einmal genauer mit der „Arbeitsweise linker Journalisten in Japan und deren Stellung in der japanischen Medienwelt am Beispiel der Akahata Shinbun“ zu befassen. Er schaffte es, den Kontakt zur Redaktion der Akahata Shinbun herzustellen und mit einigen der Journalisten Interviews zu führen. Im Anschluss an die Dreifach-Katastrophe in Fukushima gab es viel Kritik am Umgang des japanischen Pressewesens mit Informationen. Aktuell hat Ende 2013 das umstrittene neue Geheimhaltungsgesetz (himitsu hogo hô) für Aufsehen gesorgt. Wie die aktuellen Entwicklungen Einfluss auf die Arbeit der Journalisten der als sehr regierungskritisch geltenden Akahata Shinbun nehmen, hat Cédric Klein untersucht. BA+: Herr Klein, warum haben Sie sich gerade die Akahata Shinbun für Ihr Projekt ausgesucht? Ich interessiere mich generell für linken Journalismus. Doch gerade auch in Japan, wo man Bewegungen, …

Bachelor Plus 5 Questions

Unsere Studierenden des inzwischen dritten Bachelor Plus Jahrgangs sind aus Japan zurück und starten jetzt ins Wintersemester in Düsseldorf. Während eines einjährigen Japanaufenthaltes haben Theresa Behle, Cédric Klein, Carolin Maibach, Gerrit Neumann und Evelyn Szawerski an einer der Partneruniversitäten des Instituts studiert und spannende Feldforschungsprojekte zu selbstgewählten Themen bearbeitet. Nach einem Willkommen-zurück-Treffen, bei dem sich alle TeilnehmerInnen des BA+ und das BA+ Projektteam wiedersehen und über die in Japan gemachten Erfahrungen austauschen konnten, wollen wir jetzt natürlich genauer wissen, wie es unseren Studierenden in Japan ergangen ist und wie sie ihre Forschungsprojekte geplant und durchgeführt haben. Wie auch bereits bei den vorangegangenen BA+ Jahrgängen (erster Jahrgang und zweiter Jahrgang) haben wir die Studierenden daher zum Interview gebeten und werden diese in den nächsten Wochen hier auf dem Blog veröffentlichen. Als erste in unserer Reihe berichtet uns Theresa Behle von ihrer Forschung zu „Demenz im familiären Kontext: Die Situation Angehöriger am Beispiel des Pflegeheims Yoriai“. Frau Behle war an der Nanzan Daigaku und hat nach dem Abschluss ihres Studienprogramms mehrere Wochen in der Pflegeeinrichtung Yoriai geforscht …

Neues vom Bachelor Plus: Der dritte Jahrgang ist aus Japan zurück

Unsere Studierenden des dritten Bachelor Plus Jahrganges haben Ihren Japanaufenthalt erfolgreich abgeschlossen und sind mit Beginn des Wintersemesters wieder nach Düsseldorf zurückgekehrt. Bei Kaffee und Kuchen feierten Prof. Shimada und Frau Uike-Bormann mit den Studierenden das Wiedersehen und den Abschluss der BA+ Module an den japanischen Partneruniversitäten. Dort hatten die Studierenden Sprachkurse und Seminare aus dem Bereich der Japanese Studies besucht und Forschungsprojekte zu selbstgewählten Themen durchgeführt. Der Kontakt nach Düsseldorf war über den zweisemestrigen Aufenthalt per Email, Online-Kolloquium und Online-Sprechstunden aufrechterhalten worden.

Neues vom Bachelor Plus: Vierter Jahrgang

Mit Semesterbeginn starten die Studierenden des inzwischen vierten Bachelor Plus Jahrgangs mit dem Vorbereitungsseminar „Einführung in die empirische Japanforschung“. Am Dienstag konnten Lea Angela Cawelius, Daniel Kindinger, Anne Rieck, Sylvia Sochacki, Ellen Zunker und Dorothea Zwetkow in gemütlicher Runde bei Kaffee und Kuchen Fragen zum Bachelor Plus Programm stellen und sich mit Prof. Shimada (BA+ Projektleitung) und Michiko Uike-Bormann (BA+ Projektkoordination) über Ihre Forschungsprojekte austauschen, die sie ab dem Wintersemester 2014/15 in Japan durchführen werden. Wir wünschen dem neuen Bachelor Plus Jahrgang viel Spaß und viel Erfolg bei den Vorbereitungen für ihren Studien- und Forschungsaufenthalt in Japan!

Bachelor Plus 5 Questions

Feldforschung im „Haus der wilden Blume“ Der Arbeitsalltag im Kinderheim Nonohana no Ie Den Abschluss unserer Interviewreihe mit dem zweiten Jahrgang der Bachelor Plus Studierenden bildet Ulrike Miglo mit ihrem BA+ Projekt „Spielen, helfen, fördern – Einblick in den Arbeitsalltag im Kinderheim Nonohana no Ie“. Frau Miglo war an der Chiba Daigaku und hat während ihres Japanaufenthaltes wie Ute Blazejak und Stephanie Segener im Rahmen Ihrer BA+ Forschung als Volunteer gearbeitet. Am Kinderheim Nonohana no Ie interessierte sie sich besonders für die Perspektive der dort arbeitenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Nonohana no Ie wurde 1984 gegründet und beherbergt über 50 Kinder im Alter von 2-18 Jahren.   BA+: Frau Miglo, was ist denn die Idee hinter dem Nonohana no Ie? Das Nonohana no Ie ist ein von der Regierung unterstütztes Kinderheim in der Präfektur Chiba. Man versucht dort, sowohl japanischen als auch nicht-japanischen Kindern ein zweites Zuhause zu geben. Das Wort Nonohana bedeutet auf Deutsch übersetzt „wilde Blume“. Dementsprechend ist es das Ziel des Heimes, dass die Kinder dort wie „wilde Blumen“ zu starken, selbstsicheren Menschen heranwachsen. BA+: …

Bachelor Plus 5 Questions

Heute sprechen wir in unserer Interviewreihe über die Forschungsprojekte des zweiten Bachelor Plus Jahrgangs mit Sarah Ferchau. Frau Ferchau hat ihr BA+ Jahr an der Nanzan Daigaku in Nagoya verbracht und dort die „Vermittlung landeskundlicher Inhalte im Deutschunterricht an japanischen Universitäten“ erforscht. Deutschunterricht an japanischen Universitäten Moderner Fremdsprachunterricht beruht nicht nur auf der Vermittlung von Sprache, sondern vor allem auch darauf, dass die Lernenden erkennen, wann und wo sie das Gelernte im Alltag in einem fremden Land einsetzen können. Bei dieser Verbindung von Sprachunterricht und Landeskunde im Deutschunterricht setzt Frau Ferchaus Projekt an. Hierfür hat sie im Deutschunterricht hospitiert und mit den Lehrkräften Interviews geführt. BA+: Frau Ferchau, Sie beschäftigen sich in Ihrem Projekt mit dem sogenannten „landeskundlichen Unterricht“ – was können wir uns denn darunter vorstellen? Ich möchte untersuchen, inwieweit der japanische Deutschunterricht sich dem gängigen modernen Konzept des Deutsch als Fremdsprache (DaF) Unterrichts, also der Verbindung von Landeskunde und Sprachunterricht, anpasst. Dabei ist es mir wichtig, Problempunkte und deren Ursachen herauszufinden und somit, wenn möglich, zu einem besseren Lehrkonzept beitragen zu können. BA+: …

Als Volunteer an einem japanischen Kindergarten

In unserer Interviewreihe mit dem zweiten Jahrgang der Bachelor Plus Studierenden sprechen wir heute mit Stephanie Segener. Frau Segener war an der Keiō Daigaku und hat während ihres Aufenthaltes in Tōkyō für ihr BA+ Projekt „Der Einfluss von Erziehung auf Geschlechterrollen in japanischen Kindergärten“ geforscht. Frau Segener interessierte sich dafür, inwieweit es eine geschlechtsbezogene Trennung im Rahmen der Sozialisation im Kindergarten gibt und inwiefern diese von Erziehern, Eltern, aber auch den Kindern selbst wahrgenommen wird. Wie auch unsere BA+ Studierende Ute Blazejak hat Frau Segener im Rahmen ihres Projekts als  Volunteer gearbeitet. Hierfür war sie an einem Ganztagskindergarten (hoikuen) in Yokohama tätig, in dem ca. 270 Kinder berufstätiger Eltern  von 0-5 Jahren von 42 Erziehern und Erzieherinnen betreut werden. BA+: Frau Segener, für Ihre Feldforschung haben Sie ja an einem hoikuen in Yokohama hospitiert. Wie sah Ihr Alltag als Volunteer im Kindergarten aus und welche Aufgaben hatten Sie dort? Während meiner Zeit als Volunteer habe ich mehrere Altersklassen im hoikuen besucht, wodurch meine Aufgaben je nach Klasse etwas unterschiedlich ausfielen. Letztendlich war meine hauptsächliche „Aufgabe“ aber das …

Karate-Dō auf Okinawa

Weiter geht es in unserer Interviewreihe über die Forschungsprojekte des zweiten Bachelor Plus Jahrgangs. Heute sprechen wir mit Thilo Böwer über seine Forschung zu Karate auf Okinawa.   Wer eine Kampfkunst betreibt weiß, dass heutzutage oft ein Unterschied zwischen einer sportlichen und einer traditionellen Ausrichtung der jeweiligen Kampfkunst gemacht wird. Dieses Phänomen lässt sich bei fast allen Kampfsystemen beobachten, so auch im japanischen Karate. Hier wird z.B. mittlerweile zwischen Sport-Karate und Karate-Dō unterschieden. Während seines einjährigen Studienaufenthaltes auf Okinawa hat Thilo Böwer im Rahmen seines BA+ Projektes Karate-Dō auf Okinawa – Sport oder Budō? regelmäßig am Karatetraining eines lokalen Dōjō teilgenommen und mit Karate Praktizierenden und Lehrenden Interviews geführt. BA+: Herr Böwer, wie sind Sie auf Ihr sportliches Thema gekommen?